Im Test: Petkit Activity Tracker

Test Pet Activity Tracker

Werbung Ist Moe eigentlich genug unterwegs? Bewegt er sich ausreichend? Schläft er gut? Das sind wohl Fragen, die man sich als Hundebesitzer durchaus mal stellt.

Man könnte nun Buch führen und überlegen, wie man was anpasst. Es geht aber auch leichter.

Anna von Wunderpets hat mich angeschrieben und es passte einfach: Ähnlich wie ich steht sie nicht auf irgendwelchen Schnickschnack, sondern auf intelligente Produkte. Dinge, die einen Mehrwert haben, die smart sind.

In ihrer Mail stellte sie mir den Petkit Activity Tracker* vor und ich war ehrlich interessiert: Ein kleines Gerät, dass die Bewegungszeiten und die Schlafzeiten des Vierbeiners überwacht, zusätzlich noch Empfehlungen zur Futtermenge gibt – wie cool ist das denn?

Test Pet Activity Tracker
Schnieke Verpackung, auch innen

Fakt ist: Viele Hunde sind dank ungenügender Bewegung und zu viel Futter übergewichtig. Auch Moe könnte, wenn es nach der Empfehlung unseres Tierarztes geht, etwas abspecken.

30 Kilo wären ideal, 34 Kilo sind etwas zu viel. Wir haben aber festgestellt, dass Moe dieses Gewicht seit seiner Kastration tapfer hält, so dass ich fast davon ausgehe, dass es sein Wohlfühlgewicht ist. 🙂

Dennoch wollten wir ausprobieren, ob wir es vielleicht schaffen, Moes Gewicht zu reduzieren. Selbstverständlich nicht radikal – einen Jojo-Effekt wollte ich nicht provozieren. Aber so ein bisschen abnehmen ist gut für die Gelenke.

Dabei kann der Petkit Activity Tracker behilflich sein – oder?

Was ist der Petkit Activity Tracker?

Der Petkit Activity Tracker ist ein kleines, rundes Anhängsel, das am Halsband oder Geschirr des Hundes mittels eines stabilen Gummis befestigt wird.

Der Hund wird dadurch nicht eingeschränkt oder behindert. Durch einen Sensor kann so zwischen den Schlafphasen (leichter und tiefer Schlaf) sowie Bewegungsphasen (normal oder sehr aktiv) unterschieden werden.

Test Pet Activity Tracker
Inhalt: Tracker, Befestigungsgummis, Batterie und Werkzeug

Der Zusammenbau ist zunächst etwas tricky, wenn man grobmotorisch veranlagt ist. Nachdem ich es aber geschafft hatte, die Batterie einzulegen und alles soweit zu aktivieren, lief alles ganz leicht.

Die Verknüpfung funktioniert über eine App (sowohl für Android als auch iOS) und Bluetooth. Diese ist übrigens hauptsächlich englisch-sprachig, dies soll sich aber Anfang September ändern – dann wird die App auf Deutsch erscheinen.

Wenn die Verknüpfung hergestellt wird, richtet man sich die App ein. Abgefragt wird der Name des Hundes, das Geschlecht und ob der Hund kastriert ist oder nicht. Das Gewicht muss eingestellt werden, die (vermutete) Aktivität des Hundes (bei uns: Fauler Hund) und noch einige andere Dinge. Dann kann auch schon gestartet werden!

Insgesamt sollte der Petkit Activity Tracker mindestens 24 Stunden getragen werden, um das erste Mal eine Aussage zu bekommen.

Test Pet Activity Tracker
So sieht der Einrichtungsdialog aus

Herrchen hat Moe direkt in der ersten Nacht das Halsband und damit auch den Tracker abgenommen (versehentlich) und damit hatten wir keine vernünftige Aussage. Düdüüüm.

Das ist leider ein kleiner Nachteil: Moe muss die ganze Zeit sein Geschirr oder Halsband tragen, damit der Petkit Activity Tracker auch seinen Job machen kann.

Wer oder was ist Wunderpets?

Hinter Wunderpets stecken Anna und ihre zwei Katzen, Mia und Carlo. Die Idee hinter Annas Online-Shop ist, nur smarte und innovative Produkte in das Sortiment aufzunehmen. Bei den meisten Produkten aus diesem Bereich handelt es sich um noch weitgehend unbekannte Produkte von meist jungen Start-Ups aus aller Welt.

Daher gibt es in ihrem Shop aktuell nur zwei Produkte: Den Pet Activity Tracker sowie eine ultracoole Katzentoilette (bitte steinigt mich nicht, aber die ist wirklich cool, da quasi selbstreinigend und sie sieht aus wie ein UFO. Allein deswegen würde ich mir die als Katzenbesitzer hinstellen. 🙂 ).

Abnehmen dank des Petkit Activity Trackers?

Nachdem wir uns dann etwas eingegroovt hatten, war es schon spannend zu sehen, wie ausgewertet wurde. Am Anfang hieß es ziemlich klar: Ey, ihr seid rotzefaul. Bewegt euch mal!

(Natürlich in netten Worten. Da stand dann so etwas wie: Heutige Stimmung ist gelangweilt. Gesundheit ist unterdurchschnittlich. Zu kurze Bewegungszeit heute. Bewegungszeit erreichte nur 56% des empfohlenen Ziels. Außerdem: Zuviel geschlafen heute. 20% des empfohlenen Ziels überschritten.)

Test Pet Activity Tracker
Unsere Entwicklung

Hmpf. Das gab mir natürlich zu denken. Wenn Moe abnehmen soll, muss er sich wohl mehr bewegen und nicht nur 2 Stunden und 51 Minuten. Die angesetzte und empfohlene Bewegungszeit zu dem Zeitpunkt (Anfang Juli) lag bei 5 Stunden, 7 Minuten. Halleluja!

Die Schlafenszeit sollte Moe dagegen fast immer irgendwie schaffen (15 Stunden, 51 Minuten). 😉

Wir wollten ja Abnehmen. Also: Mehr Bewegung. Und ein klitzekleines bisschen weniger Futter. Wir fingen wieder an, Geocachen zu gehen. Weite Strecken, ergo mehr Bewegung.

Test Pet Activity Tracker
Ich träume davon, mich mehr zu bewegen. 😉

Gleichzeitig regulierte sich die empfohlene Bewegungszeit auf zwischendurch 4 Stunden 17 Minuten. Aktuell sind wir bei 4 Stunden 26 Minuten – wahrscheinlich, weil wir unsere Abendrunde auf teilweise 3 Stunden ausgeweitet haben (wir gehen wieder geocachen, wenn gutes Wetter ist).

Der Tracker ist super spannend. Er ist wasserdicht, sodass wir ihn im Meer bisher nicht abnehmen mussten. Er ist an ein Halsband anpassbar, da er zwei unterschiedlich lange Befestigungsgummis mitbringt. Da er am Halsband anliegt, klappert nichts, es ist still und er ist total leicht. Moe bekommt von dem Teil wirklich gar nichts mit.

Test Pet Activity Tracker
Übersichtsseite mit den Graphen

Der Tracker gibt auch die empfohlene Kalorienmenge pro Tag und Bewegung an, was für manche nützlich sein kann. Ich klammere diese Information für mich meist aus – mich interessiert die Bewegungszeit mehr.

Aber: Nach Eingabe unseres Futters und der Nährwerte zeigte der Tracker an, welche Portionen Moe bekommen sollte. Und siehe da: Es war exakt die Menge, die ich Moe gebe! Da war ich schon ein bisschen perplex. Denn die App kannte das deutsche Futter nicht, hat aber anhand der Nährwerte genau die gleiche Portion ausgerechnet wie ich. Sehr cool!

Auch die Schlafphasen sind sehr interessant. Da würde ich mir allerdings eine etwas genauere Darstellung wünschen. So sieht man anhand farbiger Graphen nur sehr ungenau, wann der Hund tief geschlafen hat und wann er in einer Leichtschlafphase war.

Was ich schätze ist die Zuverlässigkeit der App: Bisher ist sie mir ganze 2 Mal abgestürzt, was verglichen mit anderen Apps vergleichsweise wenig ist. Der Abruf der Daten von dem Tracker erfolgt in ca. 40 Sekunden bis maximal einer Minute.

Weiterhin kann rückwirkend ausgewertet werden, ob der Vierbeiner sich tatsächlich mehr bewegt und wie das Verhältnis Bewegung und Schlaf ist.

Nun die spannende Frage: Hat Moe abgenommen?

Ich würde sagen: Ja. 🙂 Gestartet sind wir mit einem Gewicht von 34,6 Kilo (ganz exakt) und sind nun bei 34 Kilo (glatt). Wenn die Waage nicht ungenau war, sind das immerhin 0,6 Kilo und das finde ich schon beachtlich.

Klar ist da noch Luft nach oben, aber nach einem Monat ist das ein gutes Ergebnis, wie ich finde. (Ich habe übrigens nicht abgenommen. Trotz regelmäßigen Joggens. Falls es jemanden interessiert.)

Test Pet Activity Tracker
Moe mit seinem Tracker am Halsband

Mein Fazit zum Pet Activity Tracker

Der Pet Activity Tracker kostet aktuell 59,90 € und es gibt ihn in 2 Farben: silber und gold. Wir haben den goldenen und er ist total unauffällig (auf den Abbildungen sieht er sehr präsent aus, aber das habe ich in natura so nicht wahrgenommen).

Vorteile:

  • leichte Installation
  • hochwertige Verarbeitung – sogar die Verpackung ist ein Traum
  • schnelle Auswertung
  • Überprüfung, ob die Futtermenge passt
  • Erinnerung an wichtige Termine
  • tieferer Einblick in den Hund: Zahlen lügen nicht 😉
  • im besten Fall: Mehr Bewegung und guter Schlaf

Nachteile:

  • die Größe: Bei extrem kleinen Hunden ist der Tracker vielleicht zu groß
  • die Graphen im Diagramm: ausbaufähig. Vielleicht eine Detailansicht, die mehr Auskunft gibt
  • relativ hoch angesetzte Bewegungszeit mit teilweise 5 Stunden

Mir persönlich gefällt der Tracker sehr gut, was aber auch daran liegt, dass ich solche Gadgets generell sehr mag und diese „Quantified Self“ Bewegung schätze.

Alles, was sich im Gesundheitsbereich oder anderen persönlichen Bereichen tracken lässt, finde ich prinzipiell erst mal spannend.

Pet Activity Tracker
Der Pet Activity Tracker im Test

Auch das Herrchen fand das Teil hervorragend, sodass es auf jeden Fall im Einsatz bleibt. Nach 4 Monaten soll die

Batterie wohl das erste Mal gewechselt werden – das finde ich schon beachtlich.

Funktional wäre es klasse, wenn der Tracker noch per GPS die Routen, die man gegangen ist, anzeigen würde. Richtig groß wäre eine Kopplung von einem Tracker für das Frauchen mit Schrittzähler, Kalorienverbrauch und ähnlichem, denn Moe und ich bewegen uns ja meist gemeinsam, haben dafür dann aber unterschiedliche Apps.

Vielleicht muss ich mir auch mal den Pet Activity Tracker umhängen. 😉

Von mir gibt es hier auf jeden Fall eine ganz klare Empfehlung: Wer gerne mal wissen möchte, was der Hund so treibt (vielleicht auch in Abwesenheit von Herrchen und Frauchen), wer interessiert daran ist, Daten zu sammeln und den Druck braucht, dass der Hund mehr Bewegung bekommt (so wie ich, sonst hätte ich nicht die notwendige Disziplin), der sollte sich den Pet Activity Tracker unbedingt mal anschauen.

Vielen Dank an Anna von Wunderpets, die uns diesen herrlichen Test ermöglicht hat! 🙂

*Der Pet Activity Tracker wurde uns kosten- und bedingungslos zum Testen zur Verfügung gestellt.

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3 Gedanken zu „Im Test: Petkit Activity Tracker“

  1. Hm, die hohe Bewegungszeit mach mich auch stutzig! Wenn ich die bilder von Moe richtig in Erinnerung habe, ist er ja nicht wirklich dick. Er muß ja auch nur 4 Kilo abnehmen, was bei einem Hund seiner Größe nicht viel ist.
    Aber wer hat denn, um Himmels Willen, 5 Stunden pro Tag Zeit, die er nur der Bewegung seines Hunden widmen kann?? Wer berufstätig ist, kann das unmöglich leisten!
    Wie gut man die Bewegungsfreude seines Hundes allgemeingültig festlegen kann, ist auch so eine Frage. Unser Rocky z. B. saust, hüpft und spring an einem Tag wie ein Wilder durch den Wald, am nächsten Tag trottet er vielleicht nur neben uns her. Wie geht die App mit so etwas um?
    Fragen über Fragen…




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    • Hi Carola,

      naja, also die 4 Kilo bereiten uns schon Probleme – immerhin ist Moe mindestens so verfressen wie ich. 🙂

      Zu den 5 Stunden: Natürlich hast du absolut Recht und deswegen sehe ich das auch nicht so eng. Trotzdem gibt es ja durchaus Hunde (und Rocky scheint dazu zu gehören) die sich ja auch unabhängig von dir bewegen. Es soll Hunde geben, die durchaus zu Hause mal herumlaufen und spielen. Moe ist echt eine träge Socke und bewegt sich zu Hause nur das Notwendigste. 🙂

      Die App berechnet das nach und nach. Wie ich im Text schrieb, passt sie sich an und ermittelt einen Durchschnittswert. Die 5 Stunden am Anfang haben wir nun auch nicht mehr stehen – ganz aktuell sind wir bei 4 h und 3 Minuten. 😉

      Ich finde das Teil zur Einschätzung generell gut. Aber wie bei allen Dingen sollte man sich vielleicht auch nicht 100% darauf verlassen. Es ist ein Richtwert und es ist ganz schön zu sehen, wie viel man eigentlich unterwegs ist und wie der Hund schläft.

      Liebe Grüße
      Nicole




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  2. Ich selber habe so einen Ticker (fitbit), der Körperwerte von mir misst. Und ich sage Dir, die Ergebnisse, zum Beispiel beim Schlafen stimmen nicht mit meinen eigenen Empfindungen überein. Ich soll zu wenig schlafen und fühle mich super ausgeschlafen oder auch umgekehrt. Auch meine Pulsaufzeichnungen sind nicht immer richtig. Ich selber kann das selbst noch bewerten. Aber bei einem Haustier?

    Und wer sagt Dir, dass Moe an ruhigeren Tagen gelangweilt ist? Die Programmierung erfolgt durch Menschen für den durchschnittlichen Hund. Kann der Mensch das Befinden des Hundes überhaupt richtig bewerten? Besonderheiten, wie Erkrankungen, rassespezifische Besonderheiten, charakterliche Vorlieben und die bisherige Lebensweise fließen doch gar nicht mit ein…

    Und verleitet so ein Teil nicht dazu gar nicht mehr auf seinen Hund zu achten, sondern die Werte im Display als Maßstab zu nehmen?

    Zudem schließe ich mich der Vorschreiberin an… Socke würde es gar nicht schaffen 5 Stunden am Tag zu laufen. Unser Ziel sind 3,5 Stunden je nach Befinden und Beschäftigung mit Suchspielen pp.

    Nein, ich glaube, dass man als verantwortungsvoller Hundehalter auch gut ohne so ein Teil auskommt.

    Gewicht zu reduzieren finde ich – für die Gelenke pp. – sinnvoll. Wobei es sicher auch ohne den Ticker geht.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




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