2 Monate BARF- unser Fazit

2 Monate Barf
2 Monate Barf

Mitte Januar haben wir Moes Futter umgestellt. Wie so einige Mensch-Hunde Teams haben auch wir mittlerweile eine ganze Menge „Erfahrungen“ mit unterschiedlichen Fütterungsarten und -sorten gemacht. Die Entscheidung für das Barfen habe ich mir nicht leicht gemacht. Ich habe mir ca. 3 Jahre immer wieder Gedanken darüber gemacht, Moe auf Rohfütterung umzustellen- und es dann aus Angst und logistischen Gründen nicht gemacht.

Angst deshalb, weil immer wieder propagiert wird, wie wichtig doch die Zusammensetzung einer jeden Mahlzeit ist, damit der Hund alle Nährstoffe auf einmal bekommt und keine Unter- oder Überversorgung stattfindet (hier nochmal ein guter Beitrag zum Thema Stiftung Warentest).

Nachdem wir das alles überwunden, mehrere tolle Hundeblogs zu dem Thema gelesen (hier und hier) und festgestellt haben, das Barfen kein Hexenwerk und tatsächlich nur Hunde füttern ist, haben wir uns den heutigen Tag für ein kleines Zwischenfazit ausgesucht.

Maulgeruch und Hunger

Ja, es stimmt tatsächlich: Durch die Gabe von frischem Futter wird der Geruch aus dem Hundemaul reduziert. Es sei denn, es gab kurz vorher Pansen- dann stinkt der Hund trotzdem. Aber im Allgemeinen riecht der Hund tatsächlich weniger.
Man sagt, das Barfen reduziert auch Zahnstein, da beispielsweise Knochen gekaut oder abgenagt werden, bzw. der Hund mehr Kauen muss und damit die Zahnpflege unterstützt wird. Mit Zahnstein haben wir bisher nie Probleme gehabt, obwohl Moe schon 6 Jahre alt ist, musste er nie zur Zahnpflege und das soll auch so bleiben. Ich denke, dass die neue Fütterungsform uns da sehr entgegen kommt. 🙂

Der Hunger ist so eine Sache. Ich habe das Gefühl, dass Moe ständig hungrig ist und er ist so häufig in der Küche präsent, dass ich schon überlegt habe, eine Tür einzubauen. Ich habe mal gelesen, dass Hunde kein Sättigungsgefühl haben und deswegen permanent fressen könnten. Naja.
Moe ist ca. 3,5 Kilo zu schwer. Das bedeutet nicht, dass er übergewichtig ist. Laut Tierarzt sollen wir ihn aber, wegen seiner Hüftgelenksdysplasie, schlank halten. Meine Barf-Ration ist dementsprechend für einen 30-31 kg Hund berechnet, damit er etwas abnimmt.
Seitdem ist er aber sehr häufig am Betteln- vielleicht schmeckt ihm das Futter aber auch nur außerordentlich gut.

Die Zubereitung

Ich gestehe: Mir macht es riesigen Spaß, Moe das Essen zuzubereiten. Ich stehe sowieso gerne in der Küche, wenn ich die Zeit habe. Für Moe nehme ich mir die gerne, selbst wenn das bedeutet, 10 Minuten früher aufzustehen. Alleine dafür, dass ich experimentieren kann und Moe sabbernd vor der Küche sitzt, sich darauf freut, sein Futter zu bekommen und es ihm gut tut und schmeckt- für mich ist das so viel Toller, als sein TroFu aus der Tonne zu holen. Und das jeden Tag die Woche, zwei Mal am Tag.

Natürlich gab es auch schon „Rückschläge“. Die Putenhälse waren Moe zu groß, deswegen wollte er sie nicht fressen. Er hat eben noch keine Erfahrungen mit Knochen. Auch die ganzen Fische waren eine Herausforderung. Der Markknochen wurde erst einmal nur beleckt und später dann für fressbar befunden.

Samstags ist unser „Veggie-Day“. Komischerweise verlangt er an diesen Tagen auch nicht nach Fleisch. Entweder gibt es Kartoffeln mit Quark oder Gemüse, wir haben aber auch schon dieses tolle Rezept ausprobiert. Moe war begeistert.

Wir sind also bislang sehr angetan und werden weiter machen. Wir haben noch die ein oder andere Baustelle, bei der sich nichts getan hat (brüchige Krallen, Analdrüsen), aber vielleicht wird das noch mit der Zeit. Wir werden wieder berichten.

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