Die Geschichte vom perfekten Foto

Mit Auszeichnungen und Komplimenten überschüttet, geherzt, geliked, geliebt: Das perfekte Foto. Jeder will es, kaum einer erreicht es.

Nicht zuletzt dank Isabella darf ich immer wieder herzlich lachen, wenn sie wieder ihre Upps-Bilder zeigt. Auch ich produziere viel Ausschuss – ich zeige ihn nur selten. Weil es manchmal doch echt peinlich für mich werden würde.

Heute wage ich es aber mal. Ich erzähle euch die Geschichte vom perfekten Foto.

Die Geschichte vom perfekten Foto
DAS ist es übrigens nicht.

„Die Instagram Scheinwelt schlägt wieder zu. Die Protagonisten:

  • der süße, aber deutlich unterbezahlte Hund
  • der Mann, mit dem Blick fürs Schöne, aber keinem Händchen für die Kamera
  • die Frau, mit dem Händchen für die Kamera, aber leider nicht die Schönste

Die Aufgabe: Erstelle ein Foto, mit Emotion, das dem Zeitgeist entspricht. Der Mann macht das Foto, der Hund und die Frau sollen in den Fokus.

So schreiten sie von dannen und suchen den Ort, an dem das perfekte Foto entstehen soll. Der Tannenwald? Nun, nein. Zu dunkel. Aber hier, der Stein? Der wäre perfekt! Leider strahlt die Sonne so. Das Licht ist genau genommen ganz furchtbar. DA KANN MAN JA NICHT DIE AUGEN AUFHALTEN, SO HELL IST DAS!

Egal. Nichts, was eine gute Nachbearbeitung nicht retten könnte.

1. Aufgabe: Positionierung des Mannes mit Kamera.

2. Aufgabe: Positionierung des schönen Hundes.

3. Aufgabe: Positionierung der nicht so schönen Frau.

4. Aufgabe: Integriere einen Schal. Für mehr Emotion.

5. Aufgabe: Positioniere die Frau am Besten so, dass man sie nicht gut erkennen kann.

6. Aufgabe: Egal. Wird sowieso nichts – Frau liegt, Mann lacht, Hund will nur nach Hause.

Die Geschichte vom perfekten Foto
So wird das doch nie was…

Wir hätten an dieser Stelle aufgeben können. Ja, normalerweise hätten wir das auch getan. Aber irgendwie hatten wir Spaß dabei – und dann ist doch tatsächlich noch ein Foto entstanden, das ich ganz gut finde.

Es hat zwar überhaupt nichts mit dem Foto zu tun, das ich im Kopf hatte – aber immerhin ist es etwas geworden (und Moe sieht nicht kreuzunglücklich aus).

Die Geschichte vom perfekten Foto
Lieblingsbild – wenn auch nicht ganz perfekt.

Ich glaube, an gemeinsamen Fotos müssen wir noch ein bisschen arbeiten – aber immerhin hatten wir alle was zu lachen. Und ich weiß jetzt: Hinter jedem gut gemachten, emotionsreichen Instagram-Foto steckt eine gehörige Portion Arbeit.

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