Tammy erzählt… Mein Leben als Lesehund

Habt ihr schon einmal von einem sogenannten „Lesehund“ gehört?
Ich bisher auch nicht, war aber gespannt, was das denn sein soll. Heute möchte ich ihn euch also vorstellen, Tammy, den Lesehund.

Tammy hatte einen tollen Job, man könnte auch fast sagen, Berufung, bevor sie zum Lesehund wurde: sie besuchte regelmäßig Kinder in Kinderheimen. Die Kinder verloren so die Angst vor Hunden und Tammy war ein richtig toller Besuchshund.

Eines Tages erfuhr das Frauchen von Tammy, das es ein Mädchen im Heim gab, das nicht besonders gut lesen und noch schlechter schreiben konnte. In den USA hatte das Frauchen von Tammy bereits vom „Dog Reading“ gehört, eine tiergestützte Therapie, die leseschwachen Kindern das Lesen erleichtern sollte.

Das hielt Tammys Frauchen für eine tolle Idee, nur gab es in den Buchhandlungen keine geeigneten Bücher für die Kinder. Kurzerhand schrieb sie selbst eins, mit kleinen Texten, zunächst ein Satz pro Seite mit Foto, dann mehr, je nach Lesefortschritt. Beim Vorlesen war nun Tammy an der Seite der Kinder, hörte ihnen zu und gab ihnen so das Selbstvertrauen, weiter zu lesen.

Das kleine Buch von der Autorin und Gründerin Kimberly Ann Grobholz ist vom GRIN-Verlag und gibt einem Tipps an die Hand, was der Hund, aber auch der Halter mitbringen sollte, um ein richtiger Lesehund zu werden.

Zudem ist der Begriff Lesehund mittlerweile geschützt und bevor man loslegt, sollte man auch ein Seminar besuchen, für das man ein Zertifikat erhält.

Als absolute Leseratte ist es mir ein besonderes Anliegen, das jeder Mensch lesen kann um damit den Zugang zu einer wundervollen Welt zu erhalten. In unserem Schulsystem wird man allerdings oft alleine gelassen, sobald man ein Problem mit dem Lerntempo hat. Deswegen sind solche Therapieformen, gerade für Kinder, unheimlich wichtig. Und auch der Halter und der Hund profitieren: es ist doch ein tolles Gefühl, anderen Menschen und gerade Kindern, zu helfen.

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