Hundefutter: Was füttere ich unterwegs?

Hundefutter: Was fuettere ich unterwegs

Ihr merkt schon, dass diese Woche ganz unter dem Motto Futter und Leckerchen steht, oder? 🙂 Aber ganz ehrlich: Was soll man auch machen, wenn man nicht vor die Tür kommt und einem langweilig ist? Richtig: Essen. Und damit steht das (unfreiwillige) Thema der Woche.

Wir möchten nämlich noch einmal auf das Thema Barf und die Ernährung unterwegs eingehen. Für uns wird es immer wichtiger, zu planen, was Moe auf Reisen zu Fressen bekommen soll. Gerade wenn wir länger unterwegs sind und keine Tiefkühltruhe zur Hand haben, könnte es schwierig werden.

BARF vs. Nassfutter vs. Trockenfleisch

Nachschlaaaag!
Nachschlaaaag!

Also habe ich mich daran gesetzt, einmal zu überlegen, was ich denn erwarte. Was meine Wünsche in Bezug auf das Futter sind und welches wohl Moes Wünsche sein könnten.

Mittlerweile haben sich bei Moe einige Präferenzen abgezeichnet: Wild mag er nur bedingt. Meist spuckt er es tatsächlich aus oder lässt es gleich ganz liegen. Fisch liebt er, allerdings ist das nur in Maßen gut für Hunde verträglich. Rind, Lamm und Geflügel sind unproblematisch.

Beim Barfen war und ist das bisher einfach: Pansen, Blättermagen, gewolftes Rind, ab und zu gewolftes Huhn mit Knochen. Alle zwei Wochen gibt es Fisch, zwischendurch Innereien, alles ganz entspannt und je nachdem, was die Truhe so hergibt. Klar, frisches Gemüse gibt es auch immer wieder dazu, sowie etwas Obst und dann und wann Nudeln, Kartoffeln oder Reis, wenn etwas übrig bleibt.

Quark und Hüttenkäse gibt es auch, sowie ab und an ein Eigelb. Einen Plan habe ich nicht mehr, mittlerweile stelle ich das Futter je nach Tagesform und Resten im Kühlschrank zusammen. Moe geht es prächtig damit.

Für jeden Urlaub muss ich mich aber damit auseinander setzen, was währenddessen im Napf landen soll. Und da erlebte ich nun schon ein paar Mal böse Überraschungen.

Sowohl Bozita Naturals haben wir ausprobiert, wie auch Herrmanns, Terra Canis, Escapure und Hardys Traum. Die ersten drei sind aus den verschiedensten Gründen durchgefallen. Bozita Naturals hat Moe gut geschmeckt, er hat es leider aber überhaupt nicht vertragen.

Das Gleiche gilt auch für Herrmanns, obwohl ich da wirklich guter Hoffnung war. Immerhin sind die Zutaten alle Bio und getreidefrei, also perfekt für uns. Aber Moes Magen, bzw. Darm war da anderer Meinung, wir haben zwei Anläufe gemacht und mussten es dann doch abbrechen.

Terra Canis ist bei uns leider auch durchgefallen. Auf keinen Fall wegen der Zusammensetzung, da ist es wirklich hochwertig. Allerdings frisst Moe es nur mit spitzen Zähnen, wenn überhaupt. Unabhängig davon, welche Sorte ich ihm vorsetze. Und das ist echt ungewöhnlich, da er Nassfutter sonst immer verschlungen hatte.

Die Betonung liegt auf „hatte“. Seit wir Barfen, ist Moe da nämlich äußerst krüsch geworden. Ich glaube sogar, dass er Trockenfutter gar nicht mehr futtern würde, es sei denn, es ist Frolic. 😉

Bisher haben uns also nur zwei Sorten wirklich überzeugt, sowohl vom Output, von den Zutaten und vom Geschmack, und das sind Escapure und Hardys Traum (letzteres stellen wir euch bald vor).

Einmal vollmachen, bitte!
Einmal vollmachen, bitte!

Unterwegs müssten wir also auf Dosen zurück greifen. Aber wollen wir das? Gibt es nicht doch die Alternative Trockenfleisch, bzw. getrocknetes Futter?

Auf der DogsLive in Münster gab es auch einen Stand, der das „Barfen in Trocken“ anbot. Man hat also einen Sack voller getrockneter Köstlichkeiten, Fleisch, Gemüse etc. Vor der Fütterung wird das Futter abgewogen, mit warmen Wasser übergossen und dann lässt man es aufquellen.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Es hat kaum Gewicht, man kann es selber zusammen mischen, die Lagerung und Zubereitung ist denkbar einfach. Aber: Kann sowas schmecken? Ich kenne das bisher nur von getrockneten Gemüsemischungen und das fand Moe eher nicht so gut.

Wir haben es leider noch nicht ausprobiert und ich bin auch nicht sicher, was ich davon halten soll. Angeblich bleiben sämtliche Vitamine enthalten und es soll als Alleinfutter durchgehen. Definitiv würde ich das aber vorab testen.

Fazit: Auf Reisen bleibt es bei Nassfutter

Erst einmal werden wir dem Nassfutter treu bleiben und dann vor Ort entscheiden, ob doch mal Fleisch frisch gekauft werden kann. Je nach Unterbringungsmöglichkeit und Größe des Kühlschranks entscheiden wir im Einzelfall, ob wir frisch füttern oder die Dose herhalten muss.

Ist das lecker!
Ist das lecker!

Wichtig ist für mich: Man muss absolut kein schlechtes Gewissen haben, wenn man Fertigfutter füttert. So lange es hochwertig ist, vom Hund gut vertragen und auch gemocht wird, kann man auch als Barfer mit Nassfutter nichts falsch machen.

Was füttert ihr denn unterwegs? Und habt ihr schon einmal dieses getrocknete Futter ausprobiert, könnt ihr da einen Anbieter empfehlen?

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16 Gedanken zu „Hundefutter: Was füttere ich unterwegs?“

  1. Nun, bei Lindas Größe ist das nicht so schwer. Ich nehme ihr Frostfutter in einer Kühlbox mit 12 V Anschluss einfach mit auf Reisen, da taut auch über 6 Stunden lang nichts auf oder kaufe, wenn die Kapazitäten des Tiefkühlfachs nicht ausreichen, einfach vor Ort im Supermarkt ein. Ansonsten ist sie bei mir mit… 😉

    Ich könnte mir auch vorstellen, im Voraus größere Fleischstückchen im Dörrgerät zu trocknen. Funktioniert aber nur mit mageren Sorten und auch mit Leber, aber natürlich nicht mit Pansen. Für einen Wochenendtrip sicher nicht verkehrt, da das Zeug nach dem Trocknen wirklich nicht viel wiegt…

    LG Andrea und Linda




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    • Hihi, Moe würde wohl liebend gerne bei uns mitessen. Aber dauerhaft Spaghetti mit Tomatensoße- ich weiß ha nicht. 😉 Und ich glaube Dörren bei Moes Größe… Da müsste ich wohl eine ganze Menge Fleisch machen. Der nächste Hund wird kleiner, so viel steht fest!!! 🙂

      Liebe Grüße
      Nicole




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  2. Wenn ich mit Cabo in den Urlaub fahre oder Camping mache, nehme ich für ihn entweder Platinum Trockenfutter mit, was Cabo liebt und sehr gut verträgt. Oder er bekommt Fleischeslust Nassfutter, worauf er ebenfalls abfährt. Letzteres finde ich vor allem aufgrund der Wurstform praktisch und nimmt nicht wie Dosen so viel Platz in Anspruch. Sowohl mit Platinum als auch mit Fleischeslust kommen wir super klar. Beide sind für den Urlaub oder für unterwegs eine tolle Alternative zum Barf.

    Liebe Grüße
    Silvana




    1
    • Liebe Silvana,

      von dem Platinum TroFu habe ich auch schon viel Gutes gehört. Eventuell wäre das mal einen Test wert. Mal sehen, ob wir da eine geeignete Packungsgröße finden…

      Vielen Dank und liebe Grüße
      Nicole




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  3. Wir sind bis jetzt noch nicht sehr lange weggewesen, aber Lotte bekommt momentan Nassfutter von Terra Canis und Trockenfutter von Real Nature und beides kommt gut an 😉
    In dem Sinne wäre es einfach, ihre Mampfrationen einfach mitzunehmen.

    LG




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  4. Für Urlaub und Co nehme ich das „Trockenbarf“ von Jörg Meißmer.

    http://www.joergmeissmer.de/premium-tiernahrung/

    Auf den ersten Blick wirkt es teuer, aber da es die vierfache Menge ergibt (also 4 Kg) finde ich es in Ordnung. Diego hat inzwischen alle drei Sorten durchprobiert und liebt es! Durch das geringe Gewicht, keinerlei widerlichen Geruchs und der einfachen Handhabbarkeit finde ich es gerade auf Reisen sehr praktisch! Ich kann es nur empfehlen. Am besten mit der Sorte Rind starten.




    0
    • Liebe Annemarie,

      meinst du denn, das wäre auch für, sagen wir mal 3-4 Wochen oder länger, geeignet? Sonst hört sich das ja interessant an.

      Liebe Grüße und vielen Dank,
      Nicole




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      • Diego schmeckt und bekommt es hervorragend. Ich hätte keine Bedenken es auch durchweg über mehrere Wochen zu füttern.

        Beste Grüße
        Annemarie




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  5. Mit dem leidigen Thema schlagen wir uns auch schon seit Jahren herum. Unser erster Berner hat leider auf alles, was aus einer Dose kam, mit Durchfall reagiert. Egal ob Hundefutter, Thunfisch oder auch mal speziell Kehlkopf wegen der Schilddrüsenhormone. TroFu kam damals nicht in Frage, also haben wir immer gebarft – selbst am Gardasee am Campingplatz mit einer Kühltasche und 2 Hunden… Inzwischen ist es ein weiteres Kriterium für unser Ferienhaus – da muss eben einfach eine Kühlmöglichkeit da sein, zumindest für eine Woche. Die zweite müssen wir dann eben vor Ort frisch kaufen und das Fleisch wird mit mehr Nudeln, Reis und Kartoffeln gestreckt. Die letzten Urlaube hatten wir Fleischeslust – irre teuer, 2 Wochen kosten soviel wie normal ein Monat barfen für 2 Hunde. Im ersten Urlaub ging es noch gut, da gab es zusätzlich TroFu. Das wurde in der 2. Woche aber auch nicht mehr gern gesehen. Leider war es dann nur so, dass die Fluse von Fleischeslust nicht satt wurde. Er hat über ein Kilo am Tag bekommen (der Grund, warum Dosen für uns nicht in Frage kommen – so einen Müllberg kann ich nicht einmal für eine begrenzte Zeit verantworten) und war dennoch ständig am Suchen. Normal kann er auch gut mal 1-2 Mahlzeiten freiwillig ausfallen lassen. Vom Output wollen wir sowohl bei TroFu als auch Fleischeslust gar nicht sprechen. Von normal 1-2x täglich waren wir bei 4-5 riesigen Haufen angekommen.
    An Weihnachten haben wir also komplett durchgebarft und auch im kommenden Normandie-Urlaub wollen wir das durchziehen – wobei da 3 Wochen schon sportlich werden 😀




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    • Hui! Ja ich befürchte sowas leider auch: Ich gehe davon aus, dass Moe Trockenfutter nicht mal mehr anschauen würde. Einfach, weil er jetzt etwas „Besseres“ gewohnt ist. Ich meine, wer sogar Terra Canis stehen lässt..
      Die Fleischeslust Meat & Treat nehmen wir als Leckerlie zwischendurch. Wie du schon sagst: Es ist echt richtig teuer und als Alleinfutter könnte ich mir das im Leben nicht vorstellen, zumindest nicht bei Moes Größe und Gewicht. Da müssen ja immerhin 34 Kilo gesättigt werden. 😀

      Barfen unterwegs stelle ich mir sehr schwierig vor, vor allem bei der Art, wie wir planen zu Reisen. Deswegen suche ich nach einer guten Alternative, aber wenn nichts anderes geht… Mal schauen. 🙂 Vielleicht hat ja noch jemand eine zündende Idee. 🙂

      Liebe Grüße und vielen Dank,
      Nicole




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  6. Wir füttern unterwegs auch weiterhin Frischfleisch!
    Ich habe mir zum Geburtstag eine Kühltruhe gewünscht, die man über den Zigarettenanzünder im Auto betreiben kann. Und die Unterkünfte werden mittlerweile tatsächlich so ausgesucht dass ein Gefrierfach im Kühlschrank vorhanden ist. In der letzten Unterkunft hatten wir sogar einen Minifreezer! Extra für die Barfer! 🙂 Toll, oder?
    Einmal musste ich auf Trockenfutter zurückgreifen da man in die Schweiz max 1kg Fleisch einführen darf 🙁 Das reicht bei Weitem nicht für 2 verfressene Cocker (für 1 Woche ;))!

    Viele liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy




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  7. Hallo 🙂
    Da wir nur Trockenfutter füttern – wir probieren zwar immer wieder Nassfutter aus, aber sowohl Iggy als auch Lemmy bekommen davon immer starken Durchfall – füttern wir auch auf Reisen unser Trockenfutter.
    Unsere zwei Lieblingsmarken sind dabei Wildes Land und Escapure – beide werden gerne gefressen, gut vertragen UND (was ein super Pluspunkt ist) werden auch als Leckerlis auf Spaziergängen akzeptiert 😉

    Liebste Grüße
    von Anna und den zwei Canistecture-Quarktaschen




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  8. Tja, Socke muss ihr frisch gekochtes Futter bekommen. In Ausnahmefällen geht es mit Barfdosenfleisch und Babygläschen Obst und Gemüse und vorgekochten Kartoffeln. Aber länger als drei Tage ist es schlecht, denn dann bekommt Socke Durchfall oder Erbrechen. Unser Fazit wir machen keinen Urlaub, sondern verreisen mal an den Wochenenden.
    Wir könnten zwar wie es Andrea mit Linda macht mit einer Kühltasche verreisen und für Socke Vorort kochen, wobei ich nicht nur den Aufwand recht groß finde. Bei Socke geht es nicht um das Auftauen des Futters, es müssen Kartoffeln gekocht und das Futter jeden zweiten Tag vorbereitet werden. Es ginge irgendwie, entspricht aber nicht unseren Wünschen.

    Für Socke verzichten wir gerne auf lange Urlaube. Was hat man davon, wenn es Socke nicht gut geht.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




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    • Liebe Sabine,

      stimmt, bei euch ist das um einiges komplizierter. Aber so lange ihr damit gut umgehen könnt und euch die Alternative nicht gefällt, ist das doch in Ordnung. Bei uns stehen ja, wie du weißt, Veränderungen an und so langsam möchte ich mich auch mit der Ernährung unterwegs auseinander setzen…

      Liebe Grüße
      Nicole




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      • Liebe Nicole,

        ich kann es nicht glauben, dass Ihr wirklich so ein Projekt angeht. Ich ziehe meinen Hut davor und hoffe, dass alles so klappt, wie Ihr Euch das wünscht. Und natürlich musst Du Dir ganz andere Fragen stellen, wie unsereins. Bei der Futterfrage stellt sich natürlich auch die Frage, ob Du das auserwählte Futter überall in Europa bekommst, Moe seine Vorlieben ändert oder seine Bedürfnisse sich krankheits-oder altersbedingt ändern.

        Viele liebe Grüße
        Sabine mit Socke




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