Nikon 35 mm in der Hundefotografie

Nikon 35 Hundefotografie

Eigentlich würde ich dir ja viel lieber von meiner zweiten neuen Anschaffung, einem Teleobjektiv, berichten. Da sich das aber noch in der Testphase befindet, erzähle ich dir lieber, wie mir das Nikon Nikkor 35 mm gefällt – denn das ist schon etwas länger in meinem Besitz.

Achtung: Heute gibt es hier Katzenspam. Wieso und weshalb, erfährst du im Folgenden und unten beim *Sternchen.

Kaufgrund: Warum das 35 mm?

Das Nikon Nikkor 35 mm war eine reine Vernunftentscheidung. Ich wollte ein Objektiv, dass ich auf kleinem Raum indoor für die Hunde- und Katzenfotografie verwenden kann, das lichtstark ist und nicht allzu teuer.

Ich hatte die kleine Hoffnung, dass es mein „Immer-Drauf“ auf Reisen werden könnte, da es zwar an der Crop-Kamera nicht wirklich weitwinkelig ist, aber immer noch besser als das Nikkor 50 mm oder das Sigma 105 mm.

Nikon 35 Hundefotografie
Die 35 mm im Einsatz

Ein Weitwinkel-Zoom wäre natürlich auch eine Möglichkeit gewesen, aber mir stand der Preis im Weg. Das Einzige, dass mich wirklich ansprach, war das Sigma 18-35 mm f 1,8.

Da wäre ich aber sofort bei 745 € gewesen- und ich weiß ja nicht einmal, ob ich das Objektiv dauerhaft nutzen möchte. Daher war mir das deutlich zu teuer für seinen Einsatzzweck (auch das Sigma 24-70 mm wäre in Frage gekommen – aber auch hier: falscher Preis 😉 ).

Schlussendlich stand auch noch das Katzenshooting im Raum.* Das waren also meine Beweggründe, mich für das Nikkor 35 mm zu entscheiden.

Nikon 35 Hundefotografie
Auch das 35mm, aber dieses Mal mit Hund 😉

Technische Daten

Hier fasse ich mich kurz und knapp, denn so viel gibt es nicht zu berichten, gerade wenn du schon im Besitz des Nikkor 50 mm sein solltest:

  • Lichtstark (1,8 Blende),
  • entspricht bei Kleinbildformat: 52,5 mm
  • Silent-Wave-Motor (SWM) für schnellen und leisen Autofokus
  • Zwei Fokusbetriebsarten: »M/A« (Autofokus mit Priorität der manuellen Scharfeinstellung) und »M« (manuelle Fokussierung)

Die kleine Tasse hat mich bei Amazon irgendwas um die 180 € gekostet – also kein Vermögen. Mitgeliefert wird ein kleines Säckchen, sowie eine Mini-Gegenlichtblende (die wirklich albern ist).

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Geht auch am Strand

Vorteile des Nikkor 35 mm

Es ist preisgünstig, leicht und man kommt auch mit einer Crop-Kamera auf engem Raum damit zurecht. Besonders gefällt mir natürlich auch die Offenblende von 1,8 – das macht schon Spaß.

Etwas abgeblendet, kann das Objektiv auch seine Schärfe ausspielen. Das kenne ich bereits von dem Nikkor 50mm – auch das ist erst ab Blende 2,8 leidlich scharf. Dieser Punkt ist aber absolut Geschmackssache.

Bei den Katzenshootings kam ich wirklich sehr gut zurecht mit dem Objektiv und auch bei den darauf folgenden Hundeshootings hatte ich es zwischendrin immer wieder drauf.

Moe habe ich damit allerdings nur wenig und bei unserem Kurztrip in Meldorf fotografiert – das muss ich unbedingt nachholen (auch ein Grund für den Katzenspam hier!).

https://moeandme.de/objektiv-fuer-die-hundefotografie/4502
Nah dran mit dem 35 mm

Leider gibt es ein paar Nachteile, die das Nikkor 35 mm wohl nicht zu meinem Lieblingsobjektiv werden lassen.

Nachteile des Nikkor 35 mm

Ich weiß, das ist Jammern in dumm – ich bin mir bewusst darüber, dass eine Linse, die knapp 200 € kostet, nicht den gleichen Output hat wie ein Sigma Art 35 mm.

Dennoch möchte ich die Nachteile nicht verschweigen. Der Erste ist die Schärfe. Bei Blende 1,8 ist die einfach nicht vorhanden. Zudem kämpfe ich auch bei diesem Objektiv mit chromatischen Abberationen, wenn ich nicht mindestens auf 4 abblende. Blöd!

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Potter war sehr lieb zu mir.

Die Gegenlichtblende ist total klein und bringt rein gar nichts – wenn die Sonne von der Seite kommt, habe ich trotz der Blende Streulicht.

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Das 35mm Objektiv in der Hundefotografie

Gegenlichtaufnahmen sind mit dem Nikkor 35 mm übrigens auch nicht möglich – Stichwort: Fokus.

Und der Fokus ist auch nicht der Schnellste. Im Gegenteil. Bewegungsaufnahmen sind eine Katastrophe. Da passiert beim Fokussieren schlicht nix – oder viel zu spät. Natürlich kann das auch ein Problem mit meinem Objektiv sein, vielleicht habe ich ein Montagsmodell erwischt.

Also alles Mist? Naja, nicht ganz.

Fazit zum Nikkor 35 mm

Würde ich das Objektiv, mit dem Wissen, das ich jetzt habe, erneut kaufen? JA. Denn es ist preisgünstig und wenn man weiß, wie man damit umgehen muss, kommt man auch wunderbar klar.

Hundefotos, zB. von oben, gelingen mir damit wesentlich besser als mit dem 50mm, da ich mich nicht so sehr verrenken muss. Auch indoor ist das Objektiv ein echter Gewinn.

Nikon 35 Hundefotografie
Danke, Potter!

Was die Landschaftsfotografie angeht, muss ich einfach noch mal schauen – denn dazu bin ich ehrlicherweise noch nicht gekommen. Da bin ich ja sowieso gaaaaanz am Anfang und muss erst einmal lernen, wie man Landschaften in Szene setzt. Mit Hund darin kein Problem, aber ohne?

Falls du darüber nachdenkst und zwischen dem 35 mm und 50 mm schwankst: Teste sie beide, wenn möglich. Letztendlich machst du aber weder mit dem einen, noch mit den anderen etwas falsch.

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Ja – das war auch das 35mm.

Mir persönlich liegt das 50 mm einfach mehr, aber je nach Einsatzzweck bin ich nun in der glücklichen Lage, wechseln zu können.

Mein Lieblingsobjektiv ist das 35 mm aber nicht. Vielleicht ändert sich das auf unserer Reise.

* Dieses Jahr soll es, dank des Erfolgs des Hundekalenders aus dem letzten Jahr, einen Katzenkalender geben. Daher habe ich viele Katzen bei ihren Besitzern besucht und freue mich, dass es dieses Jahr wieder einen Kalender geben wird (und ich nicht verletzt wurde 😉 ). Der Erlös kommt selbstverständlich der Tiertafel Kiel zu Gute, die sich auch wieder ganz hervorragend um die Orga gekümmert haben.

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4 Gedanken zu „Nikon 35 mm in der Hundefotografie“

  1. Wie schön, dass Du mit Deiner Entscheidung zufrieden bist … und die Bilder finde ich (wie meistens bei Dir) echt toll. Katzenbilder auf einem Hundeblog sind natürlich schon mutig – aber auch sehr niedlich 🙂

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow – die hauptsächlich mit dem Handy geknipst werden

  2. Liebe Nicole,

    Glückwunsch zu dieser Linse! Ich habe mir letztes Jahr das 35mm von Canon gekauft, nach dem 135er meine absolute Lieblingslinse, allerdings nicht für jeden Zweck geeignet. Ich mache damit meine Bilder „von oben“ oder wenn ich ein bisschen mehr von der Umgebung drauf haben möchte 🙂

    Das Bild von der Katze mit dem schwarzen Hintergrund ist echt der Knaller!

    Ganz liebe Grüße
    Brigitte & Ronja

  3. Interessanter Artikel, ich hatte tatsächlich überlegt, mir ein 35mm anzuschaffen! Andererseits… Ich habe ja schon ein 50mm und komme damit auch eigentlich ganz gut zurecht, lach. Wieso dann die Überlegung? So oder so, ich fand diesen Artikel wirklich hilfreich! Danke dafür 🙂
    Und übrigens: Die Fotos sind wunderbar!

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