BARF: Frostfutter Perleberg im Test

BARF: Frostfutter Perleberg im Test

Seit letztem Januar bekommt Moe kein Trockenfutter mehr, wir haben umgestellt: Auf frische Ernährung. Rohes, gewolftes Fleisch, ein bisschen Gemüse, etwas Obst. Mittlerweile gibt es immer mehr Anbieter für BARF auf dem Markt, auch wir kaufen normalerweise über das Internet ein. Das liegt einfach daran, dass es unkompliziert ist und ich so genau passend für meinen Gefrierschrank einkaufen kann.

Nun durfte Moe also ein großes Testpaket der K&K Petfood GmbH/Frostfutter-Perleberg testen und wir wollen euch die einzelnen Sorten einmal vorstellen. Zudem erzählen wir euch, woher das verarbeitete Fleisch eigentlich kommt – und das Wichtigste: Ob es Moe geschmeckt hat.

K&K Petfood GmbH/Frostfutter-Perleberg: Woher kommt das Fleisch?

Da ich leider keinen Bauern in der Nähe habe, bei dem ich das Fleisch für Moe kaufen kann, ist für mich auch wichtig zu wissen, woher das Fleisch stammt. So wie ich mein Fleisch nicht im Discounter kaufe, möchte ich das für Moe auch nicht tun.

Was ich toll finde, ist, dass das Unternehmen ihr Fleisch aus Deutschland bezieht, ganz genau aus Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Das Fleisch der Kühe und Rinder ist teilweise QS-zertifiziert (wenn ihr euch im Detail dafür interessiert, was das genau bedeutet, könnt ihr hier nachlesen) und der Fisch kommt aus Bremen.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass den Tieren ein langer Transportweg zur Schlachtung erspart bleibt, was ich positiv finde. Die Höfe gewährleisten, laut Frostfutter Perleberg, eine gesunde Weidehaltung. Dies ist natürlich immer etwas schwer zu kontrollieren und wenn man seinen Bauern „um die Ecke hat“, sollte man in jedem Fall auf den zurück greifen. Ich habe jedoch bei diesem Unternehmen ein gutes Gefühl und daher hatte ich auch keine Bauchschmerzen, das Fleisch von Moe testen zu lassen.

Testpaket: 12 Kilo Fleisch

Als wir das Paket erhielten, staunte ich nicht schlecht: 12 Kilo Fleisch, alles in 1.000 Gramm Paketen gefroren! Normalerweise bestelle ich 7 Kilo in 500 Gramm Paketen und habe dann meine liebe Mühe, es in unserem kleinen Gefrierschrank unterzubekommen. Merke: 1 Kilo Pakete lassen sich besser stapeln – und so war es dann doch nicht so schwierig, das Fleisch gut zu verteilen.

Testpaket: 12 Kilo Fleisch!
Testpaket: 12 Kilo Fleisch!

Das Fleisch war gut verpackt und noch gefroren, nicht angetaut –wobei das auch kein Problem darstellt, solange das Fleisch nicht 3 Tage im warmen Lieferwagen steht. Gut, diese Styropor-Behältnisse sind nicht unbedingt gut für die Umwelt – aber vielleicht gibt es da ja irgendwann mal eine neue Erfindung oder es gibt eine Art „Pfandsystem“ für Styropor-Boxen.

Haustierkost beispielsweise macht das schon, allerdings ist es so kompliziert und umständlich, dass ich das noch nie genutzt habe! Ich glaube, dort eine Lösung zu finden, wäre schon klasse. Bis dahin tut das Styropor was es soll: Es hält das Fleisch auf Temperatur.

Kommen wir aber mal zu dem Inhalt, der sich sehen lassen kann:

2 x Rindermix, 2 x Powermix, Powermix mit Kartoffeln, Huhn mit Reis, 2 x Huhn gewolft, 2 x Huhn-Rind-Mix, grüner Pansen und Blättermagen waren dabei.

In den einzelnen Zusammensetzungen sieht das so aus:

Rindermix: 50 % Pansen, 20 % Muskelfleisch, 20 % Luftröhre / Kehlkopf, 10 % Euter, Niere, Lunge

Powermix: 50 % Pansen, 50 % gewolftes Rinderhalsfleisch

Powermix mit Kartoffeln: 40 % Rinderhals, 40 % Pansen, 20 % Kartoffeln

Huhn mit Reis: 80 % Huhn (Muskel, Innereien, Knochen, Knorpel), 20 % Reis

Huhn gewolft: Huhn mit Knorpel

Huhn-Rind Mix: 50 % Rind, 50 % Huhn (mit Knochen und Knorpel)

Powermix
Powermix

Der Blättermagen und der grüne Pansen waren ohne etwas anderes. Übrigens: Sowohl der Blättermagen als auch der Pansen werden nicht gewaschen, sondern nur ausgeschüttelt, damit alle Vitaminen, Mineralien und Bakterien erhalten bleiben.

Und das ist einerseits gut, denn wie gesagt: Die Kühe kommen aus der Weidehaltung und fressen damit nur „Gesundes“, andererseits sollte man den Pansen und auch den Blättermagen gut kontrollieren, da trotzdem noch Fremdkörper wie Plastik oder Ähnliches enthalten sein können. Kühe fressen eben alles mit, was auf der Weide so herum liegt! Bei uns war das allerdings nicht der Fall und ich habe bei der Kontrolle nichts gefunden.

Was sich aber ganz sicher sagen lässt, und damit möchte ich bei diesen zwei Sorten, also dem Pansen und dem Blättermagen einmal vorgreifen: Das Zeug riecht richtig frisch nach dem Auftauen. Ganz ehrlich: Ich habe nun schon viel Pansen verfüttert, vor allem auch den ganzen Pansen (ihr erinnert euch?!), der hat nicht so gerochen wie der grüne Pansen von Frostfutter Perleberg. Ich denke, das liegt eben daran, dass er nicht ausgespült wird. Moe hat sich förmlich auf beides gestürzt und wenn ich ein Lieblingsfutter festlegen müsste, wäre es der grüne Pansen und der Blättermagen.

Dem Herrchen ist es übrigens nicht so gut bekommen, den Geruch kann er absolut nicht leiden. Zum Glück für ihn wird Moe sowieso draußen gefüttert, da kam der Geruch nach Kuhweide nicht so schlimm in seine Nase. 😉

Unsere Meinung

Moe hat alle Sorten sehr gerne gefressen und auch alles gut vertragen. Letzteres ist nicht so selbstverständlich. Das Fleisch war teilweise schön stückig (aber noch so, dass Moe es gerne und ohne zu kauen gefressen hat) teilweise war es sehr fein püriert (Huhn mit Reis), sodass es fast an Pastete erinnerte. Für Moe ideal: So lange er nicht Kauen muss, ist alles prima.

Ich hatte etwas mit der Portionsgröße zu kämpfen: Wir füttern am Tag 500 gr, einmal morgens, einmal abends. Durch die 1 kg Pakete musste ich immer aufteilen und hatte dann schon immer etwas Aufgetautes im Kühlschrank. Das war leider durch die Sortenauswahl (sehr Knochen- und Knopellastig) etwas schwer, denn jeden Tag Knochen bekommt Moe nicht gut, 2 Sorten gleichzeitig auftauen ist aber auch nicht so toll.

Es schmeckt!
Es schmeckt!

Zum Glück hat Frostfutter Perleberg aber auch 500 Gramm Pakete im Angebot, damit komme ich gut zurecht und kann besser durchmischen, so wie es für uns passt.

Je nachdem, für welche Sorten man sich entscheidet, kann man fertige Mischungen kaufen (dort ist direkt Gemüse etc. enthalten) oder reines Fleisch. Ich selber entscheide mich meist für die letztere Variante und gebe selber nach Bedarf Obst und Gemüse dazu, weil ich es sowieso im Haus habe.

Ganz klare Verbesserungsmöglichkeiten sehe ich beim Versand: Den finde ich persönlich wirklich sehr teuer. Andere Anbieter schaffen es, entweder versandkostenfrei oder gegen einen Betrag von 4 € mit UPS Express zu versenden. Bei Frostfutter Perleberg kostet der Standardversand alleine (mit DHL oder DPD) 8,50 €, sollte die Express-Lieferung zur Bedingung gemacht werden (was vor allem im Sommer und wenn man vergessen hat, dass nur Montag & Mittwoch ausgeliefert wird, Sinn macht) bezahlt man 4  € Verpackungskosten + 14,90 € für den Versand – das finde ich deutlich zu viel und würde ich so auch nicht nutzen.

Da jetzt aber noch Frühling ist und ich rechtzeitig bestellen werde, würde ich auf jeden Fall noch mal den Pansen und den Blättermagen bestellen – denn diese Sorten haben mich absolut überzeugt und dafür würde ich die Versandkosten auch mal in Kauf nehmen (auch da die Kosten für das Produkt durch die größere Packung etwas geringer sind).

Vielen Dank an Frostfutter Perleberg, die uns dieses Testpaket kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt haben!

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4 Gedanken zu „BARF: Frostfutter Perleberg im Test“

  1. Ich habe das Futterpaket auch testen dürfen und das selbe festgestellt: Der Blättermagen riecht einfach bestialisch. So einen Blättermagen habe ich vorher noch nie verfüttert. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass ich mehr Mageninhalt als Magen drin hatte. Ob ich das so gut fand, weiss ich nicht.
    Die Versandkosten finde ich dagegen eher in der Norm. Ich zahle immer zwischen 6-8€ – Oder eben Versandkostenfrei ab einer bestimmten Menge. Es ist ja auch oft so, dass der Preis bei Barf Shops, die Versandkostenfrei anbieten, dann wieder auf die Produkte aufgeschlagen werden.
    Tipp wegen den Mengen: Du kannst die Sachen auch ruhig ein Mal auftauen lassen, in kleinere Portionen abpacken und dann wieder einfrieren! Anders würde ich das bei meinem Hunden garnicht schaffen.




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  2. Schön, dass es Moe so gut geschmeckt hat. Ich hatte bisher nur einmal bei Frostfutter Perleberg bestellt. Leider bekam Shiva das Rindfleisch nicht und wenn es zu fein gewolft ist, verweigert sie komplett. Sie möchte gerne kauen. Da ich aber einen qualitativ hochwertigen Barfladen bei mir im Nachbarort habe, kaufe ich sowieso 95% in eben diesem Shop und probiere nur manchmal ein bisschen was anderes aus. Pansen und Blättermagen riecht – wenn er gut ist – immer … interessant 😉 Hatte es bisher nur einmal, dass er eigentlich fast weiß war und den hab ich auch nur gemischt mit viel viel Gemüse verfüttert, weil er ja sonst nix drin hatte. Der war wohl gewaschen, obwohl es anders dran stand.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva Wuschelmädchen




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  3. Ich bestelle das Fleisch für unsere Hunde u.a auch bei Frostfutter Perleberg und bin mit der Qualität, Lieferung usw. immer zufrieden. Zu den Versandkosten: es gibt unterschiedliche Komplettpakete, die versandkostenfrei sind – ich finde eine gute Alternative.
    Liebe Grüße
    Lorena




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  4. Leider ist mein Kater nach dem gewolften Huhn fast gestorben.Die Tierärztin hat 0,5cm große Knochenstücke aus seinem Darm gespült. In der Beschreibung stand extra für Allergikerkatzen geeignet. Jetzt streitet die Firma alles ab, trotz tierärztlichen Gutachtens.




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