Geocaching mit Hund: Lost Place

Lost Place Geocaching

Auf meiner „To-Do-Liste“ steht schon ewig, einen Lost Place Cache zu heben. Ja, ok, einen Nano würde ich auch gerne suchen und finden – aber so einen verlorenen, verlassenen Ort zu sehen, das stellte ich mir ungleich spannender vor.

(Wenn euch das jetzt schon wie absolutes Fachchinesisch vorkommt und ihr kein Wort versteht, lest euch gerne noch mal den Artikel Geocaching mit dem Hund durch. Darin erkläre ich, worum es beim Geocaching geht und was die verschiedenen Arten sind. 🙂 )

Lost Place gefunden!
Lost Place gefunden!

Was bietet sich für einen Feiertag mehr an, als so einen verlassenen Ort aufzusuchen? Schließlich war super Wetter, was bedeutet, dass es am Strand viel zu voll ist (zu viele Touristen, ihr versteht schon…). Außerdem sollte Moe immer noch nicht an den Strand. Ich hatte zu viel Angst, dass der feine Sand alles aufreibt und wir dann wieder von Neuem an der Pfote/Kralle herum hühnern.

Also: Geocaching mit Hund als Plan B. Dafür wählten wir zum Einen den Eiderwanderweg aus, von dem wir noch berichten werden, und eine alte, verlassene Müllverbrennungsanlage. Klingt spannend? Das war es auch!

Lost Place: Die erste Kieler Müllverbrennungsanlage

Ich dachte eigentlich, wir würden in Kiel gar keine verlassenen Orte mehr haben. Falsch gedacht. Mit ein bisschen Recherche-Arbeit findet man hier doch mehr als gedacht. Jedoch eignen sich im Vornherein einige schon mal gar nicht dafür, mit dem Hund betreten zu werden.

Die erste Kieler Müllverbrennungsanlage
Die erste Kieler Müllverbrennungsanlage

Wir haben noch die Flakbatterie Meimersdorf auf der Liste, aber da dort (laut Auskunft der Geocaching-Seite) oftmals Fuchskadaver liegen, wird Moe bei diesem Cache definitiv nicht dabei sein.

Bei der Müllverbrennungsanlage gab es bis auf den Schwierigkeitsgrad und das Terrain erst einmal nicht so viele Infos. Wir wussten auch nicht, ob wir diesen Cache finden würden, denn es handelte sich hierbei um einen Multi, Koordinaten mussten gesucht und zusammen gerechnet werden.

Moe macht sich in jeder Umgebung gut
Moe macht sich in jeder Umgebung gut

Zudem hatten schon einige dazu kommentiert, dass es schwierig sei, Geschick erfordere und der ein oder andere dort schon zwischen 1-2 Stunden zugebracht hat, um die Koordinaten zu finden – perfekt für uns, wo wir doch so überhaupt nicht erfahren sind und manchmal echt auf dem Schlauch stehen.

Dort angekommen, musste ich aber zu allererst Fotos machen, bevor ich auch nur daran denken konnte, irgendetwas zu suchen. Was für eine großartige Location!

Was sich der Künstler wohl gedacht hat?
Was sich der Künstler wohl gedacht hat?

Ja, es gab an jeder Ecke Graffitis, aber genau das hat die Ecke dort auch so skurril gemacht. Die Natur holt sich die alte Müllverbrennungsanlage Stück für Stück zurück, überall liegt Müll, Spraydosen, etc. Es ist wirklich wie gemacht für Leute, die gerne fotografieren.

Leider lag auch stellenweise viel Glas herum. Ich bin froh, dass Moe sehr genau auf mich gehört hat und nicht irgendeinen Unsinn angestellt hat. So konnte ich ihn für ein paar Fotos auch ableinen, weil er sich wirklich nicht vom Fleck bewegt hat. Der Profi eben. 😉

Mickey war auch da. Allerdings anders als gewohnt.
Mickey war auch da. Allerdings anders als gewohnt.

Aber es war teilweise auch ein bisschen unheimlich. Ich war jedenfalls froh, dass wir tagsüber hingefahren sind und nicht am Abend.

An manchen Stellen war kein Durchkommen, zumindest nicht mit Moe. So musste Herrchen zeitweise alleine suchen, denn ich wollte natürlich nicht, dass Moe sich dort verletzt. Da, wie schon erwähnt, an einigen Ecken Glas lag, war ich meist damit beschäftigt, Moe vorsichtig durch zu manövrieren.

Die Müllrutsche
Die Müllrutsche

So entgingen uns wahrscheinlich auch die Hinweise, denn egal, wie wir uns anstellten, wie wir unsere Köpfe verrenkten: Wir haben ums Erbrechen nicht den ersten Hinweis gefunden. Und der war nötig, um die Endkoordinaten berechnen zu können…

Wir sind einfach noch nicht so weit, uns an einen Cache mit dem Schwierigkeitsgrad 4 zu wagen. Wir bleiben erst einmal bei unseren einfachen Caches, die möglichst auch keine Multis sind. 😀

Ich war tatsächlich auch froh, dass wir vorher auf dem Eiderwanderweg unterwegs gewesen sind und ich dort 2 Caches gefunden habe. So ganz ohne „Schatz“ wollte ich dann doch nicht nach Hause gehen. 🙂

Wir sind noch nicht bereit für einen Lost Place

So ein Lost Place ist wunderschön und genau so aufregend, wie ich es mir ausgemalt hatte. Vom Sprayer, der noch dazu kam und dort eine Wand neu verschönerte, bis hin zu den ganzen Hinterlassenschaften: Ein alter Motorradhelm, ein Einkaufswagen, die Müllrutsche und das Schaltpult. Es war echt spannend zu sehen und ich konnte nicht aufhören zu knipsen.

Frauchen kommt wieder - aber ohne Moe
Frauchen kommt wieder – aber ohne Moe

Das nächste Mal würde ich allerdings erst einmal vorab die Location checken und schauen, ob Moe da wirklich gut aufgehoben ist. So schön so ein Shooting ist, so gerne ich fotografiere: Moes Pfoten sollen bitte heile bleiben!

Habt ihr auch schon so einen verlassenen Ort entdeckt?

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7 Gedanken zu „Geocaching mit Hund: Lost Place“

  1. Das sieht ja echt richtig spooky aus. Geniale Bilder keine Frage, kann dich aber voll verstehen, dass Du nächstes Mal die Location vorab checken möchtest.
    Ich bin gespannt, welchen Ort ihr als nächstes besucht 🙂

    Liebste Grüße
    von der ganzen Canistecture Familie <3




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  2. Sehr coole Bilder und spannend hört sich das an. Da wird ich mich mal schlaulesen mit dem Geochaing vielleicht ist das was für meine Hundeschule… Liebe Grüße Nadine




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  3. Somit steht fest, dass ich alle 3 Akkupacks und meine Geocaching-Ausrüstung mit in den Urlaub nehme… So eine Location kann ich mir doch nicht entgehen lassen. Außerdem wollte ich eh wieder mit Geocaching anfangen. Es hatte mir mit Rocky damals so viel Spaß gemacht und Shiva ist der geborene Caching-Dog, weil sie die Dosen anbringt… *kicher*

    Tolle Fotos! Das macht wirklich Lust auf mehr (Meer).

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva, die ihren Urlaub gar nicht mehr erwarten können




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  4. Was für eine Location! *staun*
    Allerdings hoffen wir, dass du das nächste Mal, wenn schon nicht in Begleitung von Moe, doch wenigstens das Herrchen mit nimmst und nicht allein an diesen verlassenen Ort gehst?!!! *Augen weit aufreiß*
    Ein bisschen gruselig sieht es ja dann doch aus…

    Liebe Grüße
    J&C




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  5. Ein wirklich spannender Ort und tolle Fotos. Schade, dass Ihr den Caches nicht entdeckt habt, aber der Schwierigkeitsgrad war schon echt hoch. Ich möchte das bei uns auch mal machen, muss aber zugeben, dass ich im Moment keine Zeit habe. Aber da läuft ja nichts weg….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




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  6. Hallo Nicole,

    ich wollte schon immer mal Geocaching machen, hört sich nach einem tollen Hobby an – mit Hund ist es gleich vieeel schöner. 🙂

    Danke für den motivierenden Beitrag, da möchte ich bei dem schönen Wette sofort durchstarten. Dieses Weekend war es ja wirklich herrlich, vor allem hier im Süden von Deutschland Bodensee – bei dir hoffentlich auch?

    Ich würde es gerne mal im Ausland ausprobieren, auf einer richtig „natürlichen“ Map. Deutschland erscheint mir da eher bisschen langweilig, da ich aus Osteuropa komme und es da noch wirklich 30 Kilometer pure Natur mit winzigen Feldweglein und ohne „saubere“ Dörfer wie in Germany gibt. Das freut das Hundeherz und weckt den Abenteurer in mir!

    Herzallerliebste Grüße,
    Maria




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