Gastartikel: Silvester mit Adgi

Silvester mit Hund

In unserer Silvester-Reihe kommt heute Anika von den WarnowTatzen zu Wort. Anika und Adgi verbringen Silvester so ganz anders als wir – was daran liegt, dass Adgi einfach super entspannt ist. Woran das liegt und wie Silvester mit einem Vierbeiner auch ablaufen kann, lest ihr im Gastbeitrag.

Silvester mit Adgi

Silvester. Das ist für uns ein ganz besonderer Tag und nicht, weil das alte Jahr endet und das neue beginnt.

Nein, Silvester war damals unsere Grenze. Vor Weihnachten haben wir ihn wieder zu seiner Familie gebracht und beschlossen, wenn er Silvester nicht vermittelt sein wird, für Adgi unser Leben umzukrempeln und ihn zu uns zu holen.

Sein erstes Silvester hat er ganz typisch für Mecklenburg-Vorpommern verbracht- mitten im Nirgendwo.
Das war auch zu unserem Glück, denn seine Mama und sein Bruder hatten keine Angst vor Silvester und das (neben ganz viel Mist) hat Adgi sich abgeguckt.

Das erste Silvester bei uns

Den ersten Jahreswechsel haben wir mit einer Freundin bei uns in der Wohnung gefeiert. Am späten Nachmittag sind wir in eine Hundeauslaufzone gefahren, die weit genug außerhalb liegt und umzäunt ist. Dort waren viele mit demselben Plan und die Hunde haben ordentlich getobt.

Anika und Adgi
Anika und Adgi

Wieder Zuhause angekommen, haben wir gekocht und Film geschaut. Wie an jedem anderen Abend auch. Adgi war sehr entspannt und hat sich sogar in sein Zimmer gelegt. Wir haben nicht dafür bestätigt, denn es sollte so normal sein wie möglich.

Von der alten Wohnung aus konnte man auf ganz Rostock schauen und so warteten wir das große 12:00 Uhr Geballer ab und gingen dann ohne Adgi an die Warnow, um noch weiteres Feuerwerk zu bewundern. Adgi hat es super gemeistert, sodass wir gegen 4:00 Uhr schon wieder mit ihm Gassi gehen konnten.

Das zweite Silvester bei uns

Positiv gestimmt vom Vorjahr hatten wir uns umgesehen, um dann ganz famos bei meinen Eltern auf dem Dorf zu feiern. Adgi haben wir wie immer, wenn wir da sind, im Vorbau gelassen. Dort hat er es kuschelig und es liegt nach hinten zum Hof und Wiese. Also wunderbar ruhig und weg von jedem Trubel. Keinen Mucks hat er gemacht und wann immer wie nach ihm geschaut haben, hat er müde ein Auge geöffnet.

So vorhersehbar wie immer wenn der Wechsel der Jahre anstand, wurde es 12:00 Uhr. Und gleich nach dem Umarmen und dem Feuerwerk sind wir zu Adgi, der hat sogar das Geböller verschlafen.

Dieses Jahr Silvester

In diesem Jahr kommt spontan alles anders, als geplant.

Auch, wenn Adgi die bisherigen Wechsel souverän wegsteckt, will ich ihn nicht wegbringen oder alleine lassen. Wir haben uns für ihn entschieden und „müssen“ damit leben.

Deswegen hatten wir mit ein paar Freunden geplant, bei uns zu feiern und gemütlich zusammen sitzen. Aber a) kommt immer alles anders und b) als man denkt.

So wurden wir in die Stadt eingeladen. Allerdings traue ich Adgi das nicht zu, denn wir müssten durch die Stadt laufen. Und die letzten Jahre will ich mir nicht kaputt machen.

Ich bereue es nicht, denn wir haben uns für unseren Hund entschieden an dem Tag, an dem er einzog. Wir haben beschlossen uns zu kümmern, für ihn da zu sein und mit ihm zu Leben.

Und wenn euer Vierbeiner zu Silvester auf den zu Weihnachten geschenkten Teppich eine Pfütze macht vor Angst oder vor Schreck den Baum umschmeißt, dann ärgert euch nicht. Denn für den Rest des Jahres ist euer felliger Begleiter für euch da, grenzenlos und verzeihend.

Silvester mit Adgi
Silvester mit Adgi

Und so bin ich vielleicht traurig, mit meinen 25 Jahren Silvester nicht auf einer legendären Sause zu verbringen, sondern einen Abend wie jeden anderen zu verbringen.

Aber ich weiß schon jetzt, dass Adgi sich um 12:00 Uhr an mich schmiegen wird und in dem Moment, wo es in den ganzen großen Silvesterfilmen um den entscheidenden Kuss geht, mein Herz schmilzt.

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