Unser Treffen mit den WarnowTatzen

Unser Treffen mit den WarnowTatzen

Über das Bloggen lernt man Menschen kennen – das ist zwangsläufig so. Meistens bleibt es bei virtuellen Kontakten, man schreibt sich mal, kommentiert und denkt: Mit der Person könnte ich wohl ganz gut klar kommen. Bei uns Hundebloggern ist es noch mal etwas anderes.

Ich glaube nämlich, wir sind eigentlich ein sehr merkwürdiges Völkchen und suchen nicht nur den Menschen, sondern auch den Blogger-Hund nach Sympathie aus. Ja wirklich: Wenn man den Hund schon doof findet, dann kann das doch mit dem Frauchen/Herrchen nicht klappen, oder? 😉

Adgi muss man einfach gern haben.
Adgi muss man einfach gern haben.

Und so habe ich auch ein paar Menschen/Hunde, die ich gerne kennen lernen würde. Anika von den WarnowTatzen gehörte da ganz vorne mit zu, denn eigentlich wollten wir uns schon damals treffen – als wir Urlaub in Mirow machten.

Aber wie das immer so kommt: Manchmal ist die Menschenangst dann doch zu groß und überhaupt hat es irgendwie nicht gepasst.

Adgi der Strandwächter
Adgi der Strandwächter

Jedenfalls kann ich jetzt berichten: Wir haben uns endlich getroffen *juchu* und vor Anika braucht man keine Angst zu haben. Vor Adgi erst Recht nicht. 😉

Die erste Freilauf-Tobe-Hunderunde nach Shiva

Seitdem wir uns mit Sandra und Shiva getroffen haben und Moe mit Shiva nicht so viel zu tun haben wollte, außer ihr das Spielie zu klauen, war ich gespannt, wie es mit Adgi werden würde. Ein wenig Bauchschmerzen hatte ich ja doch, dass Moe Adgi gleich zu Kleinholz verarbeiten würde.

Gute Laune ist ansteckend
Gute Laune ist ansteckend

Denn: Laut Beschreibung ist Adgi genau der Hund, der für Moe zu den „Ich hau dir eine drauf, wenn du nochmal näher kommst“ – Typen gehört. Agil, lustig,… genau das, was Moe so anderen Hunden schätzt. #nicht

Anika schrieb mir vorab auch, dass Adgi quietschen würde und ich ahnte: Oh je. Gut, dass wir einen Maulkorb haben!

Ähm, nein. Ich lag falsch. Aber sowas von.

Denn als die Kofferraumklappen aufgingen, quietschen und fiepten sich die beiden erst einmal an – was sehr süß klang bei 2 ausgewachsenen Rüden. Ja, ok. Anika und ich quietschten vielleicht auch. Ein kleines bisschen. Innerlich. Also ich vor allem, weil ich mich so freute. 😀

Adgi ist so fotogen, ich hätte ihn noch Stunden fotografieren können
Adgi ist so fotogen, ich hätte ihn noch Stunden fotografieren können

Anika hatte noch Michi im Schlepptau, der wahnsinnig lieb war und es tatsächlich mit uns 2 Frauen ausgehalten hat (Respekt dafür!). Für uns fünf ging es vom Parkplatz an den Strand und dann: Leinen los! Adgi lief erst mal direkt zum Wasser, genauso wie Moe – nee, eben nicht.

Normalerweise gibt es am Strand kein Halten, aber irgendwie wollte Moe wohl sicher gehen, dass wir uns jetzt wirklich in dieser Konstellation weiter bewegen würden. Na gut, dachte er sich wohl – dann laufe ich mal los und ab ins Wasser.

Adgi geht übrigens nur ins Wasser, wenn etwas geworfen wird – Moe ist da ein bisschen anders. Der wartet nämlich IM Wasser darauf, dass etwas geworfen wird.

Ins Wasser - naja. Schütteln geht auch so!
Ins Wasser – naja. Schütteln geht auch so!

Da weder Anika noch ich Lust auf eine Keilerei hatten, wurde nichts geworfen. Stattdessen unterhielten wir uns über sooo viele Dinge und ließen die Hunde mal machen. Und dann kam es.

Moe forderte Adgi zum Spielen auf! Mein sozial absolut beschränkter Hund richtet eine Spielaufforderung an Adgi! So richtig mit Verbeugen, Kopf runter, Wedeln! Kurze 10 Sekunden hatte ich Pipi in den Augen und war glücklich.

Mal ehrlich: Diesen Drops muss man einfach gerne haben! Und seine Menschen auch.
Mal ehrlich: Diesen Drops muss man einfach gerne haben! Und seine Menschen auch.

Aber das war es auch schon. Gespielt wurde nicht. Dafür aber sehr friedlich miteinander umgegangen. Adgi ließ Moe seinen Freiraum, bedrängte ihn nicht, und Moe ließ Adgi in Ruhe seine Runden laufen und wies ihn nicht zurecht. Perfekt!

Das war die erste, entspannte Hunderunde seit Jahren und ich bin Anika und Adgi (vor allem letzterem) so unglaublich dankbar dafür. Moe war wie ein anderer Hund, und das lag sicher nicht nur am Maulkorb!

Adgi und sein Holz (Holzi, Holzi, Holz).
Adgi und sein Holz (Holzi, Holzi, Holz).

Mein persönliches Highlight: Adgi fand am Strand einen Stock. Moe fand diesen Stock auch sehr spannend, setzte sich aber in einem Abstand zu Adgi und beobachtete ihn aus den Augenwinkeln. Als dann andere Hunde kamen, musste Moe dann doch mal schauen, wie der Stock so aussieht (Adgi war schließlich abgelenkt).

Als der aber wieder zurück kam, ließ Moe sofort den Stock in Ruhe und trollte sich. Ob das ohne Maulkorb auch so friedlich ausgegangen wäre – ich denke nicht. Aber für den Moment war es gut so.

Moe war nur ganz wenig neidisch. Minimal.
Moe war nur ganz wenig neidisch. Minimal.

Adgi hat auch dafür gesorgt, dass Moe sich an andere Hunde angenähert hat. Ganz friedlich. Ohne Bürste, ohne Knurren, ohne steif machen.

Das könnten wir wohl häufiger gebrauchen und das Bild von 2 Hunden, die ganz dicht bei Moe stehen und sich alle 3 beschnüffeln, wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Seltener Anblick: Moe und 2 fremde Hunde.
Seltener Anblick: Moe und 2 fremde Hunde.

Geht es für uns demnächst an die Warnow?

Nein, das wohl nicht. Aber ein nächstes Treffen ist in Lübeck geplant – das ist für uns alle gut zu erreichen und die Stadt ist einfach wunderschön. Moe war außerdem noch nie in Lübeck, da passt es ganz gut.

Das nächste Treffen dann vielleicht in Lübeck!
Das nächste Treffen dann vielleicht in Lübeck!

Und vielleicht haben wir dann auch mal Zeit für eine Runde Geocachen – denn sowohl Anika als auch Micha sind ebenso wie wir begeisterte Geocacher (und unsere Hunde sind beide zu schlecht, um mal einen Cache zu finden. Shiva, hilf! Die beiden brauchen Nachhilfe!).

Liebe Anika, lieber Michi, lieber Adgi: Es war uns, mir, ein Fest und ich freue mich schon auf unser nächstes Treffen. Und das sage ich echt nicht oft – aber, euch mag ich. 🙂

Unser Treffen mit den WarnowTatzen
Unser Treffen mit den WarnowTatzen
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