Start in die Hundefotografie

Start in die Hundefotografie
Start in die Hundefotografie

Diesen Hundeblog gibt es seit fast 5,5 Jahren. Große Veränderungen gab es hier nicht, mal eine neue Kategorie, mal ein bisschen mehr Social-Media-Buttons, mal weniger. Was mich immer gestört hat, ist die Qualität meiner Fotos. Wenn man sich mal auf anderen Blogs umschaut, hat man das Gefühl, dass alle nur mit akkurat beleuchteten, perfekt auf die Situation abgestimmten Hunden durch die Lande ziehen, die gerne fotografiert werden – aber bitte nur mit der Spiegelreflex. 😉

Ich wusste also, irgendwann wird es bei mir auch so weit sein, Gruppenzwang und so. Im Jahr 2013 hatte ich mir schon mal eine Spiegelreflex zugelegt, eine Canon. Und war damit mega unzufrieden. Zu schwer, zu kompliziert und eigentlich hatte ich überhaupt keine Zeit, mich damit auseinander zu setzen. Schlussendlich verkaufte ich sie nach 2 Monaten wieder, weil sie die meiste Zeit im Schrank lag.

Ja, das war irgendwie schade. Weil eigentlich wollte ich doch so ein Ding haben, wie die ganzen Profis. Ich tröstete mich damit, dass mein Blog eben anders überzeugen würde und  man mit dem Apfeltelefon schon ganz passable Fotos erzeugen kann. 😉

Trotzdem hat mich das Thema Hundefotografie und wie man es richtig macht, nicht losgelassen. Dann sah ich Anfang des Jahres bei Dogge Floris und seinem Frauchen das Buch: Mein Hund – So fotografieren Sie Ihren Liebling mal ganz anders* von Regine Heuser (Franzis Verlag). Ich wusste, das Buch will ich auch haben. Es dauerte aber noch bis Juni, da fragte ich einfach mal beim Verlag nach einem Rezensionsexemplar.

Mein Hund – So fotografieren sie Ihren Liebling mal ganz anders, Regine Heuser
Mein Hund – So fotografieren sie Ihren Liebling mal ganz anders, Regine Heuser

Ist das Buch für Anfänger?

Ja. Auf jeden Fall. Und es war tatsächlich gut, dass ich noch keine Kamera besaß, als ich das Buch zum ersten Mal las. Denn schon die ersten Tipps von Regine Heuser sind Gold wert: Finde die Kamera, die zu dir passt. Natürlich kann man sagen, dass eine DSLR professionell ist, aber ich habe ja auch an mir gemerkt, dass man die nicht immer mitschleppen will. Da reicht dann vielleicht eine gute Kompaktkamera wunderbar aus.

Ich arbeitete mich also durch die Kapitel durch, lernte vieles zur Verschlusszeit, zur Blende,  was High-Key und Low-Key ist, sah mir an, wie man ein Histogramm nutzt.

Regine Heuser gibt Tipps zum Outdoor-Shooting, wie man eine tolle Location findet und lässt auch den harmonischen Bildaufbau nicht außen vor.  Für mich war natürlich das Thema „Fotos am Strand“ spannend, da Moe und ich auch dort oft fotografieren.

Das Indoor-Shooting wird in dem Buch auch sehr ausführlich behandelt, auch das wird für uns in nächster Zeit interessant. Ich finde es unheimlich spannend, welche Requisiten man nutzen kann und wie man mit Hintergründen so arbeitet, dass ein richtig tolles Hundeportrait dabei heraus kommt.

Tipps zum richtigen Fotografieren
Tipps zum richtigen Fotografieren

Das vorletzte Kapitel behandelt die Nachbearbeitung der Fotos, also über Photoshop. Das nutze ich selber schon lange, allerdings noch nicht so ausführlich. Regine Heuser erklärt alles sehr gut und ausführlich, man hat zu keiner Zeit das Gefühl, ein richtiges Fachbuch in den Händen zu halten, das zu komplex ist. Das letzte Thema ist „Start-up als Tierfotograf“ und war für mich jetzt nicht so spannend.

Das Buch „Mein Hund – so fotografieren Sie Ihren Liebling mal ganz anders“ wurde also zu meinem Begleiter.

Kritik am Blog: Alles gut, aber die Fotos…

Wenn man selber an seinem Blog herum kritisiert, ist das das eine. Wenn man sich aber der Kritik von anderen stellt… Trotzdem  habe ich das einfach mal gemacht. In unserer Facebook – Dogblogger -Gruppe konnte man sich Feedback zum eigenen Blog abholen. Feedback-Geber waren die anderen Blogger. Und was war einer der Hauptkritikpunkte an Moe & Me? Genau, die Fotos. Das hat gesessen.

Da nützt es auch nichts, wenn man sich selber einredet, dass die eigenen Fotos eben persönlich sind. Mit einer besseren Kamera werden Fotos ja nicht unpersönlich. Und umso mehr ich auf dem Thema herum dachte, desto lauter wurde die Stimme im Kopf: „Du brauchst eine neue Kamera!“

Das Baby: Die Nikon D3300
Das Baby: Die Nikon D3300

Neue Kamera – super Fotos?!

2 Wochen habe ich überlegt, entschieden, verworfen. In den Warenkorb gelegt, wieder nachgedacht, Videos geschaut, Rezensionen gelesen, und dann: endgültig entschieden. Für die Nikon D3300*, im Kit mit AF-S DX 18-55 VR II Objektiv, Tasche und Speicherkarte. Eine gute Einsteigerkamera, eine DSLR, nicht zu schwer vom Gewicht, leicht zu verstehen und ich hatte ja schon ein paar Videos geschaut, das Buch gelesen – kann doch nichts mehr schief gehen, oder?

Die Ernüchterung kam schnell. Akku aufgeladen, hingesetzt, auf dem Tisch das Buch, in den Händen die Kamera. Modus auf M (Manuell, weil Automatik macht ja keiner) und die Anweisungen im Buch mal ausprobiert. Klappte nicht. Warum? Nicht das richtige Objetiv, die Fotos wurden blaustichig, unscharf.

Blaue Stunde oder falsche Einstellung?
Blaue Stunde oder falsche Einstellung?

Ich war frustriert. Was half? Genau, erstmal der Automatikmodus und Nachdenken. Eine neue Kamera macht eben keinen super Fotografen, auch wenn das echt toll wäre.

(Schuld war der Weißabgleich, den ich mit meinen dicken Wurstfingern auf Kunstlicht gestellt hatte. Mal ehrlich: Das konnte ich nicht wissen. Oder? 😉 )

Youtube, dein Freund und Helfer

Zum Glück gibt es ja so ein paar Helferlein im Internet, wenn man mal nicht weiterkommt. Empfehlen kann ich da die Videos von Torsten Stolze. Diese sind wirklich für Dummies wie mich gemacht, komplett einmal die Grundlagen der Fotografie mit einer DSLR in mehreren Videos. Hier seht ihr das Erste in der Reihe:

Da die Videos nicht zu lang sind, außerdem leicht verständlich, kann man sich als Anfänger ganz wunderbar hinsetzen, seine Kamera in der Hand halten und ausprobieren. Außerdem finde ich die Fotos von Torsten Stolze wahnsinnig schön, obwohl er keine Tierfotografie macht. 🙂

Das 2. Buch: Haustierfotografie

Videos sind zum Lernen super, quasi eine Art „Fernkurs“. Nichtsdestotrotz mag ich einfach Bücher. Es dauerte also nicht lange, (genau genommen einen Tag nach Kamera-Kauf), da bestellte ich mir noch 3 andere Bücher zum Thema Tierfotografie. Auf 2 dieser Bücher warte ich noch und werde sie euch gesondert vorstellen.

Haustierfotografie von Paul Walker
Haustierfotografie von Paul Walker

Das eine ist aber schon angekommen. Es ist das Buch „Haustierfotografie“* von Paul Walker. Das Buch wollte ich aus 2 Gründen haben: Es hat ein gesondertes Kapitel zum Thema Hunde in Aktion, welches für mich wichtig ist, da ich weiß, dass ich mir früher oder später noch ein Zoomobjetiv zulegen werde. Die Fotos sind wahnsinnig schön, da das Buch die Haustierfotografie im Allgemeinen behandelt, gibt es auch richtig tolle Fotos von Katzen, Vögeln, Meerschweinchen etc.

Der zweite Grund war das Kapitel: Nachbearbeitung, bzw. Bildbearbeitung. Da wurde ich allerdings sehr enttäuscht, die Dinge, die dort vorgestellt wurden, waren für mich nichts Neues. Für absolute Photoshop-Anfänger sicherlich super, aber wer sich schon mal mit dem Programm auseinander gesetzt hat, wird da nichts Neues finden.

Trotzdem hat sich auch das Buch für mich gelohnt. Es hat mir ein paar neue Ideen gegeben, wie ich Moe in Szene setzen kann.

Haustierfotografie
Haustierfotografie

Wie geht’s weiter?

Ich werde natürlich ein bisschen üben, also wird es in nächster Zeit noch nicht so die super-tollen-Fotos hier geben. Das braucht wohl seine Zeit. 😉 Aber ich gebe mein Bestes. Wenn die anderen 2 Bücher angekommen sind, stelle ich euch die auch vor. Und sobald ich neue Objektive habe, werde ich auch darüber berichten. Vielleicht gibt es ja doch noch den ein oder anderen Anfänger im Bereich Hundefotografie, der es spannend findet, wie ein anderer Anfänger seinen Weg findet.

Nächstes Mal weniger Blau, bitte. :-)
Nächstes Mal weniger Blau, bitte. 🙂

Und für alle anderen Hund- und Hobbyfotografen: Vielleicht habt ihr ja noch einen wertvollen Tipp für mich, wie habt ihr angefangen?

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