Geocaching im oberen Eidertal

Geocaching im oberen Eidertal

Wir hatten einen Auftrag: Den Cache finden. 😀 So fängt das Geocaching ja meist an, man sucht sich den Cache online, den man gerne heben möchte und bewegt sich in die Richtung dieses Caches.

In diesem Fall stand uns eine 30-minütige Autofahrt bei herrlichstem Wetter bevor. Früh morgens, Sonne, blauer Himmel, nicht zu warm: perfekt für eine kleine (Wander-) Tour. Wir sind noch weit weg von unserer Kondition vor dem Winter, gerade jetzt im Frühling wird einem erst wieder bewusst, wie schnell sich Muskeln eigentlich abbauen. Auch bei Moe haben wir das extrem gemerkt, da ja immer noch Schongang angesagt ist.

Hoppigaloppi, auf geht's!
Hoppigaloppi, auf geht’s!

Zum Glück geht es immer weiter aufwärts und langsam aber stetig können wir auch mal 1,5 Stunden unterwegs sein – im moderaten Tempo, mit Pausen. Ihr seht: Wir sind weit weg von einer richtigen „Wandertour“.

Das Geocaching im Eidertal wollten wir trotzdem wagen. Auch wenn der Eidertal-Wanderweg 22 Kilometer lang ist, die wir natürlich nicht schaffen konnten / wollten, gibt es auch auf kurzen Teilstrecken einiges zu sehen.

Schneckenalarm!
Schneckenalarm!

Das Eidertal

Das obere Eidertal, in dem wir spazieren gegangen sind, liegt zwischen Schulensee und Bordesholm. Sowohl die umliegenden Landwirte, Naturschützer, Ämter, Gemeinden und der Wasser- und Bodenverband kümmern sich und erhalten die Natur vor Ort.

Naturschutz und der Gewässerschutz stehen dabei im Vordergrund. Die Eider an sich wird nicht mehr regelmäßig geräumt, sondern größtenteils sich selber überlassen. Auf den Weiden haben einige Rinder und Pferde ihren Platz, es gibt aber auch einige Feuchtwiesen und Niedermoore.

Ganz schön hier!
Ganz schön hier!

So wie es sich für so ein schönes Plätzchen gehört, steht es unter Landschaftschutz. Daher sollte man dort auf den Wegen bleiben und, ganz wichtig: Den Hund an die Leine nehmen. Haben wir auch getan (die Leine wurde nur mal für das Foto abgenommen).

Nach erfolgreicher Parkplatzsuche (doof, wenn man so ein großes Auto hat) ging es auch schon los. Die Koordinaten wurden eingegeben, Moe wurde auf die geplante Mission eingeschworen und die Suche konnte beginnen.

Was ich schon wusste: Es war ein leichter Cache, gut zugängig und: Richtig, richtig schön gelegen. Was das Ganze noch lustiger machte, war die Tatsache, dass wir den „Verstecker“ des Caches persönlich kennen (Danke an Thoddy für das Legen!). Da war es Ehrensache, diesen zu finden!

Cache gefunden – und noch mehr!

Auf dem Weg zum Cache wurden wir aber schon fündig: So viele Schneckchens! Und alle auf einem Haufen! Normalerweise fühle ich mich verpflichtet, jede Schnecke vor dem Radfahrer / Autofahrer-Tod zu retten.

Das Schneckchen auf ihrem beschwerlichen Weg
Das Schneckchen auf ihrem beschwerlichen Weg

Das bedeutet: Sehe ich auf einem Spaziergang eine Schnecke (oder auch einen Regenwurm), die/der vermeintlich im nächsten Moment platt gefahren werden könnte, wird das Tierchen gerettet.

Aber auf diesem Wanderweg war nicht so viel los, zudem war die (wie ich vermute) Weinbergschnecke rasend schnell! Ich musste mich mit meinem Fokus quasi beeilen, damit ich noch ein Foto schießen konnte! 😉

Tempolimit definitiv überschritten
Tempolimit definitiv überschritten

Moe fand die „Riesenschnecken“ auch total spannend – jedenfalls, solange ich die Kamera auf die Schnecke gerichtet hielt. So entstand dann auch eines meiner Lieblingsfotos auf der Tour. Man könnte denken, Moe hat am Haus geklopft und um Einlass gebeten. 🙂

Klopf, Klopf- Gibt es hier eine Tasse Tee?
Klopf, Klopf- Gibt es hier eine Tasse Tee?

Bei den Schneckchen sollte es aber nicht bleiben. Wir sahen noch so einiges andere, namentlich viele Sträucher und Blüten, Blumen, Gräser, Züge, die ab und zu mal vorbei polterten, und, natürlich, die Eider. Und eine wahnsinnig schöne Brücke, die dringend für ein kleines Fotoshooting missbraucht werden wollte.

Rumpelzug
Rumpelzug

Aber vorher galt es, das zu finden, warum wir an diesen tollen Ort gekommen waren.

Schnüffelnasen voraus!

Es ist wirklich witzig, wenn man als erwachsener Mensch durchs Gestrüpp klettert (natürlich mööööglichst unauffällig, man will ja nicht entdeckt werden) und alles absucht, in der Hoffnung, die rettende Dose/Kiste/wasauchimmer zu finden. Wir wurden fündig. Und nicht nur einmal! Ja, ihr lest richtig.

Gefunden! Sieger der Herzen und so.
Gefunden! Sieger der Herzen und so.

Was wir vorab nicht gesehen hatten, war, dass ein paar Fussschritte weiter (ok, vielleicht 10 Minuten entfernt) noch ein Cache auf uns lauerte. Diesen fand ich (das passiert sonst eher selten) in einer Rekordzeit von unter 30 Sekunden (Kein Witz. Der war einfach superschlecht versteckt, wenn man sich erst einmal auf das Suchen eingeschossen hat, sieht man so einiges!).

Und so gelangten wir danach auch endlich zu meiner schon weitem gesehenen Brücke. Kennt ihr dieses Gefühl: Ihr seht einen Ort und müsst gaaaaanz dringend dort Fotos machen? Und ihr werdet nicht ruhen, bevor das passiert ist? Jap, das hatte ich dort. Und ich liebeliebeliebe die entstandenen Fotos. ♥

Natürlich ist es nicht bei diesen 2 Fotos geblieben. Aber ich verschone euch mal und zeige nicht die einhundertdrölfzehn anderen (die nicht unbedingt mit Moe sind, sondern auch die Brücke allein, mit Herrchen, nur die Planken, etc. zeigen…).

Ob wir die 22 Kilometer noch einmal komplett abgehen? Lust hätte ich auf jeden Fall dazu. Aber ob wir das schaffen, ist fraglich. In Schweden haben wir mal so eine Tour gemacht, allerdings wussten wir da auch, dass wir jederzeit das Zelt hätten aufstellen und vor Ort übernachten können. In Deutschland ist das ja leider nur bedingt möglich.

Ok, eins geht noch.
Ok, eins geht noch.

Fakt ist: Im Moment sind wir alle viel zu unsportlich, um überhaupt an so eine Tour zu denken. Aber im Hinterkopf behalte ich das auf jeden Fall und es spricht ja auch nichts gegen einen schönen (und nicht zu langen) Spaziergang an der Eider entlang. Viel zu entdecken gibt es sicherlich und weitere Caches gibt es dort auch.

Wir werden berichten und euch gerne wieder mitnehmen – wenn ihr mögt.

Reicht dann jetzt auch.
Reicht dann jetzt auch.

Unsere weiteren Touren, die wir bisher gemacht haben, könnt ihr hier noch einmal nachlesen:

Kommentieren

4 Gedanken zu „Geocaching im oberen Eidertal“

  1. Wir waren da auch schon. Also nicht genau da, aber an der Eider… lach

    Die Rennschneckenfotos sind genial, man sieht ja förmlich den Kondenzstreifen… 😉

    LG Andrea und Linda, die die Schneckenkinder auch immer retten




    0
  2. Der Punkt wird vorgemerkt – noch 4 Wochen. *freu*

    Klasse Fotos. Diese Rennschnecke ist ja der Hammer und so Brückenfotos sind herrlich. Gibt immer ne ganz andere Perspektive.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva, die auch Schnecken von der Straße sammeln




    0
  3. Die Rennschnecke ist super getroffen. *lach* So ein Spaziergang hätte uns bestimmt auch gefallen. Obwohl 22 km schon lang sind. *hust*
    Und die Brückenfotos sind wunderschön!

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




    0
  4. Ja, in der Nähe des Eidersperrwerks waren wir auch schon…;o)
    Ich freue mich, dass ihr eine leichte Übung mit Fund hattet. Nach dem letzten schweren Cache ist das mehr als verdient.

    Die Bilder von Moe auf der Brücke sind richtig toll.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




    0

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*