Zeit für Veränderung

Zeit für Veränderung
Zeit für Veränderung

In den letzten Tagen ist es hier ruhig geworden und das wird diese Woche auch so bleiben. Aber macht euch keine Sorgen: Wir haben Kinderbesuch und deshalb muss der Blog einfach mal ein bisschen pausieren. Das ändert sich nächste Woche wieder.

Moes Kralle ist, so denken wir, auf dem Weg der Besserung. Noch trägt er Verband und muss einmal die Woche zur Kontrolle. Aber  bisher wächst alles so zusammen wie es soll.

Jetzt fragt ihr euch sicher: Wenn alles weitergeht, warum dann der Titel? Ich möchte euch heute erzählen, was sich bei Moe & Me tatsächlich verändert. Denn nicht nur der Blog wird sich verändern, sondern auch einiges bei uns privat. Und weil das eine das andere betrifft, dachte ich, ich erzähle euch das einfach mal. 🙂

Moe & Me goes Roadtrip

Wir haben es immer wieder angedeutet und unsere Pläne dahin gehend werden immer konkreter. So konkret, dass wir die ersten Schritte eingeleitet haben.

Ende 2017 wollen wir Drei auf Europareise gehen. Dafür werden wir alles aufgeben, was wir haben (was auch nicht so sehr viel ist 😉 ) und in ein Wohnmobil umziehen, von unterwegs arbeiten. Den Gedanken haben wir schon sehr lange, bisher passte es aber nicht in unsere Planung. Denn eines ist sicher: So etwas macht man nicht von heute auf morgen – wir zumindest nicht.

So wurde vor zwei Jahren das erste Mal konkretisiert, aber doch nach hinten geschoben. Wir zogen hier nach Wendtorf und wollten eigentlich 3 Jahre bleiben, bevor wir den nächsten Schritt machten. 3 Jahre sind allerdings eine lange Zeit. Nächstes Jahr im Mai sind wir 2 Jahre hier und wir können sagen: Es war nett, aber es ist genug.

Das Haus ist zu groß, um es wirklich mit Leben zu füllen. Ja, wir haben Komfort und alles was wir brauchen – trotzdem ist es zu viel für uns drei. Durch die Ferienwohnung sind wir zu sehr gebunden, können nicht einfach so wegfahren. Für mich, die immer irgendwie auf gepackten Koffern sitzt, wirklich unangenehm. Ich brauche die Freiheit, mir kribbelt es in den Füßen und die gewohnte Umgebung langweilt mich zu Tode.

Ende 2017 ist es also soweit, wenn alles funktioniert, wie wir uns das vorstellen. Wir sind bereits dabei, alles, was nicht gebraucht wird, zu spenden und zu verkaufen. Nächstes Jahr im Mai folgt der erste Zwischenschritt, wir werden übergangsweise in eine kleine Wohnung ziehen. Dorthin nehmen wir nur mit, was wir tatsächlich brauchen.

Im Dezember 2017 sind alle Verträge soweit ausgelaufen, dass wir keine Altlasten mitnehmen (Auto, Telefon, Internet, Handy…). In diesem Zeitraum werden wir aufbrechen, vielleicht auch erst im Januar, nach Weihnachten. Aber der grobe Zeitplan steht.

Ob alles so klappt, wie wir uns das denken? Wahrscheinlich nicht. Es gibt immer Situationen, in denen man improvisieren muss. Und ja, vielleicht schaffen wir es gar nicht erst. Finden kein Wohnmobil, hängen doch die Selbstständigkeit an den Nagel. Aber wir arbeiten auf unser Ziel hin und geben unser Bestes, um es zu erreichen.

Uns wurden im Vorfeld auch viele Fragen gestellt, zum Beispiel, wann wir wieder zurückkehren werden. Nun, ein Ende gibt es nicht. Wir werden so lange herum reisen, bis wir müde vom Reisen sind. Und vielleicht suchen wir uns dann ein Plätzchen, an dem es uns gefällt.

Wir wollen nicht ständig unterwegs sein, die grobe Idee ist, einmal im Monat den Ort zu wechseln und weiter zu ziehen. Wir wollen hier von Kiel aus starten und Richtung Portugal, meine Heimat, fahren. Welche Länder wir konkret bereisen und welche Strecken wir nehmen wollen, darüber machen wir uns noch Gedanken.

Wir wurden auch gefragt, was mit Moe wird. Moe kommt selbstverständlich mit, und diesen Blog wird es weiterhin geben. Allerdings wird er sich verändern, denn so wie es gerade ist, so kann ich nicht weiter machen.

Ein Hundeblog wird ein Hunde-Reise-Blog

Produkttests wird es irgendwann nicht mehr geben. Warum auch? Wenn wir uns reduzieren, dann muss Moe das auch. Nicht, dass es ihn wirklich kümmern würde. Das bedeutet: Bereits seit Anfang des Jahres testen wir nur noch Dinge, die uns wirklich, wirklich, wirklich interessieren und bei denen ich das Gefühl hatte: Ja, das will ich, und ich will es auch mitnehmen.

Oder es sind Dinge, die man relativ schnell einschätzen und bewerten, dann aber weitergeben kann (Bücher) oder spätestens nächstes Jahr abgegeben werden können (Hundepool). Aber auch das wird sicherlich ein Ende haben.

Dafür wird sich der Bloginhalt verlagern. Es wird mehr Reiseberichte, Geschichten von unterwegs, geben. Wahrscheinlich mehr Fotos. Wir werden versuchen, alles Spannende rund um den Hund aufzugreifen: Einreisebestimmungen, Ernährung unterwegs, wo darf der Hund mit, was ist der schönste Platz, den man mit Hund aufsuchen kann? Und wahrscheinlich noch viel mehr, dass ich jetzt gar nicht auf dem Zettel habe. Vielleicht habt ihr ja dann auch Fragen, die wir euch beantworten können oder Wünsche.

Ja, Moe wird älter. Ob er das Reisen am Ende wirklich gut verkraftet, werden wir sehen. Wir wissen aber schon jetzt: Sollte es einem von uns mit dieser Art zu Leben wirklich schlecht gehen, geht es zurück. Ich bin zuversichtlich, dass Moe das Wohnmobil schnell als sein „Zuhause“ anerkennen wird – auch bei Umzügen hat es eine Gewöhnungszeit gebraucht, aber letztendlich ist da, wo das Körbchen und wir sind, sein Zuhause.

Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, ob es die richtige Entscheidung ist, so früh von unseren Plänen zu erzählen. Letztendlich möchte ich aber, dass Moe & Me eines bleibt: Persönlich und ehrlich. Und da mich unsere geplante Reise so sehr beschäftigt, kann ich damit nicht mehr hinterm Berg halten.

Selbst wenn wir scheitern, und das kann so sein, wenn man Pläne macht: Dann ist es so. Auch damit werden wir leben und ich werde euch auch gerne mitnehmen. Denn das gehört zum Leben dazu.

Ich bin nun gespannt, was ihr von unseren Plänen haltet. Ob ihr uns treu bleibt, uns noch gerne lest, wird die Zeit zeigen. Sicherlich ist es nicht für Jeden etwas, und ich bin mir bewusst darüber, dass so eine Veränderung auch nach hinten losgehen kann.

Und trotzdem kann ich nicht weitermachen, als würde nichts passieren.

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