Feragen: DNA Test beim Hund| Werbung

Welche Rassen stecken in Moe?
Welche Rassen stecken in Moe?

Werbung 2 Monate ist es her, da haben wir Moe Proben entnommen. Diese Proben waren dafür gedacht, um seine Rasse zu bestimmen. Denn Moe ist ein Mischlingshund, und obwohl wir von der Vorbesitzerin erfahren haben, welche Hunde mitmischten, wollten wir es doch genau wissen.

Für uns war es wie ein kleines Weihnachtsgeschenk, als wir jetzt die Ergebnisse von Feragen erfahren haben und nun genauer wissen, welche DNA in Moe steckt. Wenn ihr noch einmal nachlesen wollt, wie wir die Proben entnommen haben, könnt ihr das hier tun.

DNA-Test beim Hund: Was steckt drin?

Als wir die Proben gemacht haben, waren wir echt nervös. Ob wir wohl alles richtig gemacht haben? Und dann fing das große Rätsel raten an: Was könnte denn dabei heraus kommen?

Feragen DNA Test beim Hund
Feragen DNA Test beim Hund

Wir bekamen erst einmal ein PDF zugeschickt, das uns direkt darüber aufgeklärte, was die Ergebnisse der Rassebestimmung sind. Später erhielten wir den Befund auch noch in einer Mappe per Post, was ich toll finde. So haben wir die Ergebnisse direkt vorliegen und mussten sie nicht selber ausdrucken.

Toll war auch, dass ein Foto von Moe angefordert wurde. Damit wurde das Zertifikat und der Stammbaum von Moe noch einmal sehr deutlich dargestellt und es ist eine schöne Erinnerung. In der Mappe wurden wir nicht nur über die Eltern, sondern auch über die Großeltern und Urgroßeltern aufgeklärt, was ich sehr spannend finde.

Rassezertifikat Moe
Rassezertifikat Moe

Es gibt dann noch einen Abschnitt über die einzelnen Rassen, die auf Moe zutreffen, sowie eine Erklärung, wie bestimmte Merkmale vererbt werden können. Spannend ist auch der letzte Teil, in dem es um die möglichen Erkrankungen von den Rassen geht, die in Moe vertreten sind. Dieser Teil ist sehr ausführlich und leider gibt es auch schon etwas, das auf Moe zutrifft: Die Hüftgelenksdysplasie.

So, und nun spanne ich euch nicht länger auf die Folter und verrate euch, wer Moe ist. 😉

Das Beste aus Vielen: Mischling Moe

RottweilerMoes eine Komponente, entweder mütterlicher- oder väterlicherseits: Der Rottweiler. Wir haben es ja geahnt. 🙂 Rottweiler sind folgsam, ausgeglichen, gelehrig, mutig, Familienhunde, treu, loyal, liebevoll, verteidigungsbereit, haben keinen Jagdtrieb und sind rauflustig – so steht es in der Rassebeschreibung.

Einiges trifft auf jeden Fall auf Moe zu, beispielsweise das er folgsam und ausgeglichen ist. Er ist der beste Familienhund den man haben kann und wahnsinnig liebevoll. Ein richtiger harter Kerl von außen und ein Herz aus Gold.

Aber das mit dem Jagdtrieb, das müssen wir noch mal üben: Der kommt von einer anderen Rasse. Schade, dass sich dort der Rottweiler nicht durchgesetzt hat – aber man kann ja nicht alles haben. 😉 Optisch hat Moe vom Rottweiler den „Bollerkopf“ bekommen, der im Vergleich zu seinem restlichen Körper schon sehr dominant ist. Auch die Flauschohren und die Augen schiebe ich jetzt mal auf den Rotti, denn so süß und liebevoll wie Moe manchmal schaut, das kann nur vom Rottweiler kommen.

Ihr merkt: Rottweiler sind für mich großartige Hunde und ich bin sehr froh, dass auch in Moe einer steckt. Das diese Hunde immer wieder an merkwürdige Gestalten kommen und für Dinge eingesetzt werden, die ich mir nicht mal vorstellen mag, finde ich schrecklich. Jeder, der einmal einen Rottweiler gekannt hat, weiß, wie sensibel und zauberhaft diese Tiere eigentlich sind – gerade mit Kindern und in der Familie. Aber ich schweife ab.

Der Schäferhund in Moe
Der Schäferhund in Moe

Auch drin: der Deutsche Schäferhund. Diese Rasse soll laut DNA-Test sowohl mütterlicherseits als auch väterlicherseits durch kommen. Man sollte also denken, dass gerade die Veranlagungen des Schäferhundes sehr durchkommen.

Das in Moe wahrscheinlich ein Schäferhund steckt, wurde uns vorab gesagt und war für mich optisch auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Ein Schäferhund soll da drin sein? Ja. Wir haben es über die Jahre immer mehr gemerkt, schön, nun auch die Gewissheit zu haben.

Deutsche Schäferhunde sind arbeitswillig, intelligent, loyal, beschützend, in der Familie liebevoll und anhänglich, bei Fremden dagegen neutral und zurückhaltend, sie haben eine niedrige Reizschwelle und einen Schutz- und Beutetrieb.

Nun ja, Fremden gegenüber neutral und Moe – das passt tatsächlich gar nicht zusammen. Moe nennt jeden Menschen seinen Freund, ob er das nun will oder nicht. 🙂

Aber beschützend, das ist er. Wenn mir Herrchen doof kommt, stellt sich Moe dazwischen und er wird angebellt. Arbeitswillig ist Moe eher in Maßen – aber sehr schnell zu motivieren. Wenn wir der Meinung wären, wir müssten um vier Uhr aufstehen und eine Runde laufen – dann wäre Moe der erste an der Tür. Und so ist es mit allen Dingen: Moe lässt sich sehr schnell für etwas begeistern.

Leider ist er dann ziemlich übermütig und ruft alles ab, was er kann – gerne untermalt mit lautem Fiepen. Einige Charaktereigenschaften des Schäferhundes treffen also voll zu, andere dagegen nicht. Optisch könnte man den Schäferhund an der „Hose“ an den Hinterbeinen erkennen und vielleicht an der eher schmal zulaufenden Schnauze (im Gegensatz zum Rottweiler).

Deutsch DrahthaarNoch eine Rasse, die in beiden Elternteilen vorhanden sein soll, ist der Deutsch-Drahthaar. Von dieser Rasse hatte ich vor Moe nur gehört, sie aber nie bewusst gesehen. Normalerweise gehören Deutsch-Drahthaare auch in Jägerhand. Die Rassebeschreibung liest sich so: Deutsch-Drahthaare sind nervenstark, klug, offen, Familienhunde, keine Anfängerhunde, bewegungsfreudig, vertragen sich gut mit anderen Hunden und schätzen einen großen Garten.

Nervenstark ist Moe nur bedingt und schon gar nicht schussfest, was man an Silvester jedes Jahr merkt. Ob Moe nun klug ist – ganz doof ist er jedenfalls nicht. Wie bereits erwähnt, ist Moe ein toller Familienhund, nicht so sehr bewegungsfreudig (eher Typ „Couchpotatoe“), verträgt sich nicht gut mit anderen Hunden – aber er schätzt seinen Garten. Ganz ehrlich: Welcher Hund täte das nicht? 🙂

Optisch sieht man den Drahthaar am Ehesten am Haarkleid von Moe: Die weißen Haare sind eher pieksig, die Fellfärbung ist auch typisch Drahthaar. Die Anatomie, bis auf den Brustkorb und Kopf passt auch zu der Rasse: Moe läuft nach hinten stromlinienförmig zu und wird richtig schlank. Sieht man Moe nur von hinten, vermutet man nicht, dass da noch so ein großer Kopf vorne dran hängt. 🙂

Kurzer Zwischenstand

Was haben wir also bisher? Die Elterntiere bestehen wahrscheinlich alle aus Deutsch-Drahthaar und Schäferhund. Außerdem hat auf der einen Seite auch noch ein Rottweiler mitgemischt. Gibt es noch mehr? Oh ja! Moe ist nämlich durch und durch ein Mischling. 🙂

Rhodesian RidgebackMit einer geringen statistischen Wahrscheinlichkeit wurde auch ein Rhodesian Ridgeback nachgewiesen, der entweder väterlicherseits oder mütterlicherseits mitgemischt haben könnte. Faszinierend, oder?

Der Rhodesian Ridgeback ist furchtlos, ein Jagdhund mit Schutztrieb und sehr viel Eigenständigkeit, er ist kräftig und reaktionsschnell, außerdem verschmust, loyal und sehr sensibel.

Nun, die letzteren Eigenschaften treffen durchaus auf Moe zu, ebenso wie der Jagdinstinkt. Jedoch würde ich Moe eher nicht als eigenständigen Hund betrachten, da er sich sehr an uns orientiert und eher selten Entscheidungen für sich trifft.

Kräftig ist Moe mit seinen 34 Kilo schon, allerdings bringt ein Ridgeback Rüde noch ca. 2 Kilo mehr auf die Waage. Die Reaktionsschnelligkeit kann ich nicht vergleichen.

Optisch sehe ich zwischen Moe und einem Ridgeback allerhöchstens eine Ähnlichkeit bei den Ohren und vielleicht bei der Augenform. Es ist aber auch eher unwahrscheinlich, dass ein Ridgeback tatsächlich mitgemischt hat.

Bei beiden Elternteilen soll auch noch ein Mischlingshund mitgemischt haben. Dieser wird wohl als Hauptkomponente den weißen Schäferhund in sich getragen haben.

Seid ihr jetzt komplett verwirrt und wisst nicht mehr, wer, wann, mit wem? 🙂 Dann habe ich hier einmal den vermutlichen Stammbaum von Moe für euch.

Moes Stammbaum
Moes Stammbaum

Ganz spannend finde ich natürlich auch die Mischlingskomponente. Die Rassen, die dort aufgeführt sind, kenne ich nur teilweise und finde es besonders witzig, dass der Yorkshire-Terrier gleich an 2. Stelle der möglichen Rassen im Mischlingsanteil vorkommt. Zum Glück ist Moe doch ein bisschen größer geworden und hat ein anderes Haarkleid abbekommen. 😀

Mögliche Rassen im Mischlingsanteil
Mögliche Rassen im Mischlingsanteil

Fazit: Braucht man einen DNA-Test?

Das gehört sicherlich zu den Entscheidungen, die jeder für sich selber treffen muss. Für uns war das eine ganz große Sache, für die ich sehr dankbar bin. Ich bin durch und durch ein neugieriger Mensch und finde es einfach spannend zu wissen, welche DNA in Moe vertreten sein könnte.

Bisher sind noch nicht alle Rassen nachweisbar, da einfach noch nicht alle Rassen in der Datenbank vertreten sind. Bei uns trifft aber die Vermutung definitiv zu und bestätigt einfach das, was wir vorher gesagt bekommen haben (außer dem Mischlingshund und dem Ridgeback).

Ein DNA-Test mag auf den ersten Blick vielleicht auch kostspielig erscheinen (den kleinen Test gibt es im Moment für 99€), aber wenn man einen Mischlingshund hat und eben nicht weiß, was drin steckt, lohnt sich so ein Test allemal. Außerdem ist jetzt bald Weihnachten und vielleicht ist das ein schönes Weihnachtsgeschenk für jemanden?!

Zertifikat zur Rassebestimmung von Moe
Zertifikat zur Rassebestimmung von Moe

Allein die möglichen genetischen Krankheiten, die auf die Rassen in Moe zutreffen könnten, füllen 10 Seiten und es lohnt sich sicherlich, das einfach einmal gehört und gelesen zu haben. Natürlich müssen diese Krankheiten nicht auftreten, aber wie gesagt: Die Hüftgelenksdysplasie hatte Moe von Anfang an und auch die erwähnten Allergien treffen auf Moe zu.

Feragen macht übrigens nicht nur Rassebestimmungen, sondern auch die DLA – Haplotypenbestimmung. Diese ist interessant für Züchter, denn dabei geht es um das Nachweisen von genetischen Veranlagungen für Autoimmunkrankheiten. Kelly von Yorkshire Terrier Blog hat diesen Test mit Blanket gemacht, wenn euch das interessiert, solltet ihr dort mal vorbei schauen. Zu dem Artikel geht es hier.

Die Abwicklung unserer Rassebestimmung war wirklich kinderleicht und wir sind vom Ergebnis absolut überzeugt. An dieser Stelle geht ein ganz großes Dankeschön an Michael, Anja und Nala, die uns diesen Test kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt und uns damit einen Herzenswunsch erfüllt haben!

Vielen Dank, Feragen!
Vielen Dank, Feragen!

Bildlizenzen (Fotolia):
– #94428374, Rottweiler Dog Portrait, ©Ammit
– #86999216, Closeup Portrait of German Shepherd on Black, ©seregraff
– #89728536, Jagdhund, ©grafikplusfoto
– #80512908, Rhodesian Ridgeback dog, ©jagodka

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