Welche Leine passt zu mir?

Welche Leine passt zu mir?

Welche Hundeleine soll man kaufen? Ich glaube, diese Frage stellen sich vor allem Neu-Hundebesitzer sehr früh, wenn sie auf der Suche nach einem schönen und tauglichen Modell sind.

Es gibt ja eine unwahrscheinlich große Auswahl, nicht nur in den Farben und Längen, sondern auch in dem verarbeiteten Material. Und es hört nicht bei den gängigen Materialien auf: Nein. Auch Bambus wird mittlerweile verwendet, siehe hier bei Die tut nichts im Test.

Wir sind allerdings ganz klassisch gestartet. Von unseren Leinen möchten wir euch heute berichten, möchten euch erzählen, welche uns wirklich überzeugt haben, welche wir nie wieder kaufen werden und natürlich auch: Welche Vor- und Nachteile ich persönlich in den Leinen sehe. Außerdem gibt es einen Einblick, welche Leinen auch nach dem Ausmisten in unserem Besitz bleiben.

Einen super Artikel zum Leinen 1×1 hat auch Rebecca von LesWauz geschrieben, schaut dort auch unbedingt einmal vorbei.

Klassischer Start: Leine aus Gurtband

Die erste Leine, die Moe quasi schon „um“ hatte, war eine aus Nylon, bzw. aus Gurtband. Sie war einfarbig blau und wenn ich mich richtig entsinne, von Hunter. Auch Moes Halsband war aus Gurt.

Da ich mir nicht großartig Gedanken machte, was der Hund von damals trug, war mir das eigentlich auch gleich. Moe hatte ein Halsband und eine Leine, fertig.

Beim zweiten Stop im Tierfachhandel unseres Vertrauens nahm ich dann erst diese unglaubliche Auswahl wahr. Und war geschockt und angefixt. Eine Leine & Halsband?! Nee, das reicht nicht.

Leine aus Gurtband
Leine aus Gurtband

Also wurde das nächste Set gekauft, wieder aus Gurt. Kannte ich ja schon, konnte also nicht falsch sein. Oder?

Mittlerweile würde ich nie wieder ein Set aus diesem Material kaufen. Ich finde, es liegt einfach ganz furchtbar in der Hand, die Verletzungsgefahr ist auch echt groß. Denn wenn die Leine mal sehr fix durch die Hand gleitet, sind Verbrennungen und Abschürfungen vorprogrammiert. Alles schon gehabt!

Sogar meine damalige Schleppleine war aus Gurt und ich kann nur sagen: Nie wieder.

Auch die Halsbänder aus dem Material haben mich nicht überzeugt: Ständig wurden Moe Haare heraus gezogen und das Fell hat durch die Reibung ordentlich gelitten. Nein, danke.

Langanhaltende Begeisterung: Die Leine aus Leder

Dann sah ich die ersten Hunde mit wunderschönen Lederhalsbändern und -Leinen. Wollte ich natürlich auch. Da ich aber das Geld nicht hatte, wurde es erst einmal nur eine simple, schwarze Lederleine.

Diese begleitete uns bestimmt 3 Jahre regelmäßig und jeden Tag. Ich habe sie immer noch, weil ich mich schwer trennen kann, aber natürlich wird sie bald in der Tonne landen.

Lederleine, ungeschönt.
Lederleine, ungeschönt.

Denn leider vertragen sich Leder, Salzwasser und Sand überhaupt nicht gut. Vor allem aber muss Leder regelmäßig gepflegt und gefettet werden – dafür bin ich einfach zu faul. Und so sieht unsere Lederleine auch aus, die Last des Alters ist unverkennbar und sie sieht ein bisschen aus wie das Gesicht eines alten Seebären. Mindestens genauso faltig und trocken. 😉

Der Vorteil an dieser Leine: Leder bleibt auch bei Feuchtigkeit griffig, die Verletzungsgefahr ist nicht so hoch und unsere hatte auch einen super Durchmesser, sodass auch mir die Leine gut in der Hand lag (ich habe sehr kleine Hände).

Der Nachteil, wie schon oben beschrieben: Sie muss gepflegt werden und leider ist Leder immer noch tierischen Ursprungs. Da ich das aber zu vermeiden versuche, gibt es auch keine Lederleinen oder ähnliches mehr.

Biothane: Ein Trend zieht sich durch

Als die Biothane auf den Markt kam, war ich sofort Feuer und Flamme (wobei ich auch das natürlich wieder recht spät mitbekommen hatte. 😉 ). Ich bestellte mir munter ein Set in Quietschorange und war damit eigentlich fast glücklich. Fast.

Denn leider wählte ich das Halsband viel zu schmal. Also wurde die Leine nur äußerst selten ausgeführt, denn an ein anderes Halsband passt sie optisch nicht so richtig prima.

Leine aus Biothane
Leine aus Biothane

Biothane ist ein ganz spannendes Material, es lässt sich super schnell reinigen, stinkt nicht, trocknet wahnsinnig schnell und behält die Form. Nichts franst aus, nichts muss gepflegt werden. Prima!

Trotzdem reibt es ordentlich in der Hand, das musste ich bei meiner Schleppleine beim Mantrailing feststellen. Wir haben eine in eckiger Form, es gibt sie auch noch in rund. Da weiß ich nicht, wie sie in der Hand liegen.

Generell ist Biothane aber wirklich klasse. Die orangene Leine & das zugehörige Halsband werden wir aber weggeben, es passt einfach nicht zu uns. Unsere blaue Schleppleine dagegen werden wir behalten.

Paracord: Schön geflochten

Paracord ist eigentlich eine große Liebe, denn damit kann man so wunderschöne Farbkombis zaubern. Trotzdem überzeugt mich das Material als Leine nicht durchgehend.

Leine aus Paracord
Leine aus Paracord

Die Leine auf dem Foto hat übrigens Sabrina von Glückshund für uns angefertigt (genau genommen ist es ein Set) und ich finde, die Farben passen einfach wunderbar zum Herbst. 🙂

Vorteile von Paracord: Es ist absolut reißfest und robust. Strand, Meer, Sonne? Kein Problem. Die Farben sind uns nicht verblasst, sie strahlen wie am ersten Tag. Außerdem sind Paracord-Leinen sehr leicht.

Paracord im Detail
Paracord im Detail

Nachteil: Mir persönlich gefällt es nicht, wie die Leinen in der Hand liegen. Sprich: Mir ist Paracord nicht weich genug. Zudem habe ich das Gefühl, dass die Leinen manchmal etwas steifer sind und sich nicht so gut bewegen. Daher wird auch einzig das braune Set auf dem Foto die Ehre haben, bei uns zu bleiben.

Bei den Halsbänder gibt es übrigens keine Probleme: Die Haare von Moe bleiben nicht hängen und nichts verfilzt!

Tau: Maritimer geht’s wohl kaum

Tauleinen, mein absoluter Favorit. Ich weiß, die meisten können sie nicht mehr sehen oder behaupten gar, die sehen alle gleich aus. Pfft, kann ich da nur sagen. 🙂

Mittlerweile haben wir 4 Sets aus Tau und ich liebe sie alle. Leider habe ich da echte Entscheidungsprobleme, welche ich wann ausführen soll!

Welche darf es denn sein?
Welche darf es denn sein?

Mein absoluter Favorit ist immer noch das Set von Henrys Seemannsgarn. Einfach, weil es so gut in der Hand liegt und richtig weich ist, dafür, dass es sich um Tau handelt. Und es leuchtet. Und… Ach, ich hör schon auf. 🙂

Das zweite Tau von links ist 3 Meter lang und war auch echt ein Glücksgriff. Durch die enorme Länge hat Moe viel Spielraum und ich brauche keine Schleppleine für unterwegs – diese reicht. Zudem kann ich mir die Abstände selber einstellen, da die Ringe an der Leine nur verknotet sind. Top!

Die 3. Leine von links ist die Lieblingsleine vom Herrchen. Zusammen mit dem Halsband, versteht sich. Hierbei handelt es sich um ein Kieler Unternehmen, nämlich Sammys kleine Taklerei. Ich habe sowohl Sammy als auch Neele persönlich kennen gelernt und weiß, dass die beiden in jedes Set ganz viel Liebe stecken.

Gut verarbeitet sind die Sets auch und wie gesagt: Tau ist enorm robust. Egal, ob Moe damit im letzten Ententümpel badet oder sich in totem Fisch wälzt: Ab in die Waschmaschine damit und die Leinen sehen aus wie neu.

Schwere Entscheidung!
Schwere Entscheidung!

Die vierte Leine auf dem Tisch ist von Hunter, auch hier habe ich damals direkt ein Set gekauft. Auch sie liegt perfekt in der Hand, allerdings ist das schwarz schon relativ ausgeblichen, was ich wirklich schade finde. Deswegen wird sie früher oder später gehen. 😉

Fazit: Wir haben mit Tau unser perfektes Material gefunden.

Tau ist meiner Meinung nach einfach das beste Material für Hundeleinen. Es liegt super in der Hand, ist robust, lässt sich schnell reinigen und die Leinen gibt es in verschiedenen Stärken. Somit gibt es für jeden Hund und seinen Halter die perfekte Länge und Dicke.

Wenn ich mich auf ein einziges Set beschränken müsste (und ich hoffe, dass es nicht soweit kommt – und das im WoMo noch Platz für mindestens ein weiteres Set ist!), würde ich mich sofort für die rote Leine & Halsband von Henrys Seemannsgarn entscheiden.

Das Herrchen findet die Pfeffer-und-Salz Variante von Sammy deutlich besser (weil männlicher). Damit werden es also mindestens die zwei. 😀

Mir ist das egal, Hauptsache es geht irgendwann mal raus. ;-)
Mir ist das egal, Hauptsache es geht irgendwann mal raus. 😉

Wie ist es bei euch, welches Material gefällt euch denn am Besten?

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