Selbsternannte Hundeprofis und ihre Weisheiten (Blogparade)

Selbsternannte Hundeprofis und ihre Weisheiten (Blogparade)

Die liebe Sandra und Shiva haben zur Blogparade aufgerufen und da ist es natürlich Ehrensache, dass wir mitmachen! Das Thema: Selbsternannte Hundeprofis und ihre Weisheiten. Mal ehrlich – dazu haben wir doch alle unsere Erfahrungen gemacht, oder?

Vor allem, weil mir neulich wieder so ein selbsternannter Hundeprofi vor die Füße gelaufen ist. Bei genauerem Nachdenken habe ich festgestellt: Momentchen mal – seitdem wir wieder in Deutschland sind, sind wir so einigen Hundeprofis über den Weg gelaufen! Alle kannten sich aus und wussten Bescheid, wie mit Moe umzugehen wäre.

Und natürlich kann ich gar nicht anders: Ich muss diese gesammelten Weisheiten herunter schreiben, damit du auch etwas davon hast (und wenn es nur lautes Gelächter ist).

Autsch, das tut weh.

Der letzte, wohl wirklich gut gemeinte Tipp erreichte uns (und damit meine ich: Uns als Paar mit Hund) aus der direkten Familie. Ich habe wirklich gedacht, dass da nichts käme, denn normalerweise halten sich hier alle zurück. Es wäre aber doch gelacht, wenn ob der neuen Situation nicht doch ein klitzekleiner, gut gemeinter Ratschlag käme…

„Ihr solltet Moe unbedingt eine volle Windel aus dem Krankenhaus mitbringen. Dann weiß er direkt Bescheid, dass es Nachwuchs gegeben hat und ihr stellt Moe das Baby indirekt vor.“

Ei. Eieieieiei. Wirklich? Diese Weisheit hat überlebt und IST NOCH IM UMLAUF? Mich hat es kurz gegruselt. Einem Hund, einem so sensiblen Wesen, der schon total lange weiß, dass da WAS IM BAUCH IST, eine vollgemachte Windel mitbringen? Um sich so vorzustellen? BITTE?

Mal abgesehen davon, dass ich es rotzunhöflich finde, jemandem die Ausscheidungen vor die Nase zu halten – was genau soll das bringen? Und: Muss ich das Baby dann auch mit vollgemachter Windel Heim bringen, damit Moe weiß: AHA! Du bist das also gewesen?

Nee. Moe weiß ziemlich genau, dass sich gerade was ändert. Und er wird Baby Peanut sowieso riechen – am Herrchen, wenn der nach Hause kommt. So gut ist seine Nase. Und selbst wenn nicht – spätestens, wenn wir alle zu Hause sind, wird Moe Peanut in aller Ruhe kennenlernen.

Selbsternannte Hundeprofis und ihre Weisheiten (Blogparade)
Meinst du das ernst?

Leinen Sie den mal ab! Dann ist der auch nicht so!

Zunächst einmal wäre zu klären: Was ist denn „so“? Moe geht anderen Hunden lieber aus dem Weg und will seinen 5 Meter Radius für sich. Na und? Wir weichen aus und warten ab, bis das Gegenüber vorbei gezogen ist. Das passt für Moe, das passt für mich. Warum sollte ich ihn dann ableinen?

Ich behaupte, dass ich Moe nach all den Jahren gut einschätzen kann und ich bin es so, so Leid mich immer wieder rechtfertigen zu müssen.

Warum läuft der nicht ohne Leine? Tut er. Aber nicht wenn wir anderen Hunden begegnen. Oder wenn ich vermute, dass hier Kaninchen und Rehe herum springen. Oder Autos lang fahren.

Warum spielt der nicht? Oh, tut er. Aber nicht mit deinem Hund, sondern am Liebsten mit uns.

Der muss nur mal ordentlich einen drauf kriegen, dann ordnet er sich auch unter. Ich geb dir gleich einen drauf.

Autsch, das tut wirklich weh.

Ein kleiner Zwick in die Seite oder ein Schubser in die Hüfte hat noch keinem Hund geschadet. Wirklich? Die Tatsache, dass ich Moe niemals auch nur annähernd in die Hüfte schubsen würde, wegen seinen Schmerzen, seiner HD, um ihn zu irgendwas zu bringen, was er nicht tun braucht, kommt wohl nicht in deinen Kopf.

Zugegeben: Die letzte Weisheit/Ratschlag ist deutlich älter und obwohl ich weiß, dass es immer noch Menschen gibt, so denken und handeln, bin ich glücklicherweise lange verschont geblieben.

Habt ihr Lust, bei Sandras Blogparade mitzumachen? Mich interessiert: Welche Weisheiten habt ihr denn so gehört?

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