Sonderangebot! Was kostet ein Hund?

Was kostet ein Hund?
Was kostet ein Hund?

Soll ein Hund bei euch einziehen und ihr fragt euch, wie viel so ein Hund kostet? Nicht nur monatlich, sondern in der Anschaffung? Habt ihr euch vielleicht sogar schon überlegt, was ihr bereit seid, für einen Hund auszugeben, da es kein Hund vom Züchter, sondern einer aus dem Tierschutz oder von Privat sein soll?

Sonderangebot: Wie viel kostet ein Hund?

Diese Gedanken haben wir uns auch gemacht, bevor Moe bei uns eingezogen ist. Allerdings hätte ich nie gedacht, dass der Preis von Moe noch einmal Thema werden würde. Zu diesem Artikel hat mich die liebe Diana von Hundekind Abby inspiriert.

Sie hat, genau so wie wir damals, bei Ebay Kleinanzeigen gestöbert und eine Anzeige von einer Familie gefunden. Der Stein des Anstoßes bei der Suchanfrage war Folgendes:

„Wir bitte um Verständnis NUR KURZHAAR. nix gegen langhaarige. Muss sauber sein und vor allem andere Hunde mögen. Wegen dem Preis lässt sich bestimmt was vereinbaren, da ein Tier ein Lebewesen ist und nicht ein Profit sein soll, ist es uns sehr wichtig Unterkunft hat voran statt Geld.“

Darauf hin habe ich mir Gedanken gemacht und mich gefragt, welche Intention der oder die Schreiberin damit verfolgt hat. Einerseits könnte man nämlich, und so war auch gleich mein erster Gedanke, dem Schreiber unterstellen, er möchte gerne das ganz große Paket, alles soll wunderbar sein aber bitte, dafür möchte man kein Geld ausgeben. Denn: „Ein Tier ist ein Lebewesen, da sollte Platz vor Preis gehen.“ Die Kommentare zu dem Artikel sprechen genau diese Sprache und auch ich habe so argumentiert.

Aber was ist, wenn die Person sich einfach nur unglücklich ausgedrückt hat und ehrlich sein wollte? Da sucht jemand, eine junge Familie, den passenden Hund. Kniehoch sollte er maximal sein, ein gewisses Alter haben, stubenrein und sozial sein. Preislich sollte es passen. Aber: Bedeutet das zwingend, dass die Familie nicht gewillt und in der Lage ist, Tierarztkosten und sämtliche anderen Kosten zu tragen?

Gehen wir nicht alle bei der Hundesuche so oder so ähnlich vor? Hat nicht jeder von uns eine bestimmte Vorstellung im Kopf, wie der Hund sein soll, wie er aussehen soll – und vor allem auch, wie die finanziellen Möglichkeiten sind?

Die Suche nach dem Hund: Auswahlkriterien vs. Realität

Unsere Auswahlkriterien für einen Hund
Unsere Auswahlkriterien für einen Hund

Natürlich kann ich so etwas immer nur von meiner Seite aus beurteilen, wie es bei uns war. Und wir waren genau diese Menschen oben in dem Zitat! Nur, dass wir uns anders ausgedrückt haben. Auch wir haben unseren Hund über Ebay Kleinanzeigen gesucht – und gefunden. Auch wir haben eine Anzeige aufgegeben, die vielleicht vielen sauer aufgestoßen ist!

Unsere Kriterien, die in der Anzeige standen:

  • kein Welpe, sondern ein älterer Hund
  • gerne Labrador oder ähnlich
  • eher ruhig, kein Jagdtrieb
  • ein Rüde sollte es werden

Unsere Auswahlkriterien, die NICHT in der Anzeige standen:

Unser Traumhund:

  • sollte nicht oder nur wenig haaren
  • sollte sozial sein
  • sollte bereits erzogen und stubenrein sein, deswegen auch kein Welpe
  • sollte kein Hund aus dem Auslandstierschutz sein
  • sollte nicht mehr als 250 € kosten

Ihr seht: Wir sind wohl auch nicht die Traumkandidaten. Wir wollten den idealen, perfekten Hund für uns finden. Und haben uns letztendlich trotzdem für einen entschieden, der viele Kriterien nicht erfüllt hat, einfach, weil Moe trotzdem zu uns passt.

Vielleicht interessiert es euch auch, was wir letztendlich für Moe bezahlt haben. Es waren genau 70€. Dafür bekommen haben wir einen wundervollen Hund, ein SpongeBob – Kissen, einen Ball, Leine, Halsband und Futter für die ersten Tage. That’s it.

Unser „Übernahmevertrag“ war innerhalb von 5 Minuten unterschrieben und wir haben Moe mitgenommen.

Warum wir keinen Hund aus dem Auslandstierschutz wollten? Zu unseriös erschienen mir damals die Angebote, die wir erhielten, zu unsicher war ich mir, ob ich dem Hund gerecht werden könnte. Außerdem war mir als „Hundeanfänger“ wichtig, den Hund vorher kennen lernen zu können. Viele Organisationen ließen das allerdings nicht zu, sondern der Hund sollte direkt vom Flughafen in die neue Familie kommen. Das war mir zu unsicher. Heute würde ich da vielleicht nicht mehr so strikt urteilen, aber damals war es ein ganz klares Ausschlusskriterium.

Kosten für einen Hund: Züchter, Tierschutz und privat

Was kostet ein Hund: Züchter, Tierschutz oder von Privat?
Was kostet ein Hund: Züchter, Tierschutz oder von Privat?

Wenn man sich für einen Hund entscheidet, gibt es diverse Möglichkeiten. Je nach Wunsch kann man den Welpen vom seriösen Züchter erwerben (wozu ich immer rate, wenn es wirklich ein Welpe sein soll!). Dieser ist entsprechend teuer, jedoch hat der Züchter dafür wahnsinnig viel geleistet, euer Welpe ist gesund, sozialisiert, hat die ersten positiven Schritte in das Leben gemacht.

Dafür lohnt sich die Investition, wirklich! Und ein gesunder Welpe vom Züchter kostet nun mal sehr viel Geld. Wie viel beim Züchter letztendlich finanziell „hängen“ bleibt, kann ich an dieser Stelle nicht beantworten, aber letztendlich ist es auch dort meist kein Hobby, sondern ein Nebenverdienst. Achtet darauf, dass ihr wirklich einen seriösen Züchter nehmt und holt euch aus Kostengründen keinen süßen, niedlichen Welpen aus einem Kofferraum!

Einen Hund aus dem Tierschutz oder aus dem Tierheim aufzunehmen, finde ich toll. Aber auch dort kosten Hunde nun einmal Geld! Aus dem „Erlös“ eines Hundes wird den anderen geholfen, Tierarztkosten, Vermittlung und Futter bezahlt. Meist reicht der Erlös nicht einmal aus, damit die Tierschützer bezahlt werden, diese arbeiten hauptsächlich ehrenamtlich. Auch dort ist das Geld gerechtfertigt!

Bei Hunden, die von privat abgegeben werden (auch häufig über das bereits erwähnte Portal) belaufen sich die Kosten von – bis. Es gibt die Menschen, die mit ihrem Hund noch Profit machen wollen (so wie oben im Zitat erwähnt) und es gibt die anderen, die einen Schutzvertrag unterschreiben lassen und den Hund für einen kleinen Betrag abgeben, denn:

„Wenn ich für etwas Geld bezahle, ist es mir etwas wert.“

Würde ich für Moe Geld verlangen – und wenn ja, wie viel? Für den äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass ich Moe abgeben müsste, würde ich auch Geld verlangen. Allerdings würde ich mich nicht an den bisherigen Ausgaben orientieren, wie es beispielsweise ein Züchter täte. Das würde den Rahmen komplett sprengen.

Würde ich Moe abgeben, würde auch bei mir „Platz vor Preis“ gehen – was nicht heißt, dass ich gar nichts nehmen und mir die finanzielle Situation der neuen Familie nicht anschauen würde.

Ich würde wahrscheinlich auch die 70 € ansetzen für Moe. Mit dem Wissen, dass kein Geld der Welt diesen Hund aufwiegen könnte.

Was passt zu uns: Tierschutz, Züchter oder Privatabgabe?

Welcher Hund passt zu mir?
Welcher Hund passt zu mir?

Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, was für ein Hund es werden soll, wie alt er sein soll und wie viel er kosten darf. Natürlich hätte ich für Moe auch mehr ausgegeben! Als ich diesen Hund gesehen habe, war es sowieso bei mir vorbei und ich hätte notfalls das Geld in Raten abgestottert. 🙂

Seid euch bitte einfach nur bewusst, dass ein Hund auch NACH DER ANSCHAFFUNG ein Heidengeld kostet. Ein Hund ist teuer. Selbst wenn ihr einen Hund vom Züchter habt, der nachweislich keine Krankheiten mitbringt: Auch dieser Hund kann krank werden, sich verletzen.

Die Ernährung eines Hundes, will man es richtig machen, kostet unheimlich viel Geld und natürlich auch das Zubehör. Allein bei der Erstausstattung könnt ihr richtig viel Geld loswerden!

Wenn ich mal grob überschlage, was Moe uns im Jahr kostet, komme ich auf ganz ordentliche Zahlen.

Was kostet ein Hund im Jahr: Ein Überblick

Diese Ausgaben beziehen sich auf einen ausgewachsenen, kastrierten Rüden mit 34 kg.

Futter (Fleisch+Gemüse+Obst), Nahrungsergänzungen (Öle, Kräuter, etc.), Leckerlies: 1.440€

Tierarztkosten:  365€, dazu kommen mindestens noch 60€ für Check / Analdrüsenentleerung

Hundesteuer & Hundeversicherung: 211€

Zubehör: ca. 270€

Diese Zahlen sind, mit Ausnahme des Futters, Stand Oktober 2015. Beim Tierarzt kommen mindestens noch 60 € dazu, beim Zubehör sicherlich auch. Ich komme also auf eine Summe von 2.346 € – davon könnte ich gut Urlaub machen oder mir einen gebrauchten Kleinwagen kaufen. 😉

Zum Glück wird das Zusammenleben mit Moe nun erst einmal etwas günstiger, da wir seit unserem Umzug auf’s Land auch weniger Hundesteuer zahlen müssen (statt 120 € nur noch 20 € im Jahr). Hoffentlich bleiben auch die Tierarztkosten stabil und es kommt nicht noch etwas hinzu!

Ihr seht, ein Hund kostet Geld. Selbst wenn ihr euch „nur einen kleinen Hund“ anschafft, bedeutet das nicht zwingend, dass ihr weniger ausgebt: Ja, beim Futter wird es vielleicht weniger, da ihr geringere Mengen braucht. Aber es gibt immer Faktoren, die man nicht kalkulieren kann und für die es immer einen „Puffer“ geben sollte – und sei es nur eine vernünftige Ausstattung.

Wie oft habe ich schon gesehen, dass ein Halsband oder ein Geschirr so überhaupt nicht passte, aber die Person nicht gewillt war, mehr Geld in die Hand zu nehmen. Ganz ehrlich, für so etwas muss in meinen Augen Geld da sein. Oder beim Futter gespart wird, weil es das vom Discounter „auch tut“.

Ebenso beim Tierarzt: Manche Untersuchungen aus Kostengründen nicht zu machen bzw. gar nicht erst zum Tierarzt zu fahren, ist eine Katastrophe! Macht euch immer bewusst, dass ihr am besten ein Sparschwein / eigenes Sparkonto für den Hund haben solltet, eben für solche Ausgaben.

Zu guter Letzt möchte ich einmal kurz aufführen, mit welchen Ausgaben wir in den letzten zwei Jahren nicht gerechnet haben:

Fazit

Mein Hund, das Sonderangebot
Mein Hund, das Sonderangebot

Mein Hund war ein Sonderangebot. Ein richtiger Schnapper, bei dem ich unheimlich viel Glück gehabt habe und bei dem ich dumm gewesen wäre, ihn nicht mitzunehmen. Quasi das ganz große Los ganz unten auf dem Grabbeltisch. Und ich bin glücklich, nicht, weil ich nur 70 € bezahlt habe, sondern weil ich den perfekten Hund für mich gefunden habe. Der mich Geld kostet, der mir die Haare vom Kopf frisst, mir mit seiner Krankengeschichte und seinem Sozialverhalten die Nerven raubt. Den ich wie bekloppt liebe.

Ein Preis sagt nichts aus über den Hund, den ihr bekommt. Die Preisgrenze für einen Hund legt ihr selber fest. Wenn ihr nur eines aus diesem Artikel mitnehmen wollt: Ein Hund kostet Geld. Viel Geld. Aber er ist es garantiert wert.

Und nun bin ich gespannt: Wo kommt euer Hund her und was hat er in der Anschaffung gekostet?

Folge uns bei Pinterest

Kommentieren

19 Gedanken zu „Sonderangebot! Was kostet ein Hund?“

  1. Ein sehr ehrlicher aber auch aufklärender Beitrag. Emmely ist ja von einer Züchterin und hat dementsprechend mehr gekostet – also gut 1000 Euro – wobei man bei manchen Züchtern durchaus auch 1200 für einen Aussi zahlt, besonders wenn die Deckrüden aus Amerika haben. Wer die Kosten- Aufstellungen der Züchter kennt, weiß dass auch diese Preise durchaus berechtigt sind, wie du ja auch schreibst.
    Der Preis hat ja dennoch nichts mit dem Wert des Hundes zu tun.
    Liebste Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen




    0
  2. Ich muss sagen – ein Hund über Ebay-Kleinanzeigen zu kaufen, käme mir nie in den Sinn.
    Das finde ich irgendwie unseriös, lieblos und einfach ätzend.

    Auch wenn bei Euch alles gut gegangen ist, und Moe ein toller Kerl ist – so passt es trotzdem nicht in meinen Kopf.

    Meine Hunde stammen aus Spanien, wurden direkt am Flughafen in München (5 Stunden Autofahrt von daheim) abgeholt – und ich muss sagen es war richtig.
    Bezahlt habe ich 1 x 300 € und 1x 350€ für EU-heimtierausweis, Chip, den Transport (Flug), den Hund an sich, kastriert und Flo+Wurmmittel.
    Und bekommen habe ich eine tolle Beratung der Vermittlungsstelle, eine strenge Vorkontrolle bei mir daheim (was bei vielen Züchtern etc. auch nicht der fall ist) und zu guter letzt zwei tolle Hunde.
    Die Menschen vom Tierschutz waren wirklich super nett und auch ehrlich – haben nicht den Hund schön geredet etc. 🙂

    Bezüglich dem Kostenthema muss ich sagen, das ein Hund bzw. zwei Hunde ein Schnäppchen sind.
    Wenn ich überlege wieviel Geld ich im Monat für zwei meerschweinchen ausgegeben habe – WAHNSINN!
    Hunde sind dagegen sooo günstig.

    LG, Carola mit Deco & Pippa




    0
    • Naja, letztendlich ist das ja eine Entscheidung, die jeder selber treffen muss. Aber wie meinst du das mit lieblos? Immerhin haben wir Moe vorher genauestens kennen lernen dürfen, wir haben die Vorbesitzerin kennen gelernt, die Moe aufgezogen hat. Das war alles andere als lieblos und wir hatten sie auch immer als Ansprechpartner, wenn irgendetwas war. Sicherlich gibt es dort auch immer Negatives zu berichten – aber auch bei Hunden aus dem Tierschutz kann dir so etwas passieren. Du schreibst, dass Deco & Pippa aus Spanien kommen und du sie am Flughafen abgeholt hast. Das wäre mir persönlich viel zu unsicher, denn im Vorwege kann man ja gar nicht abschätzen, was für ein Hund da kommt und wie er sich in die Familie integriert. Sicherlich, du hast wahrscheinlich da gute Erfahrungen mit der Vermittlung gehabt, aber auch das ist sicherlich, wie bei Ebay Kleinanzeigen oder sonstigem, nicht zu pauschalisieren.

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
      • Klar kann man nicht wissen was einem am Flughafen erwartet.
        Aber genau das macht den Hund besonders.

        Einen Hund aus einer Tötungsstation zu holen, heißt schon ordentlich Nerven und Verstand haben.
        Da muss man sich drauf einstellen, das man nichts aber auch gar nichts von dem Hund erwarten darf – das wusste ich und ja so liebe ich die Abenteuer.

        Und Ja, nochmal zum Thema Ebay-Kleinanzeigen… ich kenne solche und solche Anzeigen.
        Ich sagte ja, da hattet Ihr mit Moe Glück und habt einen tollen Kerl ergattert.
        Mir wiederstrebt es einfach, ich kann auch nicht sagen wieso 😉




        0
      • Und das ist völlig in Ordnung, denn so haben Deco und Pippa ein tolles Zuhause gefunden! Mir war nur wichtig, einmal klar zu machen, dass es überall besagte schwarze Schafe gibt und man immer genauestens schauen sollte, wo und für welchen Hund man sich entscheidet. Jeder hat da ja zum Glück seine freie Entscheidung. 😉

        Liebe Grüße
        Nicole




        0
  3. Sehr wichtig, auch das Kostenthema mal anzusprechen 🙂

    Zum Thema Hundesteuer muss ich allerdings sagen, dass die von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich hoch sein kann – nur so als Randbemerkung 🙂

    Ich habe meine Bella auch bei eBay-Kleinanzeigen gefunden. Schon seit 2008 sehnte ich mich wieder nach fellnasiger Gesellschaft und da ich die App nun mal auf dem Handy hatte, habe ich auch wirklich fast täglich durch die ganzen Anzeigen geblättert, manchmal einfach nur um ein bisschen vor mich hin zu schmachten, aber zum Sommer 2015 hin immer mehr mit der Absicht, wirklich endlich einen Hund zu kaufen.

    In der Anzeige der Familie, die Bella abgegeben hat, stand, dass sie 3,5 Monate alt sei, ein Australian Shepherd Mädchen, stubenrein, total gut sozialisiert, liebt alles und jeden, und für 600 Euro samt Zubehör zu vergeben sei. Ich war mir erst nicht sicher – mein Traumhund war eigentlich ein Golden Retriever, wenn ich ehrlich sein soll. Aber sie war so zuckersüß, das Fell so wuschelig, und sie schaute so lieb, dass ich (ohne viel Ahnung von Aussies zu haben) mein Herz an dieses kleine Ding verloren hatte, ehe ich wirklich drüber nachdenken konnte. Ja, das war unüberlegt. Aber es war Liebe.
    Als mich dann auch noch die Besitzerin anrief, der Hund müsse schnell weg, ihr Sohn sei hochgradig allergisch (Mann, ich war so gutgläubig…), sie könne Bella nicht für mich reservieren und ich solle einfach mal eben vorbei kommen und sie kennenlernen, damit ich weiß, ob ich sie aufnehmen will oder nicht (klar, mal eben… 45 Minuten Fahrt.), bin ich tatsächlich noch hin gefahren – freudig zitternd und hab sie dann tatsächlich für die 600 Euro mitgenommen.

    Mittlerweile habe ich schon doppelt und dreifach so viel für sie ausgegeben: Eine Bindehautentzündung schlug mit ungefähr 150 Euro auf, die regulären Welpenimpfungen mit ca. 80 Euro, dann noch all die Leckerchen, die Umstellung auf ein besseres Futter (oweh, bis wir etwas fanden, das sie verträgt…), Spielzeuge, Boxen, Leinen, Geschirre (ein Welpe wächst – Geschirre leider nicht)… all die Zeit, die ich investiert habe, um mich (nachträglich…. eigentlich ein Unding) über Australian Shepherds zu informieren… und auch das Geld für Bücher… Heidenei.

    Aber… wenn nachts ein Hund auf der Bettdecke liegt, sich wohlig ankuschelt… das ist Liebe. Und die ist unbezahlbar.




    0
    • Huhu, das zum Thema Hundesteuer habe ich auch ganz kurz angerissen, denn du hast Recht: Die ist überall anders. Bei uns jetzt auf dem Land bezahlen wir nur noch 20 € statt vorher 120€. Du hast da ja wirklich eine der ganz schlimmen Geschichten erlebt, die ich aber auch wirklich nachvollziehen kann. Wahrscheinlich hätte ich Moe auch unter jeden Bedingungen genommen – zum Glück habe ich da ja überhaupt keine schlimmen Erfahrungen gemacht.

      Ich wünsche euch für eure Zukunft alles Gute und bin mir sicher, dass ihr euren Weg gehen werdet.

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
  4. Hallo ihr zwei,
    also ich kann nur sagen, ich würde mir nie, niemals einen Hund vom Züchter holen. Es gibt so viele Hunde, die im Tierschutz oder im Tierheim auf ein schönes zu Hause warten. Da gibt es jede Rasse und Hunde in jedem Alter.
    Leider machen manche Tierschutzvereinen keinen sehr seriösen Eindruck, das liegt aber auch oft daran, dass ihnen die Mittel fehlen. Wenn es keine Pflegestelle gibt, bleibt eben nur die Möglichkeit den Hund direkt zu vermitteln. Wir hatten das Glück, Sparta und Emily persönlich abzuholen. Wir haben aber auch schon zwei Hunde vermittelt (also einen Hund zur Pflege gehabt und dann in sein zu Hause übergeben).
    Dabei blieb uns keine andere Wahl als auch auf Ebay-Kleinanzeigen zurückzugreifen. Und da ist es besonders schwer die schwarzen Schafe zu erkennen, und das auf beiden Seiten.

    Ich kann nur sagen, es gibt jede Menge wirklich toller Tierschutzvereine! Und ich gebe dir recht, die Preise für die Hunde dort sind gerechtfertigt, wenn nicht sogar oft noch zu günstig.
    Die Tierschützer, die ich in den letzten Jahren kennenlernen durfte, machen sich wikrlich Gedanken, welcher Hund wo hin passt. Dagibt es nicht „Ach den findet ihr süß, na dann könnt ihr ihn haben.“ Es wird wirklich darüber aufgeklärt, wie der Hund ist und ob es passt.

    Ich werde immer wieder Hunde aus dem Tierschutz nehmen, mir kommt nichts anderes ins Haus 😉




    0
    • Das glaube ich dir auch, dass es viele Tierschutzvereine gibt, die wirklich toll sind und seriös arbeiten. Ich möchte auch keinesfalls alle über einen Kamm scheren, denn wie schon gesagt: Es gibt überall schwarze Schafe, egal ob bei Züchtern, in Tierschutzorgas oder Privat.

      Für mich war es damals eben keine Option, einem Hund ein zu Hause zu geben den ich vorher nur auf Fotos gesehen habe. Dafür hatte ich viel zu wenig Erfahrung und dachte, ich wäre dem nicht gewachsen. Das ist aber eine absolut persönliche Entscheidung, die sicher jeder für sich treffen muss. 🙂

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
  5. Mila ist aus einer Tötungsstation in Bosnien ins hiesige Tierheim gekommen. Sie war 6 Monate alt.Ich bin 7 mal hin gefahren,um mir sicher zu sein und jedes mal hat sie sich mir zu Füßen gelegt. Sie ist mein erster Hund und ein absoluter Traumhund. Gekostet hat sie 250€. Sie war noch nie ernsthaft krank, also sind unsere Tierarztkosten sehr überschaubar.
    PS: Habe mit ihr die Besuchshundeausbildung bei den Johannitern gemacht. Darauf bin ich echt stolz mit meinem Straßenhund.




    0
    • Das ist wirklich eine tolle Geschichte, und super das ihr die Besuchshundeausbildung gemeinsam gemeistert habt!Wenn man die Möglichkeit hat (vor allem als Ersthundebesitzer) den Hund vorab kennen zu lernen, ist das super. So konntest du dir ja wirklich sicher sein und ihr konntet euch „langsam“ aneinander gewöhnen. 🙂

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
  6. Jenny kostete mich damals eine Tafel Schokolade… Sie war mein erster Hund und der personifizierte Engel mit Fell und Pfoten. Ihr gewaltsames Ableben kostete mich weit über 1000 EUR bzw. der Versuch der Rettung. Ansonsten sah mein Purzelchen den Tierarzt nur für die Impfungen.
    Rocky war ein kleiner Spanien-Import, aber bereits in Deutschland und ich zahlte die 200 EUR Schutzgebühr für meinen Seelenhund sehr gerne. Sein Krebstod kostete mit 700 EUR, dazwischen hatte ich ab und zu mal mit kleineren Krankheiten zu kämpfen. Verletzungen, Zwingerhusten…
    Shiva ist eine kleine Bulgarin und kostete mit Reisekosten und allem drum und dran 250 EUR. Mein kleines Euronengrab hat so viele gesundheitliche und psychische Baustellen, dass ich schon mehr in sie reingesteckt habe als in mein Auto, aber sie ist jeden Cent wert. Das waren sie alle 3. Ich hätte für Jenny und Rocky mein Leben gegeben, wenn ich ihnen ihres dadurch hätte retten können und das würde ich für Shiva auch tun. Mein geliebtes kleines Wuschelmonster.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva Wuschelmädchen




    0
    • Ja, diese Einstellung teile ich voll und ganz – lieber verzichte ich auf alles für mich, als das Moe irgendetwas notwendiges vermissen würde…

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
  7. Hallo!

    Unser Timmy kommt aus einer „liebevollen Hobbyzucht“ für 450€. Mein Freund hat ihn damals übers Internet gefunden. Ob es Ebay Kleinanzeigen war, weiß er heute nicht mehr so genau. Er durfte ihn vorher öfter besuchen und hat ihn dann mit 8 Wochen mitbekommen. Die Zuchtstätte war sauber, die ältere Dame sehr nett und auch die Elterntiere waren vor Ort. Alles war gut.
    Jetzt wurde bei Timmy schwerste HD diagnostiziert, die nachweislich angeboren ist. Wir haben uns mit den Züchtern in Verbindung gesetzt. Die Zucht wurde mittlerweile von der Tochter übernommen, wir wollten ihnen keine Vorwürfe machen, sondern sie lediglich darüber informieren, da ja ggf. auch seine Geschwister / Halbgeschwister etc. betroffen sein könnten. Es hat niemanden interessiert. Und es kam sogar noch schlimmer: Es wird fröhlich mit Timmys Geschwistern weitergezüchtet und keiner von denen ist untersucht. Die Wahrscheinlichkeit, dass kranke Welpen gezüchtet werden ist also relativ hoch. Aber es kümmert niemanden. So viel zu der liebevollen Hobbyzucht.
    Timmy ist ein toller Hund, den wir niemals hergeben würden. Aber wir haben daraus gelernt und ich hoffe sehr, die anderen Hunde sind gesund.

    Liebe Grüße von uns




    0
    • Schlimme Geschichte und unverantwortlich, in so einem Fall weiter zu züchten! Leider gibt es auch bei Züchtern immer wieder schwarze Schafe. Moe leidet auch an HD, daher kenne ich die Krankheit. Wir wussten es schon bevor Moe einzog, allerdings ist Moe ein Mischling und kommt aus keiner Zucht. Ich finde es klasse, das ihr zumindest versucht habt, die Züchter aufzuklären – auch wenn die anscheinend nicht einsichtig sind…

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
  8. Liebe Nicole,

    ich mag es sehr gerne, dass Du so ehrlich und offen schreibst. Ja, Hunde kosten Geld, aber sie sind auch jeden Cent wert…..

    Nun, Deine Zeilen haben mich nachdenklich gemacht und ich überlege, was ich mir damals gewünscht habe. Eines war für uns nicht wichtig und das war der Preis. Wir haben für Socke das Zwölffache des Kaufpreises von Moe gezahlt. Ja, das war viel Geld, aber die Züchterin begründete uns dies. Wenn ich sehe, was Socke uns heute kostet, dann ist dies ein ganz kleiner Teil davon.
    Und ganz ehrlich. Ich liebe Socke und daher ist mir das Geld egal. Ich hätte mir aber auch nie vorstellen können, was die Anschaffung und das Leben mit einem kranken Hund kostet und welche Einbußen man auf sich nehmen muss. Wir machen das gerne, aber ich kann Leute verstehen, die dies nicht wollen. Die Frage ist eben nur, ob die fehlende Bereitschaft nicht dazu führen sollte, sich keinen Hund anzuschaffen oder vielleicht einen Pflegehund zu nehmen.
    Ich finde das Thema wirklich spannend und überlege das Thema auch auf meinen Blog anzusprechen.

    Viele liebe und nachdenkliche Grüße
    Sabine mit Luxus – Socke ;o)




    0
  9. Lotte kommt aus dem Auslandstierschutz und kostete 250€.
    Sie ist ein Superhund und bis jetzt auch ganz fit.
    Im Sommer müssen wir zum Impfen und zum Leishmaniose-Test, der hoffentlich negativ ausfällt.
    Sollte sie Leishmanien haben – tja, dann muss langfristig wohl sehr sehr tief in den Geldbeutel gegriffen werden, aber da müssten wir dann durch.
    Ansonsten speist sie fürstlich und ist recht genügsam.
    Hauptsache aber, sie kann rumtippeln und mit der Schnauze am Boden kleben…das ist ihr manchmal wichtiger als jedes Spiel.
    Zum Glück konnten wir uns vorher kennen lernen, denn sie wurde schon einmal nach Deutschland vermittelt und wurde von der Vorbesitzerin wieder in der Pflegestelle abgegeben.




    0

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*