Warum solltest du Hundeblogger werden?

Warum Hundeblogger werden

Du hast einen Hund, du liest gerne und bist irgendwann, irgendwo, auf einen Hundeblog gestoßen. Nachdem du einige Zeit dort gestöbert hast, fragst du dich: Warum schreibe ich eigentlich keinen Blog?

Als Hundeblogger zu starten ist keine große Sache. Letztendlich gibt es viele einfache Wege, wie du dir relativ unkompliziert einen Blog einrichten und starten kannst. Aber – was dann? Was bringt dir das Bloggen?

Ich bin der Meinung: Viel! Und ich erzähle dir im Folgenden, warum sich ein Leben als Hundeblogger auch für dich lohnen kann – und du unbedingt durchstarten solltest. Dabei unterteile ich das Ganze in 4 Bereiche, nämlich: Wissen, Kontakte, Finanzen und Spaß, damit du direkt zu dem Absatz springen kannst, der dich am Meisten interessiert. 🙂

Übrigens: Dieser Artikel gehört zu einer kleinen Reihe, die ich starten möchte. Nächste Woche geht es weiter mit dem Thema, wie du deine Schreibstimme findest.

Mehr Wissen als Hundeblogger

Als ich mit dem Bloggen anfing, schrieb ich die ersten Artikel wirklich nur für mich, maximal noch für die Familie. Ich fing 2010 mit Moe & Me an – zu einer Zeit, als es wohl schon Blogs gab, aber nur wenig Hundeblogs.

Meine Geschichten waren private Erlebnisse und ich verschwendete keinen Gedanken daran, „nützliche“ Artikel zu schreiben.

Warum Hundeblogger werden
Mehr Wissen als Hundeblogger

Großartig verändert hat sich das nicht. Mein Blog ist immer noch mehr oder weniger meine kleine Welt, und ab und zu schreibe ich auch über Dinge, die eventuell nützlich sein könnten – wie dieser Artikel hier zu Beispiel. 😉

Aber: Mein Wissen hat sich durch diesen Blog enorm erweitert. Für manche Artikel muss ich einfach recherchieren, um hier nicht großen Mist zu erzählen. Ich habe mich durch so viel Literatur zum Thema Futter gelesen, dass ich allein damit schon eine eigene Futterberatungsstelle aufmachen könnte.

Und Hundespielzeug! Damals wollte ich unbedingt DIE Ansprechpartnerin für cooles Hundespielzeug und Gadgets sein. Dementsprechend viel habe ich getestet und auch darüber berichtet.

Ich habe nur durch diesen Hundeblog, durch Recherche, sich Auseinandersetzen mit einem bestimmten Thema, einen ganz anderen Wissensstand. Und ganz ehrlich: Dafür lohnt es sich wirklich, Hundeblogger zu werden!

Auch das Vernetzen mit anderen Bloggern erweitert deinen Horizont nochmal komplett – und zu dem Thema komme ich jetzt.

Suche den Kontakt zu anderen Hundebloggern / Unternehmen!

Jetzt weißt du schon mal, dass es sich wegen neuem Wissen lohnt, Hundeblogger zu werden. Aber auch die Kontakte, die du durch das Bloggen knüpfst, sind sehr lohnenswert!

Hier unterscheide ich ganz klar in

  • private Kontakte und
  • geschäftliche Kontakte.

Das bedeutet übrigens nicht, dass aus geschäftlichen Kontakten nicht auch private Kontakte entstehen können und anders herum – aber grundsätzlich ist diese Aufteilung erst einmal das Wichtige.

Warum Hundeblogger werden
Die erste Bloggerin die wir trafen: Sabrina mit Queen (und Püppi)

Private Kontakte beim Bloggen: Wichtig für das „Auf dem Teppich bleiben“.

Allein die privaten Kontakte sind der absolute Hauptgrund, warum ich überhaupt noch blogge. Nach mehreren, diversen Sinnkrisen sind es die Freunde, die ich durch das Schreiben gewonnen habe, die mich motivieren, weiter zu schreiben und in „Kreativ-Tiefs“ wieder das Krönchen zu richten und weiter zu bloggen.

Bloggerfreunde oder, wie manche sie nennen, „Bloggerkollegen“, können dir helfen. Sie können dir Feedback zu deinen Artikeln geben, Inspirationen liefern, dich zu Höchstleitung anspornen. Vor allem aber: Sie sind für dich da, wenn es irgendwas rund um deinen Hund zu besprechen gibt.

Warum Hundeblogger werden
Moe und Adgi – die beiden haben sich noch am Besten verstanden

Als Beispiel: Ich war total verzweifelt wegen Moes Analdrüsen. Nichts hat geholfen, wir haben wirklich viel probiert. Und dann kam Sandra von Shiva Wuschelmädchen um die Ecke und gab mir den Tipp, Moe mit Schafgarbenwickel zu versorgen. Das hat uns tatsächlich geholfen! Sandra hätte ich aber nicht kennen gelernt, wenn ich nicht Schreiben würde.

Ein anderes Beispiel: Sabrina von Die tut nichts. Queen leidet unter ED, Moe leidet unter HD. Wie oft wir uns allein zu dem Thema Nahrungsergänzungsmitteln bei Hüftgelenksdysplasie ausgetauscht haben, kann ich nicht mehr zählen. Aber auch in anderen Belangen ist sie ein guter Ratgeber und hat jederzeit ein offenes Ohr.

Warum Hundeblogger werden
Ein wunderschönes Wochenende war das mit Sabine und Socke

Und ich könnte noch so viele weitere aufzählen, Anika von den Warnowtatzen, die mich regelmäßig extrem zum Lachen bringt, weil wir einen sehr ähnlichen Humor haben oder Sabine von Einfach Socke, die, wenn sie schreibt oder sich mit mir unterhält, mir immer ein ganz warmes Gefühl vermittelt, gerne zuhört und ein riesiges Herz hat.

Sie alle hätte ich nicht kennen gelernt, wenn ich nicht unter die Hundeblogger gegangen wäre und mir würde aber sowas von etwas fehlen. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man die Leidenschaft für Hunde teilt. Diese Leute findet man eben am Besten über unsere kleinen, aber feinen Nischenblogs. 🙂

Geschäftliche Kontakte: Wichtig für die persönliche Weiterentwicklung.

Es gibt mittlerweile wenig Hundeblogs, die nicht wenigstens einen geschäftlichen Kontakt in ihrer Bloggerzeit hatten. Und sei es nur, dass sie Kooperationsanfragen abgelehnt haben. 😉

Geschäftliche Kontakte kommen mit der Zeit. Umso mehr du schreibst, desto mehr rückst du in den Fokus. Natürlich kannst du eine ganze Menge selbst dafür tun, als Hundeblogger Geschäftsbeziehungen einzugehen. Kooperationen sind nicht nur irgendwann lukrativ, sie sind quasi auch der Türöffner für weitere Geschäftsbeziehungen.

Wenn du nicht warten möchtest, bis du irgendwann vielleicht angeschrieben wirst, kannst du natürlich proaktiv auf interessante Partner zugehen.

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Geschäftliche Kontakte können genauso spannend sein wie Private

Dabei solltest du für eine gelungene Geschäftsbeziehung immer zwei Dinge beachten: In den Unternehmen sitzen auch nur Menschen, die 1. nichts zu verschenken haben und die du 2. mit Respekt behandeln solltest.

Die Jagd nach Kooperationen ist manchmal wirklich unangenehm und kommt auf der Gegenseite nicht unbedingt gut an. Hier solltest du immer abwägen, wie du die Anfrage formulierst und vor allem: Was das Gegenüber davon hat, wenn er mit dir eine Kooperation eingeht.

Geschäftsbeziehungen können im besten Fall richtig Spaß machen. Nicht nur, weil das Produkt vielleicht super ist und du dafür irgendwann sogar entlohnt wirst – sondern weil der Kontakt freundlich und produktiv ist. Vielleicht ergeben sich dadurch weitere Kooperationsmöglichkeiten, die du so gar nicht auf dem Zettel hattest?

Wie viel geschäftlichen Kontakt du überhaupt hast oder ob du dich vielleicht komplett dagegen entscheidest, ist und bleibt natürlich deine Sache.

Ich habe seit 2010 vieles ausprobiert, was mir persönlich einfach weiter geholfen hat. Ich habe gelernt, was ich für mich nicht mehr möchte, was ich kategorisch ausschließe – und, was ich auch in Zukunft gerne weiterhin machen möchte.

Warum Hundeblogger werden
Ich weiß, was ich möchte – und was nicht.

Zum Beispiel habe ich die Regel, dass ich nicht einfach nur Pressetexte, Infografiken oder Mitteilungen veröffentliche. Eine Mail, so formuliert: „Sehr geehrte Damen und Herren, anbei ein hilfreicher Text, den Sie gerne kostenlos (mit Verlinkung zu Seite XYZ) veröffentlichen dürfen […]“ landet bei mir direkt im Papierkorb.

Aber: So etwas musste ich erst einmal lernen. Du solltest Erfahrungen sammeln (dürfen), welche Kooperationen sich lohnen, welche Spaß machen, welche zu dir passen – und was überhaupt nicht passt. Denn: Irgendwann geht es vielleicht auch um das liebe Geld.

Lohnt sich das Leben als Hundeblogger finanziell?

Ich wünschte, ich würde jedes Mal, wenn mir diese Frage gestellt wird, einen Euro bekommen. Dann hätte ich jetzt wahrscheinlich schon ordentlich Kohle zusammen. 😉

Manche wollen nur mit einem Blog anfangen, weil sie Geld verdienen möchten (oder weil sie kostenlos Produkte abgreifen wollen). Wenn das auf dich zutrifft, dann kann ich dir nur sagen: Mach es nicht. Zumindest nicht einzig und allein aus diesem Grund, denn es wird dich zu Anfang mächtig frustrieren.

Warum Hundeblogger werden
Geld verdienen als Hundeblogger? Das geht unter Umständen.*

Ja, man kann als Hundeblogger Geld verdienen. Und zwar durch:

  • Bezahlte, eigene Artikel mit Linkplatzierung (Sponsored Post)
  • Bezahlte Produkttests mit Linkplatzierung
  • Affiliate-Einnahmen (amazon, audible, etc.)
  • Google AdSense
  • Bannerschaltung
  • Gastartikel
  • Veröffentlichungen in Magazinen, etc.
  • Eigene Produkte
  • Fotoverkäufe

Ob du etwas davon nutzt oder nicht, bleibt dir überlassen. Allerdings sollte dein Blog schon eine gewisse Reichweite haben, damit du wirklich Geld verdienen kannst.

Gerade Affiliate-Links und AdSense lohnen sich erst, wenn deine Seite mehr als durchschnittlich 10.000 Seitenaufrufe im Monat hat.

Daher rate ich dir, wenn du anfängst zu bloggen und tatsächlich (viel) Geld damit verdienen möchtest:

  • Beginne mit der Themensuche (Themenspezifische Blogs sind besser als allgemeine, um Geld damit zu verdienen).
  • Schreibe richtig gute, suchmaschinenoptimierte Texte zu relevanten Themen.
  • Gehe Kooperationen ein (bezahlte Produkttests und/oder Sponsored Posts).
  • Sorge für Veröffentlichungen in Magazinen.
  • Hast du die 10.000 Seitenaufrufe monatlich geknackt: Nutze Affiliate-Links.

Und nu‘ Butter bei die Fische:

Wie viel kann man als Hundeblogger verdienen?

Über Geld spricht man normalerweise nicht. Dennoch mache ich mal eine Ausnahme.

Warum? Weil ich denke, dass es dich interessiert und weil du danach entscheiden kannst, ob du deinen Hundeblog als Hauptberuf anmelden möchtest – oder ob du vielleicht doch lieber arbeiten gehst. 😉

Ich bin übrigens definitiv nicht das Maß aller Dinge und ich behaupte: Es gibt genug andere, die allein durch Produkttests DEUTLICH mehr verdienen als ich. Gerade Fashion- oder Tech-Blogger lachen sich über meine Zahlen tot. Aber: Über Geld spricht man nicht. 😉

Ich habe im Durchschnitt etwa 150 € pro Monat im letzten Jahr verdient (Produkt-Gegenwert nicht eingerechnet) und (und, das ist das eigentlich Schlimme daran): Auf diese Einnahmen kann ich mich nicht verlassen. Jeden Monat schwankt es, ist mal deutlich weniger, mal etwas mehr und um den Hundeblog wirklich als Haupteinnahmequelle zu nutzen – dafür wäre es mir viel zu heikel.

Ein weiterer Punkt: Produkttests sind als Geldwerter Vorteil zu rechnen. Bedeutet: Wenn du ein Produkt überlassen bekommst, musst du das beim Finanzamt als Einnahme melden – und Steuern zahlen. Dafür musst du ein Gewerbe anmelden, wenn du es nicht über eine bereits bestehende Firma laufen lassen kannst (wie in meinem Fall).

Und noch ein Punkt kommt für mich auf die „Warum es sich als Hundeblogger nur bedingt finanziell lohnt“-Liste: Ich mag mir nicht alles bezahlen lassen. Hört sich nach einem merkwürdigen, verqueren Kodex an, oder?

Warum sich ein Hundeblog lohnen kann
Lohnt sich ein Hundeblog?

Natürlich könnte ich noch deutlich mehr Geld verdienen. Ich könnte jeden Artikel mit Werbung zuballern, zum Beispiel. Ich könnte für jede Kooperation viel Geld verlangen und hoffen, dass ich einen „Dummen“ finde, der das auch bezahlt.

Ich könnte suchmaschinenoptimierte Texte schreiben, dir in wirklich jedem Artikel tolle, teure Produkte bei Amazon empfehlen. Mache ich aber nicht.

Ich gehe viele Kooperationen ohne finanziellen Vorteil ein. Darüber gab es schon oft Diskussionen, die mir aber herzlich egal sind.

Wenn mir etwas gefällt und die Person dahinter ist ein „kleiner“ Einzelunternehmer, der gerade gestartet ist, mir ist die Person sehr sympathisch und ich möchte ihr unter die Arme greifen, weil ich der Meinung bin, das genau ihr Produkt vorgestellt gehört – dann mache ich das!

Ich habe den Vorteil, dass ich als Hundeblogger meinem Hobby frönen kann – auch wenn ich damit etwas Geld verdiene (das übrigens zu 100% diesem Blog zu Gute kommt, bzw. die Arbeitszeit meines Freundes bezahlt, der sich hier um das Design und technische Aspekte kümmert).

Und, abschließend: Ich möchte mich nicht verbiegen (müssen), um Texte zu Papier zu bringen, weil ich Geld verdienen muss.

Das Schreiben soll mir weiterhin Spaß machen – und das ist der vielleicht wichtigste Punkt in der ganzen Auflistung hier.

Der Spaß ist das Wichtigste!

Ich lehne mich mal weeeeeit aus dem Fenster und behaupte: Ich kann an deinem Blog erkennen, ob du Spaß am Schreiben hast – oder ob du anderweitig motiviert bist. Gut, oder?

Spaß ist das Wichtigste und für mich das absolute Kriterium, warum man eigentlich mit einem Hundeblog anfangen sollte (obwohl es schon so einige gibt).

Der Austausch ist das eine, wie oben schon geschrieben, der Spaß am Themenfinden, Recherchieren, ja und letztendlich Schreiben, ist das andere – und mit das Wichtigste am Bloggen.

Warum Hundeblogger werden
Hast du Spaß am Schreiben? Dann tu es!

Ich freue mich immer wie ein Schneekönig, wenn ich tippe, weil ich gerade eine ultracoole Idee im Kopf habe (die mir übrigens sehr häufig unter der Dusche kommt!).

Der Spaß kommt aber auch durch das Bloggen: Wie viele Dinge habe ich ausprobiert, weil ich darüber erzählen wollte! Und Moe? Der freut sich auch wie irre, weil er dadurch viele unterschiedliche Dinge geboten bekommt!

Ich weiß, es klingt immer total merkwürdig, aber Moe liebt es zum Beispiel, fotografiert zu werden. Er bekommt dafür Naschis, bekommt 100% meiner Aufmerksamkeit. Wir haben immer Spaß dabei und niemals Druck. Wenn er keine Lust mehr hat, hören wir auf.

Das Mantrailing haben wir vor allem deswegen ausprobiert, weil es 1. so lange auf meiner Liste stand und ich 2. darüber bloggen wollte. Natürlich wusste ich, dass Moe das Schnüffeln lieben wird! Ich würde nichts tun, weil ich darüber schreiben will, was aber nicht zu uns passt und worauf ich gar keine Lust habe.

Fazit: Lohnt es sich, Hundeblogger zu werden?

Wenn du auch nur ein einzigen der oben genannten vier Punkte mit einem Kopfnicken absegnen kannst – dann lohnt es sich für dich auf jeden Fall.

Warum Hundeblogger werden
Ja: Es lohnt sich, zu Schreiben.

Egal, ob du privat bloggst oder ob du Geld verdienen möchtest, dir Wissen aneignen willst oder es dir einfach nur Spaß macht, zu schreiben: Du wirst es sicherlich nicht bereuen.

Als kleiner Nischenblog hast du übrigens noch einen wunderbaren Vorteil: Du hast die meiste Zeit mit wirklich netten Menschen zu tun, die deine Leidenschaft teilen. Wenn sich das mal nicht lohnt, weiß ich auch nicht! 🙂

Falls du dich nun fragst: Wie geht das mit dem Blog, was steckt technisch dahinter und was muss ich tun, um endlich loszulegen, schau mal bei Julia von miDoggy vorbei. In ihrem Artikel 1…2…3…write! erklärt sie dir Schritt für Schritt, was du wie tun musst. 🙂

*Bilderquellen: Freepik / Unsplash

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