Warum bloggst du?

Warum bloggst du?
Warum bloggst du?

Ich blogge seit April 2010. Darüber gesprochen habe ich das erste Mal vielleicht ein, zwei Jahre später. Heute möchte ich euch erzählen, wie es sich als Hundeblogger lebt, ob man damit Geld verdienen kann – und warum manche einen für bescheuert halten.

1. Als Hundeblogger schreibt man für eine Nische

Ja, das ist richtig. Und es macht verdammt viel Spaß. Allein die Tatsache, dass sich auf meinem Blog (fast) nur Menschen tummeln, die selber einen Hund haben, sorgt dafür, dass ich im Vergleich zu den ganzen Fashion- und Lifestyle-Blogs kaum Hater, Trolle und so weiter anziehe.

Natürlich gibt es immer den ein oder anderen, der meine Meinung nicht teilt, der vielleicht nach Rat sucht um „nervige Hundehalter“ in die Flucht zu schlagen oder  sonstwie Stunk machen möchte. Da ich meine Kommentare aber selber verwalte, heißt es hier: Und tschüss! Ihr werdet gekickt (siehe Punkt 3).

Der absolute Vorteil ist, dass ich durch diesen Blog unheimlich viele Gleichgesinnte gefunden habe, aus manchen sind sogar gute Bekannte oder auch Freunde geworden, die man auch abseits des Hundeblogs kontaktiert. Das ist ein tolles Gefühl! Ja, ich schreibe gerne für meinen Nischenblog.

2. Wofür machst du das eigentlich?

Diese Frage wird mir nicht nur gestellt, ich habe sie mir eine Zeitlang auch selber gestellt. Lange habe ich mich nicht getraut, diesen Blog überhaupt zu erwähnen. Ich dachte mir, dass viel Negatives kommen könnte und ich kann echt schlecht mit Kritik umgehen.

Versteht mich nicht falsch, konstruktive Kritik ist super, die brauche ich und nehme sie gerne an. Was mich wahnsinnig macht, ist diese persönliche Kritik: „Warum machst du das, das liest doch keiner, ich hab noch nie einen Blog gelesen, das ist Zeitverschwendung, mach was Vernünftiges in deiner freien Zeit, zum Beispiel Sport (oder um es mit den Sportfreunde Stiller zu sagen: Mag doch einfach Tischtennis, mein Kind)“. Ja nee.

Also, warum mache ich das eigentlich? Ganz einfach: Ich blogge für mich selber. Ganz eigennützig. Und vielleicht mittlerweile auch ein bisschen für euch, für meine Leser.

Trotzdem: ich bin und werde nie ein Ratgeber-Blog sein. Dafür habe ich keine Expertise. Alles, worüber ich schreibe, habe ich mit Moe selber erlebt, durchgemacht oder getestet.

Das können schöne Erlebnisse sein, Ausflüge, Produkttests, Tierarztgänge, Futterumstellungen, etc: Alles, was mich bewegt, und mit Moe zu tun hat, hat bei Moe & Me seinen Platz.

Ein digitales Tagebuch, dass so lange besteht, wie Moe lebt. Oder ich Lust habe. Was mich zu Punkt 3 bringt:

3. Mein Blog, meine Regeln.

Ja, so einfach ist das. Ich muss nicht jeden Kommentar zulassen. Wirst du beleidigend, bist du raus. Bin ich der Meinung, ich müsste diese Woche nicht bloggen – so what. Mir fällt nichts ein, ich möchte euch aber unbedingt die coolen Fotos von Moe zeigen, die ich neulich gemacht habe – tja, da müsst ihr wohl durch. Es gibt zum Glück das kleine „X“ oben rechts (links in Safari), das unseren Blog verschwinden lässt. 😉

4. Copycat – du machst es so, und ich auch?!

Neulich schrieb Sabrina einen sehr guten Blogartikel, der mich zum Nachdenken anregte: „Sind wir Hundeblogger die besseren Menschen“ – weil wir uns gegenseitig anstacheln, uns verrückt machen, weil es der eine so macht, der andere anders?

Nein. Aus dem Alter bin ich definitiv raus. JA, ich hole mir Tipps. Aber ich vertraue trotzdem mehr auf mein Bauchgefühl. Und wenn mir mein Bauchgefühl sagt, es ist kein Problem den Hund alle halbe Jahre mit Babyshampoo zu waschen, dann mache ich das so. 😉

Was verdienst du denn so?
Was verdienst du denn so?

5. Ach, du bist Blogger? Was verdient man dabei denn so?

Meist lautet ja die Devise: Über Geld spricht man nicht. Außer beim Bloggen. Wenn ich mich denn mal traute, davon zu erzählen, dass ich blogge, kam immer gleich die Frage nach dem Nutzen: „Was verdienst du denn? Bekommst du Sachen geschenkt? Ich kenne da einen Youtube-/Facebook-/Lifestyle-/Was-auch-immer- Blogger, der bekommt jede Woche mindestens 10 Pakete!“

Ja. Schön wäre es. Als Hundeblogger bewegt man sich in einer Nische (siehe Punkt 1), was zwar nicht bedeutet, das man überhaupt kein Geld verdient oder verdienen kann – aber längst nicht in den Dimensionen wie andere Blogger. Vielleicht kommt das irgendwann, wer weiß. Der Hundemarkt wächst ja stetig weiter. 😉

Letztendlich habe ich mich damals dafür entschieden, Produkttests als eigene Kategorie aufzunehmen, weil ich selber gerne schöne Dinge für Moe kaufe und weil sich die Anfragen häuften. Und es waren viele tolle Produkte dabei. Ich schätze mich sehr glücklich, bisher viele spaßige und wundervolle Kooperationen mitgemacht zu haben und freue mich schon auf die noch Kommenden. 🙂

Trotzdem wird Moe & Me nie ein ausschließlicher Kommerz-Blog: Ich werde niemals ein Produkt bewerben, von dem ich nicht 100 % überzeugt bin.

6. Wie kommt man denn in die Zeitung?

Ich schreibe regelmäßig eine Kolumne in den Printmedien, für die Dog’s Avenue. Auch das wussten bislang nicht so viele, weil ich ungern Eigenwerbung mache. Manche Blogger haben mich dann gefragt, wie ich es in die Zeitung geschafft habe und ich möchte euch gerne die Antwort geben: Ich wurde gefragt.

Ich habe mich nicht irgendwo beworben und ich lege es auch nicht darauf an, dauerhaft in den Printmedien zu sein. Mir macht es Spaß, ich finde es witzig, ich würde es immer wieder tun – aber am Liebsten schreibe ich für’s Internet. 🙂

7. Gastartikel, oh je…

So gerne ich hier im Blog Artikel schreibe, so schwer tue ich mir mit Gastartikeln. Zu kurz, zu lang, Fotos nicht passend, argh! Selber habe ich aber unheimlich gerne Gastartikel im Blog, gerade zu Themen, zu denen ich definitiv nichts beisteuern kann. Dazu gehören vor allem Erziehung beim Welpen, Themen was die Hündin angeht oder auch sehr spezifische Themen wie Fellpflege.

Ich freue mich immer riesig, wenn ich dabei Unterstützung durch einen Gastartikel, also durch euch, erhalte! 🙂

8. SEO vs. Wie mir der Schnabel gewachsen ist

So manches Mal denke ich: Hach, der Artikel ist doch ganz gelungen. Wenn den jetzt noch ein paar mehr Leute lesen würden… Trotzdem werde ich wohl nie suchmaschinenoptimiert schreiben. Meistens sind suchmaschinenoptimierte Texte nämlich nur für Google und Co. und nicht für den Menschen konzipiert, für den Leser. Ich schreibe aber 1. für mich und 2. für euch (Siehe Punkt 2). Und da ist mir das Ranking ziemlich egal.

Vielleicht überlege ich mir irgendwann, wie ich ältere und gar nicht so schlechte Artikel mal wieder in den Fokus rücke. Stöbern lässt sich in meiner Blogstruktur ja leider nicht so gut. Aber ausschließlich für Google zu schreiben, das überlasse ich anderen.

Wir schreiben nicht für Google & Co.
Wir schreiben nicht für Google & Co.

9. Wie lange brauchst du für einen Blogartikel?

Je nachdem, welches Thema ich behandle, nimmt ein normaler Artikel 2-3 Stunden in Anspruch. Das Fotos machen, bearbeiten, Text Korrektur lesen, manchmal auch die Recherche dauern eben seine Zeit. ABER ES MACHT MIR SPAß! Und selbst wenn es die Leute gibt, die das als verschwendete Lebenszeit betrachten: Andere zocken irgendwelche Computerspiele oder haben sonst welche Hobbies. Wer bin ich, das zu verurteilen?

Eben. Mein Hobby ist dieser Hundeblog und in den investiere ich so viel Zeit wie ich das gerne möchte und kann.

Fazit

Warum bin ich also ein Hundeblogger? Weil es mir Spaß macht, weil ich die Möglichkeit habe und weil ich denke, dass meine Erfahrungen mit Moe auch andere interessieren. Deswegen mache ich weiter.

Warum bloggt ihr - oder warum nicht?
Warum bloggt ihr – oder warum nicht?

Und nun zu euch: Wann habt ihr euch für das Bloggen entschieden und warum macht ihr das eigentlich? 😉

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