Hunde spielend motivieren

Habt ihr manchmal Probleme dabei, euren Hund zu motivieren? Bei Moe kommt es darauf an. Es gibt Dinge, da ist er Feuer und Flamme. Beim Ball spielen oder Futter suchen zum Beispiel. Bei neuen Tricks ist es oft so, dass er komplett übermotiviert ist und ich ihn dann erst einmal beruhigen muss. Was super ist: Moe bietet von sich aus eine Menge an. Was schlecht ist: ich bin schlecht im rechtzeitigen Belohnen. Das heißt, dass Moe etwas macht, das er so auch als Trick lernen soll, bietet das also an- und ich belohne im falschen Moment, nämlich wenn alles schon vorbei ist. Zu langsam, Frauchen. Deswegen haben wir mal das Klickertraining ausprobiert, aber das hat für uns beide nicht so richtig funktioniert, vielleicht bin ich das falsch angegangen.Motivieren klappt also Meistens. Es sei denn, es geht um Dinge wie: bei Fuß gehen, Rolle draußen, Liegen bleiben wenn Besuch kommt. Fuß gehen mag ich ihm nicht beibringen, in dem ich ihm permanent ein Leckerli vor die Nase halte. Richtungswechsel haben insoweit funktioniert, als das er nicht an der Leine zieht. Aber Moe geht halt gerne vor. Am liebsten immer.

Was ist eigentlich Motivation?

Was Motivation eigentlich ist, ist klar. Aber wusstet ihr, dass es 2 Motivationsarten gibt? Nämlich die intrinsische Motivation (man tut etwas, weil es Spaß macht) und die extrinsische Motivation (man tut etwas, weil man sich davon etwas erhofft – eine Belohnung). Auf diese beiden Motivationsarten geht das Buch „Hunde spielend motivieren“ von Karen Uecker ein, sie sind sozusagen der Einstieg. Denn bevor man daran geht, seinen Hund zu motivieren, sollte man erst einmal wissen, aus welcher Motivation der Hund etwas tut. In dem Buch wird der Hundehalter dazu angeleitet, den Hund so zu „lenken“, dass er die intrinsische Motivation zum Beispiel beim Hundesport oder allgemeiner: mit seinem Besitzer entwickelt. Es geht also darum, aus Hund und Mensch ein Team zu machen, dass nicht aus Leckerchen besteht sondern aus einer tiefen Verbindung.

Der Grundgehorsam – ohne geht es nicht

Auf 2 Seiten wird noch ein kurzer Überblick gegeben, wie der Grundgehorsam des Hundes aufgebaut sein sollte, bzw. das er überhaupt erst einmal vorhanden sein muss. Denn ein Hund, der selber darüber entscheidet, was für ihn lohnenswert ist, kann in den Fällen, in denen Motivation gewünscht ist, keine entwickeln.

Spannend!

Fazit

Für mich gehört das Buch zu jenen Dingen, die man haben kann, aber nicht muss. Wer aktiv Hundesport betreibt, kann sich sicher noch den einen oder anderen Tipp herausziehen. Ich habe gelernt, dass bei Moe der Grundgehorsam noch etwas verbessert werden kann, sodass er über kurz oder lang auch bei Fuß gehen lernt. Ansonsten waren für mich nicht so viele neue Tipps dabei.

Vielen Dank an den Verlag Müller-Rüschlikon, die mir dieses Buch freundlich zur Verfügung gestellt haben.

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5 Gedanken zu „Hunde spielend motivieren“

  1. Danke, dass du das Buch so ausführlich erklärt hast. Am Grundgehorsam arbeite ich mit Charly zur Zeit auch sehr intensiv.

    Fuß gehen klappt leider noch nicht so gut, genau wie bei Moe. Auch weigere ich mich, ihm ständig irgendein Leckerli vor die Nase zu halten. Ich finde, es muss auch ohne gehen. Für Kunststücke bekommt er aber immer ein Leckerchen zugesteckt.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




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  2. Cool, ich bin gerade über Google auf den Artikel gestoßen, weil ich nach dem Titel gesucht habe, nur leider, ist das, dass ich suche von Eckhard Lind.

    Das Buch dass Du hier vorstellst habe ich auch gelesen, fand es aber vom Schreibstil her nicht ganz so gut, wie das nach dem ich gerade suche.

    Über Dein Fazit muss ich noch mal nachdenken. ich habe selber mal Agility gemacht, es aber nach ein paar Monaten wieder bleiben lassen, weil ich merkte, dass der Ehrgeiz bei mir zu groß wurde. Aber ich habe auch festgestellt, dass ein spielerisch eintrainierter Grundgehorsam in Stresssituationen extrem vorteilhaft ist.

    Beispiel „Platz“: Auf das Kommando Platz fielen meine Kim und auch mein Dackel paul auf den Boden wie ein Klappmesser, weil ich damit immer ein Tobe- und Rennspiel eingeleitet habe, auf dass beide besonders scharf waren.

    Später habe ich dann immer „Platz“ dazu verwendet, den Hund aus einer Situation rauszunehmen und selber die Kontrolle zu übernehmen.

    Beispiel: Pöbelnder Hund kommt uns entgegen. Mein Hund pöbelt zurück.“Platz!“ mein Hund liegt, gleichzeitig übernehme ich die Kontrolle, indem ich mich zwischen die Hund stelle. Mein Fazit ich habe die Situation im Griff. Bis ich aber auf diesem Level bin – oder besser wir als Mensch-Hund-Team, haben wir Monate trainiert und spielend motiviert. Erst spielerisch die Kommandos eingeübt ohne dass es im eigentlichen Sinne Kommandos waren. Dann haben wir dasselbe mit leichter Ablenkung gemacht, bis die Ablenkung immer größer wurde.

    Inwieweit das dann am Ende immer klappt hängt aber auch vom Hund ab. So brauchte ich meine Kim dabei nie an die Leine zu nehmen, während mein Paul halt ein eigensinniger Dackel war, den ich in solchen Situationen immer anleinen musste.

    Viele Grüße
    Edgar




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    • Nachdem ich deinen Kommentar hier gelesen hatte, musste ich das Buch von Eckhard Lind auch mal wieder zur Hand nehmen, ich habe das nämlich auch schon lange im Schrank und vor sehr langer Zeit mal gelesen. 🙂 Ich hatte mir damals auch das entsprechende Spielie gekauft und fand die Art des Trainings sehr spannend. Ich werde mir das noch einmal durch lesen und vielleicht stelle ich es hier mal im Blog vor.

      Liebe Grüße,
      Nicole




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  3. Falls Dr das Buch mal irgendwo zufällig als kaufbares Exemplar begegnet, denk‘ doch bitte an mich. Meinen Email hast Du ja. Ich werde dann wohl auch eine Rezi dazu schreiben oder vielmehr habe ich vor, in einer Beitragsreihe zuerzählen, wie ich mit dem Buch arbeite, aber erst muss ich (oder besser wir) ja mal den passenden Hund finden ;). Das wird wohl eine Sheltiehündin werden oder eben ein Sheltiemix.

    Viele Grüße
    Edgar




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