Rezension: Bilder die verkaufen

Fotografie – damit beschäftige ich mich im Moment außerordentlich gerne. Meine begrenzte Freizeit stecke ich in Tutorials und Bücher, um noch mehr Wissen aufzusaugen und besser zu werden. Und das sowohl beim Fotografieren an sich, als auch bei der anschließenden Bildbearbeitungen.

Wie ich schon mehrfach erwähnt habe, bin ich ein großer Fan der Bücher aus dem Franzis-Verlag (vor allem der Reihe „Fotografie al dente), denn diese erklären sehr anschaulich und ohne „erhobenen Zeigefinger“, was es Wissenswertes gibt.

Durch meine letzte Rezension, „Naturfotografie mal ganz anders“, wurde die Autorin des Buches auf mich aufmerksam. Durch mehrere Mails war schnell klar: Jana Mänz ist nicht nur eine tolle Fotografin und Autorin, sondern auch ein sehr freundlicher und sympathischer Mensch.

So langsam wird es voll im Regal: Bücher aus dem Franzis Verlag
So langsam wird es voll im Regal: Bücher aus dem Franzis Verlag

Ich schrieb, dass ich auch ein weiteres Buch von ihr schon ins Auge gefasst habe, nämlich: „Bilder die verkaufen – Produkte für Dawanda und ebay verkaufsfördernd fotografieren“*. Dieses Buch entstand in Zusammenarbeit mit Simone Naumann, eine Spezialistin für Produktfotografie. Und dann kam mein persönliches Highlight in diesem Jahr: Jana Mänz schickte mir tatsächlich eine handsignierte Ausgabe!

Darüber habe ich mich wahnsinnig gefreut und war ganz gespannt, was ich dieses Mal Neues würde lernen können.

Rezension: Bilder die verkaufen. Produkte für Dawanda und ebay verkaufsfördernd fotografieren

Nun könnte man sagen: Warum braucht eine Hundebloggerin so ein Buch?! Meine Hoffnung und auch mein Anspruch an „Bilder die verkaufen“ von Jana Mänz und Simone Naumann* war, dass es sich nicht nur um Tipps für das Verkaufen auf Plattformen handelt, sondern ganz allgemein um Tipps, die sich auf die Produktfotografie beziehen. Denn ich stelle hier ja so einiges vor und nicht immer fällt mir etwas ein, wie ich das Produkt gut fotografieren kann.

Porzellan gut in Szene setzen
Porzellan gut in Szene setzen

Davon mal ganz abgesehen, finde ich meine Fotos meist nur platt und schlecht, obwohl ich mir in der letzten Zeit wirklich schon Mühe gebe. Aber manchmal habe ich absolut keine Idee oder es scheitert an der Umsetzung (Der Weißabgleich ist ein Miststück und die Belichtungskorrektur sowieso!).

Auch für Wunderdogs habe ich mir Anregungen erhofft, denn interessante Fotos machen, die wirklich ansprechend sind, ist schon Übungssache.

Wie bisher in jedem mir vorliegenden Buch aus dem Franzis-Verlag gibt es zunächst eine Einführung, sowohl die Wahl der richtigen Kamera, Blende, Verschlusszeit, Zubehör – eben alles, was nützlich und wichtig sein kann. Dabei wird nicht nur auf die teuren Spiegelreflex-Kameras eingegangen, sondern auch auf das Smartphone und alle gängigen Kameragrößen.

Bilder die verkaufen mit Widmung von Jana Mänz
Bilder die verkaufen mit Widmung von Jana Mänz

Allein dieses Kapitel nimmt 26 Seiten ein und ist damit alles andere als oberflächlich. Auch wenn ich die für mich richtige Kamera bereits gefunden habe (Nikon D3300* mit 50 mm Festbrennweiten-Objektiv*) heißt das nicht, dass ich nicht immer wieder etwas Nützliches für mich lese. Beispielsweise weiß ich nun, dass ich mich mal mit einem Stativ beschäftigen sollte (ich habe nur ein altes, klappriges Teil) und so ein Blitz ist auch in jedem Fall sinnvoll.

Einige Dinge habe ich aber schon, wie beispielsweise eine Fotobox, in der ich kleinere Produkte gut ausleuchten und vor weißem Hintergrund fotografieren könnte (wenn ich es denn mal vernünftig hinbekommen würde), sowie 2 Fotolampen in groß, 2 kleine Fotolampen, und, wie gesagt, ein klappriges Stativ.

Eine große Stärke dieses Buches ist, so wie in dem Naturfotografie-Buch auch, die Interviews mit anderen Produktfotografen. So entsteht in diesem Buch eine bunte Mischung mit vielen Ideen, wie die unterschiedlichsten Produkte toll in Szene gesetzt werden können.

Sich eine Geschichte zu einem Produkt überlegen: Das ist wohl mit das Wichtigste. Welche Emotionen sollen vermittelt werden, wer ist die Zielgruppe, wie wird das Produkt genutzt? Mit diesen Fragen sollte man sich beschäftigen, bevor man an die Kamera geht. Natürlich spielt auch die Produktplatzierung eine entscheidende Rolle: Soll das Produkt liegen oder stehen? Soll es einen neutralen, beispielsweise weißen Hintergrund geben? Oder wird der Artikel in einer Szenerie fotografiert?

Wie fotografiert man Origami?
Wie fotografiert man Origami?

Einigermaßen schwierig stellte ich mir zum Beispiel vor, Origami zu fotografieren. Das war ein Beispiel aus dem Buch, das Endergebnis ist so klasse und dennoch so einfach: Es wurden Vögel gefaltet, die dann auf einem weißen Unter- und Hintergrund mit etwas Leinsamenkörner fotografiert wurden. So bekommt der Betrachter direkt ein Gefühl für die Größe und es ist so geschickt fotografiert, dass das Foto einfach super wirkt.

Ein Produkt gut darzustellen und es nach bestem Wissen und Gewissen zu fotografieren, ist das eine. Das andere ist die nachträgliche Bildbearbeitung, die dem Ganzen noch den letzten Schliff gibt.

Wenn man, so wie ich, Photoshop nutzt, sind die Möglichkeiten der Bildbearbeitung schier endlos und man kann sich ganz schön verlieren. Hier kommt es darauf an, vorher zu schauen, was optimiert werden muss: Sind irgendwo Kratzer oder Dreck im Bild? Sollte der Kontrast erhöht werden? Soll das Foto beschnitten werden, um eine andere Aussage zu treffen? Soll das Produkt vielleicht sogar freigestellt werden?

Zu allem gibt es hilfreiche Tipps, sogar zur richtigen Dateibenennung, um im Web gefunden zu werden. Für mich war auch eine der letzten Seiten besonders hilfreich, denn dort gibt es eine Darstellung der wichtigsten Bildgrößen für Social Media, sprich: für Facebook, Twitter und Co. So kann ich meine Fotos direkt richtig abspeichern und es sieht auch dort ansprechend aus.

Fazit: Nicht nur für Online-Verkäufer!

Jeder, der sich irgendwie mit Produkten beschäftigt und diese in Szene setzen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Aber auch jeder, der sich neue Anregungen holen möchte, um sich fotografisch weiter zu entwickeln.

Die Ideen sind alle sehr interessant und lassen sich vielschichtig abwandeln. Egal, ob ein Kuscheltier fotografiert werden soll, Lebensmittel, glänzende Oberflächen oder schwierige Materialien, wie bspw. Schmuck: Für sämtliche Bereiche gibt es Tipps und Tricks, alles wird bildlich dargestellt.

Vorher / Nachher-Vergleich
Vorher / Nachher-Vergleich

Spannend fand ich die Vorher/Nachher- Vergleiche: Wie wirkt das Produkt, wenn es liegt und wie, wenn es steht? Wie soll der Schatten fallen, soll es überhaupt einen geben? Ist es sinnvoll, das Produkt ganz neutral zu fotografieren, oder macht es sich (wie beispielsweise ein Kissen) viel, viel besser auf einem gemütlichen Stuhl?

Zudem ist das Buch wirklich clever gemacht: Durch die Interviews mit Shopbetreibern (z.B. Etsy, Dawanda) habe ich ein, zwei Produkte gesehen, in die ich mich verguckt habe. Sicher, das war nicht Sinn und Zweck des Buches. Oder vielleicht doch?! 🙂

Solltet ihr also Ambitionen haben, euch näher mit der Produktfotografie befassen zu wollen, kann ich euch „Bilder die verkaufen“ nur ans Herz legen. Und ich mache mich jetzt ans Üben, damit meine Fotos endlich besser werden (verdammter Weißabgleich!). 🙂

Vielen Dank, liebe Jana, dass ich das Buch rezensieren durfte! Damit hast du mir eine große Freude gemacht. 🙂 Wenn ihr euch für Janas Arbeit als Fotografin interessiert und wissen wollt, was sie sonst noch macht, schaut euch mal auf ihrer Website um: Zur Website von Jana Mänz.

*Affiliate-Link (Was ist das?)

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4 Gedanken zu „Rezension: Bilder die verkaufen“

  1. Oh, das ist wirklich eine gelungene Überraschung von Jana…

    Für Produktfotografie habe ich mich bisher ja nur sehr am Rande interessiert. Mich nervt immer ein wenig der ganze Setaufbau zu Hause und dabei habe ich gar nichts nennenswertes zum Aufbauen chrzchrz. Ein extra Zimmer leider auch nicht, um alles stehen zu lassen… 😉

    Aber es stimmt, man lernt fotografisch überall dazu und wir sind schon sehr gespannt, wie sich ab nun an Deine Bilder entwickeln werden.

    LG Andrea und Linda




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  2. Klingt nach einem ebenso tollen Buch, wie das „Naturfotografie mal ganz anders“. 🙂
    Wie schön, dass Jana Mänz dir gleich eine handsignierte Ausgabe geschickt hat. Ich hätte da glaube auch Luftsprünge vom Briefkasten bis ins Haus vollführt… *lach*

    Ganz viel Spaß beim Lesen und die ein oder andere Idee umzusetzen wünschen dir
    Jule & Chilli




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  3. Ein wirklich sehr interessantes Buch. Ich suche schon seit längerem nach Tipps, wie man ein Produkt gut in Szene setzt. Es müssen ja nicht immer gekaufte Produkte sein. Und über ein handsigniertes Buch hätte ich mich auch wahnsinnig gefreut. Ich wünsche dir noch viel Spaß mit dem Buch und bin schhon sehr auf die Ergebnisse gespannt.

    Die Fotos oben sehen sehr vielversprechend aus …

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




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  4. Ich sollte definitiv bei dir öfter lesen, den so habe ich deine Rezension vom Mai glatt verpasst. Dankeschön, das hat mich sehr gefreut. In dem Buch steckt soviel Liebe und auch Arbeit – vor allem fürs Detail. Herzliche Grüße
    Jana




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