Und es hat Zoom gemacht!

Und es hat Zoom gemacht - unsere neue Fellpflege-Utensilien

Genauer gesagt, hat es bei uns „Zoom Groom“ gemacht. 🙂 Vor einiger Zeit habe ich mich mal wieder mit dem leidigen Thema der Fellpflege beschäftigt. Ganz ehrlich: Ich bin wahnsinnig froh, dass Moe ein relativ leicht zu pflegendes Fell hat, bei dem ich nicht jeden Tag damit beschäftigt bin, irgendwelche Knoten zu entfernen.

Bisher war das Mittel der Wahl immer der Furminator. Nicht nur, weil er unheimlich viel lose Unterwolle hervor holt, sondern weil er in der Bedienung echt super einfach ist.

Gerade die neueren Modelle, die noch ein bisschen besser ausgestattet sind (durch ein Knöpfchen lösen sich die Haare ganz leicht von der Klinge), erlauben sogar das einhändige Bürsten, ohne das man ständig die Haare aus dem Furminator lösen müsste.

Das Herrchen war mit dem Furminator glücklich, ich selber nicht so richtig und Moe schon mal gar nicht. Die scharfen Klingen haben mich gestört, am Bauch konnte ich nicht so recht bürsten, aus Angst, Moe zu verletzen. Außerdem hatte Moe immer Schmerzen, wenn es an den Schwanz ging, denn dort ist er aus gutem Grund sehr empfindlich.

Quatsch nicht, mach weiter
Quatsch nicht, mach weiter!

Was also tun? Ich las unterschiedliche Artikel zum Thema Fellpflege. Bei einem Mischling ist es aber sehr schwer zu bestimmen, welche Bürsten gut und welche Quatsch sind.

Ausschlaggebend für einen Einkauf und den Umstieg vom Furminator waren 4 Dinge:

  • Unzufriedenheit meinerseits mit dem Furminator
  • altes Equipment (meine Bürsten waren über 6 Jahre alt, da konnte wirklich mal was Neues her)
  • Sabrinas Blogartikel zur Fellpflege
  • Neugierde auf einen bestimmten Artikel

Und obwohl ich mich bei Neuanschaffungen sehr zurückhalte: Hier geht es um Moes Fell, das soll gut aussehen.

Zoom Groom von Kong

Ich erfüllte mir also zunächst einmal einen Wunsch: Ich bestellte den Zoom Groom von Kong*. Zugegeben, meine Erwartungen waren nicht riesig, zum anderen hatte ich ihn in der Anwendung immer bei Labbis gesehen.

Und diese haben nun nicht so ein dickes Fell wie Moe (Übrigens: Bei richtigen Langhaar-Hunden, wie Collies, scheint der Zoom Groom auch wirklich nicht zu funktionieren!).

So sieht die Rückseite des Zoom Groom aus
So sieht die Rückseite des Zoom Groom aus

Trotzdem wagte ich den Versuch und bestellte die Massagebürste.

Was soll ich sagen? Ich bin verliebt, vom ersten Tag an. Die Noppen kommen bis auf die Haut, Moe ist total begeistert und genießt es, mit dem Kong Zoom Groom massiert zu werden. Der Zoom Groom liegt super in der Hand und ist durch das Gummi schön weich.

Zudem ist es nicht nur eine Massage, denn der Zoom Groom holt auch eine ganze Menge totes Fell und Schmutz heraus. Ich hätte es ehrlicherweise nicht gedacht, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Was mir besonders gut gefällt, ist: Die Haare bleiben in den Noppen hängen und können ganz einfach als Knäuel herausgezogen und entsorgt werden. Zudem kann man die Bürste auch wunderbar nutzen, um schnell Haare auf dem Teppich oder der Couch zusammen zu kehren. 😉

Die Entspannung beginnt mit diesen Noppen
Die Entspannung beginnt mit diesen Noppen

Nach der Anwendung lässt sich die Bürste, die ja aus Gummi besteht, einfach unter warmen Wasser auswaschen und wartet auf den nächsten Einsatz.

Ob der Zoom Groom in blau vielleicht besser zu Moe gepasst hätte, war mir übrigens egal: Ich wollte mal was in pink haben und wenn es nur eine Bürste ist. *lach*

Die Universalbürste

Ich wusste gar nicht, dass es etwas gibt, das sich tatsächlich so nennt. Und eigentlich schimpft sie sich auch Softbürste*. Jedenfalls soll mit so einer Bürste alles, was nicht niet- und nagelfest im Deck- und Unterhaar ist, herausgekämmt werden.

Die Universalbürste
Die Universalbürste

Die Wirkung kann ich nur bestätigen, und wie: Beim ersten Mal kämmen holte ich so viel Fell heraus, dass es mir schon fast unheimlich war. Ehrlich, ich habe dann irgendwann aufgehört, aus Sorge, Moe wäre bald ein Nackthund.

Das wiederholte sich im Fellwechsel noch 2, 3 Mal, danach war erst einmal Schluss. Mittlerweile hole ich zwar immer noch Fell heraus, es ist aber längst nicht mehr so viel. Somit kommt der Zoom Groom viel häufiger zum Einsatz als die Softbürste.

Aber auch diese Art des Bürstens genießt Moe definitiv mehr. Auch an den Schwanz darf ich mit dieser Bürste heran und das ist schon ein Zeichen.

Was mir allerdings gar nicht gefällt: Die Metallborsten stehen so eng beieinander, dass die Nachsorge der Bürste echt lästig ist. Trotzdem war sie mit ihren knapp 8 Euro eine wunderbare Anschaffung und die Fellpflege macht damit fast ein bisschen Spaß (eben weil es so effektiv ist!).

Der Trimmstriegel: Nichts für uns.

Zu guter Letzt bestellte ich mir auch noch den Coatking (genau genommen einen Ableger* davon, denn das Original war mir deutlich zu teuer – zu Recht, wie sich herausstellte).

Von diesem las ich auch das erste Mal bei Sabrina, aber bei weiteren Recherchen fand ich heraus, dass sehr viele auf diesen Trimmstriegel schwören.

Unsere Trimmbürste von Kerbl
Unsere Trimmbürste von Kerbl

Da Queen und Moe doch ein recht ähnliches Fell haben, vertraute ich da auf ihr Urteil und bestellte den Fake-Coatking gleich mit.

Es gibt bei dem Coatking zwei Varianten: Bei der einen sind die Klingen geschärft und es besteht die Gefahr, dass man auch Haare abschneidet. Bei der zweiten Variante sind die Klingen stumpf.

Bei der ersten Anwendung merkte ich jedoch direkt, dass bei Moe nichts an Fell heraus geholt wurde. Entweder ich machte etwas falsch, oder es war nichts für uns…

Wir haben den „Coatking“ mit den scharfen Klingen
Wir haben den „Coatking“ mit den scharfen Klingen

Bei weiterer, gründlicher Recherche stellte ich fest: Der Trimmstriegel ist super bei Verfilzungen im Fell, bei richtig langem Haar. Als ich dann bei Moe an die hinteren Schenkel ging, war das Ergebnis auch gut zu sehen, aber für die gesamte Fellpflege ist der Coatking leider nichts für uns.

Fazit: Zoom Groom und Softbürste reichen aus.

Moe hat dann doch zu kurzes Fell, sodass die Klingen des Coatking einfach überdimensioniert sind. Uns reicht die Universalbürste für die erste Reinigung und das Entfernen der Unterwolle und des losen Deckhaars. Für den Feinschliff nutzen wir den Zoom Groom, der Moe auch richtig schön entspannen lässt.

Froh bin ich darüber, dass die Verletzungsgefahr, die ich immer beim Furminator gesehen habe, nun gemindert wurde. Sicherlich, auch mit der Universalbürste sollte man vorsichtig vorgehen, trotzdem gibt es keine scharfen Klingen.

Moes Fell sieht deutlich gepflegter aus. Aber das Beste: Er rennt nicht mehr weg, wenn er mich mit dem Furminator kommen sieht und ich muss ihn nicht mit zig Leckerchen bestechen. Für uns hat sich die Anschaffung der zwei Bürsten absolut gelohnt.

Schönes Fell geht jetzt so!
Schönes Fell geht jetzt so!

Falls jemand den Trimmstriegel gerne mal ausprobieren würde: Wir haben jetzt einen abzugeben. 🙂

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9 Gedanken zu „Und es hat Zoom gemacht!“

  1. Wir haben den Zoom Groom auch ausprobiert, bei einem Terrierfell bringt der aber rein gar nichts. Echt schade, ich habe mir ziemlich viel davon versprochen! Dafür funktioniert unser Coatking einwandfrei, ich bin total begeistert! Sobald Lotti viel Fell und damit Unterwolle hat (also nicht direkt nach dem Trimmen) ziehe ich damit immer sehr viel Fell heraus. Allerdings hilft das auch nur bei stock- oder rauhaarigen Hunden. Trotzdem möchte ich den bei Lotta nicht mehr missen!
    Aber du hast total Recht, diese Furminatoren sind nicht gut, Lottas Fell wurde ganz stumpf davon.
    Liebe Grüße,
    Paula und Lotta 😊




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  2. Also wir lieben unseren Coat King.
    Allerdings ist unserer nun auch sicher schon 4 Jahre alt und muss langsam mal ausgetauscht werden. Allerdings bin ich immer noch am überlegen ob ich das Original oder auch einen Fake hole…




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  3. Tolle Tips. Bei meinem Labbi bin ich auch noch auf der Suche nach dem richtigen Pflege-Werkzeug. Aaron hat recht dickes Fell mit Unterwolle. Bisher fuhren wir mit dem Furminator am besten, weil er wirklich was rausholt. Allerdings halt nicht an stellen, wo zu wenig Fell ist da habe ich dann einen Striegel genutzt. Der Zoom Groom klingt super.




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  4. Ich hatte ganz am Anfang mal eine Bürste, die dem Zoom Groom sehr ähnlich ist (aber eigentlich für Pferde vorgesehen war). Leider hat das bei Shiba-Haaren aber überhaupt nichts gebracht.
    Wir verwenden jetzt hauptsächlich die Softbürste, mit der bin ich eigentlich auch ganz zufrieden. Den Furminator würde ich zwar gerne mal ausprobieren, traue mich aber nicht so recht drüber, eben aus dem Grund der eventuellen Verletzungsgefahr, den auch du beschreibst. Aoki ist ja auch so beim Bürsten schon ziemlich empfindlich…




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  5. Mit der Zoom Groom Bürste liebäugeln wir auch schon seit längerem. Vielleicht ist sie auch etwas für Charlys Fell. Den Furminator benutze ich sehr gerne und Charly bleibt dabei ruhig liegen.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




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  6. Es ist immer wieder erstaunlich, dass auch kurzhaarige Hunde solche Bürsten brauchen. Ich dachte nur ich benötige den stumpfen Coatking und die Zupfbürste…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke, bei denen es wohl nie zoom machen wird ;o)




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  7. Hallo Nicole&Moe,
    hatten die Universalbürste auch länger, aber Lady mag die gar nicht. Jedes Mal zuckt sie herum – haben jetzt so eine Art Bürstsauger und der ist echt toll. LG 🙂




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