Hundesicht: Was ich von BARF halte.

Hundesicht: Was ich von BARF halte.

Ich weiß gar nicht, ob ihr mich überhaupt noch kennt. In letzter Zeit ist es quasi unmöglich, bei Frauchens Schreibwut, auch nur mit der kleinen Zehenkralle an die Tastatur zu kommen! Aber ich konnte mich durchsetzen, denn auch das fleißigste Frauchen braucht mal einen Tag Urlaub. Es sei ihr gegönnt.

Frauchen hat mich im Januar 2015 auf ein neues Futter eingestellt. Ich bekomme jetzt rohes Fleisch mit ein bisschen Gemüse und Obst, ich glaube, ihr Menschen nennt das BARF oder so. Bisher habe ich euch aber nicht erzählt, was mir daran gefällt bzw. gar nicht gefällt.

BARFEN aus Moes Sicht

Aber in Zeiten von Stiftung Warentest und Co., die ja wieder der Meinung sind, euch Zweibeinern ein schlechtes Gewissen (oder Gutes, wie man es nimmt) machen zu müssen, möchte ich euch einmal aus Hundesicht erklären, was GUTES Futter für uns Hunde ist (streng nach Dr. Dr. Google, klar).

Hat hier jemand was von Essen gesagt?!
Hat hier jemand was von Essen gesagt?!

1. Hauptsache fettig.

Fettig muss es sein, eigentlich weiß das jedes Kind. Fettig ist wichtig, weil es schmeckt. Und Fett nämlich wichtig für die Energiegewinnung ist. Das Fett kann lecker vom Tierchen sein, dass sowieso im Napf landet. Das schmeckt besonders gut. Alternativ tut es auch immer ein Häufchen Kokosöl oder Butter. *schmackofatz*

2. Fleischstücke dürfen maximal 2 Krallenlängen groß sein.

Das mögt ihr vielleicht anders sehen, aber in meinem Napf sollte das Fleisch definitiv nicht zu groß sein. Denn dann muss man gründlich kauen (Zeitverschwendung). In meinem Napf habe ich es am Liebsten fein püriert, während mein Frauchen am Liebsten noch erkennt, was für ein Tier da eigentlich verarbeitet wurde.

Also treffen wir uns in der Mitte. Übrigens gilt die gleiche Meinung bei Gemüse und Obst: Nur klein gewürfelt schmeckt es mir. *Der Nachmittagssnack darf aber gerne ein riesiger Ochsenziemer sein!*

3. Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.

Das war zumindest meine Devise am Anfang, als Frauchen plötzlich immer Fleisch in den Napf gehauen hat. FLEISCH! Und kein staubiges Trockenfutter. Aber ich musste mich schon daran gewöhnen, das gebe ich ehrlich zu. Hühnchen roch nach nichts. Rind, das war ganz lecker, aber auch ein bisschen zäh. Der Pansen, der war optimal (am allermeisten schmeckt mir übrigens Euter, den gibt es aber viiiiel zu selten…).

Vieles habe ich aber auch stehen lassen. Den rohen Fisch, zum Beispiel (als er im Ganzen, mit Kopf und Schuppen, im Napf lag). Ich habe Frauchen angeschaut, die auch ganz angewidert geguckt hat. Da war mir klar: Den frisst du nicht.

Also habe ich ihn mit spitzen Zähnen an der Schwanzflosse gepackt und dem Frauchen zu Füßen gelegt. „Hier, einmal Retour. Napf ist frei, da kann jetzt was anderes rein.“ Die Dummnuss hat es natürlich nicht gerafft. Kurzum hat sie das Fischchen püriert (wobei sie sich wieder fast übergeben hätte. Ihr Menschen seid echt bescheuert!).

Die Fischsuppe habe ich dann übrigens gegessen. Roch ganz gut.

4. Iiiih Gemüse.

Gemüse braucht eigentlich kein Vierpfötler. Meine Meinung. Frauchen sieht das natürlich ganz anders und hat sich durchgesetzt. Deswegen gibt es immer wieder was von dem Zeugs in den Napf, gemischt mit ein bisschen Obst. Manchmal schmeckt das auch wirklich gut (Möhrchen liebe ich, Spinat und Broccoli sind auch toll).

Aber viel lieber hätte ich ihr Tofu im Napf! Das bekomme ich aber nur zum Naschen und dann auch nur ein klitzekleines Stückchen. Ich hätte ja mein Fleisch. *Menno*

5. Mehr. Mehr. MEHR!

Liebe Menschen, wenn ihr denkt, es ist genug im Napf: Dann legt einfach noch eine Schippe oben drauf. Glaubt mir. Eure Vorstellung von Essensportionen ist falsch. Das ist viel zu wenig, was ihr da immer abwiegt und ausrechnet. Mehr. Wirklich. Schadet auch nicht, versprochen!

Kleiner Tipp zum Schluss

Ich würde es ja mit euch teilen. Ist aber zu lecker.
Ich würde es ja mit euch teilen. Ist aber zu lecker.

Zu guter Letzt möchte ich euch aber wissen lassen, dass ihr Menschen euch nicht immer so verrückt machen sollt. Gebt uns Vierbeinern einfach ein bisschen häufiger etwas von dem, was ihr so futtert.

Hat auch einen super Nebeneffekt: Wenn ihr mit uns teilen MÜSST, ernährt IHR euch automatisch gesünder. Ihr wollt doch nicht, dass wir nachts kotzend neben euch liegen, oder? 🙂

Ach und noch was: Das Frauchen hat mal wieder fremd gebloggt. Bei Deco & Pippa berichtet sie von einem mega peinlichen Erlebnis in Kroatien, dass sie noch nie erzählt hat. Schaut mal vorbei! Zum Gastartikel.

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