Moe’s Weh-Wehchen

Helle Nase
Helle Nase

Es ist echt zum Mäusemelken: Da denkt man, es ist alles in Ordnung und schon gibt es wieder schlechte Nachrichten.

Ich hatte euch im Dezember von Moe’s unbekannter Krankheit erzählt. Trockene, aufgerissene Lefze, aber nur auf der rechten Seite, blasse Nase, schuppiges Fell, blutiger Po. Der Besuch beim Arzt bewirkte eine Antibiotikaspritze und noch mehr Antibiotikum für zu Hause. Der Arzt sagte, es könnte eine Allergie sein, aber man wusste nicht, gegen was. Wir sollten das Futter und die Leckerlies beibehalten, die wir damals gaben und schauen, ob es mit dem Antibiotikum besser würde oder eben nicht. Wenn es nicht besser würde, wäre es wahrscheinlich eine Futtermittelallergie.

Das Antibiotikum hat seinen Job super gemacht, allerdings musste Moe permanent raus um zu pullern. Alle 2 -3 Stunden musste er vor die Tür, auch nachts. Und das über 2 Wochen. Die Lefze brauchte ein paar Wochen länger, bis es besser wurde. Im Januar nach unserem Urlaub war dann wieder alles in Ordnung und ich beschloss, auf Barf umzustellen.

Es lief alles super. Fell gut, Lefze gut. Ende Februar waren wir dann beim Tierarzt, weil Moes Analdrüsen wieder fällig waren (das merkt man auch an dem schlechten Fell und den Schuppen, die er bekommt) und er geimpft werden sollte. Kurz danach ging es dann wieder richtig los: Statt dass das Fell besser wurde, blieb es weiterhin schuppig und stumpf. Ich habe zu dem Lachsöl noch Leinöl gekauft, weil ich hoffte, dass es besser würde. Moes Fell ist nun richtig schön weich, aber trotzdem stumpf und schuppig.

Ich hatte ihn zwischendurch abgeduscht, in der Hoffnung, das Fell etwas reinigen zu können. Aber auch das hat nicht funktioniert. An einem Tag hatte er plötzlich wieder einen blutigen Po, weil er sich so sehr geleckt hatte. Das ist mittlerweile zum Glück wieder weg, ich weiß nicht, was ihn da gestört hat.

Ich hörte von dem Hokamix, das gut bei Fellproblemen sein soll. Also gibt es das nun seit ca. 4 Wochen. Bisher, bis auf das weiche Fell, keine Verbesserung. Klar, es soll ja auch über einen längeren Zeitraum gegeben werden. Die Anfangsverschlechterung (Durchfall etc.) haben wir komplett mitgenommen. Und dann kam nun vor ca. 2 Wochen die Lefze dazu. Erst wurde sie trocken. Ich habe sie mit einer Zinksalbe behandelt, aber das wurde nicht besser. Stattdessen hängt sie nun viel tiefer herunter als die andere Seite, ist verschorft und die Nase ist sehr blass.

Wir achten darauf, dass er sich die Seite nicht auf dem Teppich aufscheuert, wenn er sich dort wälzt. Es scheint ihn weder zu stören noch zu jucken, denn meist schubbert er die andere Seite. Vielleicht hat er aber auch Schmerzen. Jedenfalls kann ich ihn dort ohne Probleme anfassen. Wir haben statt der Zinksalbe nun eine neue Wundsalbe auf natürlicher Basis, die ich dort auftrage. Diese stelle ich euch bei Gelegenheit einmal vor, wenn ich weiß, ob sie wirkt.

Schorf an der LefzeMittlerweile bin ich mit meinem Latein am Ende. Moe ist nicht schlapp oder lustlos, aber ich mache mir Sorgen. Ich habe mir durch das Barfen natürlich keine Wunderheilung seiner Analdrüse erhofft, aber ich erhoffte mir natürlich, weniger zum Tierarzt gehen zu müssen. Sein Fell und seine Lefze sagen mir aber, dass wir noch nicht wirklich auf dem richtigen Weg sind. Es scheint auch alles zusammen zu hängen, aber ich kann mir keinen Reim darauf machen. Das Internet spuckt auch nichts Gescheites aus.

Ich denke, wir werden nun mal ein Blutbild machen lassen um zu schauen, wie seine Werte generell sind und eventuell auch einen Allergietest. Beides haben wir letztes Mal nicht machen lassen, da die Symptome komplett verschwunden waren.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass die Allergie generell etwas mit der Ernährung zu tun hat. Vorher bekam Moe hauptsächlich Lamm & Reis als TroFu, nun bekommt er Rind und Huhn. Aber wer weiß. Ich hoffe, dass wir überhaupt erfahren, was dahinter steckt, denn ich möchte Moe nicht schon wieder auf Verdacht ein Antibiotikum geben. Und sollte das ein generelles Thema sein, soll er auch vernünftig behandelt werden können. Laut Tierarzt können es ja nun nur noch eine Allergie gegen irgendetwas oder eine Autoimmunerkrankung sein.

Ich habe die Sorge, dass es chronisch werden könnte, wenn wir nicht herausfinden was Moe nun hat. Trotzdem will ich natürlich nicht ständig zum Tierarzt laufen, sondern versuche erst einmal, die Sache selber in den Griff zu bekommen. Gerade weil Moe so auch keine Schmerzen zeigt und er so munter wie immer ist. Ich denke, ich gebe der Sache noch 2 Wochen und wenn es sich bis dahin nicht gebessert hat, geht es zum Tierarzt.

Habt ihr auch schon einmal ein Blutbild oder einen Allergietest machen lassen? Wie zuverlässig sind solche Auswertungen?

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