Gastartikel: Ein Telezoom für die Hundefotografie

Gastartikel: Ein Telezoom für die Hundefotografie

Ich freue mich gerade riesig, denn heute geht es mal um eine Kombination zweier Leidenschaften von mir: Hunde und Fotografie. Die liebe Jule von That’s Chilli stellt uns ihr Lieblingsobjektiv für die Hundefotografie vor.

Auf ihrem Blog schreibt sie über das Zusammenleben mit Chilli und macht, wie kann es anders sein, wunderschöne Fotos von ihrer Boerboel-Hündin. Viel Spaß beim Lesen!

Huch, wer schreibt denn heut?

Chilli jumping
Chilli jumping

Ich heiße Jule, bin 22 Jahre alt und blogge seit Februar 2016 auf That´s Chilli über meine Boerboel- Hündin Chilli und Themen rund um den Hund. Bei Nicole wird bald ein neues Objektiv einziehen und sie bat mich, ihr meine Meinung und meine Erfahrungen zum Tamron AF 70- 300 zu teilen. Die Idee zu diesem Gastbeitrag war geboren und ich freute mich sehr. 😉

Wie ich zur Fotografie kam?

Im November 2014 hatte meine Hündin einen schweren Zugunfall und mir wurde einmal mehr bewusst, wie schnell die gemeinsame Zeit von jetzt auf dann vom Schicksal beendet werden kann. Nachdem Chilli sich glücklicherweise wieder von diesem erholt hatte, verspürte ich immer mehr das Bedürfnis, so viele Momente wie nur möglich in guter Qualität festzuhalten.

Natur
Natur

Da ich zu diesem Zeitpunkt selbst schon Leserin von Hundeblogs war, schrieb ich eine liebe Bloggerin an, deren Bilder ich schon von Anfang an sehr bewunderte und bat um Rat, ob sie mir ein Einsteigermodel empfehlen könne, welche Bilder in guter Qualität schoss, aber auch noch nicht zu schwierig war. Ich war blutige Anfängerin und hatte mit der Fotografie zuvor so gar nix am Hut.

Sie empfahl mir die Nikon D3100, welche als gute gebrauchte Kamera samt Kit- Objektiv im Juli 2015 bei mir einzog. Da ich auch Bilder von Chilli in Bewegung knipsen wollte, ohne A-  über den Haufen gerannt zu werden und B-  nicht direkt neben ihr her rennen zu müssen, zog gleichzeitig das Tamron AF 70- 300* mit ein, über welches ich heute meine Erfahrungen und meine Meinung mit euch teilen möchte.

Splish Splash mit Chilli
Splish Splash mit Chilli

Ich betone dies mit Absicht so stark, dass niemand sich verletzt oder angesprochen fühlt, welcher anderer Meinung ist. Auch wenn ich hier meine Sichtweise schreibe, heißt dies nämlich noch lange nicht, dass jeder dieselbe hat und am Ende muss jeder für sich entscheiden, mit wessen Ausrüstung und Ausstattung er am besten zurechtkommt und seinen Wünschen und Vorstellungen entspricht. 😉

Mein kleiner Allrounder- das Tamron AF 70-300

Ich bereue diesen Kauf in keinster Weise. Wer selbst fotografiert oder sich schon einmal etwas näher mit der Fotografie auseinandergesetzt hat, der weiß, dass dies ein verdammt teures Hobby ist und da ich zum damaligen Zeitpunkt nicht wusste, wie ich mich anstellen würde und ob ich bei der Fotografie bleibe, oder ich meine Nikon nach nur wenigen  Wochen mitsamt den Objektiven in die nächste freie Schrankecke platzieren würde, habe ich mich für das besagte Tamron AF 70- 300, ein Telezoom- Objektiv, welches mit seinen knapp 100 Euro noch verhältnismäßig preiswert und erschwinglich ist, entschieden.

Aufgrund seines Brennweitenbereiches lässt es sich optimal zur Tier- und Sportfotografie einsetzen und selbst in der Wildlife- Fotografie hat es mir schon den ein oder anderen tollen Glücksschnapper ermöglicht.

Die Ausgangsbrennweite von 70mm eignet sich wiederum gut für Portraitaufnahmen, sodass man dieses Objektiv meiner Meinung nach durchaus als kleinen Allrounder bezeichnen kann. Das Tamron AF 70-300 besitzt einen Autofokus, lässt sich aber auch manuell leicht fokussieren.

Glücksschnapper 1: Hase
Glücksschnapper 1: Hase

In Testberichten bin ich auf Sätze gestoßen, welche den Autofokus als langsam, laut und unpräzise bezeichnen. Deren Meinung teile ich nicht, ist man mit diesem Objektiv erst einmal etwas vertrauter und hat ein Händchen dafür entwickelt.

Ebenfalls bin ich auf einen Satz gestoßen, welcher beschreibt, dass bei 70 mm bis 100 mm die Bildränder bei Offenblende sehr unscharf sind, die Bildmitte aber noch einigermaßen scharf.

Glücksschnapper 2: Eichhörnchen
Glücksschnapper 2: Eichhörnchen

Sicherlich gibt es Objektive, welche in diesem Zusammenhang besser abschneiden, nur sind diese dann gleich um mehrere 100 Euro teurer und als sehr unscharf würde ich die Bilder trotzdem nicht bezeichnen, zumal ja die Möglichkeit besteht, ein wenig abzublenden.

Die Blende besteht aus 9 Blendenlamellen, welche unscharfe Bildbereiche ruhig und ebenmäßig wirken lässt. Die Schärfenebene ist nicht gewölbt. Auch mit schwerwiegenden Randschatten oder Farbfehlern aufgrund von Farbsäumen hatte ich bisher noch nicht zu kämpfen.

Das Kit- Objektiv verweilt zumeist im Schrank

Natur 02
Natur 02

Das dazugehörige Kit- Objektiv AF S DX 18- 55mm VR meiner Kamera verweilt um ehrlich zu sagen fast immer im Schrank, denn meiner Meinung nach ist es nicht gerade der Bringer und stößt schnell an seine Grenzen, sodass wir einfach keine Freunde geworden sind.

Der „Zoombereich“ ist viel zu klein, ich empfinde es als lichtschwach und auch die Unschärfe im Hintergrund [welche ja zumeist gewünscht ist] ist kaum realisierbar. Auch die Farbbrillianz konnte mich nicht überzeugen.

Fazit

Chilli Portraitaufnahme
Chilli Portraitaufnahme

Ich möchte das Tamron Objektiv wirklich nicht mehr missen und sehe es in keinem Fall so kritisch, wie es in einigen anderen Testberichten dargestellt wird. Vielleicht liegt dies aber auch schlicht und einfach daran, dass ich noch kein hochwertigeres Objektiv besitze und mich mit dem zufrieden gebe und wertschätze, was ich habe.

Eines kann ich aber mit gutem Gewissen versprechen: Schaut man als blutiger Anfänger durch dieses Objektiv, staunt man nicht schlecht, welchen klaren Durchblick man von Waldi, Fiffi und Co. auch aus weiterer Entfernung bekommt. 🙂

Chilli schwimmt und Frauchen macht die Fotos
Chilli schwimmt und Frauchen macht die Fotos

Liebe Jule, vielen Dank für den Einblick und die gute Beschreibung! Auf jeden Fall hast du mir die Entscheidung nun sehr leicht gemacht und das Objektiv wird definitiv in den nächsten Tagen hier einziehen (genau genommen ist es schon bestellt und kommt morgen an 🙂 ).

Ich bin gespannt, ob das Tamron und ich auch so gute Freunde werden, aber darüber werde ich auf jeden Fall berichten. Übrigens habe ich zeitgleich heute einen Gastartikel bei Jule geschrieben. Dort stelle ich euch mein aktuelles Lieblingsobjektiv für die Hundefotografie vor: Das Nikkor 50 mm 1,8*. Zu meinem Gastartikel bei Jule bitte hier entlang.

Auch Jasmin von Sheltie Bailey hat gestern das 50 mm vorgestellt, allerdings für Canon. Schaut auch dort gerne mal vorbei.

Mit welchem Objektiv lichtet ihr denn besonders gerne eure Vierbeiner ab?

Badespaß mit Chilli
Badespaß mit Chilli

*Affiliate – Link (Was ist das?)

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4 Gedanken zu „Gastartikel: Ein Telezoom für die Hundefotografie“

  1. Da bin ich aber mal gespannt, wenn bei dir das Objektiv einzieht, ob es dir auch so gut gefällt wie Jule. Denn die Fotos von Jule sind wirklich sehr schön.
    Und ganz klar sehe ich es auch so, wie Jule es beschreibt: man muss auch immer überlegen, wieviel Geld will man ausgeben und was bekommt man dafür.

    ich glaube jedem dürfte klar sein, dass ein 100€ Objektiv einfach nicht das leisten kann, was ein 500€ Objektiv tut. Die Fotos von Jule sprechen aber für sich, wie ich finde :).

    Ich habe mittlerweile 3 Objektive. Das 50mm habe ich ja gestern vorgestellt (vielen Dank nochmal für die Erwähnung <3)
    Dann habe ich noch das 100mm 2,0 USM mit zackigem Fokus für Bewegungsfotos.
    und das Sigma 30mm 1,4 ART hauptsächlich für Indoor.
    Die beiden letzten Objektive haben um die 400€ gekostet. Da überlegt man schon 5 Mal, ob einem das Hobby wirklich so viel Wert ist :D.

    Zum Glück habe ich bisher noch keinen einzigen Kauf bereut.

    Und ich freue mich schon auf deine Erfahrungen mit dem Tamron.

    LG

    Jasmin




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  2. Hihi, also für die Sony alpha würde das vergleichbare Objektiv gleich mal 1.300 Euro kosten – hab ich grad mal nachgeschaut. So viel zum Thema Preisgestaltung und ob es damit besser wäre wie das Tamron, sei noch dahingestellt… :-))))

    Ich habe festgestellt, dass mir eine Anfangslichtstärke von 4 in vielen Fällen nicht ausreicht (Zoom-Objektiv 18-105mm – durchgehend f4,0). Ich fotografiere ja gerne bei jedem Wetter und auch viel im Wald. Aber mehr Lichtstärke verdoppelt auch schnell den Preis… öhm

    Mir gefallen die Bilder von Jule (schade, dass keine Exif-Daten mit dabeistehen – in diesem Fall hätten die mich sehr interessiert) und ich bin schon sehr gespannt, was Du zu diesem Objektiv sagen wirst.

    LG Andrea mit Linda




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    • Wow. Das ist doch mal eine Ansage.. Ja eben, ich möchte generell auch unabhängig vom Wetter sein und nicht immer Topwetter brauchen, um fotografieren zu können. Gerade hier an der Küste kann es ja schnell wechselhaft sein und dann sollte die Lichtstärke eben auch entsprechend sein.

      Vielleicht kann Jule ja noch die Exif-Daten nachliefern, ich frag mal nach. 🙂

      Liebe Grüße!




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  3. Ein toller Artikel. Ich bin auch seit längerem auf der Suche nach einem geeigneten Objektiv. Im ersten Moment war ich über die Preisunterschiede geschockt. Da zahlt man für ein vernünfitiges Objektiv gleich einmal 700 Euro oder mehr. Hallo???

    Das von Jule vorgestellte Tamron reizt mich sehr …

    Jetzt husche ich aber schnell einmal zu deinem Gastbeitrag, vielliecht kann ich mich dann entscheiden.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




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