Hochzeit, Flitterwochen und ganz schön was aufzuholen

Ich kann es kaum glauben – im September habe ich das letzte Mal etwas von uns hören lassen. Dabei wollte ich doch eigentlich wieder mehr schreiben und nicht weniger. 🙂 Ich dachte irgendwie, dass nach der Hochzeit spätestens ein bisschen Ruhe einkehren würde, aber da habe ich mich getäuscht.

Der Dickbauch wächst und gedeiht (immerhin sind es nur noch knapp 3 Wochen) und Moe nimmt so langsam Kontakt zu dem neuen Bewohner auf. Ja, ihr lest richtig – Moe hat meinen Bauch sehr gemieden und sich extrem zurück gehalten.

Er ist nicht der Typ Hund, der instagramtauglich auf meinen Bauch herum liegt und damit schmust. 😉 Stattdessen hatte ich es jetzt 2 Mal, dass er sich wirklich von sich aus mit dem Kopf an den Bauch gelegt hat – und dann auch direkt weggetreten wurde. Nicht von mir – das möchte ich jetzt aus tierschutz-relevanten Gründen nochmal klar formulieren. 😉

Heute möchte ich euch aber vor allem erzählen, wie unsere Hochzeit und unsere Flitterwochen waren. Denn Moe war ja ein großer Bestandteil von der Planung und unser vierbeinige Trauzeuge. 🙂

Standesamtliche Hochzeit auf vier Pfoten

Vorab möchte ich kurz sagen, dass die Hochzeitsfotos alle von Anna & Lisa Fotografie kommen, da die wunderbare Anna, die zur Familie gehört, unsere kleine Feier dokumentiert hat. Meine Schwester und Trauzeugin hat uns diese tolle Überraschung gemacht und ich freue mich unendlich, dass wir soooooo…ooo tolle Fotos erhalten haben. Danke nochmal für deine Zeit, liebste Anna!

Es geht los – Moe vorneweg! (©Anna Lisa Hochzeitsfotografie)

Moe war an dem Tag super entspannt und gechillt. Als ich ihm dann sein Halsband und Leine anzog, wurde er leicht aufgeregt – aber Herrchen und ich waren selbst relativ entspannt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich selbst so ruhig bleiben würde, aber ich war einfach nur glücklich und zufrieden (mal ehrlich – nach 12,5 Jahren Beziehung ist so eine kleine, standesamtliche Hochzeit doch sowieso nur Formsache, oder? 😉 ).

Ey – was macht dein Fuss da? (©Anna Lisa Hochzeitsfotografie)

Während der Trauung lag Moe bei der Standesbeamtin und vor uns unter dem Tisch. Er war super ruhig und hätte wahrscheinlich sogar geschlafen – wenn ihn nicht fast der Fuß meiner Schwester getroffen hätte. Aber so war er dann aufmerksam und Anna konnte ihn fotografieren.

Geschafft! (©Anna Lisa Hochzeitsfotografie)

Nach der Trauung gab es noch einen kleinen Sektempfang und gemeinsame Fotos von uns. Natürlich habe ich mich über die Familienfotos sehr gefreut – aber die besten Fotos sind doch die von uns Dreien (oder Vieren?).

Jepp, wir sind nun verheiratet. (©Anna Lisa Hochzeitsfotografie)

Der Ehrengast war auch klar: Die liebe Anika ist mit der Schildkröte extra aus dem hohen Norden angereist (!!!) und war nicht nur zur Trauung, sondern auch bei der kleinen Feier am nächsten Tag dabei. Wir hatten so viel Spaß gemeinsam, vor allem beim Dekorieren des Raumes, und ihr Sohn ist DER Star bei der Feier gewesen.

Danke, liebe Anna!!! (©Anna Lisa Hochzeitsfotografie)

Alle können sich an ihn erinnern, weil er super kontaktfreudig ist und sogar mit ihm völlig fremden Leuten getanzt hat. Ich durfte sogar gegen Ende mit ihm kuscheln – aber erst, als er wirklich müde wurde. Vorher fand er mich eher gruselig. Und ich kann es verstehen. 😀

Ach, mein Herz (©Anna Lisa Hochzeitsfotografie)

Moe war bei der Feier zwischendurch dabei. Während des Essens war er in unserem Wohnmobil (das hatten wir zum Schlafen draußen stehen) und als die Musik losging, war es auch zu laut. Später durfte er aber wieder dazu kommen und die Reste vom Boden sammeln. Ich glaube ehrlicherweise, dass das sein absolutes Highlight bei der ganzen Hochzeit war!

Die Anika von ehemals Warnowtatzen – und nu Miss Wunder 😉

Fotos gibt es von der Feier eigentlich wenig, denn ich selbst bin gar nicht zum Fotografieren gekommen. Aber das war auch gar nicht schlimm. 🙂

Flitterwochen in Südfrankreich

3 Tage nach der Feier und allen Aufräumarbeiten ging es für uns endlich in die Flitterwochen. Die standen ja immer wieder auf der Kippe, da wir nicht sicher waren, ob wir Moe die Reise zumuten können – oder nicht. Und ich wusste auch nicht, ob ich mit meinem Dickbauch überhaupt Platz im Wohnmobil haben würde. Das war zum Glück kein Problem.

Endlich angekommen am Meer

Für die Strecke runter bis nach Saintes-Maries-de-la-Mer haben wir erstaunlich lange gebraucht. Grund waren die großen Pausen, die Moe und ich eingefordert haben. Aber das war ok – sobald wir am Meer ankamen, war alles toll.

Wir waren alle gemeinsam im Mittelmeer baden, hatten 24 Grad tagsüber und es war einfach nur fantastisch. Moe war entspannt, hatte keine Probleme beim Pullern und wir haben die Zeit sooo genossen.

Mein kleiner Abenteurer

Der Campingplatz hatte einen direkten Strandzugang und Moe wusste sofort, wo es langging. Wir waren jeden Tag mindestens 3 Mal am Strand mit ihm – obwohl Hunde eigentlich verboten waren, hat das in der Nebensaison wohl keinen gestört. Es waren auch genug andere Hundebesitzer da, aber jeder hat super vorbildlich auf seinen Vierbeiner geachtet. Keiner dieser Hunde ist auf Moe zugelaufen, wir hatten nicht eine Auseinandersetzung. Einfach toll!

Irgendwo im Nirgendwo

Die Zeit ist leider viel zu schnell herumgegangen. Aber da ich wieder Kontrolltermine hatte und das Herrchen so langsam mal wieder arbeiten musste, sind wir längst wieder zurück.

Mutterschutz und Zeit für Moe

Seit dem 21.10. bin ich also offiziell im Mutterschutz. Ich dachte, ich würde das jetzt total genießen und ausreizen können – Fotos machen, Bloggen, Dinge für Peanut nähen – aber weit gefehlt. Ich kann kaum am Schreibtisch sitzen, auf dem Boden liegen um Fotos zu machen geht natürlich gar nicht und mit dem Nierenstau, den ich jetzt noch bekommen habe, sind die Schmerzen nochmal auf ein anderes Niveau gewachsen.

Mein Lieblingsset für Peanut – selbst genäht.

Moe braucht mittlerweile 5 Runden am Tag, damit er gut pullern kann. Morgens etwa um halb 7 gehen wir für eine Stunde, nochmal zwischen 10 und 11 Uhr eine kleine Runde, dann gegen 12:30 Uhr eine Stunde, weiter geht es gegen 16/17 Uhr mit einer kleinen Runde und dann nochmal um 21 Uhr die große Abendrunde, bei der wir irgendwann zwischen 22 und 22:30 Uhr zurück sind. 10.000 Schritte zu erreichen sind also im Moment kein großes Problem. 😉

Wahrscheinlich das einzige Foto, dass ich diesen Herbst machen werde…

Eigentlich hätten wir diese Woche den ersten Termin zur Physiotherapie für Moe gehabt, von dem ich dann auch gern berichte. Leider wurde dieser aber verlegt auf übernächsten Samstag. Schade – wir mussten schon sehr lange darauf warten und nun eben noch mal 1,5 Wochen länger. Ich hoffe wirklich, dass wir ihm so ein wenig helfen können und vielleicht die Schmerzmittel auch wieder ein wenig reduzieren können.

Wie geht es Moe denn gerade?

Grundsätzlich konnte ich gut feststellen, dass ihm das nasskalte Wetter gerade sehr zu schaffen macht. Moe hatte wieder einen längeren Rückfall, den wir mit Kathetern und viel Wärme halbwegs unter Kontrolle bekommen haben. Es ist aber elendig zu sehen, wie er sich beim Pullern quält und nur ein paar Tropfen heraus bekommt.

Er krümmt sich dann richtig zusammen und es tut mir wahnsinnig Leid, dass er so Probleme hat. Nach dem (einmaligen) Kathetern ist dann aber erst mal wieder alles gut und wir achten durch die langen, regelmäßigen Runden darauf, dass er genug Chancen hat, sich zu lösen. Einmal im Monat müssen wir nun wohl mit einem Rückfall rechnen, aber so lange wir es selber in den Griff bekommen, ist das immer noch in Ordnung.

Moe hatte ja schon letzen Winter einen Mantel, den er draußen angezogen bekommen hat. Leider war der doch etwas zu klein, sodass er diesen nun eine Nummer größer bekommen hat. Er lässt ihn sich auch anziehen und läuft ganz normal damit herum – ich denke nur manchmal, dass er vielleicht doch noch ein wenig wärmer sein könnte. Vielleicht nähe ich demnächst einfach selbst einen – den Grundschnitt kann ich ja übernehmen und so habe ich ein bisschen mehr Auswahl bei den Stoffen. 🙂

Wir haben gute Tage und wir haben schlechte Tage.

Grundsätzlich bin ich aber sehr zuversichtlich, dass wir zusammen mit der Physiotherapie, den Schmerzmitteln und viel Bewegung Moe noch eine gute Zeit ermöglichen können. Ich hoffe, dass es für ihn nicht zu viel Stress mit dem kleinen Würmchen wird, aber Herrchen hat sich vorgenommen, besonders gut auf ihn zu achten, wenn ich gerade nicht kann.

So – und nun hoffe ich, dass ich mich in den nächsten, wirklich noch wenigen Wochen mindestens noch einmal melden kann – ich hab doch eigentlich noch so viel zu erzählen und mindestens ein Bericht über die Physiotherapie muss ja drin sein. Drückt die Daumen, dass der Nachwuchs nicht zu früh anklopft – nun kann es ja jeden Moment losgehen, auch wenn der Termin erst auf dem 02.12. liegt.

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2 Gedanken zu „Hochzeit, Flitterwochen und ganz schön was aufzuholen“

  1. Es ist schön von Dir zu lesen und wenigstens etwas von den spannenden letzten Wochen zu erfahren, besonders freut, mich, dass Annika bei Dir war. Ich hätte sie auf den Fotos nicht erkannt und noch schöner finde ich, dass ihr Sohn so zauberhaft ist…

    Moe wünsche ich weiterhin alles Gute und auch Dir wünsche ich eine gute restliche Schwangerschaft.

    Du warst eine wunderschöne Braut!

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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