Mama- oder Papahund?

Wen mag Moe eigentlich lieber – sein Herrchen oder mich? Die Frage, ob es den Hund eher zum Frauchen oder Herrchen hinzieht, hat Ricarda von Dalmatiner Lilly zur Sprache gebracht. Und mich hat sie zum Nachdenken gebracht, würde ich doch immer und überall zu 100 % behaupten, Moe wäre ein Mamahund. Aber ist das wirklich so?

Anzeichen für den Papahund

Der „Papa“ oder auch das Herrchen, wie es bei uns heißt, ist der beste Spielpartner. Mit keinem anderen lässt es sich so schön raufen, Spielsachen kaputt machen und rennen wie mit dem Herrchen. Die beiden sind ein Dreamteam. Herrchen kann Moe hochheben beim Tierarzt, weil er so stark ist. Er strahlt Ruhe aus.

Herrchen und Moe
Herrchen und Moe

Wird er ein bisschen lauter, hört Moe auf’s Wort. Denn er weiß genau: „Wenn Herrchen lauter wird, meint er es auch so.“ Ist das Herrchen deshalb strenger als das Frauchen? Nö, das nicht.

Herrchen kümmert sich hauptsächlich um die Fellpflege. Das macht er super. Kuscheln tun die beiden auch gerne. Allerdings: Wenn ich dabei bin, sucht Moe eher meine Nähe.

Anzeichen für den Mamahund

Warum ich glaube, dass Moe ein Mamahund ist? Er liegt lieber bei mir auf dem Sofa. Kuschelt mit mir. Wenn das Herrchen mit ihm Kuscheln will, darf er mit Moes Rücken und seinem Po vorlieb nehmen. IMMER. Immer ist der Po oben und der Kopf unten. Nur bei mir nicht. Mir dreht Moe seine Schnute zu, er mag es, wenn ich in seine Ohren atme.

Und ich mag es, wenn mir sein Schlappohr die Augen zudeckt. Wenn sein Kopf auf meinem Bauch liegt und ich ihn atmen höre. Wenn er sich irgendwann auf den Rücken dreht und seine Pfoten auf mir ablegt. Das war nicht immer so und wird sicherlich ein weiterer Blogpost werden. Jetzt genieße ich, dass es so ist.

Ein weiteres Anzeichen: Ich bin für Moes Mahlzeiten zuständig. Und zwar ausschließlich ich. Das Herrchen bereitet nur im äußersten Notfall Futter zu, er findet das Fleisch komplett eklig und würde gerne darauf verzichten.

Der Mama-Hund
Der Mama-Hund

Auch die Leckerlies kommen nicht durch die magischen Gedanken nach Hause, nein, sie werden von mir besorgt. Ebenso wie die Spielzeuge. Die meisten Tricks, die Moe erlernt hat, habe ich ihm beigebracht. Und: Moe ist es egal, wenn ich das Herrchen ärgere.

Anders herum nicht. Da mischt er sich ein. Wenn Herrchen weggeht, ist Moe das zwar nicht gleichgültig – aber wahnsinnig traurig ist er auch nicht. Wenn das Frauchen geht, schaut er schon länger hinterher. Wenn ich mal ein Wochenende weg bin, kommt Moe immer freudestrahlend nach Hause und schnüffelt alles ab – nur um feststellen zu müssen, das ich doch nicht da bin. Danach verkrümelt er sich ins Körbchen. Dafür ist die Freude umso größer, wenn ich wieder zurück bin. 😉

Ist Moe also ein „Mamahund“?

Ich denke, Moe ist durch und durch bewusst, bei wem er was bekommt und wo sein größter Nutzen ist. Wir Menschen handeln schließlich auch nicht anders. Wenn ich weiß, dass mein Freund die besten Pfannkuchen macht – warum sollte ich wo anders hin gehen? (Ist leider nicht so, aber ich wünschte, so wäre es. Also das mit den Pfannkuchen. 😉 ) Moe weiß, dass er von mir Futter bekommt. Darum kommt er zu seinen Uhrzeiten zu mir und erinnert mich daran, dass der Napf langsam mal gefüllt werden müsste.

Moe weiß auch, dass ich ihm vom Einkaufen immer ein kleines Naschi mitbringe. Deswegen kommt er dann natürlich zu mir, auch wenn Herrchen und ich zusammen Heim kommen.

Zu Dritt ist alles gut. ;-)
Zu Dritt ist alles gut. 😉

Warum Moe lieber mit mir kuschelt als mit dem Herrchen, kann ich nicht beantworten. Vielleicht weil ich nicht so laut schnarche. 😉 Fest steht: Moe würde sicherlich was fehlen, wenn einer von uns nicht mehr da wäre. Da macht es auch nichts, wenn er ein Mamahund ist – denn ohne Papa wäre auch alles doof.

Was sind eure Hunde denn?

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22 Gedanken zu „Mama- oder Papahund?“

  1. Der letzte Satz ist doch der wichtigste – zusammen ist es eben am schönsten. Emmely und ich bilden ja von jeher das Grundrudel,so dass sie hauptsächlich auf mich geprägt ist. Bei ihrem Einzug gab es noch ein anderes Rudelmitglied, inzwischen gehört ja aber ihr Lieblingszweibeiner fest zum Rudel und da wird sie dann schon mal zum PapaHund..
    Liebste Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen




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  2. Queen ist durch und durch ein „Mamahund“. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass Herrchen am Anfang wenig begeistert war von der Vorstellung, dass nun ein Hund im Haus lebt. Die Umstellung fiel im schwer und das hat Queen gemerkt. Mittleweile mag er sie sehr, aber Queen sucht seine Nähe nur, wenn ich nicht da bin… Herrchen ist eben doch nicht so richtig Hundemensch wie ich…
    Aber wie Lizzy schon schreibt: euer letzter Satz ist doch der schönste 🙂




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    • Das habe ich ja erleben dürfen, wie sehr Queen an dir hängt. Aber es ist doch echt schön, dass das Herrchen sich mittlerweile an sie gewöhnt hat und anders herum!

      Liebe Grüße
      Nicole




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  3. Hallo Nicole!

    ich kann ebensowenig wie Du genau differenzieren ob Lyko ein Mama oder Papa ist. Bei uns ist die Aufteilung ähnlich wie bei Euch, aber mein Mann ist derjenige der großzügiger mit Leckerchen: er füttert am Tisch, er gibt Leckerchen wenn Lyko im Auto warten muß, er gibt Gutenachthupfl.
    Bei mir gibt es Leckerchen für Leistung und ich bin die die das Futter zubereitet.
    Ich bin auch die Konsequentere von uns beiden, aber es ist wie bei Euch, bei meinem Mann hört Lyko einfach spontaner.
    Aber bei mir zeigt er deutliches Beschützerverhalten draußen und auch drin.
    Ich behaupte das Lyko uns beide liebt, aber jeden etwas anders.
    Er braucht uns beide.

    Gruß Silke
    P.S.
    Ich hatte mal einen ähnlichen Artikel zu dem Thema geschrieben:
    http://hundemeineliebe.blogspot.de/2015/05/die-sache-mit-der-bindung-der-mama-oder.html




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    • Das stimmt, wahrscheinlich zeigt Moe seine Zuneigung einfach nur auf andere Art. Aber großzügiger mit Leckerchen bin definitiv ich. Ginge es nach Herrchen, würde Moe gar nichts zwischendurch bekommen. 🙂

      Liebe Grüße
      Nicole




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  4. Klar, ich glaube auch, es kommt immer ganz darauf an „was Hund gerade gerne möchte“ 🙂 Ist bei uns nicht anders. Meine Beiden wissen auch sehr genau, was sie von mir bekommen und was nicht …oder wie sie mich „rumkriegen“ können 🙂




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  5. Charly ist auch eher ein Mamahund. Genau wie bei Moe, darf Herrchen den Rücken und den Popo streicheln, während er auf meiner Schulter liegt und zufrieden schläft.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




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  6. Es ist verrückt aber so wie du es beschrieben hast, genau so ist es bei uns auch. Toben und spielen geht mit dem Papa viel besser aber Futter und Kuscheleinheiten gibt es vorzugsweise immer mit mir, der Mama. Auch Tricks und Essen sind immer Mamas Aufgabe und wenn ich den Raum verlasse oder nicht da bin wird Jack verrückt. Wenn der Papa weggeht schaut er zwar hinterher aber nimmt es hin und freut sich bei der Rückkehr nur halb so sehr wie wenn die Mama heim kommt. 😀 Verrückte Welt! Toller Artikel! 🙂




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  7. Toller Artikel und so wahr! Finni ist Mama & Papa Hund. Mein Freund macht eigentlich nur Quatsch mit Finn und das weiß der Eisbär auch. Wenn Papa nach Hause kommt ist Action angesagt! Zum Leidwesen meiner neuen Wohnung 🙁 Spielen, Kuscheln, Quatsch machen & irre durch die Wohnung fetzen, das alles macht Papa mit Finn. Mama ist zuständig für Futter, Spaziergänge, Erziehung und alles was sonst noch dazu gehört 🙂
    Aber Finn liebt uns beide gleich – Hat er zumindest so gesagt 😉

    Liebste Grüße
    Lisa & FInn




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  8. Hmm bei uns gibt’s klare Verteilung. Jedem Hund seine Bezugsperson, obwohl auch ich immer füttere und durch die Babyzeit mehr mit den Wauzis unternehme steht Herrchen hoch im Kurs, denn mit dem wird richtig losgeheizt im Zuggeschirr, da bin ich völlig abgeschrieben. 😉 Wenns drauf ankommt hat jeder seinen Wauzi an sich kleben. Glenn ist eher der Männerhund und Ilari bräuchte nur Luft, Futter und mich. 😀




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  9. Nun, ich erkenne uns in Deinem Beitrag in vielen Dingen wieder und bin froh, diese Frage vor wenigen Tagen auch gestellt zu haben….Ich staune wirklich über die Übereinstimmungen. Schau doch mal vorbei und staune mit…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




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  10. Hallo Nicole,
    ich bin heute das erste Mal auf deinen Blog gestoßen und bin sehr entzückt von deiner tollen Schreibweise 🙂
    Meine Hündin kann sich auch nicht entscheiden, sie weiß genau was sie an uns beiden liebt. Zu dritt ist es eben einfach am besten 🙂




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