Urlaub mit Hund in Kroatien

Kroatien - entweder mit Zelt oder über airbnb
Kroatien - entweder mit Zelt oder über airbnb

Anfang Mai wollten wir dieses Jahr unseren Sommerurlaub beginnen. Der Zeitpunkt sollte so sein, dass es in südlichen Gefilden warm, aber noch nicht zu warm für Moe ist. Zur Auswahl standen uns Portugal und Kroatien, letzteres ist es geworden.

Vorher mussten noch ein paar Dinge erledigt werden. Beispielsweise musste Moe wieder geimpft werden, eine Wurmkur musste sein genauso wie ein Spot-on gegen Zecken. Aber auch ein Gesundheitszeugnis mussten wir auf unserer Reise mitführen. Ich hatte vorher auch gelesen, dass in größeren Städten in Kroatien Maulkorb-Pflicht herrscht, somit musste das auch ins Gepäck. Gerade vor einer Grenzkontrolle in Slovenien und Kroatien hatte ich Angst, denn Hunde sind in anderen Ländern meist nicht so beliebt wie in Deutschland.

Am 1. Mai machten wir uns also auf den Weg. Mit unserem zum „Schlafmobil“ umgebauten Caddy ging es zunächst einmal in Richtung Bayern, wo wir eine Nacht in Schlüsselfeld auf einem Autohof einlegten. Wir hatten uns drei Tage für die Reise genommen, um möglichst ausgeruht ans Ziel zu kommen.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Österreich. Kurz vor der Grenze von Slovenien legten wir unsere letzte Nacht „auf der Straße“, also wieder auf einem Autohof, ein. Dieses Mal mit Blick auf den Wörthersee, sehr idyllisch. Leider überraschte uns abends noch ein Gewitter, sodass wir den Abend komplett im Auto verbrachten.

Am nächsten Tag ging es dann endlich über die Grenze nach Slovenien, dann nach Kroatien. Zum Glück alles ohne Grenzkontrolle.
Unser Ziel, die Insel Krk, erreichten wir um die Mittagszeit.

Die ersten zwei Tage war das Wetter eher bescheiden, regnerisch und kühl, aber wir machten das Beste daraus. Spazieren gehen kann man als Hundebesitzer auch bei nicht so gutem Wetter. Zwei Tage später klarte es aber auf, wir hatten nur noch Sonne und es war relativ warm. Für Moe teilweise schon wieder zu warm.

Deswegen suchten wir auch den Hundestrand auf, der leider nicht als solcher deklariert und somit schwer zu identifizieren war. Da aber noch nicht Hauptsaison war, war es relativ ruhig und wir hatten die kleine Bucht später sogar ganz für uns allein. Das Wasser war für uns Menschen aber noch viel zu kalt, um darin zu baden. Das haben wir Moe überlassen.

Wir waren oft in der Innenstadt von Krk und am Hafen unterwegs. Auf keinen Fall sollte man sich das „sladoled“, das kroatische Eis, entgehen lassen, und, wenn man denn Fisch mag, kann man auch das wunderbar dort tun. Die Pizza jedoch kann man sich getrost sparen. Moe fand die kroatischen Straßenkatzen alle furchtbar interessant, die es dort in großer Zahl gab. Wir fanden die kleinen Eidechsen unheimlich toll.

Den einen Tag schauten wir uns die Stadt Vrbnik an, die berühmt für ihren Wein ist. Außerdem ist die Stadt in einen Berg gebaut und wurde damals von Piraten heim gesucht. Auch dieser Ausflug hat mich sehr beeindruckt, da ich gerade alte Städte und diese alten Gassen toll finde.

Nach einer Woche auf und in Krk sollte es dann weiter gehen. Wir hatten uns in unserem Ferienhäuschen erholt und waren wieder bereit für einen Campingplatz. Nach Pula sollte es gehen, in Istrien. Vorher machten wir aber den bisher schönsten und beeindruckendsten Ausflug, nämlich in den Nationalpark Plitvicer Seen. Wenn man in Kroatien ist, sollte man sich diesen auf gar keinen Fall (!!!) entgehen lassen. Gerade mit Hund gibt es nichts Schöneres.

Dort angekommen, entschieden wir uns mit Hilfe des Rangers für eine Route, denn nicht alle sind für Hunde geeignet. Wir machten uns nachher dann dennoch auf eine eigene Route, aber das wussten wir vorher nicht. Diese Routen sind auch alles nur Empfehlungen, man selber weiß ja am Besten, was man sich zutraut oder nicht.

Zudem war unsere Route, die wir hätten gehen sollen, überspült. Wir versuchten noch, durchzukommen, allerdings war das Wasser so kalt, das ich im wahrsten Sinne des Wortes „kalte Füße“ bekam und wir lieber umdrehten.

Somit schauten wir uns zunächst die Wasserfälle von oben an, bis wir nachher zum dem größten auch noch hinunter klettern konnten. Ein wahnsinnig toller Ausblick und kaum zu beschreiben! Nachher wurde uns erzählt, das auch Winnetou dort gedreht wurde.

Moe konnte einmal auch, allerdings unfreiwillig baden gehen. Das Wasser war so klar, das man sogar Fische sehen konnte! Ich möchte dort auf jeden Fall noch einmal hin.

Nach der Wandertour ging es wieder ab ins Auto und 4 Stunden auf der Straße nach Pula, auf der Halbinsel Istrien. Wir hatten uns dort spontan für den Campingplatz „Camp Stoja“ entschieden, da er als hundefreundlich angepriesen wurde und etwas außerhalb der Stadt am Strand lag.

Wir suchten uns auch direkt einen Platz direkt an der Steilküste mit Blick auf’s Meer. So ließen wir die letzten 3 Tage gemütlich ausklingen. Es gab dort Hundeduschen und zwei Hundestrände, man fühlte sich als Hundebesitzer auch durchaus willkommen.

Tagsüber besuchten wir die Altstadt von Pula, die unter Anderem ein Amphitheater zu bieten hat, in dem man auch mit Hund Eintritt hat.

Am Dienstag machten wir uns dann wieder auf den Rückweg. Dieses Mal nahmen wir uns „nur“ 2 Tage für den Rückweg, der uns auch erst einmal nicht nach Kiel, sondern nach Berlin führte. Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz am Chiemsee, der unheimlich toll und hundefreundlich war. Leider war die Nacht extrem kalt. Bei unter 10 Grad im Auto zu Schlafen macht definitiv keinen Spaß.

Das war und blieb aber auch der einzige Wermutstropfen. Fazit ist, Kroaten sind relativ hundefreundlich. Den Maulkorb haben wir nicht ein einziges Mal gebraucht, das Wetter war meist toll. Wir können euch dort also den Urlaub mit Hund empfehlen und werden sicherlich noch einmal wiederkommen.

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4 Gedanken zu „Urlaub mit Hund in Kroatien“

  1. Ohhh danke für deinen Post .
    Er brachte mir ganz liebe Erinnerungen.
    Ich fand Kroatien sehr hundefreundlich … (Bis auf Dubrovnik
    Da stand an jeden Bus das Schild Hunde verboten, Taxis, die Hunde mitnehmen?
    Suchen!)
    Pula war echt einer meiner Lieblingshäfen und eine tolle Stadt.
    Ganz liebe Grüsse von
    Sylvia und Tibi




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  2. Hallo 🙂

    Toller Artikel und wirklich sehr schöne Bilder! 🙂

    Ich habe seit kurzem auch einen Hundeblog und würde mich über einen Besuch sehr freuen 🙂

    Ganz liebe Grüße




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  3. Reisen in andere Länder – das ist was ich vorziehe. Unbekannte Leute, neue interessante Regionen, interessante Erkenntnisse… Für den Fall, dass ich bei weitem reisen will, bevorzuge ich, mit dem Flugzeug zu fliegen – das schont sicherlich die Zeit. Aber für den Fall, dass man wesentlich viel freie Zeit hat, ist es auch der Zeit wert, mit dem Autobus herumzufahren: man kann im Verlauf der Reise vieles aus dem Fenster sichten. Habe immer sicherlich bei der Vorbereitung viele Erfahrungsberichte auf den Seiten wie z. B. http://www.elumbus-reisen.de/Reisebilder/ durchgeschaut, aber das ist der Mühe wert, wenn man eine schöne Reise organisieren will. Ja, Reisen allerdings befriedigt… 🙂




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  4. Oh, wie wundervoll! Da habt ihr aber so schöne Bilder gemacht. Die gehören ausgedruckt und auf den Kühlschank geklebt! Ich kann Kroatien auch nur empfehlen, wer seinen Hund mitnehmen will!

    Grüße
    Rene




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