Moe and Me- eine Liebesgeschichte in drei Akten

Wie alles begann

1.Akt

Ich wollte schon immer einen Hund haben. Nachdem mein Freund und ich dann über ein Jahr zusammen gewohnt hatten, entschied ich, das die Zeit gekommen war, sich nach einem Hund umzusehen.

Die Bedingungen dafür waren recht gut: Mein Freund ist selbstständig und kann den Hund mit ins Büro nehmen, wenn ich zur Uni oder arbeiten muss. Also schaute ich mich, erstmal ohne das er etwas davon wusste, im Internet um.

Ich begann, mich auf Anzeigen zu bewerben und selber welche aufzugeben.

Dann bereitete ich meinen Freund darauf vor und erzählte ihm von meiner Suche. Richtig begeistert war er nicht, aber viel machen konnte er auch nicht. Er wusste ja von meinem Traum, endlich einen Hund aufzunehmen.

Nachdem auch der Vermieter grünes Licht gegeben hatte, wurde die Suche dann ernst.

Wir bekamen eine Menge Vorschläge per Mail zugeschickt, teilweise mit rührenden Fotos von Hunden in Tierheimen auf Mallorca, Teneriffa und so weiter. Da mein Freund aber auf jeden Fall Mitspracherecht hatte, einigten wir uns auf ein paar Kriterien, die unser „neuer“ Hund erfüllen sollte (einige dieser Kriterien haben wir dann mit Moe natürlich verworfen, aber das ist wohl normal). Unser Hund sollte am liebsten ein Labradormischling sein, mittelgroß, kein Jagdtrieb und auch sonst recht ruhig, da er ja mit ins Büro kommen sollte. Deswegen stand auch von Anfang an fest, das kein Welpe ins Haus kommt. Außerdem sollte es ein Rüde sein.

Nachdem ich also schon eine ganze Menge Mails geschrieben und telefoniert hatte, standen wir kurz vor dem Entschluss, ins Tierheim zu fahren.

Dann aber kamen zwei interessante Mails: das eine war ein 8-Monate alter Deutsch- Drahthaar- Mix und das andere ein Labrador-Schäferhund-Mix.

Es war klar, das ich mich sofort in den Einen verguckte und mein Freund den Anderen auf den ersten Blick toll fand.

Also beschlossen wir, beiden eine Chance zu geben.

2.Akt

Ein paar Wochen später vereinbarten wir also „Beschnupperungstermine“. Am Freitag sollte es zu Moe gehen, da er in der Nähe von uns lebte, am Samstag wollten wir dann nach Lübeck zu Milo fahren.

Auf dem Weg zu Moe bekamen wir aber erst einmal Schwierigkeiten:unterwegs ging der Motor vom Roller aus und wir mussten stoppen. Die Weiterfahrt folgte dann auf dem Radweg. Ich hatte wirklich Angst, das wir den Termin platzen lassen müssten, zum Glück ging aber doch alles gut und wir kamen wohlbehalten am Treffpunkt an.

An einer Straßenkreuzung warteten wir also auf Moe. Plötzlich kam er dann um die Ecke, ein schwanzwedelnder, gut gelaunter und absolut verschmuster Hund. Da war es sofort um mich geschehen und ich wusste ganz genau, das ich ihn nie wieder weggeben würde. Das war mein Hund, auf den ich so lange gewartet hatte. Auch mein Freund schien recht angetan, aber doch ein wenig zurückhaltend. Nach einer Stunde Gassi gehen und einem weiteren vereinbarten Treffen (Moe sollte das nächste Mal zu uns kommen, damit wir sehen konnten, wie er sich bei uns und im Büro fühlt) mussten wir schweren Herzens wieder heim fahren.

Am nächsten Tag fuhren wir dann nach Lübeck, um Milo zu besuchen. Dort war es dann andersherum: Als wir am Bahnsteig auf Milo trafen, wusste ich ganz genau, das er nicht zu uns passt. Er war ein toller Rüde, stolz, groß- aber uns ignorierte er konsequent.

Wir gingen trotzdem mit ihm spazieren und er zeigte uns erstmal, wie viel Kraft in ihm steckt und das er uns an der Leine hatte und nicht wir ihn.

Auf der Rückfahrt waren mein Freund und ich uns einig, das Milo definitiv nicht zu uns passen würde. Ich war einfach zu unerfahren für diesen Hund und hätte ihm nicht gerecht werden können.

3.Akt

Der Tag, an dem wir Moe zu Besuch zu uns holten, war ein Mittwoch. Der Arbeitskollege von meinem Freund fuhr uns zu ihm und der arme Kerl musste Autofahren. Obwohl er es nicht gewöhnt war und uns im Prinzip nicht kannte, war er ein Engel.

Als wir dann ausstiegen, wollte das Frühstück dann zwar wieder raus und er war ein bisschen wackelig auf den Beinen, aber das war schnell wieder vergessen. Wir haben einen tollen Tag miteinander verbracht und ich wollte ihn nicht mehr gehen lassen. Auch im Büro verhielt er sich super, so als ob er genau wüsste, das bei uns sein Platz sein sollte. Als mein Freund dann fragte, ob er bei uns bleiben soll, musste ich erstmal ein Tränchen verdrücken, denn ich wusste ja von Anfang an das er „unser“ Hund war. So fuhren wir dann abends zu der ehemaligen Besitzerin und erzählten ihr von unserer Entscheidung, denn sie musste ja auch noch zustimmen. Sie war etwas überrascht, das es plötzlich so schnell ging, aber da Moe sich nicht mit ihrem anderen Hund verstand, war es wohl für beide das beste.

Und so fuhren wir dann mit unserem Hund nach Hause.

Das ist jetzt 7 Monate her und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht dankbar für Moe wäre. Er gibt uns soviel und wenn er mich, so wie jetzt gerade, im Halbschlaf anblinzelt, weiß ich genau, das er sich bei uns auch sehr wohl fühlt und er glücklich ist.

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2 Gedanken zu „Moe and Me- eine Liebesgeschichte in drei Akten“

  1. Wie schön ist den eure Geschichte. Bewundere euch schon seit 1 Jahr und ich finde euer Blog wird immer schöner und schöner 🙂




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