Wandern mit Hund in Schweden

See bei Jonsered
See bei Jonsered

Ende Juli war es endlich soweit, wir sind zum Wandern mit Hund nach Schweden gefahren um den Bohusleden zu erkunden.

So machten wir uns dann mit Moe und Gepäck (ein 15 Kilo und ein 19 Kilo Rucksack) auf den Weg. Was uns als Erstes auffiel: Schweden ist nicht flach. Schweden hat Berge. Und so kam es dann auch, dass wir viel Berg auf klettern mussten, aber dazu später.

Wandern mit Hund – los geht’s!

Wandern mit Hund - Los geht's
Wandern mit Hund – Los geht’s

Als wir endlich einen Parkplatz für unser Auto gefunden hatten und losgehen konnten, war es bereits 16 Uhr. Zudem kam noch, dass wir uns gleich auf der ersten Etappe verliefen, denn Hinweise lesen muss erst gelernt werden (wir mussten uns an orangenen Markern orientieren, die sich teilweise an Bäumen, Steinen oder sonstigem befanden- und am Anfang weiß man noch nicht, in welche Richtung es weitergeht).

Das hatten wir aber recht schnell drauf. Wir begannen auch nicht mit der ersten Etappe, denn da fanden wir keinen Parkplatz, sondern bei der Zweiten, Stensjön-Skatas. Diese 8 km Strecke schafften wir an dem Nachmittag nicht mehr, an dem ersten See, den wir fanden, richteten wir unser Nachtlager ein. Moe war auch schon ziemlich kaputt von der langen Autofahrt. Ich hatte ein kleines bisschen Angst, denn auf dem Weg dorthin kreuzte eine Schlange unseren Weg. Nachher stellte sie sich als harmlose Ringelnatter heraus, aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Zweiter Tag: Wandern mit Hund will gelernt sein…

Am nächsten Tag und nach einem erfrischenden Bad im See ging die Reise weiter. Natürlich alles zu Fuß und, leider, auch noch bei Regen. Da es aber nicht kalt war, war der Regen sogar sehr erfrischend. Schnell erreichten wir den dritten Abschnitt, Kasjön nach Jonsered. Dieser Abschnitt war relativ schwer. Es ging fast ausnahmslos bergauf, wir mussten ordentlich klettern und die Steine waren relativ rutschig durch den Regen. Wenn man mit einem Hund wandern geht, sollte dieser also schon etwas Übung im Klettern haben. 😉

Leider war auf der Strecke kein Elch in Sicht. Auch diese Etappe gingen wir nicht komplett bis zum Ende. Dieses stellte sich auch als klug heraus, denn der nächste Tag war so ziemlich der anstrengendste für uns alle.

Der dritte Tag und die anstrengendste Etappe

Bei strahlendem Sonnenschein und gefühlten 30 Grad machten wir uns auf den Weg, die restlichen Kilometer nach Jonsered zu gehen. Durch Sumpfgebiet hindurch, trotzdem ohne Mückenstiche aber dafür mit 2 weiteren Schlangenbegegnungen, war die Strecke sehr spannend. (Man sagt, die Wahrscheinlichkeit einen Elch in Schweden zu treffen ist viel höher, als eine Schlange zu sehen. Trotzdem sahen wir 3 Schlagen und keinen Elch. So viel dazu.) Was für uns auf dieser Strecke wichtig war: Moe sollte sich zwischendurch immer mal wieder ausruhen können. Denn gerade beim Wandern mit Hund sind Pausen für Mensch und Tier wichtig.

Wir wussten nicht, was uns noch erwarten würde. Angekommen in Jonsered stellte sich heraus, dass wir dort mit Hund nicht am See würden übernachten können. Also ging es weiter. Natürlich bergauf, bestimmt 50 Meter oder höher. Auf einem Felsen mit grandioser Aussicht machten wir eine Pause und überlegten wie es weiter gehen sollte. Nun, wir waren noch relativ fit, also planten wir, weiter zu gehen.

Der Weg führte uns durch Wald. Durch sehr viel Wald. Ich habe noch nie so viele Bäume gesehen… Zum Glück kamen wir irgendwann im Wald durch ein Sumpfgebiet und schließlich zu einem See, wo wenigstens Moe sich abkühlen und wir unsere Wasservorräte auffüllen konnten. Aber wir wussten: im Wald wollen wir nicht schlafen. Moe wurde von den Zecken nahezu aufgefressen und wir von den anderen Viechern in der Luft geplagt- zwar ohne Mückenstiche, da wir ein gutes Insektenmittel dabei hatten, aber es war dennoch nervig. Ein gutes Zeckenmittel ist also in jedem Fall bei Wanderungen mit Hund angesagt!

Wir gingen an dem Tag insgesamt 24 km. In Angereds Kyrka angekommen ( 5. Etappe) gab es nämlich auch keinen See. Also weiter. Verlaufen, zurück den Berg hoch und weiter. Moe war fertig, wir waren fertig, die Beine geschwollen, der Rücken tat weh. Trotzdem wurden wir belohnt am Ende: ein toller Badesee, Strand und Idylle. Hier konnten wir endlich bleiben.

Am nächsten Tag hatte dann das Herrchen Geburtstag und wir erholten uns den Vormittag über. Keiner hatte Lust, weiter zu ziehen, dennoch taten wir es gegen nachmittag. Etappe 6 sollten wir nicht mehr komplett schaffen, wir blieben in Bohus auf einem Campingplatz hängen. Schön war es da, das erste Schokoeis nach 5 Tagen war super lecker und vor allem die Cola, die ich so vermisst hatte.

Wir schauten uns noch eine alte Festung an und am Donnerstag ging es dann mit Bus und S-Bahn zurück zum Parkplatz und dann nach Hause. Moe war unendlich glücklich, „sein“ Sofa wieder zu haben. Trotzdem hatten wir natürlich viel Spaß in Schweden und ich glaube, Moe hat es auch gefallen, so viel Zeit mit uns zu verbringen und mal eine richtige Wandertour zu erleben.

Wir hatten aber noch nicht genug vom Reisen, deswegen hängten wir noch ein Wochenende in Husum dran. Auf einem Campingplatz genossen wir unsere Ruhe und vor allem Moe hat sich gefreut, endlich wieder an den Strand zu können.

Schweden ist auf jeden Fall wieder eine Reise wert. Die nächsten Wandertouren sind schon in der Planung, Irland, Schottland und Wales sollen noch kommen.

Wandern mit Hund machen wir auf jeden Fall nochmal
Wandern mit Hund machen wir auf jeden Fall nochmal

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3 Gedanken zu „Wandern mit Hund in Schweden“

    • Ausprobieren!
      Moe und ich waren auch absolut untrainiert und es hat geklappt-wenn auch mit Muskelkater. Und solange die Versorgung mit Leckerlies und Wasser klappt, sollte ja alles in Ordnung sein, oder? 🙂
      Liebe Grüße, Nicole




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