Magnet im Po.

Magnet im Po

Ich liebe Macken. Doch, wirklich. Vor allem, wenn sie so ausgeprägt sind wie bei Moe. Schon oft waren seine Macken hier Thema und ich könnte jetzt einfach den Deckel drauf machen – dafür ist aber seine neue Macke viel zu schön.

Moe, liebevoll auch Eddie Kontrolletti genannt, war schon immer ein „Aufpasser“. Insgeheim glaube ich ja, dass es nur 2 Arten Hund gibt: Die, denen alles am Poppes vorbei geht, und die, die so sind wie Moe.

Moe muss

  1. alles wissen,
  2. in alles seine Nase stecken,
  3. alles probieren.

Und das bedingt natürlich vor allem eines: AUFMERKSAMKEIT! Von seinen soldatischen Pflichten lässt er sich unter keinen Umständen ablenken. Moe war dabei aber eines nie: besonders aufdringlich. Eher der Typ Ninja, der dir sehr unauffällig hinterher schleicht oder einfach nur der Typ Spitzel, der alles hört, sich aber nicht zeigt.

In unserem 1-Zimmer Appartment war es schlicht nicht notwendig, mir hinterher zu laufen – er hat mich ja immer gesehen oder gehört. Selbst die Toilette war strategisch so (un-)günstig, dass man alles hörte. Im Wohnmobil war es noch einfacher – da musste er nur den Kopf ein winziges bisschen bewegen, um auf der Couch liegend den perfekten Blick Richtung Kühlschrank & Küche zu haben.

Aber nun ist alles anders. Auf insgesamt 90 qm und verwinkelten Räumen blickt es sich eben nicht so gut auf Fressalien und Co. Was also tun, damit man niemals etwas Wichtiges verpasst?

Magnet im Po
Was machst du da?

Dranbleiben. Bevorzugt an Frauchen. Da im Alter die Ninja-Taktik aber nicht mehr so gut funktioniert, (ihr wisst, die Motorik…) gerne auch etwas aufdringlicher. Und so klebt Moe an mir. (Zur Erklärung: Herrchen ist sehr knickerig, was die Leckerchen-Rationierung angeht.)

Frauchen geht aufs Klo? Moe geht hinterher. Wer weiß, was da lauert. Oder was Frauchen dort isst (ich schwöre, ich habe noch nie etwas auf dem Klo gegessen!) – aber es KANN JA THEORETISCH SEIN.

Frauchen geht in die Küche? Augen auf den Kühlschrank, auf den Backofen. Frauchen fällt etwas herunter? Direkt mal probieren.

Und so hat Moe in der letzten Zeit trotz Rufen meinerseits, die er gekonnt ignorierte, Käserinde (lecker Wachs…), Peperoni, Zwiebel und Erde (von den Kartoffeln) gegessen. Noch Fragen?

So schnell, wie das in der Schnute war, konnte ich noch nicht einmal zucken. Es gab mal eine Zeit, in der ein TABU noch ein Tabu war.

Aber Moe denkt wohl so wie ich: Der Hund ist alt, da darf er sich eine Schandtat mehr erlauben. 😉

Außerdem scheint sein Magen sowieso ziemlich robust zu sein: Unterwegs hat er von Shivas Geschenk, einer Plüsch-Ente genascht und der Flügel ist im Bauchi gelandet. Reue seinerseits? Na von wegen!

Aber warum ist das so? Warum kann Moe nicht einfach seinen Ruhestand genießen – und schlafen? Immerhin hat er jetzt ein neues Körbchen, dass er auch sehr mag (Frauchen ist geteilter Meinung, aber das wird mal ein anderer Beitrag). Es muss an diesem Magneten im Po liegen.

Ich glaube wirklich, dass Moe und ich auf irgendeine Art und Weise verknüpft sind. So, wie er mir nun hinterher schleicht, kann es gar nicht anders sein. Übrigens: Die Theorie, das wir gedanklich verknüpft sind, schließe ich kategorisch aus. 😉

Und letztendlich ist es doch wieder ein Zitat, dass Moes und meine Beziehung sehr gut beschreibt:

„Das Leben mit Hund besteht zu 90% daraus, sich hinterher zu laufen und gegenseitig zu fragen, was der andere da gerade isst.“

Wie ist es bei dir – Hast du auch so einen verfressenen Ninja-Hund?

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