Rezension: Zoo! von Regine Heuser

Rezension Zoo! von Regine Heuser

Bevor es mit der Rezension eines neuen Buchs zum Thema Fotografie losgeht, möchte ich noch eines loswerden: Nein, ich lese nicht nur solche Bücher. Im Gegenteil. Meist lese ich vor allem irgendwelche Fantasy-Romane, zumindest in letzter Zeit. 🙂 Aber zur Abwechslung kommt so ein Fotografie-lastiges Buch immer gut.

Heute möchte ich euch das Buch „Zoo! Die neue Fotoschule. Fotografieren im Zoo mal ganz anders“* von Regine Heuser vorstellen.

Dabei bin ich überhaupt kein Zoogänger, sondern gehe lieber in Parks wie die Arche Warder, in denen die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum leben. Trotzdem: Jedes Buch hat immer irgendwelche Tipps, Tricks und Kniffe auf Lager, die einem Amateurfotografen wie mir noch etwas beibringen können. Oder?

Mein Beitrag zur Wildlife-Fotografie ;-)
Mein Beitrag zur Wildlife-Fotografie 😉

Jedenfalls wurde dieses Rezensionsexemplar von mir nicht angefordert, weil ich in Zukunft häufiger in Tierparks oder Zoos gehen möchte, sondern weil ich mir Tipps rund um „Wie fotografiere ich ein Tier, ohne das es mich bemerkt?“ und „Wie umgehe ich bei Aquarien/Tieren im Wasser die Glasscheibe/Spiegelung?“. Zumindest waren das meine Ausgangsfragen.

Rezension: Zoo! von Regine Heuser

Regine Heuser, bzw. eines ihrer Bücher, begleitet mich seit meinen Anfängen mit der Nikon letztes Jahr. „Mein Hund – So fotografieren Sie Ihren Liebling einmal ganz anders“* war mein erstes Buch speziell zur Hundefotografie und ich blättere bis heute gerne darin und hole mir Anregungen.

Und da ich mit dem Franzis Verlag gerade in der letzten Zeit gute Erfahrungen gemacht hatte, war ich gespannt auf das neue Buch von Regine Heuser.

Einblick in das Buch Zoo! von Regine Heuser
Einblick in das Buch Zoo! von Regine Heuser

Auch dieses Buch kommt nicht ohne das Kapitel: „Welche Kamera brauche ich, welches Objektiv sollte ich nutzen“ aus.  Dieses lese ich nun nur noch quer, da es mir nicht darauf ankommt, mir unendlich viel Equipment zu kaufen. Vielmehr möchte ich aus dem, was ich aktuell habe, das Bestmögliche herauskitzeln (zudem bin ich der Meinung, nicht das Equipment macht den Fotografen, sondern der Blick & das Beherrschen der Technik).

Kurz: Das Kapitel wurde nur quer gelesen, gestaunt, wie teuer doch Objektive sein können und weiter geblättert.

Weiter geht es über die richtige Belichtung, den richtigen Weißabgleich, das Scharf stellen. Nun, richtige Belichtung ist ja immer Auslegungssache. 😉 Moe muss ich konsequent überbelichten, da mir sonst sein Schnuti absäuft.

Ich habe hier mal 2 Fotos für euch, das eine, laut dem Automatik-Modus meiner Kamera korrekt belichtet, und das andere, manuell fotografiert, so, wie ich es für richtig halte.

Denn ich bearbeite meine Fotos immer nach, ich schärfe nach, die Lichter werden etwas zurückgeholt. Aber wenn ich bei dem schwarzen Kopf die Tiefen aufhellen muss, habe ich viel zu viel Qualitätsverlust und deswegen mache ich es anders (ich sage nicht, dass das die einzig wahre Möglichkeit ist, aber bis ich eine bessere Lösung für das Kopf-Problem habe, mache ich es erst einmal so 🙂 ).

Zurück zum Buch: Glücklicherweise sind die Ideen und Tipps, was die Motivauswahl angeht, unabhängig von Zootieren. Sicher, der Teil mit den Glasscheiben ist schon sehr Zootier-lastig, aber letztendlich hat man das gleiche Problem auch bei Terrarien oder wie in meinem Fall, mit Aquarien.

Hier war mir nicht bewusst, dass man mit der Kamera wirklich an die Glasscheibe komplett heran gehen sollte (mit Auflegen der Sonnenblende an das Glas), sodass keine unerwünschten Spiegelungen entstehen. Das werde ich ausprobieren, wenn ich mal wieder an den Aquarien meines Vaters stehe.

Spannend war für mich das Kapitel der „Kreativen Belichtung“, da ich, gerade was die Spotmessung und die Selektivmessung angeht, noch eine Menge lernen muss.

Fazit: Für (nicht komplette) Anfänger gut geeignet

Ein paar gute Tipps sind immer dabei
Ein paar gute Tipps sind immer dabei

Generell würde ich das Buch im guten Mittelfeld einstufen. Bahnbrechende Ideen werden nicht vermittelt und wenn man sich schon mit der Fotografie beschäftigt hat, ist es eher ein „nice to have“.

Schön anzuschauen sind die Fotos auf jeden Fall, was mich persönlich aber geärgert hat, waren einige Fehler in der Satzstellung. Augenscheinlich hatte die Autorin hier einen ziemlich unaufmerksamen Lektor, der diese Fehler schlicht überlesen hat.

Für Anfänger, die sich noch überhaupt nicht mit der Tierfotografie auseinander gesetzt haben und auch mal etwas anderes als den eigenen Vierbeiner fotografieren wollen, ist das Buch sicherlich sehr hilfreich – allerdings nicht für denjenigen, der gerade erst seine Kamera kennen lernt. Dafür wird dann doch zu viel Wissen vorausgesetzt.

Für mich war das Buch ehrlicherweise mehr für das Auge als für den Kopf.

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2 Gedanken zu „Rezension: Zoo! von Regine Heuser“

  1. Hihi, schwarz-weiße Hunde zu fotografieren ist ja noch mal eine Liga für sich… lach. Bei Linda kann ich leider nicht überbelichten, da sonst ihr rein weißer Brustlatz total überstrahlt.

    Hm, ich habe ja nur das Hundefotografiebuch von Regine Heuser, aber so ganz hat mich dieses schon nicht überzeugt. Ich fand es – gerade was die technischen Angelegenheiten des Kamerahandlings angehen – etwas zu wirr und über alle Kapitel verteilt. Das hätte ich mir kompakter gewünscht, dann hätte man immer noch mal auf die Besonderheiten der einzelnen Shootingsituationen eingehen können.

    LG Andrea mit Linda




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  2. Ich habe auch seit einiger Zeit das Buch *Mein Hund – So fotografieren sie ihren Liebling einmal ganz anders* und blättere es sehr gerne durch. Das neue Buch hört sich aber auch sehr interessant an. Obwohl ich höchstens zweimal im Jahr in den Zoo gehe.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




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