Fotografische Wurfbegleitung bei den Förde Bostons

Fotografische Wurfbegleitung

Welpen zu erleben ist für mich wahnsinnig schön. Keine Ahnung, was da alles zusammen fließt, ob es Muttergefühle, Glückshormone oder was auch immer sind: Bei Welpen könnte ich vor Verzückung quietschen.

Daher war es für mich auch so großartig, bei den Förde Bostons als fotografische Wurfbegleitung tätig zu werden. Die Welpen sind einen Tag vor meinem Geburtstag geboren und bereits 5 Tage später hatte ich die kleinen Würmchen schon vor meiner Linse!

Mama Wilma und Papa Ede
Mama Wilma und Papa Ede

Früh übt sich, wer ein kleiner Star werden möchte…

Woche 1: Mist. Die haben ja noch die Augen zu!

Ganz ehrlich: Ich hatte bis dahin absolut keine Erfahrungen, was Welpen anging. Moe ist mit 7 Monaten eingezogen und sonst hatte ich nur noch mit „größeren“ Welpen zu tun – also alles nach dem Auszug und definitiv schon als Hund zu erkennen!

Blind und taub.
Blind und taub.

Die kleinen Bostis waren mit 5 Tagen alles andere als fertig. Taub, blind und immer auf der Suche nach Mutti. 🙂

Daher haben wir das Shooting sehr, sehr kurz gehalten. Die Welpis wurden auf die Decke gesetzt und schnell wurden die Fotos gemacht (ohne Blitz, mit Dauerlicht).

Zu dem Zeitpunkt waren es noch 6 kleine Welpen: 5 Damen und ein Herr. Alle waren sie sehr niedlich und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Natürlich war die Mami (Wilma) die ganze Zeit dabei. Wenn das Frauchen sich nicht gerade gekümmert hat, hat Wilma bei mir gelegen – ihr müsst wissen, zu den Elterntieren hatte ich vorab schon Kontakt. Wir hatten bereits ein Shooting, da war die süße Wilma schon tragend. 🙂

Woche 3: Ui, der Kopf ist oben!

Nach Weihnachten und vor Silvester trafen wir uns ein zweites Mal. Die Welpen hatten die Augen auf und waren plötzlich mobil geworden! Es wurde gerobbt, das Köpfchen gehoben und die kleinen Bostis waren sehr interessiert an allem.

Das Köpfchen wird schon oben getragen! :-)
Das Köpfchen wird schon oben getragen! 🙂

Und obwohl sie immer noch aussahen wie kleine Meerschweinchen (Zitat Züchterin) konnte man bereits erkennen, was sie mal werden sollten. 🙂

Auch die Charaktereigenschaften zeigten sich: So waren die einen etwas scheuer, die anderen waren neugierig, die einen waren sehr ruhig, die anderen ständig in Bewegung.

Zuckersüß, die Kleine!
Zuckersüß, die Kleine!

Trotzdem war ich natürlich gespannt, wie es weiter gehen würde, wie sich die Welpen entwickeln würden. Und auch für meine fotografische Entwicklung war es spannend: Würde ich mit meinem Minimalequipment auf Dauer auskommen (Nikon D3300, Nikkor 50mm, 2 Dauerlichter)?

Woche 5: Da tut sich was!

Plötzlich war nicht nur das Köpfchen oben – nein, die Kleinen standen auf 4 Beinen! Mein nächster Besuch war damit verbunden, dass wir die Welpis in einen Weidenkorb setzen wollten. Wollten – denn die Kleinen hatten anderes im Sinn. 🙂

Die Kleinen werden mobil!
Die Kleinen werden mobil!

Sie wollten spielen, das Körbchen annagen – sie waren kleine, junge Hunde, die schon ordentlich Flausen im Kopf hatten.

Mutter Wilma musste ordentlich hinter her sein und für mich war es gar nicht so leicht, die Kleinen einigermaßen repräsentabel zu fotografieren. 😀

Was ist da los?
Was ist da los?

Leider war nach diesem Shooting in Woche 5 nichts mehr so, wie es mal war und das nächste Shooting sollte nur noch mit 5 Welpen stattfinden.

Woche 8: Traurigkeit und Trubel

Mitte Januar erfuhr ich, dass die kleine, zarte Aurora eingeschläfert werden musste. Statt 6 Welpen waren es nun nur noch 5 und mich machte es unheimlich traurig.

Wir haben weiter gemacht
Wir haben weiter gemacht

Das mag vielleicht zum Züchten dazu gehören, aber trotzdem war es ein merkwürdiges Gefühl, plötzlich einen Welpen weniger zu sehen…

Wilma hat es gut weggesteckt, glücklicherweise. Mittlerweile hatten auch so gut wie alle Welpen ein neues Zuhause in Aussicht, alles entwickelte sich soweit normal.

Die kleine Aida (jetzt: Hilde) auf dem Foto oben (mit den Federn) ist zwar die Zierlichste aus dem Wurf, aber soweit ging es allen gut. Und sie waren wieder noch mobiler, aktiver geworden – und, frecher.

Die kleine Aloha - oder auch Yoda. ;-)
Die kleine Aloha – oder auch Yoda. 😉

Meine Kamera wurde beschlabbert, an meinen Haaren wurde gezogen, meine Nase war super zum Reinbeißen – trotz aller Traurigkeit hatten wir gemeinsam Spaß.

Woche 9: Ich sage auf Wiedersehen.

Mein vorletzter Termin bei den kleinen Welpen. Und so langsam musste ich mich verabschieden, denn die ersten würden nach unserem Termin ausziehen.

Unter anderem die kleine Arielle, in die ich mich unheimlich verguckt hatte. Gut, dass mein Herzmann und Moe ein Wort mitzureden hatten – sonst hätten wir wohl aus meiner ersten fotografischen Wurfbegleitung direkt „Nachwuchs“ bekommen… 🙂

Der kleine Ahoi (Morty)
Der kleine Ahoi (Morty)

Die Welpis sind nun so gut wie fertig – naja, sagen wir, sie sind als richtige Boston Terrier zu erkennen. Diesen Freitag habe ich meinen definitiv letzten Termin, und so wie es aussieht, ist dann nur noch die kleine Coco da.

Der kleine Rüde Ahoi (neuer Name: Morty) und auch meine süße Arielle (jetzt Elli) sind bereits in ihrem neuen Zuhause angekommen.

Ein letztes Mal gemeinsam kuscheln
Ein letztes Mal gemeinsam kuscheln

Abschließend kann ich sagen: Ich würde so eine fotografische Wurfbegleitung jederzeit wieder machen. Mein Equipment wird sich etwas verändern (eine kürzere Brennweite sollte bald einziehen), aber im Großen und Ganzen bin ich für den ersten Versuch durchaus zufrieden.

Der emotionale Abstand wird mir wahrscheinlich irgendwann auch leichter fallen. Bei dem ersten Wurf war es nach den ersten Wochen noch in Ordnung, aber spätestens ab dem 3. Shooting war ich dann doch sehr verliebt in die Kleinen. 🙂

Die kleine Coco, draußen auf Entdeckungstour
Die kleine Coco, draußen auf Entdeckungstour

Im Sommer soll noch ein gemeinsames Treffen am Strand stattfinden, natürlich werde ich das wieder begleiten. Ich bin unheimlich gespannt, wie die Zwerge dann aussehen und freue mich über diese einmalige Erfahrung. ♥

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4 Gedanken zu „Fotografische Wurfbegleitung bei den Förde Bostons“

  1. Och, wie niiiiiedlich! Ich kann gut verstehen, dass du dich in die Kleinen verliebt hast. Bei denen würde ich auch schwach werden. Kleine Welpen vom Wurf auf zu begleiten ist eine tolle Sache. Danke, dass du uns daran teilhaben lässt.

    Bin auf das Treffen am Strand gespannt …

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




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  2. Sind die süüüüß. Nein, was sind Welpen süß… Traurig, dass es ein welpe nicht geschafft hat.

    Mein Traum wäre einmal eine Züchterin / einen Züchter zu begleiten, von der Auswahl der Hunde, über den Deckakt, die Untersuchungen, die Geburt bis zur Auswahl der Hundeeltern und dem Auszug. Am liebsten natürlich Tibet Terrier… Und diese Fotos schüren den Wunsch noch mehr…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




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