Keine Eile.

Keine Eile

Die Zeit rennt. Dieses Jahr ganz besonders und mich beschleicht das Gefühl: Umso älter ich werde, desto schneller geht das Jahr herum.

Ich bin ein Genießer. Ich kann mich ganz in einem Moment verlieren und ich suche diese Momente ganz bewusst, diese kleinen Inseln, in denen ich einfach nur sein kann.

Unsere Morgenrunden zum Beispiel sind sehr ruhig – wenn Moe und ich sie alleine gehen. Wir haben ein Ritual entwickelt.

Keine Eile
Aszendent Faultier. Wir beide.

Dafür müsst ihr wissen, Moe und ich sind Sternzeichen Schildkröte und Aszendent Faultier. Wir können schnell, wenn wir müssen und wollen – aber gerade morgens ist das eher nicht so.

Die Morgenrunden, die laufen langsam ab. Ruhig. Hier schnuppern, da schauen, hier ein wenig träumen. Großartig Strecke machen wir dabei nicht.

Nein, man könnte mich hier wirklich als Tierquälerin darstellen, denn wir laufen vor dem Frühstück ganz sicher nicht unsere 10.000 Schritte. Wahrscheinlich nicht einmal 500.

Keine Eile
Guten Morgen, Stena Line!

Der Morgen ist ruhig. Wir latschen manchmal an unseren „Privatstrand“ hinunter. Ich schaue mir dabei Muscheln, Steine und Seeglas an.

Schaue, was das Meer über Nacht angeschwemmt hat. Beobachte die kleinen Krebse. Moe macht das, was ein Moe so tut: Pieschern. Schnuppern. Buddeln. Manchmal Pfoten nass machen, manchmal auch einfach nur durch das hohe Gras streifen. Die Gerüche der Nacht aufnehmen.

Ich muss mir keine Gedanken machen, dass Moe abhauen könnte. Das wir gestört werden könnten von anderen Hunden. Morgens sind wir hier ganz allein.

Keine Eile
Latschen, Gucken. Genießen.

Oft denke ich mir, dass diese Runden ganz schön langweilig wirken. Da fährt hupend die Stena Line entlang. Da klimpern die Masten der Segelboote. Hier plätschern die Wellen. Und da, da fährt der Lotse wieder hinaus, weil ein Schiff durch den Kanal gelotst werden muss.

Vor allem bei Nebel scheint es trostlos, kahl und einsam.

Für Moe und mich ist es die perfekte Art, um in den Tag zu starten.

Wir sehen manchmal Menschen, die sich morgens schon abhetzen. Das Herrchen gehört dazu, er möchte jeden 2. Tag vor dem Frühstück laufen gehen. Alles hat seinen festen Zeitplan.

Warum eigentlich? Hat man nicht viel mehr von dem Tag, wenn man ihn morgens in aller Ruhe draußen beginnt?

Unsere traumwandlerischen Morgenrunden waren nicht immer so. Ich gehörte auch zu den Menschen, die immer mehrmehrmehr wollten. Morgens schon eine große Runde gehen, der Hund braucht das so. Nein. Vorbei.

Keine Eile
Meerliebe und Strandgefühle.

Wir gehen lange, wenn wir gehen wollen. Wir gehen weit, wenn wir weite Strecken gehen wollen. Und wir gehen langsam und kurz, wenn wir es so wollen. Letzteres wollen wir in letzter Zeit häufig.

Es geht nicht um Geschwindigkeit. Ich will und muss Moe nicht morgens schon „platt für den Tag machen“, weil ich sonst vielleicht schon um 11 Uhr „genervt“ werde.

Unser Ritual: Entdecke die Langsamkeit. Genieße den Moment. Und das wünschen wir euch auch.

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5 Gedanken zu „Keine Eile.“

  1. Wunderbar … so kann derTag gut starten. Ich gestehe, bei uns war es zwar schon immer recht entspannt, aber Laika hat mir wirklich innere Ruhe beigebracht. Wir gehen zwar morgens schon eine längere Runde – aber je nach Lust und Laune dauert die Tour irgendwas zwischen 15 Minuten und einer Stunde 🙂 Das ist entspannend für uns alle – und der Tag fängt so besser an.
    Besonders jetzt wo Damon älter wird merke ich, dass er sich gerne mehr Zeit für alles nimmt – und ich werde an Dingo und Lady erinnert. Da sind wir manchmal „spazierengestanden“ … 40 Minuten für gefühlte 50 Meter – aber wir alle hatten etwas davon.
    Ich kann verstehen, dass Du so gut in den Tag startest!

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara




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  2. Genau so und nicht anders!!! Wenn wir raus gehen dann langsam und gechillt. Von Hektik hat hier keiner was! Viel besser ist es den Augenblick zu genießen ….

    Liebe Grüße Vicky




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  3. Qualität statt Quantiät, Entschleunnigt statt gehetzt … deine Gedanken gefallen mir. so handhaben wir es im Moment auch. Der Herbst gibt den Rest dazu.

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki und Skadi




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  4. Ich erinnere mich, dass Du Dich bei unserem Spaziergang in Laboe über unser Tempo gewundert hast und zugabst, dass Du oft mit Moe im Stechschritt unterwegs seist, unser Tempo aber sehr entspannend finden würdest.

    Der Alltag ist bei mir sehr stressig und ich dazu ein echter Hippel. Mit Socke muss ich entschleunigen und liebe das sehr. Das beginnt beim Laufen, beim Bürsten, beim Füttern….

    Ich weiß genau, was Du meinst. Auch ich genieße die Ruhe, die Socke mir schenkt. Eigentlich wollte ich einen Hund zum Walken, aber ich habe den Hund bekommen, der mir viel besser tut.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




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  5. Das kann ich verstehen. Du hast den Wirbelwind kennengelernt.
    Aber in letzter Zeit dreht er immer wieder von allein nach Hause um und dann gehen wir auch nach Hause. Egal, wie weit wir bis dahin gekommen sind.

    Liebe Grüße und ich freue mich auf die gemeinsame Langsamkeit




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