Scream if you can- Pro-7 hetzt Hunde auf Menschen

„Was wird eigentlich alles für mehr Einschaltquote gemacht?“

Für mich ist das Konzept der neuen Pro-7 Show, die am Samstag Abend laufen wird, mehr als merkwürdig. Bei „Scream if you can“, einer sogenannten Mystery-Show, müssen Kandidaten die verschiedensten Aufgaben bewältigen. Dazu werden sie bei Sonnenuntergang in einen Wald geführt und erleben dort die „unheimlichste Nacht ihres Lebens“.

Das Finale besteht dann aus einer Menschenjagd: in einem engen Korridor müssen die Kandidaten mit ihren Rucksäcken, in denen sich das Geld befindet, vor einer aufgehetzten Hundemeute weglaufen. Wer von den Hunden gefasst wird, verliert.

Mit dieser Hetzjagd bedient der Sender Urängste der Menschen vor dem „großen, bösen Wolf“ – das ist meiner Meinung nach unterstes Niveau und findet auf Kosten unschuldiger Tiere statt.

In Zeiten wie diesen, in denen Hunde aufgrund aggressiven Verhaltens beschlagnahmt und sogar getötet werden, ist ein Format in diesem Stil nicht hinnehmbar. Mit dieser Sendung, mit dieser Art der „Unterhaltung“, wird der jahrelange Kampf gegen Rasselisten und für die Akzeptanz von Hund und Halter zunichte gemacht, nur um die Einschaltquote zu erhöhen, um zu schocken. Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen, die sowieso schon Angst vor Hunden haben, sich nach der Sendung darin bestätigt sehen, dass Hunde reißerische Bestien sind. Da hilft es auch nichts, wenn das Format aus Großbritannien importiert wurde. Pro 7 sollte sich einmal genau überlegen, was sie damit anrichten.

Aber vielleicht sehe ich das ja auch zu extrem. Was meint ihr dazu? Werdet ihr euch die Sendung anschauen?

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