Meine Fehler in der Hundeerziehung

Meine Fehler als Hundefrauchen
Meine Fehler als Hundefrauchen

Als Frauchen habe ich in der Hundeerziehung eine ganze Menge Fehler gemacht. Manche waren mir schnell klar, manche Fehler habe ich bewusst gemacht, andere sind mir über die Jahre erst aufgefallen.

„Da haben wir den Salat.“

Und wie das immer so ist: Manche Fehler beißen einen nach Jahren in den Hintern. Sprich: Das was man falsch gemacht hat, fällt auf einen zurück, die Konsequenzen müssen getragen werden.

Meine Fehler in der Hundeerziehung – ich wusste es doch nicht besser!

Einige Fehler habe ich aus Unwissenheit begangen. Da liest man so viel zum Thema Hundeerziehung und denkt, man weiß doch eine ganze Menge. Und dann kommt das Vier-Pfoten-Tier und belehrt einen eines Besseren. Manchmal ist der Klatscher der Realität ganz schön hart.

Heute möchte ich euch ein paar meiner Fehler in der Hundeerziehung aufzeigen. Nicht, weil ich mich selber besonders gerne an den Pranger stelle oder masochistisch veranlagt bin. Sondern weil ich denke, dass es jedem von euch so geht. Keiner ist unfehlbar. Jeder macht Fehler.

„Der schlimmste aller Fehler ist, sich keines solchen bewusst zu sein.“ (Thomas Carlyle)

Fehler Nr. 1: Mein Haus. Meine Regeln. – Das Alpha-Tier bin ich!

Moe soll bitteschön sozial sein Spielzeug und alles andere teilen. Er soll unsere Regeln im Haus befolgen und AUF KEINEN FALL DENKEN, er wäre der Boss.

Habe ich mich in der Hundeerziehung durchgesetzt? Moe teilt mit mir sein Spielzeug und sein Futter. Ich kann ihm jederzeit alles weg nehmen, er hört auf das kleinste „Aus“. Ich denke, mittlerweile macht er das auch gerne und OHNE eingeschüchtert zu sein.

Unser Spielzeug oder deins?
Unser Spielzeug oder deins?

Mein „Training“: Dafür habe ich Moe immer wieder konsequent den Napf beim Fressen weggenommen, ihm den getrockneten Pansen aus der Schnute gezogen und habe ihn wegen des Ignorierens des Kommandos „Aus“ bei Spielzeug angebrüllt. Ich schäme mich dafür. Jetzt. Damals dachte ich: „Das muss so. Moe muss mich als Alpha wahr nehmen.“ Was war ich dumm, wie naiv, wie bescheuert. Aber das war genau das, was ich in den Büchern las:

„Wenn der Hund nicht weiß, wer der Boss ist, ist er der Anführer!“

Theoretisch könnte ich dieses antiquierte Denken von mir damals mit einem Lächeln abtun. Schließlich habe ich andere Dinge nicht gemacht, beispielsweise habe ich ihm nicht die Nase in seine Pipi gedrückt, als er ein einziges Mal in die Wohnung machte. Ich habe Moe auch nie mit der Leine eins drüber gezogen oder ihn in die Seite geknufft. Aber trotzdem: Ich habe meinen Hund angebrüllt und ihm sein Futter weggenommen. Damit er Respekt zeigt.

Ich kann wohl von Glück reden, dass Moe sich nie gewehrt hat, dass er nicht total eingeschüchtert ist von mir und überhaupt keine Probleme hat, mir seine Sachen zu überlassen, wenn er das entsprechende Wort hört. Moe ist wirklich ein toller Hund, der mir diesen Fehler wohl verziehen hat. Aber erfolgreiche Hundeerziehung sieht anders aus!

Fehler Nr. 2: Falsche Ernährung

Ein Thema, dass einigermaßen schwierig ist. Denn bisher sehe ich die Konsequenzen dieses „Fehlers“ noch nicht und ob sich eine eventuelle Krankheit bei Moe irgendwann einmal auf die Ernährungsfehler, die ich begangen habe, zurück führen lässt, steht in den Sternen.

Aber: Ich weiß es. Ich weiß, dass ich mit Moe eine ganze Odyssee an Fehlernährung durch gemacht habe.

Fangen wir direkt an: Wir hatten von Moes Vorbesitzerin Futter mitgegeben bekommen. Wir dachten, ICH dachte, Pedigree ist sicher besser. Die machen ja immer so eine schöne Werbung mit niedlichen Hunden. Hm. Moe ging es mit dem Futter nicht so gut.

Also die nächste Umstellung. Dieses Mal wollte ich es gleich richtig machen. Las ich doch bei Stiftung Warentest, dass das Aldi-Futter perfekt sein soll. Wurde gekauft. Moe machte überdimensionale Haufen, hatte Hunger, war unglücklich und das Futter schmeckte schon nach ein paar Tagen nicht mehr.

Futter formte diesen Körper.
Futter formte diesen Körper.

Weiter ging es, in den Tierfachhandel. Dort bekamen wir erst das Happy Dog Lamm/ Reis-Trockenfutter. Das schmeckte zwar, aber das Fell wurde schlechter. Vielleicht die falsche Sorte? Also munter weitergemacht mit Happy Dog Hüttenkäse. Nee, schlechte Wahl. Das mochte Moe nun gar nicht fressen. Aber es gibt ja noch andere Sorten: weiter ging es mit dem Nature Croq XXL, das ist extra für große Hunde, damit Moe endlich was auf die Rippen bekommt und gerne frisst.

Was soll ich sagen. Auch das endete mit Verzicht von Moes Seite. Dann kam Nassfutter (Rinti) schön unters TroFu (natürlich Lamm und Reis) gemischt. Super gut für die Verdauung. Schließlich, nach diversen Tests mit anderen Futtersorten, landeten wir bei Markus Mühle.

JA, ZIEL ERREICHT! Moes Fell wurde besser, er hatte keine Probleme, das Futter schmeckte. Aber irgendwie war ich nicht besonders glücklich.

„Soll das alles sein, ein Leben lang nur Trockenfutter?“

Endlich fing ich an, mir wirklich Gedanken um Moes Ernährung zu machen. Ernsthaft über das Barfen nachzudenken. Den entscheidenen Schritt haben wir dann allerdings erst gewagt, als Moe das zweite Mal einen heftigen Ausschlag an der Lefze bekam und Antibiotika bekommen sollte. Da war es dann vorbei mit den Ausreden, Frisches sollte in den Napf.

Ehrlich, das ist auch 9 Monate später noch das Beste, was ich Moe geben konnte. Er ist quietschfidel, keine Allergien mehr, kein schuppiges Fell. Leider hat dieser arme Hund erst  über 5 Jahre Quatsch fressen müssen, bis sein Frauchen mal ihren Kopf angestrengt und ihren Schweinehund überwunden hat.

Fehler Nr. 3: Best Buddies mit Jederhund!

Nun kommt mein wohl gravierendster Fehler. Das Schlimmste, was ich Moe vielleicht antun konnte, denn ich habe nicht nur seine Signale ignoriert, die mehr als deutlich waren. Nein, ich habe ihn immer wieder in Situationen gebracht, die Moe so gar nicht abkonnte bis er sich dann schlussendlich gewehrt hat. Und ich habe alle Tipps zur Hundeerziehung, die ich mal gelesen hatte, konsequent ignoriert.

Andere Hunde brauche ich nicht.
Andere Hunde brauche ich nicht.

Die Rede ist davon: Meine Auffassung war, Moe muss sich mit jedem Hund verstehen, immer auf „Best Buddies“ machen und tiefenentspannt mit anderen Hunden sein.

Ich wollte so einen Hund Typ „Labrador“. Ein Schwanzwedeln hier, ein Kopfnicken da, suuuuuper entspannt. Tja. Diese Rechnung hatte ich ohne Moe und Moe ohne mich gemacht.

Die erste Hundebegegnung im neuen Zuhause hatte Moe mit seinem Herrchen. Diese lief so ab: Herrchen und Moe sind auf einer Wiese. Ein großes Stück weiter weg sind andere Hunde. Herrchen weiß:

„Hundebegegnungen an der Leine sind nicht so gut, also mache ich Moe mal besser los.“

Unsere Flauschkartoffel war damals noch nicht lange bei uns, hatte demnach auch kein großes Vertrauen zu uns. Die Hundemeute kam angelaufen und Moe wusste nicht, wohin mit sich. Erst versteckte er sich noch hinter Herrchen.

Als er aber merkte: „Hey, der macht ja gar nichts, der nimmt mich nicht in Schutz!“ – lief Moe weg. Zum Glück für uns überquerte er nicht die Straße hinter dem Park, aber Herrchen hatte Mühe, unseren völlig panischen Hund einzufangen. Das war Moes erste Erfahrung mit einer Hundegruppe bei uns.

Danach sahen Hundebegegnungen an der Leine so aus, dass Moe sich in einigem Abstand hinlegte und in Ruhe gelassen werden wollte. Und was machten wir? Wir zogen und drückten und schoben unseren Hund hoch!

DER MUSS SICH DOCH BESCHNÜFFELN LASSEN!!!

Was ich über mein Verhalten rückblickend denke, wie ich empfinde, kann ich schwer ausdrücken. Ich schäme mich, gleichzeitig könnte ich mir in den Hintern treten, wie bescheuert ich war.

Wahrscheinlich hätte man genau an dieser Stelle behutsam mit dem Training, mit der „richtigen“ Hundeerziehung anfangen müssen. Stattdessen haben wir abgewartet, bis Moe das Ruder in die Pfote genommen und sich selber verteidigt hat. Ab da ging es schön mit Krawall auf andere Hunde los, vor allem, wenn die auch nur ein bisschen zu nah kamen.

Etwas haben wir an unserer Baustelle mittlerweile arbeiten können. Dies zeigte sich beispielsweise, als Queen zu Besuch war und Moe es gut ertragen konnte, neben Queen spazieren zu gehen. Aber bitte nicht zu dicht heran kommen, danke!

Sicherlich wird das Ganze noch durch Moes Probleme mit der Analdrüse und der Kastration verschärft. Aber:

Wir haben Moe zu dem gemacht, was er heute ist.

Ich bin es, die Schuld an seinem Fehlverhalten ist.

Jeder macht Fehler.
Jeder macht Fehler.

Fazit: Aus Fehlern lernt man.

Alles in allem habe ich einen wundervollen Hund, der mir meine Fehler sicher verzeiht. Zumindest denke ich das, wenn ich mit ihm kommuniziere, er hat keine Angst vor mir, er vertraut mir. Mittlerweile auch bei Hundebegegnungen, weil Moe weiß, dass ich das regele und den anderen Hund wegschicke.

Aber ich kann nicht wirklich damit abschließen. Was wäre, wenn Moe direkt kompetent erzogen worden wäre, wenn ich mir professionelle Tipps zur Hundeerziehung geholt hätte? Wenn ihm die Sicherheit gegeben worden wäre, wenn er jemanden an seiner Seite gehabt hätte, der es einfach besser gemacht hätte? 

Wir sind nicht diese Menschen gewesen, ich bin nicht dieser Mensch, der es richtig gemacht hat. Und so gerne ich die Zeit zurück drehen, mir diesen Hund schnappen und ihn in Schutz nehmen wollen würde, ich kann es nicht. Diese Fehler, die ich aufgezählt habe, sind längst nicht alle. Aber es sind wohl die Schlimmsten.

Ich kann nicht wieder gut machen, was ich verbockt habe, vor allem: Meinen Hund so komplett missverstanden zu haben. Ihn unvorbereitet in Situationen geschmissen zu haben und dann noch ein bestimmtes Verhalten erwarten, war komplett falsch. Sicher, heute würde ich es anders machen. Mehr richtig, weniger falsch. Vielleicht.

Andererseits, es gibt keine zweite Chance. Jeder Hund hat seine Eigenarten, seine Besonderheiten. Moe und ich sind zu einem Team zusammen gewachsen, trotz Fehler. Und wahrscheinlich machen uns genau die aus.

Trotzdem ein Team.
Trotzdem ein Team.

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30 Gedanken zu „Meine Fehler in der Hundeerziehung“

  1. Hallo ihr 2!
    Oh! Wie gut kann ich Deine Gedanken nachvollziehen….
    Ich hatte mit Ren einfach soviel Glück und musste ihn gar nicht wirklich erziehen. Und als dann Stimpy kam, war das ja ein Klacks! Aber denkste! Erst durch sie habe ich Erfahrungen mit „schlechter“ und „guter“ Erziehung gemacht. Auch mir wurde gesagt dass ein Knuffer in die Seite nicht falsch ist… Aber ich habe mich dabei sooooo schlecht gefühlt. Auch habe ich sie anfangs angebrüllt! Aber selbst das hat sie nicht verstanden! Und ich wurde immer saurer! Ich habe bei Stimpy viele Fehler im ersten Jahr gemacht. Aber als ich dann an die für mich perfekte Trainerin geriet ist mir einiges leichter gefallen.
    Ich bin mittlerweile entspannter und Stimpy macht sich auch so langsam 😉
    Aber ich habe im Hinterkopf schon eine Liste, welche Fehler ich bei einem neuen 4-Beiner definitiv nicht mehr machen werde!!!!

    Viele liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy




    0
  2. Hallo ihr zwei!

    Da ist ein sehr schöner Beitrag. Es ist immer sehr schwer, die eigenen Fehler einzugestehen. Jeder macht Fehler in der Erziehung, der eine mehr, der andere weniger. Aber besser, man gesteht es sich später ein als nie. Und dann kann man (fast) immer noch daran arbeiten 🙂 auch wir haben unsere Fehler. Jessi war zwar schon erzogen als sie zu uns kam, aber trotzdem will ja jeder seine eigenen Regeln durchsetzen. Auch ich habe die angebrüllt und das tut mir sehr leid im Rückblick.. Jetzt klappt zum Glück (fast) alles so, wie wir es gern hätten 🙂

    Liebe grüße

    Diana und Jessi




    0
  3. Hallo ihr zwei!
    Shiva ist mein dritter Hund. Ich dachte, ich hätte Erfahrung…
    Jenny war ein absoluter Hundeengel. Leichtführig, will-to-please, Everybodys Darling. Sie kam auf Ruf – nachdem sie geguckt hatte, warum denn – das wurde ihr später zum Verhängnis. Rocky war mein Seelenhund. Wir verstanden uns blind. Er folgte aufs Wort, beherrschte über 250 Tricks und war einfach perfekt.
    Dann kam Shiva. Ein Paket an Vergangenheit angehäuft, dass andere in 13 Jahren nicht schaffen, sie hatte das alles in 13 Wochen durchgemacht. Kampf ums Überleben, Beißereien ums Futter, Kälte, Hunger, Angst, Panik, grobe Hände, Tritte, Knuffe, Anschreien, eine lange Reise, am Fell aus der Box gezerrt und ohne Sicherung einem wildfremden Menschen in den Arm gedrückt. Stinkend nach altem Stroh und Urin.
    Vieles wusste ich, ich wusste auch den Hund zu lesen, der nur aus Panik bestand. Aber wie komm ich an dieses Hundekind heran, dass vor lauter Angst wild um sich beißt und schnappt. Nix mit fröhlichem Welpen, der auf andere zu geht und sich streicheln lassen will. Wir brauchten ein halbes Jahr bis Shiva sich von mir am Bauch streicheln ließ. Ich hab geweint vor Freude. Sie ist nun 3 1/2 Jahre bei mir. Sie mag nicht jeden Hund, aber sie hat ihre Freunde. Sie mag nicht jeden Menschen, aber sie hat ihre Freunde. Ich beschütze sie, ich schotte sie nicht ab, aber ich gebe ihr Sicherheit. Klar, geht es manchmal schief und sie fletscht und knurrt. Aber sie wartet ab. Wenn andere Hunde auf uns zugestürmt kommen, gibt sie mir die Gelegenheit sie wegzuschicken und stellt sich hinter mich. Will ich mehr? Nö, sie kuschelt mich fast zu Tode, sie liebt meine Freunde und meine Familie. Mehr brauch ich nicht. Sie folgt prima und kann überall frei laufen. Sie läuft aber auch gut an der Leine. Sie schließt sich bei Unsicherheiten sofort an mich an und klebt förmlich am Bein. Wir beide sind inzwischen ein Team. Auch, wenn ich sie anfangs in so viele blöde Situationen gebracht habe, bei denen sie böse einstecken musste. Mein armes Schätzchen. Sie liebt mich trotzdem.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva (die ich jetzt am liebsten Knuddeln würde)




    0
    • Hach, eure Geschichte geht wirklich zu Herzen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie die Erfahrung für euch gewesen sein muss. Umso schöner, dass es Shiva jetzt so gut bei dir hat.

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
  4. Hallo ihr 2,

    Ohwe, unsere Erziehungsfehler waren sich auch nicht ohne.

    Falls es dich beruhigt: jeder macht sie! Vor allem 1.Hundehalter, aber auch beim 2.,3. oder 4. Hund wird man nicht alles perfekt machen. Aber du kannst dazu lernen und die Fehler, die du bisher gemacht hast nicht wieder machen. So versuchen wir das zumindest!

    Und Hunde sind ja Gott sei Dank nicht nachtragend!

    Liebe Grüße Abby und Diana




    0
  5. Hi ihr Beiden,
    Ich kann das total nachvollziehen. Toller Artikel! Wenn du nichts dagegen hast, würde ich ihn gerne teilen!

    Ich habe mit Pebbles auch viele Fehler gemacht und bereue sie sehr!

    Andererseits haben wir es ja gemerkt und in Zukunft wird alles besser!

    Viele Grüße
    Mieke und Pebbles




    0
  6. Jeder macht Fehler – und das ist völlig normal.
    Du musst einfach nur bedenken, jeder Hund ist ein Individium was auch so behandelt werden möchte.
    Ich kann ihn nicht in irgendeine Schublade stecken, so wie ich es will.
    Aber ich kann ihm einen anderen Weg zeigen, wo wir zusammen an verschiedenen Problemen arbeiten können.

    LG, Carola mit Deco + Pippa




    0
    • Hallo ihr drei,

      ja natürlich, aber manchmal ist es doch schwierig. Vor allem, wenn man alles richtig machen möchte und es aber doch nicht so klappt, wie es vielleicht gerne soll…

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
  7. Liebe Nicole, das ist wirklich ein wunderbarer Beitrag.
    Ich verstehe das sehr gut, als Sparta bei uns einzog, hatte ich so gut wie keine Ahnung von Hunden und er war wirklich nicht einfach. Er testet immer mal wieder seine Grenzen und am Anfang habe ich da ganz sicher auch nicht immer perfekt reagiert, da er das unglaubliche Talent hat einen so richtig aufzuregen.

    Dann kam Emily, ich dachte, Sparta und ich haben das alles so gut hinbekommen, jetzt wird alles einfacher. Und was ist? Emily ist, was die Erziehung angeht so vollkommen anders als Sparta. Wo Sparta immer und immer wieder versucht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, reicht bei Emily ein leises, freundliches „Nein“ und sie zieht den Schwanz ein, lässt die Ohren hängen und verzieht sich in Körbchen als hätte ich sie mit der Leine geschlagen.

    Ich bin so froh, dass meine Hunde mir vertrauen und sie so sind, wie sie sind, auch wenn es bei uns machmal ein paar Missverstanädnisse gibt.




    0
    • Danke! Eure Geschichte ist sehr schön, zeigt sie doch, wie unterschiedlich die Hunde sein können… Und es ist sicherlich auch für dich nicht einfach gewesen, zwei charakterlich so unterschiedliche Hunde getrennt voneinander zu betrachten und dann das richtige Training zu finden.

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
  8. Ein sehr schöner Beitrag… das inspiriert mich doch glatt. Auch ich habe einiges Falsch gemacht und die Auswirkung ist eben ein 65kg Hund der zu anderen Hunden will und wenn er will, dann will er auch 😉

    Liebe Grüße Vicky




    0
    • Ach Vicky, ich glaube, ihr beide habt das wunderbar hinbekommen. Und 65 kg zu händeln stelle ich mir schon schwierig vor, habe ich doch bereits bei 34 kg meine Probleme… 🙂

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
  9. Liebe Nicole,
    das ist ein ganz toller Artikel, in dem so viel Wahrheit steckt. Fast jeden Tag merke ich, wo ich Fehler in der Erziehung unserer Hündin gemacht habe und ich versuche ständig, mich selbst zu hinterfragen und überlege, ob ich auch alles richtig mache. Schließlich möchte ich, dass mein Hund glücklich ist, immer entspannt sein kann, sich vor nichts fürchten braucht und immer gesund ist. Aber so einfach ist das nunmal nicht und ich glaube auch nicht, dass ein Leben ohne Fehler dasselbe wäre. Hätten wir die einen Fehler nicht gemacht, wären es wohl andere gewesen.
    Es gibt keinen perfekten Menschen und es gibt keinen perfekten Hund und trotzdem sind wir alle irgendwie vollkommen.
    Wichtig ist, dass ihr euch habt und dass ihr glücklich seid. So oder so. 🙂
    Ganz liebe Grüße, Kathy




    0
  10. In der Tat ein wirklich schöner Beitrag – mal wieder 😉 Auch wir haben Fehler gemacht und hinterher alles besser gewusst. So spielt das Leben und ich finde das auch gar nicht schlimm. Wir haben ja alle einen guten Weg gefunden damit zu leben oder die Fehler wieder auszubaden 😉

    Liebste Grüße




    0
  11. Hallo ihr zwei,
    ein toller Beitrag der zum Nachdenken anregt. Ich finde ihr seit ein tolles Team und nur das zählt. Du treibst ihn zur Weißglut und er dich aber am Ende wisst ihr was ihr vom anderen Erwarten könnt und seit jetzt ein eingespieltes Team. Es ist doch super das du die Fehler als diese erkannt hast und es jetzt anders versuchst. Das macht so viel aus. Ich wünsche euch weiter alles gute und vlt hilft es manchmal einfach seinem Herzen zu folgen.
    LG Vanni mit Sandy




    0
    • Liebe Vanni,

      das stimmt. Und zu einem Team muss man erst einmal zusammen wachsen, das habe ich nun auch gelernt. 🙂 Vielen Dank für deinen Kommentar & deine Wünsche!

      Nicole




      0
  12. Ich glaube, liebe Nicole, dass es uns allen so geht und es schon die eine oder andere Erziehungskatastrophe gegeben hat. Zum Glück sind unsere Fellnasen nicht nachtragend und lieben uns dennoch. Ich finde es aber sehr mutig, dass Du so offen darüber schreibst.

    Socke bekam auch mal Trockenfutter, was ich aber gar nicht so schlimm fand. Bei uns gab s das Futter der Vorbesitzerin, die damit als Züchterin gute Erfahrungen gemacht hatte. Es war Acana und wirklich ein recht gutes Futter.

    Ich werfe mir vor, dass ich Socke zu vielen Dinge animiert habe, die nur mir Freude machen, wie das Treffen von großen Hundegruppen, Hundeschule und dergleichen. Zudem mache ich mir zu schnell Sorgen und denke zu viel über Sockes Befinden nach. Dies lässt mich sicher unsicher wirken.Und es gibt sicher noch einige Dinge, die hier hätten besser laufen können. Ich weiß aber, dass ich Socke nie angeschrien habe, nie Gewalt angewandt habe und immer das Beste wollte.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




    0
  13. Hallo Nicole!

    Interessanter Artikel. Ist Moe Euer erste Hund?
    Was genau würdest Du anders machen, beim nächsten Hund?
    Ich verstehe Deinen „Fehler“/Problem bei Punkt 1 nicht
    Was ist daran so schlimm, dass Du Moe von anfang an beigebracht hast seine Ressource abzugeben? Ich finde das eine absolut Sinnvolle Erziehungsmassnahme und da Du sie ohne Druck vermittelt hast, ist doch alles gut.
    Was genau störrt Dich?

    Gruß Silke + Lyko




    0
    • Hallo Silke,

      ja, Moe ist mein erster Hund. Mein Fehler / Problem bei Punkt 1 ist, das ich keine Geduld hatte und Moe angebrüllt und ihm sein Futter weggenommen habe. Außerdem finde ich den Gedanken, dass mein Hund 100 % folgen muss und dieses „Alpha-Tier“ Gerangel einfach nur noch falsch.

      Viele Grüße
      Nicole




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      • Hallo Nicole!

        Das mit dem schreien habe ich dann überlesen?

        Einen 100% funktionierenden Hund gibt es nicht, aber ich denke schon, dass man auch in einer Hund-Mensch-Team konstellation eine „Rangfolge“ hat und wenn ich einen Befehl gebe diese Umgesetzt werden muß. Nichts andere macht ein Leithund im Rudel auch.
        Über ignoren allein kann man manches Verhalten nicht korrigieren, denke ich .

        Gruß Silke




        0
  14. Danke für den Artikel – ich habe ihn mir inklusive der Kommentare mal in Ruhe durchgelesen und das zusammenleben mit meinen Hunden mal reflektiert. Bei uns scheitert es meistens an meiner Geduld. Liebe Grüße, Christin




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