Vegetarische Markknochen – der neue Trend?!

Vegie Snack: Vegetarische Markknochen
Vegie Snack: Vegetarische Markknochen

Ihr könnt euch vielleicht erinnern, vor gar nicht langer Zeit waren die vegetarischen Schweineohren hier ein Thema. Der Tenor war ziemlich einheitlich: Schwachsinn, wird nicht gekauft.

Gestern war ich also wieder in so einer gelben Tierfachhandlung und was sehe ich als „Ergänzung“ zu den Schweineohren? Vegetarische Markknochen.

Zum Glück für uns Verbraucher gibt es die auch noch in 2 Geschmacksrichtungen, Pansen (obwohl eine Wurst abgebildet ist) und Schinken.

Wieder drängt sich mir die Frage auf: Wer kauft das?

Gibt es dafür tatsächlich einen Markt? Und wenn ja, was mache ich falsch, wenn ich meinem Hund keine vegetarischen Markknochen mit Pansengeschmack gebe, sondern richtigen Markknochen, der eben nicht nach Schinken oder Pansen schmeckt. Sondern, oh Wunder, nach Markknochen.

Ich respektiere es, wenn Hundehalter ihren Hund vegetarisch oder vegan ernähren, weil sie sich aus ethischen Gründen selber dafür entschieden haben und so leben. Wenn es dem Hund damit gut geht, warum nicht? Aber: eine vegetarische oder vegane Lebensweise bedeutet eben auch, bewusst zu leben und sowohl auf seinen Körper und damit auch auf seine Ernährung zu achten. Gehört dann dieses Markknochen-Etwas dazu?

Inhaltsstoffe vegetarische Markknochen
Inhaltsstoffe vegetarische Markknochen

Die Zusammensetzung gehört für mich nicht unbedingt zum bewussten Lebensstil: Getreide, verschiedene Zucker, pflanzliche Öle und Fette, Hefen und Mineralstoffe.
Oh Verzeihung, ich habe wohl übersehen, dass dort auch Mineralstoffe drin sind. Also, naja dann…

Dieses Getue mit den vegetarischen oder veganen Produkten geht mir unheimlich auf den Zeiger. Ich habe selber schon vegan gelebt und weiß, dass es mitunter schwierig und teuer sein kann, hochwertige Lebensmittel zu beziehen, wenn man nicht gerade einen Hofladen um die Ecke hat, der frisches und gutes Gemüse anbietet. Aber ich bin der Meinung, dass nicht jeder auf den Zug aufspringen muss und vermeintlich ein vermeintlich tolles, vegetarisches Produkt anbieten muss, dass eigentlich große Grütze ist, weil es nur aus Zucker besteht und absolut keinen Nährwert hat.

Natürlich sehe ich es bei der Ernährung von Moe nicht so streng, er bekommt auch mal ein Gummibärchen oder eine Salzstange (Zucker & Weizen). Trotzdem meine ich: kein Hund braucht einen vegetarischen Markknochen. Nie. Unter keinen Umständen.

Nein danke, ich verzichte.
Nein danke, ich verzichte.

Also: zurück damit ins Regal und lieber einen ordentlichen Markknochen kaufen. Damit hat der Hund mit Sicherheit mehr Spaß. 🙂

Wie seht ihr das: Denke ich da zu einseitig? Gibt es doch einen guten Grund, das Produkt zu kaufen? Schreibt es in die Kommentare! 🙂

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11 Gedanken zu „Vegetarische Markknochen – der neue Trend?!“

  1. Hallo ihr zwei!!!!

    Also, auch meiner Meinung nach ist das totaler Humbug!
    Ein Hund ist ein Carnivore! Sein Gebiss und sein Magen-Darm-Trakt sind auf eine Ernährung mit Fleisch, Knochen und allem drum und dran ausgelegt.
    Ich gehe da sogar noch einen Schritt weiter und kann die Menschen, die einen Hund vegetarisch oder vegan ernähren, nicht verstehen!
    Sie halten einen Fleischfresser! Wenn man ethisch damit ein Problem hat dann sollte man sich keinen Hund halten!
    Ist schon eine krasse Meinung aber ich finde, jeder ist für seinen Körper selbst verantwortlich. Der Hund ist von uns abhängig und sollte dementsprechend, soweit es geht, artgerecht gehalten und gefüttert werden.

    Ich selber bin auch Vegetariere und barfe meine Hunde! Was anderes käme für mich gar nicht in Frage! Schon gar kein Getreide 😉

    Ich hoffe ja dass der Markt dafür schnell wieder einschläft. Es gibt schon genug überflüssige, ungesunde Leckerlies für die armen 4-Beiner…..

    Lieber Moe, dann laß Dir Deinen echten Knochen schmecken und liebe Nicole, danke dass Du Deinem Hund was Gutes tust (ich habe aber auch nichts anderes erwartet :))

    ganz liebe Grüße von
    der Planzenfresserein Steffi mit den Fleischfressern Ren & Stimpy




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  2. Ich finde so ein vegetarischer Markknochen sagt alles über die Hundefutterindustrie aus. Hauptsache Geld verdienen, was gut für den Hund ist… sorry … scheiss egal!!!!
    Meine Hunde werden auch gebarft, klar bekommen sie auch hier und da mal was ungesundes, das esse ich auch aber nur mit auf dem Markt springen weil vegan zu sein momentan inn ist? Na ich weiss nicht! Hunde können nun mal leider nicht selbst entscheiden, und ich hoffe einfach das die Leute sich schlau machen woher Hunde stammen und was sie essen sollten!
    lg
    Saskia




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  3. Ich selbst halte leider rein garnichts von dervegetarischen oder gar veganen Ernährung von Hunden. Meine Tierheilpraktikerin (die zugleich Ernährungsberaterin ist) ist zB Veganer, ernährt aber ihren eigenen Hund nicht vegan – Warum? Weil es einfach keine ausreichenden Studien gibt, die belegen, dass man einen Hund damit gesund ernähren kann. Und so lange diese fehlen, ist ihr das zu riskant und so sehe ich das auch. Klar, es gibt sie immer wieder – auch unter Tierärzten – die Leute, die sagen „Ich habe meinen Hund vegan ernährt und er ist 38 geworden!“. Aber die Leute gibt’s ja auch bei den Frolic-Fütterern. Die Aussage ist für mich also nicht beweis genug. Und wenn man sich vegetarisches oder veganes Hundefutter (siehe zB Yarrah) ansieht, dann sieht das leider genau so aus wie dieser „Markknochen“ – Voll mit synthetischen Zusätzen. Denn anders scheint man das Nährstoffdefizit der veganen Ernährung bei Hunden bisher nicht ausgleichen zu können. Und solange ich einen Hund nicht vegan/vegetarisch UND gesund ernähren kann – und gesund bedeutet für mich ohne synthetische Vitamine etc. – halte ich davon nichts.
    Dem Hund dagegen ab und an oder auch regelmäßig einen vegetarischen oder veganen Snack zu geben, finde ich dagegen völlig in Ordnung. Vor allem, weil ichmeinen Hunden ja meistens einfach getrocknete Tierteile zum Knabbern gebe und das sind ja reine Proteinbomben. Zu viel davon tut ja auch nicht gut, un da finde ich eine Alternative ab und an ganz gut. Gerne auch mit zB mit Getreide, wenn der Hund das denn veträgt. Man muss ja zwischen der täglichen Nahrung und der „Nascherei“ zwischendurch unterscheiden und da gönne ich den Hunen auch gerne Mal etwas vielleicht nicht so super-duper gesundes. Man muss ja nicht päpstlicher als der Papst sein. 😉 Aber auch da backe ich lieber selbst – Dann sind vielleicht Sachen drin wie Getreide, Honig, Butter, oder ähnliches, die eher nicht Bestandteil der täglichen Ernährung sein sollten, aber zumindest schon Mal keine Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und synthetische Mineralstoffe oder öhnliches.
    Und warum der vegetarische Snack hier in diesem Fall aussehen muss wie ein Markknochen (oder so heißen muss, oder den Geschmack von Fleich haben muss) – verstehe ich auch nicht.




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  4. ganz ehrlich ist der vegane kram bei hunden für mich null nachvollziehbar. aber jeder versucht ja irgendwie geld zu machen… mit jedem trend…schön, wenn mensch sich entscheidet sich vegan zu ernähren …aber kein hund würde es freiwillig tun. mittlerweile geht mir der schon schier krankhafte vegan wahn zu weit zum glück dürfen apple und brooklyn fleisch essen.. ja roh… gemüse gibt’s auch… und so n labrador ist auch mal (hihi) krümel… dreck… gänseka…und was man sonst so nicht wissen magalso wir lassen den veganen trend mal gepflegt bei den beiden aus:) einen sonnigen tag. lieben gruss mel




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  5. Ich bin da ganz mit Genki einer Meinung. Außerdem gibt es genügend Beispiele aus der Nutztierindustrie, wo wir gesehen haben, dass es auf Dauer nicht gut gehen kann, wenn Tiere fressen müssen, was nicht ihrer Art entspricht.

    Wenn Carnivoren grasen könnten, dann hätte wildlebende Wölfe wohl keine Schwierigkeiten, ihren Nachwuchs durchzubringen, selbst wenn sie nicht genügend tierische Beute erjagen können.

    Natürlich gibt es immer Studien und Gegenstudien, aber auch bei vegetarischer und veganer Ernährung werden Stimmen laut, die auf Dauer Mangelerscheinungen bei der menschlichen Ernährung aufzeigen. Ich finde immer, wer unbedingt ernährungstechnisch eine Langzeitstudie durchführen möchte, sollte das – ethisch völlig vertretbar – bei sich selbst durchführen.

    LG Andrea mit Linda




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  6. Ich stimme dir vollkommen zu. Und Andrea. Nichts ist so umstritten, wie die Ernährung. Es vergeht kein Tag, an dem irgendeine schwachsinnige Studie erscheint. Der Mensch kann frei entscheiden, was er ißt. Unsere Hunde nicht!!!

    Veganer Markknochen – so ein Blödsinn. Charly bekommt einen richtigen Markknochen von mir.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




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  7. Den Schreibern vor mir ist nichts hinzuzufügen. Ein künstlich hergestellter Markknochen ohne Fleisch. Ist bestimmt sehr gesund
    Und obwohl ich nahezu auf Fleisch verzichte, finde ich vegane Würstchen und vegetarische Schinkenwurst genauso obskur.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




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  8. Meine Idee dazu: Nachdem die Horrorbilder mit den Hunden, denen der Markknochen im Kiefer stecken blieb die Runde machte hat sich ein findiger Hersteller gleich ans Werk gemacht. Ich vermute mal, das man im Gegensatz zu echtem Markknochen hier den „Knochen“ außen mitessen kann. Hätte man aber sicher auch irgendwie als fleischliche Variante herstellen können. Egal wie, braucht kein Hund. Aber ich würde mich gerne mal neben das Regal stellen und Leute befragen, warum sie das kaufen.




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  9. Wenn ich vegetarisch oder vegan lebe und davon überzeugt bin – und wirklich kein Fleisch ertragen könnte – würde ich mir vielleicht lieber eine Schildkröte oder Nager holen… oder irgendwas anderes, was eh Gras isst, anstelle mir einen Hund oder eine Katze anzuschaffen und dann bestrebt bin, sie auch fleischlos zu ernähren… sollen sie ihren Tieren mal einen normalen veggi Snack zwischendurch geben, so frische Tomaten oder was anderes, auch mal getrocknet… muss man jetzt nichts künstliches irgendwie als Knochen herrstellen und groß auf den Markt bringen… finde es irgendwie total lächerlich. 🙂




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