Rezension: José Arce’s Praxisbuch

Rezension Jose Arce's Praxisbuch

Ich wunderte mich ja nicht schlecht, als das Buch „José Arce’s Praxisbuch – Individuelle Wege zum perfekten Mensch-Hund-Team“ neulich in meinen Postkasten wanderte. Denn ich hatte es weder bestellt, noch hatte ich bis dahin von José Arce gehört (Asche auf mein Haupt).

Nach einem Blick auf den Absender (der Verlag Gräfe und Unzer höchstselbst) und einem kritischen Blick auf das Buch (wieder ein neuer Stern am Hundeflüsterer-Himmel?!) beschloss ich, dem Buch doch mal eine Chance zu geben.

Zum Inhalt

Hundeerziehung nach Jose Arce

José Arces Buch beschäftigt sich, wie der Titel es vermuten lässt, mit der Hundeerziehung. Für Moe und mich ist das Thema irgendwie so ein bisschen durch, auch wenn ich mich hier im Blog immer mal wieder damit beschäftige. Letztendlich weiß ich bei den meisten Dingen, worauf es für uns ankommt: Vertrauen, gegenseitiger Respekt und Geduld. Das sind die Grundpfeiler Moes und meiner „Gemeinschaft“.

In dem Buch „José Arce’s Praxisbuch – Individuelle Wege zum perfekten Mensch-Hund-Team“* geht es auch darum. Und um noch viel mehr. Von der artgerechten Hundeerziehung wird gesprochen (Jeder Hund ist anders, ein Dackel hat andere Bedürfnisse als ein Windhund), es wird eine knappe Aufzählung gegeben, was Hunde generell brauchen. Es wird zur Sprache gebracht, dass Hunde anders lernen – eigentlich ist uns das bewusst, aber als Mensch vergisst man sowas eben. Und es geht darum, hundgerecht zu kommunizieren.

Ich gebe zu: Danach hatte mich das Buch gepackt. Dieser Mensch José Arce war mir unheimlich sympathisch, und wer mit so vielen Hunden (Doggen und ein Windhund) lebt, der sollte wissen, wovon er da spricht.

José Arces Praxisbuch

Das Thema Bindung zum Hund nimmt einen großen Stellenwert ein, etwas, dass andere „Erziehungsbücher“ oft vermissen lassen. Dann gibt es Themen, die immer mal wieder relevant sind: Wie bleibt der Hund an seinem Platz, wie geht er an der Leine, ohne zu zerren, wie bleibt der Hund sitzen. Also: Basiserziehung.

Probleme werden angesprochen, es werden Tipps zur Praxis gegeben, wie Übungen aufgebaut werden können. Auch zum Thema „Grenzen setzen“ gibt es einen Praxistipp. Dabei geht es nicht darum, den Hund körperlich zu maßregeln oder irgendwelche anderen, schrecklichen Sachen.

„Zeit zu zweit ist für Hunde viel wichtiger als Leckerli oder Spielzeug. Sie wollen ihr Leben mit uns teilen.“ – José Arce

Es geht um den Einsatz der eigenen Präsenz: Den Hund mit dem Körper blockieren, wenn er irgendwo nicht hinein darf – ohne dabei den Hund tatsächlich zu berühren. Diese Art der Kommunikation finde ich wahnsinnig spannend und praktiziere sie auch.

Im weiteren Verlauf behandelt das Buch diese weiteren Themen: Den Hund an das Auto fahren gewöhnen, Hundebegegnungen entspannt ablaufen lassen, den Hund an Situationen heran führen, die ihm unheimlich sind.

Für wen ist das Buch geeignet?

Jose Arces Praxisbuch ist vor allem für Unerfahrene

Wenn du noch absolut keine Erfahrungen im Bereich Hundeerziehung hast, wenn du (kleinere) Probleme mit deinem Vierbeiner hast und dir Rat erhoffst, ist dieses Buch perfekt für dich. Auch wenn du deine Bindung zu deinem Hund aufbauen oder verbessern willst, ist das Buch für mich derzeit das Beste, was ich gelesen habe.

José Arce ist nicht der nächste Hundeflüsterer und hat auch nicht das Rad neu erfunden. Für mich sind die Tipps aber alle sehr sinnvoll und ich wünschte, dieses Buch wäre mein erstes Buch gewesen zu dem Thema.

Leider war für mich nichts Neues dabei. Das Thema: „Was tun, wenn es an der Tür klingelt“ war für mich natürlich sehr spannend – aber leider wurden die gegebenen Tipps von uns alle schon getestet und hatten keinen (langfristigen) Erfolg.

Trotzdem: Lasst die anderen Hundeerziehungsbücher im Schrank und lest dieses hier. Ihr werdet es nicht bereuen!

*Affiliate-Link (Was ist das?) Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos vom Gräfe und Unzer Verlag GmbH zur Verfügung gestellt.

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5 Gedanken zu „Rezension: José Arce’s Praxisbuch“

  1. Ich liebe ihn 🙂 Ich habe schon einiges von ihm gelesen und war jedes mal gepackt. In meinen Augen ist er der einzige, der wirklich versteht, was es bedeutet, zu seinem Hund eine Beziehung aufzubauen.
    Ich höre und lese gern von ihm, weil wir die gleiche Vorstellung von dem Zusammenleben mit einem Hund haben. Da passt dann schon mal die Basis 🙂
    Ich finde ihn wirklich bewundernswet und werde wohl auch dieses Buch hier früher oder später in mein Regal stellen – gelesen natürlich 🙂
    Warum werden mir eigentlich nie Bücher zugeschickt? 😀




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  2. Nach dem Buch Perspektivenwechsel möchte ich kein Buch mehr lesen, denn dies hat mich überzeut. Ehrlich gesagt habe ich Sorge wieder anderes zu lasen und verwirrt zu werden. Und wenn es keine Lösung für den bellenden Hund an der Tür gibt, brauchen wir das buch wohl auch nicht. Aber man kann sich den Autor ja mal merken…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




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  3. Das klingt wirklich sehr gut! Gerade das mit dem Körper blockieren finde ich gut, das machen wir auch und ich finde das viel effektiver als an der Leine zu zerren oder sonst was 😉 wenn ich mal eine Auffrischung brauche werde ich es mir zulegen! 🙂
    LG Christina und ihre Fellnasen




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