Träumen Hunde?

Träumen Hunde?

Träumt ihr nachts? Und könnt ihr euch daran erinnern, wovon ihr träumt?

Ich habe Zeiten, in denen ich sehr intensiv träume und mich danach sogar daran erinnere. Ja, teilweise verfolgen mich meine Träume auch noch den ganzen Tag. Nicht, weil sie besonders logisch wären oder besonders toll.

Eher genau das Gegenteil. Witzigerweise liegt das Träumen in der Familie. Meine Oma mütterlicherseits ist eine ganz intensive Träumerin, die auch noch im Schlaf spricht.

Frauchen träumt sehr merkwürdige Dinge.
Frauchen träumt sehr merkwürdige Dinge.

Das war deshalb so schlimm, da damals ihre Kinder darunter litten: Meine Oma war den ganzen Tag mit den Kindern zu Hause, während mein Opa arbeitete. Stellten die Kinder irgendetwas an, wollte meine Oma das vor ihrem Mann verheimlichen – denn er war sehr streng.

Leider belastete sie das am Tag Erfahrene aber meist doch so sehr, dass sie im Traum davon erzählte – mein Opa musste also nur zuhören und wusste genau, was während seiner Abwesenheit passiert war. 🙂

Ich spreche nicht im Traum – zumindest wurde mir das bisher nicht gesagt. 😉 Trotzdem träume ich sehr viel. Ein Beispiel, damit ihr euch das mal vorstellen könnt: Neulich träumte ich davon, dass mein Freund ein Video aufnehmen wollte.

An sich nichts Merkwürdiges, in letzter Zeit macht er das häufiger. Meist sind es Schulungsvideos oder er beantwortet darin Fragen zu seiner Arbeit.

In meinem Traum hatte er sich aber überlegt, das Video nicht wie sonst zu Hause, sondern in einem riesigen, offenen Kuhstall aufzunehmen. Zwischen Kälbern und Kühen, versteht sich.

Der Bauer war einverstanden, Probleme mit der Technik gab es keine und die Kälber waren alle nett und friedlich – ich konnte sie immer von der Kamera weglocken.

Kurzum: Alles lief gut. Mir kam überhaupt nichts daran merkwürdig vor. Das Video war schnell im Kasten. Und dann begegnete uns beim Abbau ein entfernter Bekannter, der im Bereich Marketing unterwegs ist.

Nicht nur, dass ich mich im Traum an seinen Namen erinnern konnte – was schon merkwürdig genug ist, denn Namen kann ich mir echt schlecht merken sofern es keine Hundenamen sind – nein, er meinte, dass wir Probleme wegen des Videodrehs bekommen könnten.

Denn, Achtung, jetzt kommt es: Das Muhen der Kühe wäre urheberrechtlich geschützt und wir müssten uns zunächst die Genehmigung einer Vereinigung, ähnlich der GEMA, holen.

Daraufhin wachte ich auf, einen Abend später hatte ich die Idee für diesen Blogartikel. So bescheuert dieser Traum auch war und ich habe wirklich viele, viele solcher absurden Träume, so sehr würden mich auch Moes Träume interessieren. Denn das er träumt, das liegt auf der Hand.

Moe und seine Träume

Ich liebe es, Moe beim Schlafen zu beobachten. Manchmal schmatzt er leise vor sich hin, schnüffelt im Schlaf. Ich denke, dann ist er gerade im Traum dabei, etwas richtig Leckeres zu Futtern. Oder er ist unterwegs und darf mal so richtig Zeitung lesen.

Manchmal wird Moe sehr laut. Dann fiept er, jault, bellt manchmal sogar. Seine Pfoten bewegen sich, sein Nackenfell stellt sich auf. Das sind die Momente, wenn ich ihn meist sanft streichle, vor allem, wenn diese Phasen länger dauern und ich denke, er fühlt sich nicht wohl.

Wer weckt mich da?
Wer weckt mich da?

Generell wecke ich ihn nicht gerne. Wenn ich aber das Gefühl habe, er ist in einem Alptraum und kommt da selber nicht raus, helfe ich ihm sanft.

Oftmals liegt er aber auch neben mir, rollt mit den Augen, wufft leise. Das finde ich einfach unheimlich niedlich. Diese Phase, in der Hunde ihre Augen im Schlaf bewegen, nennt man übrigens rapid-eye-movement, kurz: REM.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Erlebnissen des Tages und den Träumen?

Ich würde sagen: Ja. Schließlich verarbeiten auch wir Menschen unseren Tag im Traum, warum sollte es bei Tieren anders sein? Zumindest ist es so, dass Moe, wenn er abends noch eine Katze gesehen und sich richtig aufgespielt hat, danach im Traum richtig läuft.

Als würde er ihr hinterher jagen, was er sonst ja nicht darf, bzw. er durch die doofe Leine daran gehindert wird. Meist kommt dann noch ein tiefes Knurren dazu.

Aber auch die Forschung sieht darin einen Zusammenhang: Der US-amerikanische Neurowissenschaftler Matthew Wilson untersuchte mit seinem Kollegen Kenway Louie die Hirnströme von Ratten. Das EEG-Muster während ihrer Erlebnisse am Tag und der REM-Phasen ähnelte sich.

Komplett ausgeknockt. ;-)
Komplett ausgeknockt. 😉

Deshalb nahm man an, dass sie das Erlebte (das Laufen durch ein Labyrinth) tatsächlich noch einmal im Schlaf nachvollzogen. Für unsere Hunde wird das sicherlich auch gelten.

Ob Moe jedoch auch solche merkwürdigen Dinge träumt wie ich – ich hoffe nicht. Das würde mir tatsächlich Leid tun.

***Leider verzögert sich der Dänemark-Artikel noch etwas. Ich komme im Moment nicht dazu, alle Fotos zu sichten – aber ich bemühe mich! 🙂

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