Martin Rütter bei Stern-TV: illegaler Handel mit Hundewelpen

Das Problem des illegalen Welpenhandels, vor allem aus Osteuropa, ist kein neues Thema. Trotzdem scheint es immer noch Menschen zu geben, die bisher nichts davon gehört haben. Deswegen ist es zu befürworten, wenn bekannte Leute wie Martin Rütter darüber informieren.

In der aktuellen Sendung von Stern-TV geht es um den illegalen Handel mit Rassehunden. Diese armen Tiere werden von skrupellosen Händlern in Massenzuchten aufgezogen und dann in Deutschland über das Internet, auf Parkplätzen oder Marktplätzen zu Schleuderpreisen verkauft. Rund 500.000 Welpen werden schätzungsweise jährlich nach Deutschland verkauft, diese kommen sowohl aus Osteuropa als auch aus Massenzuchten in den Niederlanden und Belgien.

Das Problem: bei Hunden sind gerade die ersten Wochen in der Nähe der Mutter wichtig um sie zu prägen. Außerdem sollten sie natürlich alle Impfungen bekommen, auf Krankheiten untersucht sein und positive Erfahrungen mit Menschen machen. Ein guter Züchter leistet all das, woraus natürlich auch der entsprechende Preis eines gesunden und gut sozialisierten Welpens resultiert. Es sollte eigentlich allen klar sein, dass ein seriöser Züchter nicht 100-200 Euro für einen Welpen mit Papieren nimmt, sondern eher ein Preis ab 650 Euro.

Angeboten werden meist sogenannte Modehunde wie Chihuahuas, Französische Bulldoggen und Retriever.

Bei diesen Massenvermehrern werden Hündinnen gezwungen sich besteigen zu lassen und fungieren nur als Gebärmaschinen. Sie leben in Kellern und Käfigen und werden so oft es geht verpaart. Die Kleinen werden krank und schlecht sozialisiert an Menschen vermittelt, die sich entweder keinen Rassehund leisten können / wollen oder so ein Tier aus falsch verstandenden Mitleid kaufen. Teilweise sterben die Welpen bereits beim Transport. Zudem schleppen diese illegal gehandelten Welpen auch schlimme Krankheiten wie zum Beispiel die Parvovirose ein.

Dass die Tierhalter meist sehr hohe Tierarztkosten zu erwarten, oder im schlimmsten Fall, nur ein paar Wochen mit ihrem Welpen haben, weil er durch die Schwere der Krankheit eingeschläfert werden muss, bedenken sie wohl nicht. Auch das so ein Hund vielleicht andere „Macken“ entwickeln kann, da er nicht gut sozialisiert wurde, scheint diesen Menschen nicht klar zu sein.

Anders kann ich es mir nicht erklären, warum sich tatsächlich Leute darauf einlassen, einen Hundewelpen gegen Bargeld auf einem Parkplatz oder auf einem Marktplatz zu kaufen.

Auch in Tierheimen gibt es oft Rassehunde, wenn es denn einer sein soll. Andererseits sollte man sich immer überlegen, ob es nicht wichtiger ist, einen Hund wegen seines Charakters zu sich zu nehmen anstatt darauf zu beharren, unbedingt einen Rassehund haben zu wollen und lieber den illegalen Handel zu unterstützen.

Bitte, kauft niemals so einen Hund! So lange es Menschen gibt, die diese Tierquäler unterstützen, so lange werden diese Hunde leiden müssen!

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2 Gedanken zu „Martin Rütter bei Stern-TV: illegaler Handel mit Hundewelpen“

  1. Man sollte meinen MENSCH wüsste, dass es nicht allein mit der Anschaffung eines Hundes getan ist ( siehe: http://mein-irish-terrier-blog.blogspot.com/2011/06/wieviel-kostet-eigentlich.html) Der Kaufpreis ist schließlich nur der kleinste Teil der Kosten, die für unsereins entstehen. Irgendwie ticken wohl bei dem Wort „Sonderangebot“ manche Zweibeiner völlig bescheuert. Beim Autokauf schauen sie sich das Ding vorher auch hunderttausendmal an und prüfen es auf Herz und Nieren, damit die hinterher nicht viel Geld in Reparaturen stecken müssen! Aber süüüüüße kleine Hundewelpen….
    LG, Enya




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