Unser Hund und seine Macken

Wie jeder Mensch und wahrscheinlich jeder Hund hat auch Moe so seine teils liebenswerten, teils aber echt nervigen Macken. Manche sind erst nach der chemischen Kastration aufgetreten, bzw. wurden dadurch verstärkt, andere waren von Anfang an da. Neuerdings rupft er auf  Spaziergängen gerne mal den einen oder anderen Grashalm ab. Oder trägt große Äste nach Hause, obwohl er vom Toben eigentlich total müde ist. Anscheinend sieht er es als seine Aufgabe an, Herrchen ein kleines Geschenk mitzubringen. Bis zum Abend ist von dem Ast allerdings meist nichts mehr übrig.
Das ist dann auch schon die nächste Macke, leider bleibt es nicht beim Tragen, zu gerne sucht er sich auch am Strand ein Stück Baum um es genüsslich zu zerkauen.
A propos Strand: auch da hat er ein paar Macken entwickelt. Moe hasst es, wenn sein Spielzeug voller Sand ist. Dann wird es vorsichtig vorne zwischen die Zähne genommen und ins Wasser getragen. Sand im Maul ist ja auch echt eklig.

Zuhause hat Moe das Sprechen gelernt. Also im übertragenen Sinne. Er kann Laute von sich geben, die, je nach Situation, Spielraum für Interpretationen lassen. Vom Fiepen ( „Ich hab Hunger!“, “ Gib mir den Ball!“, „Rausgehen!“) ist es steigerungsfähig bis zum Jaulen, Grunzen und anderen komischen Geräuschen. Moe kennt zum Beispiel das Kommando: „Küsschen“. Das läuft allerdings so ab: er bekommt das Kommando, jault einmal kurz („Nicht schon wieder!“) und schlabbert dann durch das Gesicht. Auch Wiedersehensfreude drückt er durch Fiepen aus.

Zudem hat Moe ab und an seine „5 Minuten“. Die hat er dank der chemischen Kastration in letzter Zeit allerdings öfter. Diese 5 Minuten äußern sich draußen, indem er, am Strand oder auf der Wiese angekommen, erst einmal ganz alleine ein paar Runden hin und her flitzt. Schon beeindruckend, wie schnell er werden kann wenn er will.

Eine weitere, liebenswerte Macke ist, dass er seinen Kopf unter ein Kissen steckt wenn es ihm zu hell ist um zu schlafen.  Moe ist ein Hund, der sein Körbchen in der Länge nie ausnutzt, meist liegt der Kopf irgendwie draußen.
Zudem wird er im Schlaf zu „Zombie-Dog“: die Augenlider wackeln, es wird gejault, gerannt, mit dem Schwanz gewedelt und gerne auch mal ordentlich gepupst. Wehe dem, der da gerade in der Nähe ist.

Eine Macke die leider sehr nervig ist, ist das Papier zerreißen. Ihm ist es egal, ob es ein aufgestöbertes Taschentuch oder eine noch nicht bezahlte Rechnung ist. Zum Glück hat er bisher erst ein einziges Mal ein Buch von mir zerrupft. Da hört der Spaß dann auf.

Lustig finde ich persönlich, wenn Moe sein Herrchen veralbert. Das passiert meist morgens, wenn Mann pünktlich auf der Arbeit sein will und der Hund mit muss, der aber keine Lust auf’s Auto fahren hat. Dann wird in aller Seelenruhe an jedem Strauch geschnuppert, nochmal schnell gepullert ( man weiß ja nie wie lange so eine Fahrt dauert…), dann sucht Hund sich noch einen geeigneten Ast, mit dem er sich ein Momentchen hinlegen kann und zu guter Letzt ( nach der zehnten Aufforderung, endlich einzusteigen) schaut Moe sein Herrchen an und tut so, als würde er plötzlich weder hören noch verstehen können. Man kann dann, als Krönung sozusagen, sich noch richtig dumm beim Einsteigen ins Auto anstellen und statt auf die Rücksitzbank zu klettern, sich hinter den Vordersitz setzen. Mit ganz viel Glück gibt es dann noch ein Leckerlie, damit Hund endlich auf seinen Platz geht.

Ich habe jetzt bestimmt noch einige Macken vergessen, aber: Moe ist super, so, wie er ist. Jedenfalls schafft es kein Mensch, mich so oft zum Lachen und zum Verzweifeln zu bringen, wie er.

 

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  1. Die Macken (m)eines Hundes | Hundeblog Moe and Me

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