Warum es auch mal mit Trockenfutter gehen muss.

Warum es auch mal mit Trockenfutter gehen muss.

Ich gebe zu: Es passiert oft genug, dass mich die Bloggerszene auch mal nervt. Und die sozialen Medien, auf denen ich mich so herumtreibe. Denn viel zu oft begegnet man so genannten „Hundefutter-Gurus“, die genau wissen, wie ein Hund zu ernähren ist und wie nicht. (Ich rede hier nicht von denen, die wirklich Bescheid wissen, sich aber äußern wenn sie gefragt werden – und nicht, wenn es da einfach mal nicht drauf ankommt).

Dabei bleibt es aber leider oft nicht, das wäre ja vollkommen in Ordnung. Nein, meist wird (verbal) mit Steinen auf denjenigen geschmissen, der vielleicht nicht so viel Ahnung hat, der nicht roh ernährt / barft / ausreichend supplementiert / mit Kräutern um sich schmeißt.

Futtertests werden verurteilt, weil die Person, die das Futter testet, einfach nur ihre Meinung dazu schreibt – ohne das entsprechende Fachwissen mitzubringen. Ich denke mir bei so etwas: Na und?

Schnüffelspaß auf der Wiese
Schnüffelspaß auf der Wiese

Schließlich bin ich kein naives kleines Kind, kann also selbst entscheiden, was ich meinem Hund gebe (siehe auch den Artikel von gestern: Du hast eine Vorbildfunktion!). Ich möchte meinem Hund Aldi-Futter geben, weil ich finanziell es so entscheide und weil ich denke, dass es richtig ist? Bitteschön! Aufklärung darf sein, gesunde Ernährung darf sein – aber bitte jeder so, wie er das denkt.

Wir haben bislang frisch gefüttert. Zumindest zu 90%, denn ab und an gab es mal eine Dose, weil ich vergessen hatte aufzutauen (böses Frauchen) oder es gab Reste vom Essen (richtig böses Frauchen). Weil ich mich nicht darum schere.

Sicherlich, ich schaue schon, was ich Moe da gebe. Meist hat er aber einen robusten Magen und solange das Futter nicht zu einem riesigen Anteil aus Weizen besteht, darf er alles haben.

Die Suche nach dem Abendessen
Die Suche nach dem Abendessen

Jetzt füttern wir seit fast 2 Monaten wieder Trockenfutter und Reste. Ja, ich weiß. Das tut weh. Aber ich werde mich dafür nicht entschuldigen. 😉

Wir haben aktuell umgestellt, weil ich gepestet war. Mich hat das Portionieren genervt. Einerseits. Es war aber nicht der Hauptgrund. Der Hauptgrund war, dass Moe mit seiner kaputten Kralle immer noch herum hühnert, deswegen nur 3 Mini-Runden am Tag bekommt, ergo sein Futter kaum verwertet und ER NICHT NOCH DICKER WERDEN SOLL – ich aber schon für die nächsten 2 Wochen vorportioniert habe.

Ja, da haben wir es.

Die schlanke Linie, da wollen wir hin. Und als wäre das nicht schon genug an Rechtfertigungsgründen, haben wir noch einen für euch: Mit Trockenfutter lässt sich herrlich belohnen.

So wird das Frühstück und Abendessen nun bei uns aufgeteilt, Moe darf schnüffeln (das geht auch ohne großartige Bewegung), er darf auch mal einen Kong schlabbern und tricksen. Alles, um sich das Futter zu erarbeiten.

Die Hardcore-Barfer unter euch schreien jetzt wahrscheinlich: Ey, das geht mit Fleisch und Gemüsepampe auch! Stell‘ dich nicht so an! – Tu ich aber. Ist nämlich mein Wohnzimmer, mein Büro, in dem das Ganze stattfindet.

Ich kann mich noch an das letzte Mal Pansenmatsche im Dummy erinnern. War uncool. Und das Solitär-Spiel lässt sich auch äußerst unglücklich nur mit Fleisch befüllen. Rohes Fleisch im Schnüffelteppich? Äh, lass mal.

Egal, welches Futter, Hauptsache Lecker.
Egal, welches Futter, Hauptsache Lecker.

So gibt es jetzt bis auf Weiteres Trockenfutter. Warum? Weil es für uns, gerade jetzt, das Beste ist. Umstellen werde ich wieder, und Moe wird damit auch kein Problem haben. Weshalb auch? Abwechslung findet Moe klasse und so lange er das Trockenfutter gut verträgt (was so ist), sehe ich kein Problem darin, ihm Fast food (das ja bei uns gewissermaßen zu Slow food wird) zu geben.

Wenn da nur nicht die kleine Stimme im Kopf wäre, die immerzu meckert.

Wie ist es bei euch: Haltet ihr strikt an einer Ernährung fest oder gibt es bei euch Abwechslung im Napf?

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