Minimalismus: Es ist angerichtet.

Minimalismus: Es ist angerichtet.

Nein. Ich werde diesen Blogartikel nicht mit einer Entschuldigung anfangen, warum ich in letzter Zeit nur so wenig schreibe.

Aber ich werde versuchen, euch kurz die Umstände zu erklären und warum es erst einmal (vor allem noch diese Woche) so weitergeht mit den wenigen Beiträgen.

Tschüss Wendtorf, Moin Moin Laboe!
Tschüss Wendtorf, Moin Moin Laboe!

Die kurze Erklärung: Wir ziehen aus und um. Falls ihr die lange Variante lesen möchtet – die kommt jetzt und hier. 😉

Von innerlichen Schreikrämpfen und durchwachten Nächten

Äußerlich gehöre ich zu den lockeren Typen. Nehme Sachen auf die leichte Schulter, und wenn andere sagen: „Ui, das ist aber heikel“, sage ich: „Nee, das ist nur eine Herausforderung, wird nicht so schlimm.“

Als wir hier unsere Wohnung zum nächstmöglichen Termin kündigten und noch nichts anderes hatten, war das genau so eine Situation.

Moe musste sein Körbchen abgeben
Moe musste sein Körbchen abgeben

Während andere um uns herum in Panik verfielen, entspannten wir. Wir hatten schließlich unser Traum-Objekt schon gefunden, wir warteten nur auf eine Zusage. Easy, oder?

Die Couch bleibt aber, bitte?
Die Couch bleibt aber, bitte?

Selig sind die Dummen und die Träumer. Wir dachten ganze 1,5 Wochen, wir würden die Wohnung bekommen. Nicht, dass wir uns nicht kümmerten, aber wir bekamen einfach keine konkrete Aussage.

Wir hatten aber die Hoffnung, überzeugt zu haben. Und einen Nachmieter zum 01.04. hatten wir auch – es musste also klappen.

Nein. Es klappte nicht. Und da standen wir: Die Nachmieter, die mit den Hufen scharrten und wir, ohne neue Wohnung.

Ab da war es vorbei mit meiner Gelassenheit. Ich konnte nicht mehr schlafen. Ich hatte Angst.

Ja, bisher hatte es sonst immer geklappt mit dem vorher kündigen und dann Wohnung suchen – aber da hatten wir meist eher 2-3 Monate Zeit für die Suche!

Dieses Mal hatten wir nurmehr 3 Wochen.

Wir hatten einen weiteren Besichtigungstermin. Ich war fest entschlossen, an Ort und Stelle zu unterschreiben, wenn möglich – aber es ging nicht.

Ganz ehrlich: Bei der Küche hätte es mich nicht gewundert, wenn im Kühlschrank und im Ofen was gelebt hätte.

Das Bad war so abartig, ich habe so etwas noch nie gesehen. Natürlich sollte das nicht renoviert werden – „Sieht doch gut aus, oder?“ – so die Worte des Vermieters.

Wir hatten noch 2 weitere Besichtigungstermine und die Uhr tickte. An einem Samstag fanden wir sie dann: Die neue Wohnung. Direkt im Yachthafen von Laboe, vom 1. Stock bis zur Wasserkante in 1 Minute, mit Aufzug und Parkplatz. Das könnte sie werden – wenn unsere Bewerbungsmappe überzeugen würde.

Die längsten 24 Stunden begannen. Ich hatte die ganze Woche kaum geschlafen, ich lief nicht in der Spur und ich hatte echt Sorge. Moe ging es auch schlecht. Er fing morgens wieder an sich zu übergeben. Schlief schlecht. War mies gelaunt.

Die Essecke: Leer.
Die Essecke: Leer.

Am Sonntag Abend, wir rechneten schon nicht mehr mit dem Anruf, kam er dann doch: Wir bekommen die Wohnung!

Schön war am nächsten Tag zu hören, dass wir auch noch eine weitere Wohnung, auf die wir uns in der Not beworben hatten, bekommen hätten.

16 Tage vor dem endgültigen Auszug hielten wir unseren Mietvertrag in den Händen. JIPPIE!

Umzugsplanung: Wie räumt man 120 qm leer?

Unsere Übergangswohnung ist klein. Sehr klein. Wir haben Stand heute noch keinen Schlüssel, daher schrumpft sie auch noch weiter in meiner Erinnnerung. Von Tag zu Tag.

Sicher ist: Es ist eine 1-Zimmer Wohnung, ca. 50 qm. Mit Balkon & Bad, kleiner Pantry-Küche. Ohne Backofen.

Das wird eine absolute Herausforderung. Seit dem Tag, an dem wir unseren Mietvertrag in den Händen hielten, wird also mit Hochdruck verkauft, verschenkt und weggeschmissen.

Aktuell haben wir zB. nur noch 3 Töpfe und 2 Pfannen. Hört sich viel an, wenn man aber so gerne kocht wie ich, ist das nichts.

Wir werden wohl häufiger essen gehen, in der nächsten Zeit – gerade wenn wir mal wieder Lust auf Pizza haben. 😉

Was mich wirklich wahnsinnig macht, sind die Menschen, die man so über ebay Kleinanzeigen „trifft“. Da wird ein Termin gemacht, aber man kommt nicht.

Oder man diskutiert vorher, schachert um jeden Cent und möchte es dann noch abgebaut und gebracht haben. In solchen Momenten verstehe ich es sehr gut, wenn Menschen Dinge lieber auf den Sperrmüll bringen als sie noch weiter zu geben.

Das Schlafzimmer: Leer.
Das Schlafzimmer: Leer.

Allein letztes Wochenende haben wir aber doch viel verkauft bekommen. Moes Lieblingskörbchen musste weichen (das Kunstlederkörbchen), weil dafür leider einfach kein Platz mehr ist. Wir sind sehr, sehr traurig darüber und hoffen, wir finden schnell Ersatz.

Wir Zweibeiner haben kein Bett mehr und schlafen gerade auf einer Matratze auf dem Boden – auch das Bett hat in der neuen Wohnung keinen Platz, stattdessen werden wir uns ein Schrankbett zulegen.

Unsere, von mir liebevoll genannte „türkische Großfamilien-Couch“ wurde auch verkauft. Wir haben keinen Esstisch mehr, keine Stühle und behelfen uns gerade mit Campingtisch und -stühlen.

Die Gartengeräte sind auf ein Minimum geschrumpft und wir sind zuversichtlich, dass wir den Rest auch noch loswerden. Nur meine Billy-Regale mag irgendwie keiner haben. 🙁

Ach ja: Eine Waschmaschine und den Trockner haben wir auch nicht mehr. Waschen fällt also auch erst mal flach.

So langsam wird es weniger und trotzdem sieht es noch so aus wie auf einem Handgranatenwurfstand.

Moe darf seinen Garten noch ein wenig nutzen, jedenfalls, wenn das Wetter halbwegs mitspielt. Er ist sehr kuschelbedürftig und schläft unruhig. Ich hoffe, dass er sich wenigstens nach dem Umzug schnell einlebt und es ihm wieder besser geht.

Nächste Woche erwarten wir dann den Schlüssel. Sobald wir diesen haben, werden wir die 4 Wände streichen und dann geht es auch schon ans Ausmisten der neuen Wohnung – denn diese ist möbliert…

Wir dürfen aber aussortieren, was wir nicht haben möchten und einen Teil bringen wir der neuen Vermieterin vorbei.

Nun seid ihr wieder auf dem aktuellsten Stand und versteht vielleicht ein wenig, warum ich aktuell einfach nicht zum Schreiben komme. Hier stapelt sich alles, denn die „normale Arbeit“ will ja auch gemacht werden.

Ich drücke Moe und mir die Daumen, dass ihr uns weiterhin treu bleibt, auch wenn nur so wenig kommt – spätestens zum 7. Blogiläum am 01.04. „revanchieren“ wir uns dafür. Versprochen. 🙂

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8 Gedanken zu „Minimalismus: Es ist angerichtet.“

  1. Also das letzte Bild sieht doch fast romantisch aus! =D
    Ich drücke euch die Daumen, dass Moe sich in der neuen Wohnung schnell einlebt und wieder zur Ruhe kommt! Lasst euch von dem Chaos nicht unterkriegen (ihr habt eine Bleibe, was soll jetzt schon noch schief gehen).

    Wir freuen uns auf neue Blogbeiträge und räumen bis dahin aus Solidarität ein bisschen mit aus.

    Liebe Grüße
    Marley und Angie




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  2. ja genau – Ihr habt ein neues Zuhause und der Rest wird sich fügen…. bald habt Ihr den Schlüssel und dann noch mal durchstarten und dann ist bald wieder Ruhe…. ich muss auch dringend mit ausräumen und werde mich mit Anton wie Angie mit Marley aus Solidarität ein bisschen mit anschließen. Wahrscheinlich fehlt mir der Druck, denn ich komme einfach nicht vom Fleck 😬🤔




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  3. Ich kann euch gut verstehen – auch wir haben uns ja letztes Jahr verkleinert und verändert … da ist das reale Leben doch wichtiger als der Blog. Wir wünschen euch weiterhin gutes Ausmisten und Aufräumen und freuen uns dann wieder von euch zu lesen.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara




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  4. Ja, so eine räumliche Veränderung zerrt manchmal ziemlich an den Nerven. Aber ihr habt es fast geschafft. Bald habt ihr den Schlüssel in den Händen und könnt es euch gemütlich machen.

    Wir bleiben euch treu und freuen uns auf neue Beiträge. Auch wenn das noch eine Weile dauert …

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




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  5. Wow! Da wird aber fleißig minimalisiert. Ich drücke die Daumen, dass alles wunschgemäß läuft. Laboe klingt schon mal gut. Moe wird sich sicher mit dem neuen Domizil arrangieren. Er will doch hauptsächlich bei euch sein. Das klappt dann schon.

    So ein Umzug ist schon ein ganz schöner Kraftakt. Ich weiß das noch von meinem. Irgendwie hab ich mich verkleinert und vergrößert gleichzeitig. Meine eigenen 4 Wände haben nur noch knapp die Hälfte… da ich aber im Haus der Eltern lebe, haben Shiva und ich eine 120qm und einen 1a großen Garten dazu gewonnen…

    Sobald ihr dann auf Tour seid, dann ist das eh alles vergessen. Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht über euer Chaos.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva




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  6. Erst einmal freue ich mich, dass es mit der Wohnung geklappt hat und ihr zum Schluss sogar zwei Wohnungen hattet. Also war Deine Angst wirklich unbegründet. Was ich viel spannender finde ist es sich zu minimieren. Wir leben hier auf 279 qm und ich finde es zu groß, um es sauber zu halten und zu klein, um alle meine Wohnwünsche zu realisieren. da ihr aber bald in einem Wohnmobil – auch ohne Trockner und Waschmaschine – leben werdet, ist es sicher gut, sich daran zu gewöhnen. Ach, so sehr ich Euch um Euer Abenteuer beneide, merke ich auch immer mehr, dass es das nicht für mich wäre. Nein, nicht ohne Waschmaschine und Trockner….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




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  7. Wir haben nun ja auch unseren Umzug schon fast 1 1/2 Monate hinter uns. Und ich bin froh drum. Nochmal möchte ich das nicht machen. Muss ich auch nicht, wir haben unser Traumhaus gefunden 😀

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki und Skadi




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