Frank Weber hilft Straßenhunden in Rumänien

Ich muss gestehen, ich bin ein großer Fan von hundkatzemaus auf Vox. Gerade die Geschichten von Frank Weber, der versucht, Tiere zu vermitteln, berühren mich.

Diesmal besucht der Tierschutzexperte und Leiter des Franziskustierheims Hamburg die rumänische Stadt Brasov, wo im August 2010 ein tragischer Fall von Tierliebe und Zivilcourage Schlagzeilen gemacht hat: Der 50-jährige Adrian Priscu wollte einem Straßenhund zu Hilfe eilen, der von einem Betrunkenen misshandelt wurde. Dabei wurde er von dem Angreifer niedergeschlagen und mit einer zerbrochenen Flasche tödlich verletzt. Der Mann bezahlte seinen mutigen Einsatz für den wehrlosen Hund mit dem Leben!

Frank Weber trifft in der Sendung die Witwe und die Schwiegermutter des Opfers und spricht mit ihnen über den tragischen Fall und die hoffnungslose Situation der Straßenhunde in Rumänien. Die Frau des Opfers beschreibt, dass der Hund noch zu ihr gekommen ist, nachdem ihr Mann abtransportiert wurde und sie alleine auf dem Bürgersteig saß. Er setzte sich dazu und tröstete sie, so als wüsste er genau, dass ein Mensch, um ihm zu helfen, gestorben war.

Auf Wunsch der Familie macht Frank Weber sich auf die Suche nach dem Hund ‚Bukschi‘, der den tödlich endenden Streit ausgelöst hat und der seit dieser Nacht verschwunden ist. Beeindruckend war für mich, das sie trotz der Trauer um ihren Mann/ Schwiegersohn die Kraft haben, noch einem Tier helfen zu wollen!

Im privaten Tierheim der Stadt lässt sich Frank die Hunde zeigen und von den Tierschützern vor Ort berichten, wie sie versuchen, der immer größer werdenden Zahl herrenloser Tiere zu helfen. Von den Einheimischen bekommen sie nur wenig Unterstützung, trotzdem bemühen sich Cristina Lapis und ihre Mitarbeiter mit internationaler Hilfe, die Hunde mit Nahrung und Medikamenten zu versorgen und wenigstens einige von ihnen nach Westeuropa zu vermitteln.

Ganz anders ist die Situation im städtischen Zwinger, der noch bis vor Kurzem eine Tötungsstation war: Hier vegetieren die eingefangenen Hunde dahin, ohne Hoffnung und vom Tod durch Krankheiten oder Hunger bedroht. Frank, der auch hier nach ‚Bukschi‘ sucht, ist schockiert vom Elend der Tiere und hat mit seiner Kollegin Petra Zipp vom ‚Bund gegen Missbrauch der Tiere‘ die schlimme Aufgabe, einige Hunde für den Transport nach Deutschland auszuwählen und damit fast schon über Leben und Tod zu entscheiden. Ich konnte bei den Aufnahmen fast nicht hinsehen, so grausam war es.

Als die Helfer mit den geretteten Hunden vor dem Tierheim ankommen, gibt es eine gute Nachricht: ‚Bukschi‘ und seine Hundefreundin sind aufgetaucht und Frank kann doch noch das Versprechen einlösen, das er der Witwe von Adrian Priscu gegeben hat: den beiden Hunden in Deutschland ein neues Zuhause zu suchen. Damit der Tod des mutigen Rumänen nicht ganz umsonst war.

Im Urlaub in Portugal bin ich selber oft mit Straßenhunden in Kontakt getreten und ich weiß, wie schwierig es für die Hunde oftmals ist, zu überleben. Die Menschen sind blind für das Leid der Hunde, wenn sie „Glück“ haben, dürfen sie bei einer Familie auf dem Hof an einer Kette liegen und bekommen Futter und Wasser. Wenn es sie ganz schlecht trifft, werden sie verprügelt, mit Autos durch das gesamte Dorf gejagt und in Mülltonnen eingesperrt. Auch in Portugal in den Dörfern gab es vor ein paar Jahren niemanden, den das interessiert hätte. Ich weiß noch, wie oft ich als kleines Kind ein Teil meines Mittagessens gebunkert habe und dann einen Spaziergang durch das Dorf unternommen habe. Das Schlimmste aber war für mich, genau zu wissen, dass wenn ich wieder wegfahren würde, diese armen Tiere dort bleiben würden. Und obwohl ich gerade von meinen Großeltern gewarnt wurde („Kind, diese Hunde beißen, sie haben Flöhe, etc.“), hat mich nie auch nur ein Hund angeknurrt. Im Gegenteil: das eine Jahr hatte ich eine Hundefreundin, ein ziemlich großer Mischling, der jeden Abend ab 10 Uhr vor meinem Schlafzimmerfenster gejault hat, bis ich rausgekommen bin und ihr noch einen Butterkeks mitgebracht habe. Es war natürlich schlimm, nach drei Wochen wieder zu fahren…

Mittlerweile gibt es zum Glück Tierschützer, die die Hunde kastrieren, sie medizinisch versorgen und eventuell vermitteln. Aber bei den Menschen in Dörfern ab 40 Jahre aufwärts sind Hunde nichts wert. Dort ist es auch schwierig für ein Umdenken zu sorgen. Ich hoffe trotzdem, dass es irgendwann gelingen wird, den Hunden zumindest soweit zu helfen, dass sie sich nicht mehr unkontrolliert vermehren und die Menschen lernen, dass Hunde auch eine Seele haben, dass sie respektiert werden müssen.

Folge uns bei Pinterest

Kommentieren

2 Gedanken zu „Frank Weber hilft Straßenhunden in Rumänien“

  1. Auch ich habe schon vor 2oJahren einen „Stromer“ mitgenommen, es war ein toller Hund nur lieb und dankbar. Er ist nach Schätzung ca. 15jahre geworden. Wir vermissen Ihn heute noch.




    0
  2. Hallo
    wo kann man denn bezüglich Rumänien und Straßenhunde
    spenden, wichtig ist, daß die Spende wirklich dort
    auch ankommt.
    Mir tun diese Tiere sehr leid…sie können ja nichts dafür…

    MfG




    0

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*