Das Sigma 70-200 f 2.8 im Langzeittest | Werbung

Das Sigma 70-200 f 2.8 in der Hundefotografie

Ein paar Monate ist es schon her, dass das Sigma 70-200 mm f 2.8 endlich bei mir eingezogen ist – ein Zoomobjektiv. Wollte ich doch eigentlich gar nicht mehr. Aber ich habe mich anstecken lassen: Von allen möglichen Hunde- und Pferdefotografen, die mir weismachen wollten, ohne geht es gar nicht.

Heute erzähle ich dir, ob es wirklich nicht anders geht, ich den Kauf bereue – oder ob ich das Sigma weiter empfehlen kann.

Disclaimer: Ich habe mir das Objektiv natürlich selbst gekauft. Leider ist weder Sigma noch Nikon bisher auf den Gedanken gekommen, mich auszustatten. 😉 Trotzdem muss ich es als Werbung deklarieren, warumauchimmer – es nervt.

Das Sigma 70-200 f 2.8 in der Hundefotografie
Im Wald spielt es seine Offenblende aus

Wirklich ein Zoomobjektiv? Warum es das Sigma geworden ist.

Mich nervt es wirklich, dass ich mich bei manchen Dingen so leicht anstecken lasse. Fotografie und vor allem das entsprechende Equipment lasst mein kleines Herz höher schlagen und ich habe sehr oft das „Haben-Will“ Gefühl – egal ob ich es brauche oder nicht. Und das ist bei den Preisen nicht unbedingt geldbeutel-schonend.

Genug des Gejammers: Ich habe mich anstecken lassen. Ich brauchte ein Zoomobjektiv, Festbrennweite reichte nicht mehr aus, weil sonst bin ich doch nicht professionell. Immerhin arbeiten auch alle anderen mit dem 70-200 mm und man möchte ja nicht hinter den Kollegen zurückstecken.

Ich habe also mein Sparschwein geplündert und überlegt, welches 70-200 mm es denn werden darf. Zur Auswahl standen:

  • das Tamron, in der alten Variante für ca. 564 € zu erhalten oder in der neuen Variante für 1.304 € (autsch)
  • das Nikon, in der alten Variante für schlappe 1.499 € oder in der neuen Variante für 2.199 € (ähm, nein)
  • das Sigma für knappe 800 € (yeah)
Das Sigma 70-200 f 2.8 in der Hundefotografie
Am Strand ist es sowieso phänomenal – Klärchen bei unserem gemeinsamen Shooting

Warum ich mich nun für das Sigma entschied und nicht für das alte Tamron, hat einfach mit der Vorliebe für die Optik zu tun. Tamron ist mir persönlich zu hart und hässlich von den Farben, das Bokeh sieht nach Tamron aus – und mir gefällt es persönlich einfach nicht. Ich bevorzuge den weichen Sigma-Look, den ich auch schon bei meinem Sigma 105 mm (Zum Test) so extrem schätze.

Ich kaufte mir also das Sigma 70-200 mm F2,8 EX DG OS HSM-Objektiv – mit dem Wissen, es erst einmal 2 Wochen testen zu können. Wäre ich nicht mit dem Zoom klar gekommen, wie es schon bei dem Tamron der Fall war – ich hätte es zurück gegeben.

Habe ich aber nicht. Tatsächlich ist dieser schwere Brecher sogar mit auf Reisen gegangen.

Das Sigma 70-200 f 2.8 in der Hundefotografie
Es hat diesen weichen Sigma Look

Das Sigma im Test: Schwer, unhandlich – aber soooo schön!

Der erste Schock: Obwohl ich wusste, dass das Objektiv kein Leichtgewicht ist, war ich dennoch schockiert als ich es auf meinen Body geschraubt hatte. Halleluja! Ich brauche damit wirklich kein Fitnessstudio. Allein das Halten und gleichzeitig Atmen erfordert eine Menge Muckis.

Dann fing die Koordinierung wieder an: Was ich bei Festbrennweiten zu Fuß erledige, konnte ich nun per Drehung am Zoomregler tun. Aber: Wo sitzt der?

Mein erstes Shooting fand natürlich mit Moe statt. Und das war auch gut so – andernfalls hätte ich das Sigma wohl in die Ecke gepfeffert. Wie oft ich am Fokusring drehte statt am Zoom – ich kann es nicht zählen. Meine Arme fühlten sich irgendwie zu kurz an! Und das Gewicht – richtig Spaß hatte ich beim ersten Mal nicht.

Das Sigma 70-200 f 2.8 in der Hundefotografie
Selbst in Action super

Auch die darauffolgenden Shoots waren eher: Anstrengend. Ich konzentrierte mich vor allem auf meine Haltung, ruhig atmen, liegen bleiben. Nicht herumwuseln, denn das war richtig schwer. Allein das Aufstehen aus Bauchlage mit Kamera in der Hand – immerhin wiegt das Objektiv allein ca. 1,5 Kilo – und das ohne Body!

Die 2 Wochen sind überstanden. Und das Sigma immer noch da, immer noch im Einsatz.

Denn die Offenblende von 2,8 ist einfach ein Träumchen. Die Farben von Sigma, die Weichheit – ich liebe es.

Zu den weiteren technischen Aspekten: Auch dieses Objektiv ist sowohl für Crop- als auch für Vollformatkameras geeignet (meinem Umstieg steht also nichts im Weg 😉 ), es hat die Bildstabilisierung (perfekt für Menschen wie mich) und den Hyper Sonic Motor, einen Motor, der mit Ultraschall angetrieben wird, schnell und leise.

Das Sigma 70-200 f 2.8 in der Hundefotografie
Sehr zuverlässig, auch in schwierigen Gegenlicht-Situationen

Chromatische Aberrationen, mein persönliches Lieblingsthema – sind hier kaum vorhanden. Beim Tamron habe ich mich damit echt rumschlagen müssen, aber bei diesem Sigma passt tatsächlich alles.

Würde ich es noch mal kaufen?

Ja, und ohne zu zögern. Aber: Löst es mein heißgeliebtes Sigma 105 mm ab? Nein! Und da sind wir auch gerade beim Kernproblem unserer Reise: Ich habe das Sigma 105 mm zu Hause gelassen und vermisse es wirklich sehr.

Ab Herbst wird auch das mitreisen – egal, wie schwer mein Rucksack dann wird. Denn eines unterscheidet die beiden dann doch: Die Makrofunktion am Sigma 105 mm möchte ich nicht mehr missen.

Das Sigma 70-200 mm ist wirklich top, es macht wahnsinnig Spaß. Allerdings sollte man sich darüber bewusst sein, wie schwer das Objektiv ist und, dass es erst einmal Übung erfordert, den Zoom und das Gewicht in den Griff zu bekommen.

Dann aber ist das Objektiv einfach nur ein Traum. Da ich weder das Tamron 70-200 mm noch das Nikon getestet habe, kann ich zu der Geschwindigkeit keine Vergleiche anstellen, aber: Das Sigma ist echt schnell. Ich habe wenig Ausschuss und auch (glücklicherweise) keinen Fehlfokus (leider ein typisches Sigma-Problem).

Das Sigma 70-200 f 2.8 in der Hundefotografie
Juna in Action – das Objektiv bei seinem ersten Kundeneinsatz

Mit diesem Wissen bin ich froh, nicht knapp das doppelte ausgegeben zu haben um mir das viel gelobte Tamron zu kaufen – denn der Look gefällt mir einfach nicht.

Eher hätte ich die 2000 € für das Nikon ausgegeben, wenn ich denn schon so auf die Kacke hauen wollte (was ich definitiv nicht vorhatte – irgendwann möchte ich mir schon gerne einen Vollformat-Body zusammen gespart haben! Wenn nicht immer etwas dazwischen kommen würde…).

Fazit: Daumen hoch für ein weiteres Sigma Objektiv! Das nächste kommt bestimmt. 🙂

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