Urlaub mit Hund auf Sylt

Urlaub Sylt mit Hund

Diesen Monat hatten wir ganz großes Glück: Moe, das Herrchen und ich wurden vom Strandhotel Sylt in Westerland eingeladen, um dort ein paar schöne Tage zu verbringen. Nicht nur, dass wir so das tolle Wetter und unser Lieblingsmeer (die Nordsee) genießen konnten, es fanden auch noch zeitgleich die Hundstage auf Sylt statt.

Heute möchten wir euch von unserer Zeit berichten, euch erzählen, was wir so erlebt haben und wie der Urlaub mit Hund auf Sylt ist – und natürlich auch, wie wir in der Zeit gelebt haben und wo wir untergekommen sind.

Unsere Unterkunft: Das Strandhotel Sylt in Westerland

Das Strandhotel Sylt
Das Strandhotel Sylt

Das letzte Mal waren wir vor über 8 Jahren auf Sylt. Damals waren es nur das Herrchen und ich, denn Moe war zu dem Zeitpunkt noch nicht mal geplant. 😉 Westerland hat uns schon damals toll gefallen, wir haben uns den Windsurf World Cup angeschaut und waren glücklich in unserem kleinen Billigzelt in der Düne. Gut, dass es auch anders geht. 🙂

Denn das Strandhotel Sylt in Westerland bietet wirklich alles, was man sich (auch als Hundebesitzer!) nur wünschen kann. Es ist ein 4 Sterne Hotel garni, liegt parallel zur Einkaufsstraße und ist dennoch sehr ruhig und gemütlich. Bei der Ankunft wurden wir sehr herzlich von der Hoteldirektorin, Frau Swantje Meyer-Efland, begrüßt. Sie versorgte uns mit Tipps rund um die Umgebung und wir fühlten uns direkt willkommen.

Direkt danach konnten wir auch schon unsere Suite beziehen, die sich im Erdgeschoss des Hotels befand. Es gibt insgesamt 53 Zimmer, vom Studio (für eine Person) bis zur Panorama-Suite (natürlich mit Meerblick) ist alles dabei. Wir konnten für unseren Aufenthalt in eine Suite ziehen. Diese sind zwischen 35 und 42 qm groß und in Wohn- und Schlafbereich aufgeteilt. Das großzügige Bad mit Wanne geht vom Schlafzimmer ab.

Die Ausstattung der Suite hat für uns absolut keine Wünsche offen gelassen: Ein großes Bett (1,80m x 2 m), ein Schreibtisch zum Arbeiten, eine Sofaecke, eine ruhige Terrasse mit Strandkorb,  kostenfreies WLAN, eine Kaffee- und Teemaschine, Näpfe, Naschies und ein Handtuch für Moe – kurz gesagt, wir waren rundum versorgt.

Dazu kam das morgendliche Frühstücksbuffett, welches unglaublich reichhaltig war und bei dem für jeden Geschmack gesorgt war: Ob frisch zubereitetes Rührei, Omelett, Krabbensalat oder auch Kuchen und Obstsalat, es war einfach perfekt. Zudem ist das Buffett wirklich sehr lange geöffnet, von 8 – 12 Uhr ermöglicht es auch Spätaufstehern, noch gut frühstücken zu können. Das Frühstück selber konnte man im Wintergarten oder im Aufenthaltsraum zu sich nehmen.

Ein ganz großes Lob geht an dieser Stelle auch an das gesamte Team des Hotels: Wahnsinnig freundliche Menschen,  sowohl morgens beim Buffet, alle hatten ein Lächeln auf den Lippen und haben wirklich jeden Gast toll umsorgt. Aber auch nachmittags an der Rezeption war immer jemand, der ein offenes Ohr hatte und gerne Ansprechpartner war.

Bitte seht es mir nach, dass ich keine Fotos vom Buffett gemacht habe. Aber da ich selber zu den Menschen gehöre, die sich morgens durch fotografierende Menschen gestört fühlen, wollte ich das anderen auch nicht antun.

Gemütlichkeit pur: Der Strandkorb auf der Terrasse
Gemütlichkeit pur: Der Strandkorb auf der Terrasse

Kommen wir zu dem Punkt, warum wir bisher keinen Hotelurlaub mit Hund gemacht haben. Hotelurlaub kam bisher nicht so richtig in Frage, da in den meisten Hotels Hunde eher geduldet werden, als dass sie herzlich willkommen sind. Beim Frühstück dürfen Hunde meist nicht mit und Moe auf dem Hotelzimmer alleine lassen – naja, bisher hatte ich da nicht so ein gutes Gefühl.

Daher fand ich es klasse, dass Moe im Hotel ein gern gesehener Gast war, der nicht nur gestreichelt wurde, sondern auch Leckerlies und Näpfe erhielt, wir hätten auch ein Hundebett für ihn ausleihen können und: Moe hätte beim Frühstück dabei sein dürfen. Dafür hätten wir uns dann zwar nicht in den Wintergarten, sondern in den Vorraum setzen müssen – aber so ist der Vierbeiner nicht alleine.

Und was haben wir gemacht? Wir haben Moe auf dem Zimmer gelassen. Alleine. Das hatte einen guten Grund: Moe hat sich beim Eintreffen in der Suite direkt so wohl gefühlt, dass ich keine Bedenken haben musste. In Ferienhäusern haben wir oft das Problem, dass Moe sich erst ab dem dritten, manchmal auch vierten Tag heimisch fühlt. Im Strandhotel Sylt hat er sich direkt auf seine Decke gekuschelt und geschlafen.

Das war auch am nächsten Tag nach dem Morgenspaziergang am Strand so, sodass wir Menschen ganz in Ruhe Frühstücken gehen konnten. Moe hat währenddessen seine wohlverdiente Auszeit von uns bekommen.

Moe hat es gerne dunkel
Moe hat es gerne dunkel

Wenn ich nun aus der Perspektive von Moe denke und mich frage, was ihm wohl am Hotel am Besten gefallen hat, ist es wohl das Wohnzimmer. Dort hat er nicht nur am Liebsten geschlafen und sich unter der Couch versteckt, dort war wohl auch der Teppich äußerst perfekt zum Schubbern. 🙂

Uns Menschen hat nicht nur der Hotelaufenthalt an sich gut gefallen, die Ruhe im Zimmer und der Komfort (zu dem Hotel gehören auch ein Dampfbad, eine finnische und eine Biosauna und für den Hund gibt es sogar spezielle Treatments), sondern auch der Strandaufgang direkt um die Ecke.

Wir können nicht aus unserer Haut, das Herrchen, Moe und ich sind absolute Küstenkinder. Und wenn dann noch die Nordsee ruft – tja, dann gibt es kein Halten mehr. 🙂

Was für eine Aussicht!
Was für eine Aussicht!

Die Anreise

Zu der Anreise nach Sylt möchte ich mich wirklich nur kurz fassen, denn darüber werde ich an anderer Stelle noch einmal berichten. Generell gibt es einige Möglichkeiten, um vor allem mit Hund einfach auf die Insel zu kommen. Die wohl einfachste und auch günstigste Art ist per Zug. Von Kiel aus über Husum ist man in etwa 3 Stunden vor Ort.

Man kann, wenn man sein Fahrzeug braucht, auch mit dem Autozug übersetzen oder man nimmt die Fähre ab Rømø. Preislich soll letzteres sogar günstiger sein. Wer ganz schnell auf die Insel muss und sein Fahrzeug auf dem Festland lassen möchte (und ohne Vierbeiner reist!), kann auch fliegen.

Die Anreise nach Sylt mit dem Zug
Die Anreise nach Sylt mit dem Zug

Wir sind bei dieser Reise mit der Bahn angereist und hatten somit noch eine zweite Premiere für Moe: Das Zugfahren. Aber er hat es wirklich wunderbar gemacht. Und ich fand es schön, die Landschaft vorbei ziehen zu sehen. Über das Zugfahren und das vorangegangene Maulkorbtraining werden wir aber noch einmal gesondert berichten.

Sehenswertes mit Hund auf Sylt

Selbstverständlich haben wir auf Sylt so Einiges unternommen. Wir waren genau passend zu den „Hundstagen“ auf Sylt, diese finden einmal im März und einmal im November statt. Der nächste Termin ist übrigens vom 06. – 11.11.2016.

Sehenswertes auf Sylt
Sehenswertes auf Sylt

Vorab hatten wir schon einmal einen Blick in das Programm geworfen und wussten, dass wir uns eine Veranstaltung nicht entgehen lassen wollten: Das Geocachen mit Hund bei Rosi Lachmann. Darüber werde ich auch an anderer Stelle noch mal berichten.

Die „Hundstage“ bieten jeweils eine Woche lang Vorträge, Unterhaltung, Spaziergänge, Wettbewerbe und Tipps rund um den Hund und seine artgerechte Haltung. Ob Fotospaziergänge, Wattwanderungen oder richtiges An-der-Leine laufen – wenn man möchte, kann man an unheimlich vielen Kursen und Vorträgen teilnehmen.

Da wir aber auch immer sehr gerne alles auf eigene Faust erkunden, haben wir uns dazu entschieden, nur das Geocachen zu besuchen und unsere Zeit sonst am Strand von Westerland zu verbringen.

Moe war shoppen
Moe war shoppen

Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir wohl auch die vielen Tipps von Katja von Doodletimes beherzigt. Sie ist häufig mit Baloo auf der Insel und hat auch uns auch den tollen Tipp gegeben, einmal bei dem Lädchen „Promenadenmischung“ in Wennigstedt reinzuschauen. Zum Artikel von Katja und Baloo bitte hier entlang. An den Produkten rund um den Hund konnten wir nur schwer vorbei gehen und so wurden auch einige Naschigkeiten sowie ein Spielzeug eingepackt.

Auch Momo und ihr Frauchen Fabienne sind große Sylt-Fans und haben uns über Instagram mit Tipps versorgt. Leider waren die knapp drei Tage dann doch etwas zu kurz, um wirklich alles zu sehen und den Strand in vollen Zügen auskosten zu können. Aber ich bin sicher, dass wir nicht das letzte Mal auf Sylt gewesen sind! Zu dem Artikel von Momo_chita bitte hier entlang.

Und was haben wir sonst so gemacht? Nun, den ersten Tag waren wir am Strand, direkt nach der Ankunft. Am zweiten Tag waren wir in Wennigstedt zum Geocachen, danach bei der „Promenadenmischung“ shoppen – und natürlich wieder am Strand.

Am Sylter Strand mit Hund

Das allerdings wieder in der Nähe vom Hotel, in Westerland. Den dritten Tag, einen Freitag, wollten wir eigentlich auch noch komplett auf der Insel ausnutzen. Da Moe sich aber leider am Strand die Pfoten wund gelaufen hatte (ja, das passiert auch ihm noch, obwohl er es eigentlich gewohnt ist), haben wir doch früh die Heimreise angetreten.

Einen kleinen „Geheimtipp“ haben wir aber noch für euch, und zwar zum Thema: Essen. Ich mag es, wenn ich mich mit der Lokalität identifizieren kann und wenn ich mich schon beim Eintreten wohl fühle. Wenn auch noch Moe willkommen ist, ist es nahezu perfekt. Und genau so einen Laden haben wir gefunden.

Der Slogan des „Twisters“ lautet: „Wer uns findet, findet uns gut.“ Das kann ich genau so unterschreiben. Die Lage ist wirklich eher versteckt, von außen eher unscheinbar, aber Innen ist es einfach nur urgemütlich und das Essen ist unheimlich lecker. Ob Burger, Currywurst oder Veggie-Burger und Salate – alles ist richtig frisch zubereitet und es schmeckt köstlich.

Ich war fast enttäuscht, dass Jack Johnson nicht mal spontan durch die Tür gehüpft ist, aber man kann ja nicht alles haben. 😉 Insgesamt haben wir uns beide Abende im Twisters versorgt und wir würden jederzeit wieder kommen. 🙂

Urlaub mit Hund auf Sylt: Der Strand

Urlaub auf Sylt mit Hund

Kommen wir zu meinem Lieblingsort: Dem Strand. Ihr wisst, Moe und ich sind absolute Strandliebhaber. Mir persönlich gefällt die Nordsee auch viel besser als die Ostsee, denn die Gezeiten sind stärker, das Klima ist etwas rauher und das Rauschen des Meeres klingt so wahnsinnig schön. Wenn ich an die Nordsee fahre, fühle ich mich einfach wohl.

Von Oktober bis März dürfen auch die Hunde an die meisten Sylter Strände mit. Eigentlich hatte ich gelesen, dass es in Westerland außer am Hundestrand nicht erlaubt wäre, aber da nicht kontrolliert wurde und so ziemlich alle mit ihrem Vierbeiner am Strand herumgetobt sind, haben wir uns da auch nicht lange bitten lassen.

Am Strand toben
Am Strand toben

Selbstverständlich haben wir darauf geachtet, niemanden zu belästigen und Moe wurde auch jedes Mal an die Leine genommen, wenn uns Menschen oder andere Hunde entgegen kamen. Tatsächlich haben wir auf Sylt in den 3 Tagen nicht eine einzige negative Erfahrung machen müssen. Kein Hund, der plötzlich auf Moe zugeschossen kam, keine uneinsichtigen Hundehalter. Es war wirklich perfekt.

Moe konnte endlich mal richtig frei laufen, er hat sich wahnsinnig wohl gefühlt und jede einzelne Sekunde genossen. Wenn es nach ihm gegangen wäre, wären wir wohl ab Morgens früh am Strand gewesen und dann einfach bis Abends geblieben, so gut ging es ihm da.

Moe ist glücklich
Moe ist glücklich

Wenn man mit seinem Hund zu anderen Zeiten nach Sylt fährt, gibt es einige Hundestrände, an denen auch der Vierbeiner auf seine Kosten kommt. Eine Liste der Hundestrände auf Sylt findet ihr hier. Wir hatten echt wahnsinnig Glück mit dem Wetter, die Sonne war eigentlich (bis auf morgens) immer da. Trotzdem hat Moe das Baden im Meer lieber anderen überlassen.

Fazit: Urlaub mit Hund auf Sylt ist perfekt!

Sylt, wir kommen wieder!
Sylt, wir kommen wieder!

Ehrlicherweise hatten wir DEN perfekten Urlaub. Besser kann eine kleine Auszeit nicht sein. Im Strandhotel Sylt haben wir uns rundum wohl gefühlt, der Service war perfekt und Moe war herzlich willkommen. Die Lage des Hotels ist super zentral, dennoch ruhig gelegen. Durch unseren Aufenthalt außerhalb der Saison war es nicht so überfüllt, Moe hatte jederzeit genug Platz zum Spielen am Strand.

Busfahren mit Hund auf Sylt ist auf jeden Fall eine Alternative zum eigenen Auto, denn es spart Geld und der Hund fährt sogar kostenlos mit. Wir sind definitiv nicht das letzte Mal auf Sylt gewesen!

Windmenschen am Bahnhof
Windmenschen am Bahnhof

Wir bedanken uns ganz, ganz herzlich für die Einladung ins Strandhotel Sylt und freuen uns darauf, bald wieder zu kommen!

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6 Gedanken zu „Urlaub mit Hund auf Sylt“

  1. Sehr schöner Artikel! Ich liebe Sylt und war bisher -leider- immer ohne Hund dort. Daher hab ich mich sehr gefreut Euren Bericht zu lesen, wie Eure Erfahrungen mit Hund dort waren. Ich hoffe, dass ich dieses oder nächstes Jahr auch mal mit Finja und Summer zusammen dorthin fahren kann. Die Hundstage kannte ich gar nicht und habe diese direkt mal vorgemerkt 🙂




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  2. Oh man, was für tolle Bilder, da bekommt man sofort (noch mehr) Lust auf Urlaub am Meer. Sylt ist wirklich toll und vielleicht schaffen wir es auch einmal dahin. Ein hundefreundliches Hotel haben wir nun ja schon gefunden.

    Die Hundstage hören sich auch interessant an. Ein RundumHund-Urlaub wäre wirklich was tolles.

    Vielen Dank für den super Bericht!

    Liebe Grüße, Anja und Lucy




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  3. Sylt <3
    Wir waren im letzten Jahr mit dem Zug von Niebüll aus dort und kann deine positiven Worte nur unterstreichen.
    Tja, die Ärzte hatten in "Westerland" schon ganz recht! =)

    P.S. Wenn man die Fähre am Romo nimmt, kommt man an einem wirklich tollen Autostrand vorbei, der auch einen Abschnitt für Hunde hat. Ich bin wirklich ein Fan von der ganzen Ecke dort.

    Liebe Grüße

    Anika und Adgi, die ihr mit Fernweh angesteckt habt




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