Welche Lebensmittel sind giftig für Hunde?

Giftige Lebensmittel für Hunde
Giftige Lebensmittel für Hunde

Vor ca. 6 Jahren, kurz bevor Moe bei uns einzog, beschäftigte mich nicht nur die Erziehung, die Bespaßung und Fellpflege des neuen Hundes, sondern auch: Was darf so ein Hund eigentlich fressen – und was nicht?

Ich wälzte also Literatur und stöberte im Internet. Bei vielen Dingen war man sich einig, bei anderen so gar nicht. Und ich fragte mich irgendwann: Woran kann das liegen, dass man so unterschiedliche Informationen bekommt? Ein Nahrungsmittel kann doch nicht nur so halbgiftig sein, oder? Warum bekommt man so unterschiedliche Angaben?

Giftig, tödlich oder nur übervorsichtig?

Ich schloss also erst einmal bei Moe alles aus, was auch nur im Entferntesten gefährlich sein könnte.

Dann empfahl mir jemand Knoblauchtabs für Hunde – gegen Zecken, Flöhe etc. Ich dachte mir: Wie unverantwortlich kann man denn sein? – und recherchierte erneut. Knoblauch ist in geringen Dosen ungefährlich, vor allem bei Moes Größe (er müsste 3 Knollen pro Tag futtern, damit das wirklich gefährlich werden könnte). Ich lernte: Nicht alles muss so überdramatisiert werden und vielleicht muss ich eher schauen, was auf Moes Körpergewicht wirklich toxisch (giftig) ist.

Was gibt es heute zu fressen?
Was gibt es heute zu fressen?

Genau das war aber auch schon Grund für jemanden, mich hier auf dem Blog anzugreifen: Ich hatte ein Rezept für Hundekekse veröffentlicht, dort sollte ein halber Teelöffel (!!!) Zimt ins Rezept. Und zack, kam gleich ein Kommentar, ob ich denn Hunde töten wollte, ich könne das ja gerne meinem geben, aber so etwas ins Internet zu stellen, wäre fatal.

Mittlerweile bin ich, was die giftigen Lebensmittel angeht, sehr sicher. Ich würde nicht behaupten, dass ich über jedes Lebensmittel Bescheid weiß, aber alleine durch das Barfen habe ich mir eine gewisse Routine antrainiert, weiß, was Moe verträgt und was unter Umständen nicht gesund sein kann. Ich breche nicht gleich in Panik aus: Wenn Moe mal ein Gummibärchen frisst, ja Pech gehabt. Ebenso wenn es mal ein Stück Schokolade geworden ist (oder eine Tafel, wie bei seiner Hundesitterin damals): Das ist nicht schön und sollte nicht sein, aber nochmal: Bei einem 35kg Hund ist das nicht so schlimm (bei einem kleinen Hund, Yorkie oder Ähnlichem, solltet ihr natürlich wesentlich mehr aufpassen, die Dosierung zur Körpergröße macht es).

Ihr seid euch unsicher, was der Hund darf und was nicht? Dann schaut mal hier in dem Fressnapf Spezial zum Thema „Giftige Lebensmittel für Hunde“ vorbei. Dort gibt es auch eine Grafik, die recht anschaulich erklärt, was geht – und was nicht:

Giftige Lebensmittel für Hunde ©Fressnapf
Giftige Lebensmittel für Hunde ©Fressnapf

Keine Panik, ihr Barfer!

Na, habt ihr was gemerkt? 🙂 Gerade wenn ihr roh füttert, so wie wir, ist die Grafik etwas irreführend. Natürlich sind Knochen nicht giftig für Hunde. Sicher ist: Knochen sollten niemals gekocht gegeben werden, da sie dann splittern könnten. Ungeübte Hunde (so wie Moe Anfang des Jahres) kann man erst einmal „weiche“ Knochen, und dazu gehören die Geflügelknochen, geben, um sich zu gewöhnen. Gerade Puten- und Hühnerhälse sind hier sehr beliebt und werden gerne geknackt.

Auch von der Milch distanziere ich mich: Moe bekommt sehr wohl dann und wann Produkte aus Milch – Quark, Käse und Hüttenkäse liebt er! Und wenn man auf die Dosierung achtet (was ich schon allein aus Gewichtsgründen tun muss) ist man da auf der komplett sicheren Seite. 🙂

Alle anderen aufgeführten Lebensmittel in der Grafik sollte man unbedingt im Kopf behalten. Gerade das Schweinefleisch, im Supermarkt sehr günstig zu haben, könnte einen Neubarfer dazu verleiten, es für seinen Hund zu kaufen. Ich weiß auch, dass manche Menschen ihrem Hund Schweinefleisch füttern, da es keine aktuellen Fälle des Aujetzki-Virus in Deutschland gibt. Für mich selber kommt das jedoch nicht in Frage.

Das Fressnapf Spezial bietet nicht nur die Grafik, sondern zusätzlich eine gute Übersicht über die Symptome, die auftreten könnten, wenn etwas gefressen wurde, das nicht in den Hund sollte. So gibt es nicht nur die giftigen Lebensmittel im Haushalt, sondern auch draußen lauern Gefahren: Frostschutzmittel, Rattengift oder auch Giftpflanzen. Über Letztere musste ich mir auch erst einmal einen Überblick verschaffen, da wir nun auf dem Land wohnen und im heimischen Garten lauter Dinge wuchsen, die ich nicht kannte. Der Fingerhut beispielsweise musste weichen. Auch unterwegs achte ich darauf, dass Moe beim Gras fressen nicht versehentlich etwas aufnimmt, was giftig sein könnte.

Das ist bestimmt giftig - oder?
Das ist bestimmt giftig – oder?

War die Grafik hilfreich für euch? Schreibt es in die Kommentare! 🙂

*In Kooperation mit Fressnapf – das Copyright der Grafik liegt bei Fressnapf*

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7 Gedanken zu „Welche Lebensmittel sind giftig für Hunde?“

  1. Haha, ich wollte beim Lesen bei den Geflügelknochen und der Milch auch grad schon aufschreien, aber das hast du mir selbst schon vorweggenommen.
    Ich gebe nicht nur Milchprodukte, sondern verwende beim Backen für Hundekekse zum Teil richtig viel Milch. Genki und Momo vertragen die gut Milch als für Hunde giftig zu bezeichnen ist eh doof. Sie haben ne Laktoseintoleranz. Manche vertagen es besser als andere, aber sterben werden sie daran nicht.
    Und bei vielen der anderen Lebensmittel ist es wirklich so, das die Dosus das Gift macht. Ich würde meinen Hunden mit Absicht nichts für sie giftiges geben, auch nicht in kleinen Dosen wie Knoblauch, weil mir da zu unsicher wäre, ob ich meinen Hund nicht nach und nach langsam vergifte, aber grad die „Klischeesachen“ sind garnicht so schlimm. Genki hat Mal ne kleine Tafel Bitterschokolade verdrückt. Ich dachte, mein Hund muss jetzt sterben, wollte schon zu Tierarzt, aber dann haben wir nachgelesen und nachgerechnet. Genki hatte nicht Mal Durchfall von der Schokolade. Dagegen hat er Mal, wie auch immer, eine Avocado aus der Küche gemopst. Er hat sie nicht Mal gegessen, nur angekaut, aber das hat schon gereicht, ihm ging’s dann Mal ne Weile nicht so toll…




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    • das ist ja eigenartig, dass du knoblauch fuerchtest. du laesst deinen hund wohl lieber einige male im jahr auf „verdacht“ einfach entwurmen und vergiftest ihn dadurch langsam ueber jahre hingweg! entwurmungstabletten wirken gegen den wurm- soweit klar, oder?- mensch und tier aehneln aber dem parasiten ziemlich, was die tabletten( auch spot- on) auch fuer den wirt giftig macht! warum glaubst du, dass meenschen bei verdacht auf wurmbefall nicht einfach ohne nachweis im stuhl entwurmungstabletten kriegen..?? weil man eben nicht auf puren verdacht sowas einnehmen soll!! aber manche tierbesitzer sind zu geldgierig/unwissend/oder wollens einfach haben, statt eine stuhanalyse machen zu lassen und mancher tieraerzt verkauft ja gern unnuetzes zeug!also keine angst vor knoblauch, toxizitaet haengst mit koerpergewicht und organtaetigkeit (leber usw.nur durch bluanalyse zu erkennen wie manche jagdhunde genetisch dazu neigen koennen)zusammen!




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  2. Also die Grafik finde ich als Barfer schon nicht ganz korrekt, aber für Nicht-Barfer find eich es ganz praktisch 🙂 Ich habe schon oft mitbekommen, wie Bekannte dem Hund Tomate oder ähnliches geben, da sie einfach nicht wissen, dass man das nicht füttern sollte. Und ja, die Menge macht’s … toll, dass du das hier mal ganz klar gestellt hast 🙂

    Liebe Grüße, Caro + Amber (die auch mal Knoblauch bekommt) 😉




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  3. Hallo,

    habe die Grafik letztens auch bei Fressnapf gesehen. Witzig, dass Du hier noch einmal darauf aufmerksam machst.

    Habe selbst im Bekanntenkreis jemandem, der seinem Hund ziemlich regelmäßig Schokolade gibt ( finde ich selbst nicht gut, aber naja ) und dem Hund geht es blendend! Es kommt wirklich auf die Menge drauf an, wie auch bei uns Menschen.

    Gruß




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  4. Ich finde es gut, dass du die Grafik so differenziert siehst.

    Ich halte sie für stark übertrieben und finde, dass sie nur verunsichert. Knoblauch ist so eine Sache, die jeder für sich entscheiden muss. Die meisten Hunde vertragen kleine Mengen Knoblauch problemlos (außer Shiba Inu & Co., die dürfen keinen Knobi). Steinobst *ähm* ja … Lilly liebt Steinobst und unser Barfplan würde ganz schön traurig aussehen, wenn ich es nicht mehr füttern würde. Dass ich die Kerne von Kirschen & Co. vorher rausmache, versteht sich von selbst 😉 Laktose, davon stirbt es sich in der Tat nicht so schnell, einfach mal eine kleine Menge Joghurt geben und schauen was passiert. Knochen und Salz wurde auch schon ausreichend erklärt. Nüsse sind eine sehr wertvolle Ergänzung und keinesfalls giftig. Natürlich sollten sie nie vom Hund selbst geknackt werden. Lilly bekommt auf jeden Fall regelmäßig eine Hand voll Nüsse (püriert, zur besseren Verwertung) mit ins Futter. Eigentlich sollte Fressnapf diese Grafik in der Tat noch mal überarbeiten ^^

    Liebste Grüße




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