Gastartikel: Sicherheit für Hunde im Winter

Mit einem schwarz-weißen Hund kommt es im Winter oft vor, dass man übersehen wird. Unser heutiger Gastartikel beschäftigt sich genau mit diesem Thema: wie kann man seinen Hund im Winter wintertauglich machen? Viel Spaß beim Lesen! 🙂

„Wenn der Winter naht und die Tage wieder länger werden, finden die täglichen Hundespaziergänge häufig im Dunkeln statt. Durch die verminderten Sichtverhältnisse im Herbst und Winter nimmt die Zahl der Verkehrsunfälle zu. Das macht sich auch in den Tierarztpraxen bemerkbar: Die Anzahl der Hunde, die in Verkehrsunfälle verwickelt werden, ist viel höher als im Sommer. Gerade Hunde mit einem dunklen Fell sind besonders schwer zu sehen und bleiben von Autofahrern meistens unentdeckt. Sorge deswegen dafür, dass dein Hund ein frühzeitig sichtbarer Teilnehmer im Straßenverkehr ist.

Das richtige Halsband

Was für Radfahrer wichtig ist, sollte auch für Hunde und ihre Besitzer selbstverständlich sein: Die richtige Ausrüstung hilft, sicher durch die dunklen Monate zu kommen. Deswegen solltest du dich und deinen Hund mit einem oder mehreren der hier empfohlenen Hilfsmittel ausstatten. Blinkende oder leuchtende Anhänger können direkt am Halsband oder Hundegeschirr befestigt werden. Allerdings sollten dann mehrere Anhänger angebracht werden, denn nur so kann der Hund von allen Seiten gesehen werden. Es gibt auch spezielle Halsbänder, die mit Leuchtdioden (LED) versehen sind und so auf dein Tier aufmerksam machen. Sie können entweder zusätzlich zum eigentlichen Halsband angelegt werden oder es ersetzen. Allerdings sind solche Halsbänder eher für kurzhaarige Rassen geeignet, da langes Fell das Leuchthalsband verdecken kann. Nachteilig an blinkenden Anhängern oder Halsbändern ist auch, dass Hunde sich eventuell vom Blinken gestört fühlen.

Reflektoren sorgen für zusätzliche Sicherheit

Reflektierende Halsbänder werden ebenfalls zusätzlich am normalen Halsband getragen. Sie bestehen aus einem Material, das Licht von Auto- und Radfahrern zurückwirft. So ist der Vierbeiner auch im Dunkeln gut zusehen. Allerdings sind auch reflektierende Halsbänder für langhaarige Hunde eher ungeeignet. Außerdem empfinden manche Hunde sie als unbequem, da sie Druck auf den Hals und den Kehlkopf ausüben können. Deswegen empfehlen Tierschutzorganisationen Leucht- oder Sicherheitswesten. Eine gut angepasste Weste stört den Hund nicht und sorgt in der Dämmerung für mehr Sicherheit. Sicherheitswesten bestehen ebenfalls aus reflektierendem Material. Sie können schon mit wenigen Handgriffen angezogen werden und werden entweder mit Klettverschlüssen oder einem Klicksystem verschlossen. Die Westen gibt es passend für jeden Hund in verschieden Größen. Jedoch gibt es auch bei reflektierenden Sicherheitsmaßnahmen einen Nachteil: Die Hunde sind nur dann sichtbar, wenn ein Licht, beispielsweise von einem Auto oder eine Straßenlaterne, auf sie geworfen wird. Wenn du also mit deinem Hund im Wald oder auf Feldern unterwegs bist, ist es ratsam ihn noch mit einer zusätzlichen Lichtquelle auszustatten.

Spezieller Pfotenschutz

Im Winter liegt oft Streusalz oder Splitt auf den Straßen. Hundepfoten sind sehr empfindlich und bedürfen deswegen einer besonderen Pflege. Viele Hunde haben auch zwischen den Pfoten etwas Fell. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich zwischen den Ballen Schnee sammelt und sich zu Eiskristallen verhärtet. Deswegen sollte dieses Fell, bevor der erste Schnee fällt, herausgeschnitten werden. Auch Streusalz kann die Pfoten ernsthaft verletzen und zu schmerzhaften Verätzungen führen. Nach jedem Spaziergang über gestreute Wege solltest du deswegen die Pfoten deines Hundes sorgfältig mit Wasser abwaschen und mit einer fetthaltigen Creme behandeln. Achte darauf, dass dein Hund sich nicht selber die Pfoten ableckt; bei magenempfindlichen Tieren kann eine größere Menge Streusalz zu Durchfall oder Erbrechen führen. Sinnvoll ist auch ein besonderer Pfotenschutz für Hunde. Pfotenschuhe schützen den Hund vor unliebsamen Verletzungen und erleichtern die Pfotenpflege. Sie sollten möglichst passgenau sein und eine rutschfeste Sohle haben. Es kann allerdings eine Weile dauern, bis dein Hund sich an seine neuen Schuhe gewöhnt. Am besten geht das natürlich mit kleinen Belohnungen und Leckerlis.

Wer seine Vierbeiner also problemlos durch den Winter bringen möchte, muss nur auf die richtige Ausrüstung für seinen Hund achten. So steht langen und gefahrlosen Winterspaziergängen nichts mehr im Wege.“

 

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2 Gedanken zu „Gastartikel: Sicherheit für Hunde im Winter“

  1. Ganz toller Artikel! Und wirklich wichtig. Sollte bei jedem Tierarzt aushängen im Wartezimmer.
    Ich habe für meinen Hund Babysocken gekauft die hat sie am Anfang immer ausgezogen aber irgendwann nicht mehr und jetzt klappt das hervorragend. Es schützt und wenn wir dann nach Hause kommen machen wir das auch so wie Du beschreibst. Mit Wasser auswaschen die Füsschen und eincremen. Und danach ist erst mal sehr doll durch die Wohnung flitzen angesagt (Gott sei dank habe ich nach dem eincremen daran gedacht Söckchen anzuziehen 😉 ). Kennst Du das neue Blogger-System
    qwer.com ? Sag mir gerne auch per email was Du davon hältst. Alles Gute und freue
    mich auf Antwort




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  2. Hallo,

    wir haben seit ´ner Weile für unsere die LumiJack Leuchtweste. Sie sieht zwar damit aus wie eine Discokugel, aber besser als überfahren zu werden.

    Streusalz ist auch so ein leidiges Thema, da ist gute Vor- und Nachsorge echt das A und O.




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