Im Test: WildCraft Trockenfutter

Im Test: WildCraft Trockenfutter

Wie manche sicher mitbekommen haben, gehören wir nicht gerade zu den Hardcore-Barfern oder Ernährungswissenschaftlern. Im Gegenteil: Für mich ist eine gute Hundeernährung die, bei der sich alle Beteiligten wohl fühlen, sprich, Moe sollte das Futter gut vertragen, es sollte ihm schmecken und ich möchte damit nicht einen riesigen Aufwand haben.

Spätestens seit meinem Artikel „Warum es auch mal mit Trockenfutter gehen muss“ ist klar: Auch bei uns gibt es wieder Trockenfutter.

Nach Moes OP sogar durchgehend, mittlerweile wählen wir den goldenen Mittelweg, der für uns super funktionert: Morgens gibt es rohes Fleisch, abends gibt es Trockenfutter.

Für uns bewährt sich das gerade sehr, denn es hat mehrere Vorteile so zu füttern: Trockenfutter bleibt eine längere Zeit im Magen und wird nicht so schnell verdaut wie Fleisch und Gemüse.

Trockenfutter, Nassfutter, Barf: Hauptsache gesund!
Trockenfutter, Nassfutter, Barf: Hauptsache gesund!

Beim Barfen hatte ich nach manchen Mahlzeiten das Problem, dass Moe sich morgens übergeben musste und Galle gespuckt hat. Das bleibt nun aus.

Außerdem lässt sich die Ration Trockenfutter gut abwiegen und damit belohnen. So kann ich Moes Leckerliemenge besser abschätzen, was bei seinem Gewicht wichtig ist.

Beim Trockenfutter sind wir nicht festgelegt, wir haben mittlerweile diverse Anbieter und Sorten ausprobiert. Sicherlich wird es dazu auch noch mal einen gesonderten Beitrag geben. Wichtig ist uns aber eines: Durch Moes Allergie darf kein Getreide enthalten sein, ich möchte kein Zucker oder andere versteckte, „böse“ Dinge in meinem Trockenfutter vorfinden.

Und so wird die Auswahl schon etwas eingeschränkt. Zum Glück für uns gibt es aber doch ein paar feine Marken, unter anderem Wildcraft. Diese und deren Trockenfutter stellen wir euch heute vor.

Wildcraft: Zurück zur Natur mit Trockenfutter

Die drei Trockenfutter-Sorten von Wildcraft* zeichnen sich durch einen hohen Fleischanteil aus, sowie auf den Verzicht von Getreide und Gluten. Außerdem wird auf Zusatzstoffe verzichtet. Da nur eine Sorte Fleisch verwendet wird, ist zum Beispiel auch die Sorte Weiderind hypoallergen, da das Muskelfleisch als Monoprotein verwendet wird.

Wir durften alle 3 Sorten kosten
Wir durften alle 3 Sorten kosten

Anders als andere Trockenfutter wird das Wildcraft Futter gebacken und nicht gepresst. Dadurch bleibt alles Wichtige enthalten und muss nachher nicht wieder hinzugefügt werden.

Wir haben uns für die Sorte Weiderind mit Kartoffel entschieden, haben aber auch 2 kleine Probier-Päckchen der anderen Sorten enthalten. Auch diese werden wir euch vorstellen.

Weiderind mit Kartoffel – Zusammensetzung

60% frisches Rind, 29% Kartoffel, Apfel, Birne, Kürbis, Rote Beete, Heidelbeere, Algen, Leinöl, frische Reiskeimlinge, Mariendistel

WildCraft Weiderind: Unsere Lieblingssorte
WildCraft Weiderind: Unsere Lieblingssorte

Selbstverständlich werden auf dem Futter sämtliche analytischen Bestandteile, Zusatzstoffe (bei denen es sich nur um Kupfer und Zink handelt) sowie die natürlichen Inhaltsstoffe, wie Vitamine, Energiewerte etc. angegeben.

Lachs mit Kartoffel – Zusammensetzung

50% Lachs (30% frisch, 20% getrocknet), Kartoffel, Apfel, Birne, Sellerie, Spinat, Schwarze Johannisbeere, Leinöl, Mariendistelsamen

Auch hier wird alles Weitere deklariert. Lachs fand Moe als Leckerlie sehr lecker, warum es für uns letztendlich nicht in Frage kommt, erkläre ich im Fazit.

Huhn & Ente mit Kartoffel – Zusammensetzung

30% frisches Huhn, 30% frische Ente, 18% Kartoffel, Apfel, Birne, Erbsen, Möhren, Holunderbeere, Algen, Leinöl, frische Reiskeimlinge, Mariendistel

Leider mochte Moe diese Sorte nicht, daher war ich letztendlich froh, mich für das Weiderind entschieden zu haben.

Wie hat es Moe geschmeckt?

Das Wichtigste zuerst: Moe haben die Sorten Weiderind und Lachs sehr gut geschmeckt. Lachs war ein richtig schönes Leckerchen, über das er sich sehr gefreut hat.

Die Sorte Weiderind gab es zum Abend, er hat es wunderbar vertragen. Der Kotabsatz war sehr gut und er hat im Gegensatz zu so manchem Futter auch eher ein kleines Häufchen gemacht.

Die Stückchen könnten etwas größer sein
Die Stückchen könnten etwas größer sein

Die Größe des Trockenfutters finde ich persönlich nicht ganz so gut gelungen, für einen größeren Hund sind die Pellets in meinen Augen fast zu klein. Moe jedenfalls schlingt mehr als das er kaut und bei kleinen Stücken habe ich dann etwas Sorge, dass er sich doch mal verschluckt.

Für kleinere Hunde ist die Größe aber ideal. Preislich liegt das Trockenfutter (Sorte Weiderind) für 4 kg bei 27,99 €, also im oberen Preissegment und bei einem so großen Hund wie Moe ist das schon ordentlich. Da wir aber nur zu einer Mahlzeit Trockenfutter füttern, ist es in Ordnung.

Fazit: Gut, aber mit Verbesserungspotential

Ich schrieb oben, dass die Sorte Lachs für uns nicht in Frage kommen würde, obwohl Moe es sehr gerne gefressen hat. Das liegt daran, dass mir leider zu wenig deklariert wird.

In der Zusammensetzung kann ich nicht erkennen, welchen Anteil zum Beispiel die Kartoffel ausmacht. Das bemängele ich allerdings bei allen Sorten, ich finde, eine prozentuale Auflistung aller Bestandteile sinnvoll.

Desweiteren finde ich es schade, dass man auf der Website keine Auskunft darüber erhält, woher das Fleisch / der Fisch eigentlich stammen. Gerade bei dem Lachs wäre es interessant zu wissen, ob er aus nachhaltiger Wildfischerei oder aus Aquakulturen kommt.

Fazit: Gut, aber mit Verbesserungspotential
Fazit: Gut, aber mit Verbesserungspotential

Sonst finde ich es natürlich sehr schön, dass das Trockenfutter von Wildcraft komplett ohne Tiermehl, Zucker, Salz und die anderen fiesen Dinge, wie Konservierungs- und Lockstoffe, auskommt. Auch ist es hier so, dass nichts an der Hand fettet, da die Futterbrocken komplett trocken sind. Somit eignen sie sich perfekt als Leckerlie für unterwegs, gerade bei der Größe.

Trotz des sehr happigen Preises werden wir das Trockenfutter weiterhin immer mal wieder kaufen, dabei aber der Sorte Weiderind treu bleiben. Diese hat uns wirklich überzeugt und ich denke, dass Moe sie auch dauerhaft vertragen wird.

*Das Trockenfutter wurde uns kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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9 Gedanken zu „Im Test: WildCraft Trockenfutter“

  1. Hallo ihr zwei! Jaja, wir sind auch Barfer, die immer mal TroFu durchfüttern 😉 Dieses TroFu kannte ich noch nicht, werde es aber sicher mal probieren. Fräulein Hund liebt die Abwechslung.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva




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  2. Das Futter haben wir auch noch nicht gesehen. Aaron bekommt hauptsächlich getreidefreies Trofu von verschiedenen Herstellern. Ganz selten gibt es mal eines mit einem geringen Getreideanteil, dann muss es generell in der Zusammensetzung schon hochwertiger sein. Wichtig ist mir auch, dass kein Zucker und co. da drin stecken.




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  3. Ich finde von deiner Beschreibung her klingt das Futter sehr gut. Für meine Podencodame habe ich bisher auch kein Futter gefunden, mit dem ich und sie wirklich glücklich werden. Von daher werde ich es vielleicht mal mit der Sorte Weiderind probieren 😉




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  4. Hallo.
    Es interessiert! Ich barfen auch mit meine Hunden und diese haben hin und wieder auch etwas Probleme mit dem Magen. Deshalb bekommen sie auch gelegentlich trockebnfutter. Werde ich mal ausprobieren.




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  5. Hey,
    sehr aufrichtig, dass die den Nachteil mit der Größe erwähnt. Die meisten Blogs reden alle Produkte immer nur gut, doch ihr erwähnt auch die schlechten Eigenschaften. Das ist wirklich Top. Auch ich habe mir eine kleine Packung bestellt, damit mein Vierbeiner mal was neues hat.




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  6. Danke für den Artikel. Wie ist denn der Geruch des Trockenfutters? Typisch „eklig“ oder eher angenehm dezent. Danke für eine kurze Antwort.




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  7. Hi, das Futter kannte ich noch garnicht. Meinem kleinen Tamino habe ich bis jetzt immer Wolfsblut Hundefutter gegeben. Werde mir aber direkt mal das wildcraft zum Testen bestellen!
    Gruß




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  8. Ich habe von diesem Futter neulich einen 3x1kg Probepaket bestellt. Ich habe eine Mischlingshündin aus Spanien, die eigentlich alles frisst. Bei dem Wildcraft Futter Sorte Ente/Huhn habe ich zum 1. Mal erlebt dass sie Futter übrig lässt, sogar mit „Tricksen“ (Joghurt übers Futter). Sie sortiert es fein säuberlich aus. Die anderen Sorten Lachs und Weiderind habe ich noch nicht getestet, ich hoffe dass sie die wenigstens frisst… Für mich ganz klar: kaufe ich nie wieder!




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