(Hunde-) Blogger für Flüchtlinge

Initiative Blogger für Flüchtlinge
Initiative Blogger für Flüchtlinge

„Wenn die 5000 für einen Schlepper bezahlen können, hätten die auch in ihrer Heimat bleiben können.“

„Smartphone aber nichts zu fressen – die Presse lügt uns doch an, die haben alle Geld!“

„Natürliche Auslese – die haben doch selber Schuld, wenn sie auf der Flucht sterben!“

Auf diese und andere Kommentare bin ich in der letzten Zeit gestoßen. Immer wieder. Egal ob im Familien- und Bekanntenkreis, bei youtube oder Facebook – ich habe das Gefühl, der Hass gegenüber Ausländern und speziell Flüchtlingen wird immer lauter, organisierter und schlimmer.

Ich habe eine riesige Wut im Bauch, wenn ich diese Kommentare lese oder höre. Was ist diesen Menschen passiert, dass sie sich so äußern? Wie wenig Menschlichkeit ist in solchen Worten vorhanden, und wie viel Verachtung? Haben die aus der Geschichte überhaupt nichts gelernt?

JA, das hier ist ein Hundeblog. Aber ich schreibe für den Menschen MIT Hund. Deswegen möchte ich euch, genauso wie auch Katja und Rebecca, aufmerksam auf diese Aktion machen: Blogger für Flüchtlinge.

Was ist Blogger für Flüchtlinge?

Blogger für Flüchtlinge ist eine Initiative von Nico Lumma, Stevan Paul, Karla Paul und Paul Huizing, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Flüchtlinge zu unterstützen.

Es soll eine Aufmerksamkeit geschaffen werden, dass wir alle etwas tun können um zu helfen. Das wir gegen den braunen Mob anstinken können. Das wir Menschen, die nichts haben, zeigen, dass sie willkommen sind. Wenigstens das.

Dafür braucht es keine großen Gesten oder viel Geld. Jeder kann in seinem Rahmen etwas tun, jede Kleinigkeit zählt.

Ihr könnt Geld spenden. Zum Beispiel hier, bei betterplace.org. Mittlerweile sind schon fast 100.000 € zusammen gekommen.

Ihr könnt Sachspenden abgeben. Schau dir dazu diese Seite an, um herauszufinden, was du spenden kannst und wo. Für die Kieler ist diese Seite interessant.

Ihr könnt als Blogger weitere Menschen mit ins Boot holen, aufklären, zu Spenden aufrufen und ein Zeichen setzen!

Aber was ihr definitiv und immer tun solltet, wann immer euch Fremdenhass, Parolen oder solche Zitate wie oben begegnen: Macht den Mund auf! Sagt, was ihr davon haltet, zeigt diesen Menschen, wie es anders gehen kann und wie es sein sollte! Sorgt dafür das solche Nachrichten häufiger in der Zeitung stehen als Anschläge auf Notunterkünfte.

Fühlt bitte einmal in euch hinein, was Flüchtlinge durchmachen mussten und noch müssen. Was man fühlt, wenn man auf der Flucht ist. Wenn man so verzweifelt versucht, in ein anderes Land zu kommen, in der Hoffnung, dass es einem dort besser geht. Und was man dann fühlt, wenn man auf Menschen trifft, die sich so verhalten wie die in Heidenau oder Freital. Für so ein Benehmen schäme ich mich abgrundtief.

Und wenn ihr noch Inspiration dafür sucht, wie ihr als „Gutmensch“ gegen die Parolen und Hetze angehen könnt, schaut euch einfach mal dieses hervorragende Video von Olli Kalkofe an; meiner Meinung nach hat er alles gesagt, was es dazu zu sagen gibt. Danke, Olli.

Also, wie steht’s mit euch? Seid ihr dabei?

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2 Gedanken zu „(Hunde-) Blogger für Flüchtlinge“

  1. Sehr, sehr cool 🙂 uns wenn ich gerade immer lese, dass alle nach Deutschland woolen, dann simmt das zwar nicht, aber wir könnten uns ja auch einfach mal freuen, dass Deutschland ein so großes Ansehen genießt, dass die Menschen zu und wollen – und es ist noch gar nicht so lange her, dsass Deutsche durch Ungarn geflohen sind, dass sollten einige sich einfach mal wieder ins Gedächtnis rufen.

    Liebeb Grüße
    Edgar




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  2. Ich verstehe wirklich nicht warum so viele Deutsche sich so verschließen. Wenn ich das täglich in den Nachrichten sehe heißt es mal wieder Fremdschämen auf höchstem Niveau. Sie können doch froh sein das sie all diese schlimmen Dinge nicht erleben mussten und das sie in einer beschützten Umgebung aufgewachsen sind wo oft die Farbwahl der Schuhe das größte Problem des Alltags darstellt. So traurig.
    danke für den Artikel
    LG Vanni mit Sandy




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